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/ Written by Sabine, / Written by Martina, / Written by Wrangler, / Written by Butschi, / Written by Wieland

Er hört nicht

Startbeitrag von / Written by Martina am 15.02.2001 12:27

Geschrieben von / Written by Martina am 15. Februar 2001 13:27:02:
Ich habe ein großes Problem mit meinem einem Jahr alten Dobi-Schäferhund-Mix.Er hört zu Hause sehr gut,ist aber sehr dominant und stellt mich immer wieder in Frage.Beim Gassigehen ist es aber wirklich schlimm.Wenn ich ihn mal von der Leine lasse,ist er weg.Er Kommt dann zwar,wenn ich ihn rufe.Aber nur,um an mir vorbeizurennen.Wenn dann andere Hunde oder Fußgänger kommen,ist es ganz vorbei.Wie schaffe ich es,das er zurückkommt?Oder sollte ich ihn nie mehr von der Leine lassen?

Gruß

Martina

















Antworten:

Geschrieben von / Written by Sabine am 15. Februar 2001 17:00:55:
Als Antwort auf: / As an answer to: Er hört nicht geschrieben von / written by Martina am 15. Februar 2001 13:27:02:
Hallo Martina,
einiges zu lesen...
Ich sehe mich zur Zeit einem ähnlichen Problem gegenüber, da ich einen DSH habe, der jetzt etwas über 5 Monate alt ist und den ich auch frei laufen lasse. Er hat die gleiche Angewohnheit wie Dein Hund - selbstverständlich sind alle Hunde interessant und er muss zu ihnen laufen, um Hallo zu sagen, Personen werden meist auch freudig begrüßt, Kinder erst recht. Nun versuche ich ihm den Gehorsam auf die gleiche Art beizubringen, auf die ich es schon meinem alten Hund prima beigebracht bekommen habe, ihn nämlich mit langer (10m) Schleppleine laufen zu lassen, deren Ende ich aber nicht (!!!) in der Hand halte, aber dass ich trotzdem (fast...) immer einwirken kann. Da Du sagst, dass Dein Hund zuhause gut hört, gehe ich davon aus, dass Du ihm das eine oder andere Kommando/Hörzeichen schon beigebracht hast. Das ist auch wichtig, denn Dein Hund muss wissen, was Du von ihm willst. Gehen wir also davon aus, dass Dein Hund weiß, was "Komm" oder "Hier" bedeutet, Du mußt es jetzt "nur noch" durchsetzen. Eine Schleppleine hat dabei den Vorteil, dass ein Hund sich recht schnell an sie gewöhnt. Er wird sie eigentlich bald nicht mehr wahrnehmen. Lass ihn ein paar Tage mit der Schleppleine so laufen, ohne sie zu benutzen. Benutze trotzdem separat immer eine normale Führleine, wenn Du Deinen Hund angeleint haben willst, so dass, wenn Du sie abmachst, Dein Hund mit der Schleppleine läuft. Gut wäre auch, diese Schleppleine an einem wirkungsvollen Halsband festzuhaben, nicht etwa einem Lederhalsband, bei dem Dein Hund sowieso nicht merkt, wenn Du mal dran ziehst, um auf ihn einzuwirken. Besser wäre ein normales Kettenhalsband, was vielleicht ein bisschen dünner sein sollte, oder ein "Stachel"halsband. Wichtig ist nämlich, dass Dein Hund es wirklich merkt, dass er auf ein Hörzeichen sofort zu reagieren hat und es nicht unbedingt angenehm für ihn ist, wenn er es ignoriert. Wichtig ist natürlich auch, dass er merkt, dass es positiv für ihn ist, wenn er denn kommt, also - Leckerlis in die Tasche. Nun denn, geh' mit ihm spazieren, erstmal mit Deiner Führleine, die hoffentlich auch schon ein wenig länger ist. Während Deines Spazierganges übe schon mit ihm, dass er zu kommen hat, wenn Du ihn rufst. Nutze dafür das Kommando "hier" oder "komm", ohne aber seinen Namen mit einfliessen zu lassen. Sein Name würde ihn nur ablenken und das Kommando verwässern bzw. alles hört sich dann für ihn gleich an. Hast Du das Kommando gegeben und er reagiert nicht, wirkst Du mit Deiner Führleine ein. Rucke wirklich kräftig an ihr, so dass es ihm ordentlich unangenehm wird und er nichts anderes kann, als zu Dir zu kommen, nötigenfalls durch den Ruck zu Dir zu fliegen. Ziehe ihn - wenn nötig - bis zu Dir hin. Ist er da, laß die Führleine wieder locker, lobe ihn ordendlich und gib ihm Leckerli - feiner Hund. Lass ihn an der Führleine wieder laufen, nutze dafür auch ein Kommando, vielleicht "auf" oder "na lauf" oder was auch immer. Und dann kommt wieder irgendwann Dein "komm" oder "hier", auf das er zu reagieren hat. Tut er es nicht, gibt's den unangenehmen Ruck, kommt er, ist's ein feiner Hund - und Leckerli. Nächster Schritt: Führleine ab, aber jetzt ist ja die lange Schleppleine dran (ohne sie in der Hand zu halten !!!), was bedeutet, dass Du also gute 10 m Zeit hast, Deinen Hund zu bekommen und wiederum