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Informationen zum Thema:
Forum:
Die *Trash*Kom*Hallen* - Ort der Geschichten
Beiträge im Thema:
1
Erster Beitrag:
vor 15 Jahren, 4 Monaten
Beteiligte Autoren:
Tanja

Ein Buch

Startbeitrag von Tanja am 05.09.2001 09:46

okay, ich will das forum hier nicht zumüllen (müll, *fg*, naja, dass ich eine menge komplexe habe ist ja kein geheimnis mehr) und vieles sind auch nur so private gedanken, und ich schäm mich fast, die hier in so ein schönes forum zu stellen. als wären sie es nicht würdig, versteht ihr? deshalb setz ich bei allen privaten sachen einfach jetzt pg dahinter, und wen´s interessiert, der kann ja lesen. ich kann´s aber auch sammeln, und bündeln, wenn´s stört, okay.......ich weiss nämlich wirklich im moment nicht, wohin damit....... :´-( aber ich schreib auch noch an einer „richtigen“ geschichte......hm naja, vielleicht liest es ja irgendjemand gern.
t.

ein buch

sie hat mal wieder gelesen. ein gutes buch, originell, kreativ, strukturiert.

jetzt will sie schreiben. gespannt sitzt sie da, wartet, denkt nach, tippt etwas ein. liest sie brecht, klingt alles, was sie später schreibt, nach brecht. liest sie hesse, klingt´s wie hesse. imitieren ist klein und schlecht, aber sie kann nicht anders. es passiert. ganz automatisch, unvermeidbar. sie merkt das natürlich.

sie ärgert sich. kann einen ganzen tag lang kein einziges wort mehr schreiben. angst macht wütend, und sie ist sehr ängstlich, eingeschüchtert ist sie, weil sie alle anderen so gross findet und sich selbst so klein.

sie findet auch, dass sowieso schon alles gesagt und geschrieben wurde, was soll sie da noch tun. kreativ sein heisst, etwas neues zu erschaffen. das kann sie doch gar nicht. und überhaupt: in diesem universum an stimmen, kommt es da auf die ihrige an? wohl kaum. sie reitet sich rein, wütet nun in ihr rum: eine aufgabe zu suchen, ist anmassung. es gibt schliesslich keine. demütig sich in den lauf des lebens fügend, so sollte sie sein. doch sie strebt nach mehr, weil.....

ja, warum eigentlich?

weil sie der welt etwas geben will? ist das nicht arg lächerlich, eine groteske fast? eine überheblichkeit, denn wie soll sie etwas geben können, wenn andere, bessere, es schon nicht konnten?

zurück in der - ich fass es in anführungsstriche, es ist unwirklich - „realität“, packen gutmeinende, aber nicht gutmachende, menschen das „problem“ praktisch an: „du darfst dich doch nicht mit einem nobelpreisträger vergleichen!“ „jeder fängt mal klein an!“

verdammt, seid still! kein wort mehr! ich ersticke sonst.

nur hübsch seicht, und keine hohen ansprüche. nicht ans leben, und nicht an sich selbst. ihr sagt, ich bin dekadent, weil sich die ganzen armen menschen das gar nicht leisten können, sich so einen luxus zu erlauben. ich sage: ihr seid die armen menschen, wenn ihr wirklich glaubt, denken ist luxus.

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