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Die *Trash*Kom*Hallen* - Ort der Geschichten
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Erster Beitrag:
vor 15 Jahren, 10 Monaten
Beteiligte Autoren:
Tanja

Wolken und Vögel

Startbeitrag von Tanja am 05.09.2001 08:11

nicht greifbar. vergleichbar mit einer wolke vielleicht. das sind meine worte. ich kann sie nicht aufhalten, sie ziehen weiter, ich habe sie nur gesehen, nicht festgehalten. obwohl das meine aufgabe war, eigentlich.

das sind meine worte. wie kleine vögel, rotkehlchen, oder spatzen, kommen sie zu mir, wenn ich es am wenigsten erwarte. sie kommen angeflogen, wenn ich einfach nur still sitze, und zuerst bemerke ich sie gar nicht. sie sind da, lange bevor ich sie sehe. eine flüchtige bewegung, aus den augenwinkeln wahrgenommen. ich neige den kopf, und dort sitzen sie......picken umher, schauen mich aus scheuen dunkelknopfaugen an. sie sind vollkommen. in diesem moment. frei, perfekt und schön.

ich beobachte sie, wie sie dort sitzen, und da sind, und freue mich darüber. ich weiss aber, dass ich sie so nicht lassen darf. ich muss sie einfangen.
manchmal schaffe ich es, bis auf einen meter an sie heranzukommen. manchmal fliegen sie schon weg, wenn ich nur aufstehe, und auf sie zugehe. es ist aber immer so, dass sie weg sind. am ende bin ich allein. und bin leer. die vögel sind weggeflogen, die wolken sind weitergezogen. und was ich auch schreibe, es ist ein spiegel meiner eigenen leere. ich habe versagt. kann ich jemals bestehen?

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