einzuwirken, wenn er nicht kommt. Also wieder "auf" oder "na lauf" und dann irgendwann, wenn Du die Möglichkeit hast, nach der Schleppleine zu greifen, Dein "komm" oder "hier". Bewegt er sich in Deine Richtung, brauchst Du die Leine nicht, nutze sie nur, wenn er nicht kommen will. Hast Du sie benutzen und einwirken müssen, um Deinen Hund in Deine Richtung zu bugsieren, lass die Leine dann wieder einfach fallen, so dass Du beide Hände hast, ihn ordentlich zu loben - feiner Hund, Leckerli. Läuft er an Dir vorbei, hast Du 10 m Zeit, nach der Leine zu greifen oder Dich draufzustellen. Das funktioniert eigentlich ganz gut, wenn die Leine an einem "richtigen" Halsband befestigt ist. Will er an Dir vorbei, nutze auch ruhig mal ein "Pfui" und dann wieder "komm", gehe ein wenig rückwärts, um ihn zu Dir zu locken. Kommt er - feiner Hund - kommt er nicht, wieder Einwirkung über die Leine. Die Leine ist in diesem Falle Dein verlängerter Arm, mit der Du Dich bei ihm durchsetzen kannst. Hilfreich ist vielleicht auch ein weiteres Kommando, nämlich "halt". Dieses benutze ich, wenn mein Hund vorläuft und vor ihm ein Hund auftaucht. Natürlich muß auch hier der Hund in der Zwischenzeit mitbekommen haben, was "halt" bedeutet, nämlich einfach stehenzubleiben. Auch da wirkt es, sich auf die Leine zu stellen, denn Du wirst sicherlich auch schon bemerkt haben, dass Dein Hund vielleicht sogar von sich aus anhält, wenn er einen Hund sieht, aber spätestens in dem Moment, wenn Du mit ihm auf gleicher Höhe bist und gerade nach ihm greifen willst, losläuft. Jetzt nicht mehr. Denn da ist die Leine. Du kannst die Leine auch locker tragen am allerletzten Ende, Du solltest aber vermeiden, dass Dein Hund wie mit einer Führleine läuft. Er sollte sie eigentlich gar nicht so richtig bemerken und auch nicht, dass Du am anderen Ende bist. Also immer schön zwischendurch fallenlassen. Haut er Dir trotz eines "halt" oder "komm" oder "hier" mal ab, muss er merken, dass dies nicht in Ordnung ist. Also laufe mit "Pfui"-Rufen hinter im her. Er wird Dir mit einer 10-m-Leine jetzt nicht mehr so leicht entwischen, denn spätestens beim anderen Hund bleibt er auf einer Stelle, auch wenn er ein wenig herumkaspert, und Du hast jetzt wieder 10 m Zeit, ihn Dir zu greifen. Sage aber jetzt nicht "komm" oder "halt" oder "hier" zu ihm, dass hat er eben schon nicht getan, immer noch ist es "pfui", dann auch immer noch "pfui", wenn Du ihn Dir gegriffen hast, und dann immer noch "pfui, pfui, und nochmal pfui", während Du ihn Dir ordentlich packst und bis zu der Stelle (oder fast wenigstens) zurückbringst, wo er Dir abgehauen ist. Dort erst wieder läßt Du ihn los und lobst ihn ordentlich - was für ein feiner Hund, Leckerli.
Das ist eigentlich das Prinzip, was bei meinem alten Hund bestens funktioniert hat und auch bei meinem neuen schon gut anschlägt. Wichtig ist auch, als Hundebesitzer nichts zu sagen, wenn Du keine Einwirkmöglichkeit hast (bis auf das "pfui" natürlich). Ist er Dir weggelaufen, solltest Du ihn auf keinen Fall auch noch rufen, weder mit seinem Namen noch "komm" oder "hier", wenn Du keine Möglichkeit hast, dieses Kommando in der Lernphase auch durchzusetzen. Das Prinzip ist eigentlich ganz einfach: es besagt eigentlich nur, das ich als Hundebesitzer immer am längeren Hebel sitze. Wenn ich was will, muss mein Hund es tun, und es wird wirklich unangenehm für ihn, wenn er es nicht tut. Habe ich keine Möglichkeit, ein Kommando durchzusetzen und ist mein Hund dabei noch in der Beibringphase, halte ich den Mund und benutze auch kein Kommando. Der Hund würde nur das Gegenteil lernen, nämlich, Frauchen ruft und findet es klasse, dass er durch die Gegend rennt. Von wegen...
Noch was: kommt ein anderer Hund, lass Deinen Hund Sitzen (Kommando "Sitz"), setze dass Kommando durch, bis der andere Hund vorbei ist, auch wenn Dein Hund aufspringt oder sonstwie rumkaspert. Mit der rechten Hand am Halsband, mit der linken Hand drückst Du ihn wieder ins Sitz. Benutze das Kommando dann wieder. Wenn sich Dein Hund bei dieser Arie schon mehr auf Dich konzentriert als auf den anderen Hund, hast Du einen weiteren Schritt schon gemacht. Bleibt er schön sitzen, gibt's ein Leckerli oder er darf zur Belohnung den anderen Hund begrüßen. Kontakt mit anderen Hunden ist nämlich auch wichtig.
Nun denn, Durchsetzen ist alles.
Lass mal hören, ob mein Tip ein wenig anschlägt.

