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Die *Trash*Kom*Hallen* - Ort der Geschichten
Beiträge im Thema:
2
Erster Beitrag:
vor 16 Jahren, 6 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 16 Jahren, 6 Monaten
Beteiligte Autoren:
traumfänger, Todesschatten

Teil 1

Startbeitrag von Todesschatten am 19.04.2001 14:09

Geschrieben von Todesschatten am 19. April 2001 16:09:55:
Jetzt sitze ich hier. In meiner kleinen Zelle. Eine Zelle, wie es sie viele gibt. Wie ich von Magareta weiß. Magareta ist meine Pflegerin. Nicht nur meine, sie ist auch für zwei weitere Zellen verantwortlich. Und sie ist dafür verantwortlich, dass ich mich bewusst wahrnehme, dass ich sprechen und alleine aufs Klo gehen kann.

In den anderen Zelln sind sie total verblödet. Die liegen bloß da und überall an ihnen hängen Schläuche raus. Magareta sagt, dass sie nichts merken, weil man sie bewusstlos hält.

Eigentlich habe ich ziemliches Glück gehabt dass Magareta meine Pflegerin ist. Sie erzählt mir viel, bringt mir Dinge bei über die Welt draußen. Manchmal sieht sie mich an und seufzt. Dann wird ihr Blick dunkel, sie schüttelt den Kopf und murmelt "Seltsam wie weit das Recht ins Unrecht dehnbar ist" Damit meint sie die Menschenrechte. Ich weiß nicht genau, was das ist. Ich glaube, dass man genug zu essen hat, nicht geschlagen wird, und dass man selbst entscheiden darf was man tut. Nun, ich habe zu essen und niemand tut mir was. Magareta behandelt mich sehr gut. Auch wenn die Menschenrechte für mich nicht gelten. Das ist, weil ich nicht als Mensch zähle. Weil ich keine Eltern habe sondern einzig und allein ein Kind der Wissenschaft bin, wie Magareta sich ausdrückt.

Neulich als Magareta hereinkam sah sie sehr verstört aus. Sie erklärte dass man ihr einen Schützling wegnehmen müsste. Man wolle ihm das Herz herausnehmen. Nach dieser Mitteilung ist sie aus dem Zimmer rausgestürzt. Ich vermute sie wollte nicht, dass ich sie weinen sehe. Als sie wiederkam erklärte sie mir, soe habe den kleinen Jungen jetzt schlafen gebracht und an die Schläuche gelegt. Denn wenn beim Abholen gemerkt würde, auf welche Weise sie ihre Arbeit mache würde sie wohl nicht wiederkommen können.

Erst viel später fragte ich, was das sei, ein Herz. Und wie man ohne es leben könnte. "Gar nicht" sagte Magareta. "Drum nehmen sie es ja heraus." Erst da erfurh ich, das wir alle nur als Ersatzteillager gezüchtet wurden und nur in unserer Funktion als Ersatzteillager unsere Existenz begründen.

Damals fühlte ich dieses Taumeln, diesen Sturz ins bodenlose. Und seither zog sich ein Schatten über jeden neuen Tag.
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Das ganze spielt sich in einem medizinischen Labor statt - dort werden Menschen als ersatzteillager geklont, für diejenigen, die es sich leisten können.

Vielleicht schreibt jemand ja Teil 2.















Antworten:

Geschrieben von traumfänger am 19. April 2001 21:15:33:
Als Antwort auf: Teil 1 geschrieben von Todesschatten am 19. April 2001 16:09:55:
Sorry, dazu fällt mir leider nichts ein, aber ich kann Dir ein spannendes Buch empfehlen, wo dieses Thema unter anderem aufgegriffen worden ist:
Michael Marshall Smith: Geklont
traumfänger
















von traumfänger - am 19.04.2001 19:15
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