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Die *Trash*Kom*Hallen* - Ort der Geschichten
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Erster Beitrag:
vor 16 Jahren, 4 Monaten
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tomtogo

Maßnahmenplan

Startbeitrag von tomtogo am 23.03.2001 08:42

Geschrieben von tomtogo am 23. März 2001 09:42:18:
Maßnahmenplan
Als Hanna das Möbelhaus betrat keimte in Ihr, gleichzeitig mit dem durchschreiten der Warmluftzone, ein Gefühl des Unwohlseins auf, dass Ihr den Hals zuschnürte und Ihren stattlichen Wanst zum beben brachte.
Ihre optische Wahrnehmung signalisierte alle Farbskalen kombiniert mit dem Effekt „Plastikglitter“ und der Schweiß trat Ihr aus den Poren und vereinigte sich bereits unterhalb des Kehlkopfes zu einem kleinen Rinnsal.
Augenblicklich hatten sich die hinter Ihr Hereindrängenden auf die neue Situation eingestellt und waren links und rechts um den vermeintlichen Wellenbrecher herum geströmt, ohne weiter auf das Hindernis zu achten.
Für solche Fälle standen folgende Maßnahmenpläne zur Auswahl.
1. Der Wachmann an der elektrischen Drehtür stoppt diese,

klappt die Seitenflügel auf, verbreitert somit die Durchströmkapazität,

und kümmert sich dann um die Beseitigung des Staufaktors.
2. Die in Jahrzehnten erprobte Chefrezeptionistin wechselt von Gesichtsausdruck

„Teilnahmsloses Desinteresse“ auf „ Autoritäres Mitleid“ führt die Behinderung

wortlos beiseite und erklärt dann in den nächsten Stunden Ihren gerade der Pubertät entwachsenen Lehrlingen wie wichtig Einfühlsamkeit im Umgang

mit der werten Kundschaft ist.
3. Der Wachmann an der elektrischen Drehtür erinnert sich während er so

tagträumend die Menschenmassen überfliegt, den Worten seines Vorgesetzten,

dass man Eskalationen dur Präventionen bekämpfen sollte. Schiebt die dicke,

schwitzende Frau mit aller Kraft, aber nicht zu fest, hinfallen wäre der Untergang

durch die Drehtür und verlagert somit das Problem nach draußen.
4. Frank Zappa tritt auf und allen in Ihren kleingeistigen Arsch. Führt die Dicke aus

dem Rummel, leiht Ihr sein Handtuch und spielt Ihr einen seiner unvergleichlichen Gitarrenriffs vor.
5. Vier Bodybilder mit römischen Togen bekleidet, tragen die noch verwirrt

scheinende Frau zu einer Sänfte und tragen diese, unter dem absingen gregorianischer Chorlieder über die steil aufragende Treppe in den dritten Stock ,wo Sie unter dem Beifall der angetretenen Belegschaft, von der Geschäftsleitung als 100.000 Kundin nun mit einem leicht maroden Blumenstrauß geehrt wird, der schon seit Tagen seiner Bestimmung entgegen fiebert.
6. Der hauseigene Entsorgungstrupp durchgehend mit hellblauen Einreihern

kenntlich gemacht, hakt unter Achseln und Knien der nun wankenden Frau ein, schleppt diese durch eine Tür mit der Aufschrift „ NUR FÜR HAUSEIGENE...“,gleich gegenüber der Rezeption. Noch im gehen wird die Börse gecheckt und mangelnds Masse fallen gelassen. Man hievt die nun der Bewusstlosigkeit nahen in den bereitstehenden Shuttle.

In den äußeren Kolonien die man für unproduktives Leben eingerichtet hatte,

wird bereits das Bett für die Neue bezogen.
ENDE
















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