Grüße,

Sabine

















von / Written by Sabine - am 15.02.2001 16:00
Geschrieben von / Written by Martina am 15. Februar 2001 18:39:30:
Als Antwort auf: / As an answer to: Re: Er hört nicht geschrieben von / written by Sabine am 15. Februar 2001 17:00:55:
>Hallo Sabine!

Vielen Dank für Deinen Tip!Ich werde es auf alle Fälle versuchen und hoffe auf Erfolg.Ich habe schon viele Leute gefragt,ob sie einen Rat für mich haben,aber zum ersten Mal hab ich was handfestes.Danke nochmal!

Martina

















von / Written by Martina - am 15.02.2001 17:39
Geschrieben von / Written by Sabine am 21. Februar 2001 12:47:21:
Als Antwort auf: / As an answer to: Re: Er hört nicht geschrieben von / written by Martina am 15. Februar 2001 18:39:30:
Gerne, Martina, ich hoffe, Du hast Erfolg !

Grüße, Sabine
















von / Written by Sabine - am 21.02.2001 11:47
Geschrieben von / Written by Butschi am 23. März 2001 16:55:45:
Als Antwort auf: / As an answer to: Re: Er hört nicht geschrieben von / written by Sabine am 15. Februar 2001 17:00:55:
alles Käse was hier steht!!!!!!!!!!!
der muß kommen wollen, nicht weil sonst eine Einwirkung kommt,

hab ihr noch nie was von bestätigen gehört??????? ( Spielzeug oder Futter oder oder oder)
es ist traurig hier zu lesen 10m Leine und Einwirken, ich rate euch mal auf einen Hundeplatz zu gehen und dort mal ein bischen zu zu schauen!!!!!

die Hunde machen alles für den Hundeführer wenn er eine Bestätigung bekommt.!!

(Spieltrieb)
macht nicht weiter so!!
Gruß Butschi















von / Written by Butschi - am 23.03.2001 15:55
Geschrieben von / Written by Wieland am 31. März 2001 21:17:02:
Als Antwort auf: / As an answer to: Re: Er hört nicht geschrieben von / written by Sabine am 21. Februar 2001 12:47:21:
>Hallo Martina,

das mit der Schleppleine ist gut. Was Butschi schreibt ist richtig, nur hat er dabei eines vergessen, eine Motivation ist nur solange gut bis eine höhere Motivation auftaucht. Motivation ist die Grundlage alles Lernens, aber es muß abgesichert werden. Wenn du zweifel an meinem "Geschreibsel" hast, dann lies bitte nach, was Eberhard Trumler über die Erziehung des Welpen durch den Vaterrüden schreibt. Dein Hund hat also über Motivation gelernt, was "hier" bedeutet. Du schaffst eine Situation, in der dein Hund erfahrungsgemäß nicht kommt, ein Gelände, das z.B. eingezäunt ist (da dein Hund auf keinen Fall durch Flucht (Meiden) zum Erfolg kommen darf. Gutes Beispiel: wenn ein anderer Hund am Gartenzaun vorbeikommt und deiner wie verrückt am Zaun entlangrennt. Dann kommt das Komando "hier" und dann rennst du, so schnell du kannst, und holst dir den hund mit aller Konsquenz deren du fähig bist heran!!!!!!!!!!!!!!!

Mit deinen Händen! Ist er bei dir, lobst du ohne Verzögerung und gibst ihn frei! Wichtig kein langes warten im "Vorsitz" o.ä. Dein Hund darf also wieder zum Zaun. Jetzt rufst du ihn, wenn´s nicht SOFORT klappt, dann war das vorige nicht deutlich genug und du holst ihn wieder!

