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Die *Trash*Kom*Hallen* - Ort der Geschichten
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Erster Beitrag:
vor 16 Jahren, 3 Monaten
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Trollchen

xxx+x

Startbeitrag von Trollchen am 18.12.2000 22:38

Geschrieben von Trollchen am 18. Dezember 2000 23:38:36:
... und sprach einen mächtigen Zauber, durch den der Ritter in einen tiefen Schlaf fiel und von einer schwarzen Wolke umwoben weit, weit weg getragen wurde...
Als der Ritter erwachte, war es dunkel. Sein Kopf hämmerte wie verrückt, und er wusste nicht wo er war. Er lag. Auf einer kalten, harten Oberfläche. Ganz anders als Erde, Gras oder Holz. Seine Augen waren direkt zum Himmel gerichtet, er suchte das Licht der Sterne, das seine Schmerzen stillen würde, doch so angestrengt er auch in den Himmel stierte, er konnte nicht einmal das matteste Glimmen ausmachen.

Da fröstelte er, und dachte bei sich: "Was ist das nur für eine Welt, in der es keine Sterne gibt?"

Langsam rappelte er sich auf. Er fühlte sich zerschlagen, jedes einzelne seiner Glieder schmerzte.

Verwirrt und traurig wanderte er durch diese neue Welt. Er traf auf Menschen. Verzweifelte Menschen, kaputte Menschen. Menschen, die um Almosen bettelten, Geld, dass sie dann in billigen Fusel umsetzten. Alkohol.. in dieser Welt wichtiger als Brot. Er sah Menschen, die sich schlugen, einfach so, um nichts. Ängstliche Menschen, die grau aneinander vorbei hasteten, jeden Blickkontakt geflissentlich vermeidend.

Immer bedrückter schlich der Ritter durch die Straßen. Suchte. Suchte nach einem Funken Licht. Licht, das weniger grell war als die Neonreklamen, wärmer, als das der Straßenlaternen.

"Eine trostlose Welt. Grau und ohne Sinn", dachte der Ritter. "Eine Welt, ohne Farben und Wärme, die deshalb grelle Farben und laute Musik braucht. Um sich vor sich selbst zu verstecken."

Und er gab es auf, durch die Straßen zu wandern und nach dem Guten zu suchen, er gab es auf, in den Himmel zu blicken, um nach seinen Freunden zu sehen. Er gab es auf und verkroch sich stattdessen in sich selbst, heftete seinen nun fast ausdruckslosen Blick zu Boden wo er, irgendwann, viele Tage müssen wohl vergangen sein..

..einen kleinen Zettel fand.


Der Ritter

erwachte

Aus tiefem

traumlosen Schlaf

mit

Kopfschmerzen

und steifem Genick

Der Ritter

merkte nicht

die kleine Flöte

die aus seiner Tasche gefallen war

und wünschte

gespielt zu werden

Auch

das freundliche Blinken

eines verlassenen Sternes

nahm er nicht wahr

Ebensowenig

wie das fröhliche Lachen

eines Kindes

Der Ritter

ist nicht erwacht

Er schläft

seinen

tiefen illsionslosen Traum

Gesucht

hat einzig und allein

sein Schatten


Viele Male las der Ritter den Zettel und ihm wurde klar, das Wahrheit auf ihm geschrieben war, dass er nur noch sein eigener Schatten war, Leona ihm alles genommen hatte.
.....














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