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Die *Trash*Kom*Hallen* - Ort der Geschichten
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Erster Beitrag:
vor 16 Jahren, 1 Monat
Beteiligte Autoren:
K r i t

Felice im Mondlicht

Startbeitrag von K r i t am 16.06.2001 02:22


Der Tag war lang und erfüllt, wollte das Leben nicht loslassen bis tief in die Nacht hinein.
Zum ersten mal liegen wir bei einander wie wir sind, nichts zwischen uns, auch keine Scheu.
Wir waren Vertraute, Geschwister, Verliebte, zwei sich erkundende Kinder und nach einem Jahr nun auch: Mann und Frau.

Die Aufgeregtheit, mit der wir unsere Nacktheit miteinander teilten und verbanden fand ihren Weg in die Erfüllung. Immer wieder und immer wieder neu, bis sich die Flut des Begehrens und Sehnens erschöpfte, und uns in der großen, alles umfassenden Entspannung wiederum und ein letztes Mal aufs Neue verband.

An deiner Seite liegend, meinen Kopf auf die eine Hand gestützt, zeichnet die andere noch einmal sanft jene Konturen nach, in deren weichem Rund sich der Gegensatz von kindlicher Sanftmut und weilblicher Sinnlichkeit aufzulösen vermag.
Die zarte Haut deiner Wangen ist noch immer gerötet vom Fieber und der liebkosenden Reibung mit der beginnenden Rauhheit der meinen.

Unsere letzte Kerze verlischt mit einem leisen Flackern. Durch das Dachfenster umfliesst der helle Mond einer sternklaren Nacht versilbernd unsere bloßen Körper und schenkt uns jene kostbare Illusion stillstehender Zeit.

Darin erscheinen die drei einfachen Worte, in die vollendete Stille gesprochen, magisch und unvergänglich.
Ich liebe dich.

Dein Gesicht ist dem Himmel zugewandt und ich ahne, wie deine Augen, entlang den silbernen Strahlen, der Unendlichkeit nachspüren.
In deinen Augenwinkeln wächst eine schimmernde Perle, ich fange sie auf bevor sie sich in den Laken verliert und schmecke das Salz deiner Liebe.

"Du weinst ?"

"Ich bin so glücklich ...."

--
In dieser silbernen Nacht war es wohl, dass ich versprach, dass, wohin immer unsere Wege uns führen würden, ich immer bei ihr und für sie sein würde.


1986

---
erinnert und aufgeschrieben am 15. Juni 2001 von K r i t



Die magischen Worte, sie verlieren sich in der Dunkelhheit der Ewigkeit, mit ihr vergangen wie der Glanz des Silbers. Ihre Bedeutung bleibt, eine Brücke ins Nichts schlagend ...

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