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Erster Beitrag:
vor 17 Jahren, 6 Monaten
Beteiligte Autoren:
Jürgen Goebeler

Teletakt und andere Elektrische Hilfsmittel

Startbeitrag von Jürgen Goebeler am 11.07.1999 12:43

Geschrieben von Jürgen Goebeler am 11. Juli 1999 at 14:43:46:
Hallo.
Dies is das erste mal nach langer Zeit, daß ich 'mal hereinschaue. Sieht so aus, als wenn die Diskussion endlich in Gange gekommen ist.
Es sind ein paar interessante Argumente für und gegen E-Geräte genannt worden. Leider ist diese Art Diskussion häufig von Klischees auf beiden Seiten behaftet. Es sieht manchmal so aus als gäbe es nur die zwei Extreme: "antiautoritäre" Erziehung oder rohe Gewalt. Es sieht so aus als ob man Andersdenkende einer oder der anderen Kategorie zuschreiben müßte, so daß man besser dagegen argumentieren kann. Der gemäßgte Mitelweg bleibt dabei auf der Strecke. Es gibt auch in dieser Diskussion so einige extreme Standpunke, mit denen ich mich nicht so einfach einverstanden erklären kann.
(1) "Erziehung eines Hundes so, daß harte Zwangseinwirkungen in der Zukunft unnötig sind, bedeutet hemmen der Triebe in einem Welpen zu dem Punkt, wo der Hund als Gebrauchshund unbrauchbar wird."

Hierbei wird klar vernachlässigt, daß es neben Töten des Triebes oder Fördern bis zur beinahe-Unkontrollierbarkeit auch Wege dazwischen gibt. Ich brauche nicht jedes Triebverhalten des Welpens im Keim zu ersticken um es unter Kontrolle zu behalten.
(2) "Der triebstarke Hund kann nur durch Strafeinwirkung zum 'Aus' bewogen werden."

Während ich Einwirkungen zum Auslassen nicht völlig entgegenstehe (für die meisten Hunde is dies O.K.), glaube ich, daß insbesondere bei sehr triebstarken Hunden jegliche harten Korrekturen der falsche Weg sind. Die Ausbildung verlangt hier nach mehr und härteren Einwirkungen gerade für diese Hunde, letztendlich darin endend, daß auch die härteste Einwirkung nicht mehr wirkt. Und dabei wird ganz vergessen, daß es noch andere Möglichkeiten gibt, das 'Aus' zu trainieren.
(3) "Die Verwendung von Elektrogeräten ist generell inhuman im Vergleich zu allen anderen Methoden."

Ich habe in meinem Hundesportler-Dasein viel schlimmere Perversitäten mitansehen müssen als die kontrollierte Anwendung des Elektro-Halsbandes.
(4) "Gegner des von Elektro-Hilfsmitteln in der Ausbildung sind Heuchler, wenn sie gleichzeitig die Anwendung des Stachelhalsbandes oder jeglichen Zwang einsetzen und befürworten."

Ich muß nicht unbedingt Anhänger antiautoritärer Hundeausbildung sein, wenn ich Elektro-Halsbänder mißbillige. Antiautoritäre Erziehung und Ausbildung eines Hundes ist blanker Unsinn, und angesichts der Größe des Schäferhundes sogar gefährlich. Als Gegner von Elektro-Halsbändern bin ich mir sehr wohl bewußt, daß auch andere Hilfsmittel aufs übelste mißbraucht werden. Gerade deswegen möchte ich nicht, daß die Verwendung von E-Halsbändern allgemein gebilligt wird. Ich möchte nicht ständig mitansehen, wie dieselben Leute und viele mehr diese Halsbänder auch mißbrauchen. Es gehört weitsaus mehr Roheit (und Dummheit) dazu, einen Hund mit angespitztem Stachel und Fußtritten zu traktieren, als einen kleinen Knopf zu drücken. Es ist viel einfacher, den Abzugshebel einer Pistole zu ziehen, als einen Menschen mit bloßer Faust zu erschlagen. die ist erwiesen. Auch wir haben Hemmschwellen.
(5) "Es ist unfair, daß die Anwendung nicht erlaubt wird, wo doch alle Hunde, die auf der Siegerprüfung landen, damit ausgebildet wurden."

Schlicht falsch. Man kann sogar Weltmeister werden, und das ist bewiesen. Diejenigen, die sich nicht an die Regeln halten, und glauben, sie könnten sich durch die Anwendung illegaler Ausbildungsmittel einen Vorteil verschaffen, sind schlichtweg Betrüger.
Juergen Goebeler




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