Dieses Spiel nenne ich "Hausordnung" und wenn das nicht klappt, dann solltest du nichts anderes an Ausbildung anfangen.

Ganz wichtig: keine Wutanfälle oder ähnliches. Dadurch würde dein Hund das Vertrauen zu dir verlieren. Bin ich bei Frauchen, ist alles gut!

Spiele diese Situation gedanklich vorher durch, berate dich mit deinem Ausbilder oder wenn das nicht möglich ist, versuche mit anderen erfahrenen Ausbildern zu sprechen. Der Knackpunkt für diese Aktion liegt etwa (je nach Hund) zwischen 10 und 12 Monaten. Danach wird es schwieriger aber nicht unmöglich!

Gruß Wieland
















von / Written by Wieland - am 31.03.2001 19:17
Geschrieben von / Written by Wrangler am 03. April 2001 10:32:10:
Als Antwort auf: / As an answer to: Re: Er hört nicht geschrieben von / written by Butschi am 23. März 2001 16:55:45:
>alles Käse was hier steht!!!!!!!!!!!
Alle, die verallgemeinern, sind doof! ;-(
>der muß kommen wollen, nicht weil sonst eine Einwirkung kommt,

>hab ihr noch nie was von bestätigen gehört??????? ( Spielzeug oder Futter oder oder oder)
Also das eine schliesst ja das andere nicht aus. Mein Hund geht in eine Schule, ind er ausschliesslich mit positiver Motivation gearbeitet wird, und er kommt mit 9 Monaten immer noch nicht, wenn man in freier Wildbahn hier ruft - am Hundeplatz kommt er natürlich sofort!
Andere Hunde werden wieder so streng erzogen, daß sie seelische Krüppel werden - auch nicht gut. Teletakt, Würgeleine etc. sind furchtbar. Auch das mit dem Stachelhalsband finde ich nicht gut.
Bis auf das Stachelhalsband sind die Tipps oben aber meiner Mienung nach der perfekte Mittelweg zwischen "zu Streng" udn "zu Sanft". Das empfohlene Kettenhalsband ist in Ordnung, wenn es nicht auf "Zug" montiert ist - also wenn es nicht enger wird, wenn der Hund daran zieht, weil es zweifach im Karabiner hängt.
>es ist traurig hier zu lesen 10m Leine und Einwirken,
"Einwirken" ist okay, olange es "einwirken" bleibt. Brutalität ist dumm udn kontraproduktiv, aber gezielte Strenge und Konsequenz ist lebensnotwendig. Wenn ihr Kinder habt, werden ihr ihnen ja auch nicht nur Taschengelderhöhungen geben, wenn sie mal NICHT Drogen nehmen, oder?
Wrangler















von / Written by Wrangler - am 03.04.2001 08:32
Geschrieben von / Written by Sabine am 25. April 2001 15:07:19:
Als Antwort auf: / As an answer to: Re: Er hört nicht geschrieben von / written by Butschi am 23. März 2001 16:55:45:
Klar, Butschi, da spricht doch der echte Hundesportler! Geh zum Hundeplatz und all Deine Probleme sind gelöst. Also, ich habe in meiner inzwischen 12-jährigen Mitgliedschaft im Verein auf jeden Fall eines gelernt: Hundeplatz und "draußen" sind nicht miteinander zu vergleichen. Warum ? Ganz einfach: Auf dem Hundeplatz sind die Hundeführer konsequent, der Hund muß zur Ausbildung an der Leine geführt werden (erinnere Dich an meine Beschreibung, der "verlängerte" Arm ...), die HF arbeiten mit Bestätigung gleich welcher Art, macht er was falsch, erhält er eine Einwirkung, je nach Triebsituation eine leichte oder stärkere. Und "draußen", da wird leider alles vergessen. Die HF sind weder konsequent noch haben sie eine Bestätigung zur Hand. Dass ein Hundesportler, der im Verein Spitze ist, seinen Hund draußen frei laufen läßt und ihn dort genauso gut und mit Vertrauen unter Kontrolle hat, habe ich leider auch nicht ganz so oft gesehen. Überhaupt, frei laufen lassen - um Gottes Willen ! Zu groß ist doch die Angst, es könnte dem armen Hund was passieren. Er könnte ja eine negative Erfahrung machen (er könnte ja doch mal ungewollt zu einem anderen Hund laufen, der dann stärker ist als er und ihm eine verpuhlt), und dann ist er auf dem Hundeplatz ja nicht mehr zu gebrauchen. Also, läßt man den armen Vierbeiner lieber kaum von der Leine, Kontakt und Spiel mit Artgenossen nicht erwünscht.
Du hast schon Recht, wenn Du was von Bestätigung sagst, frage mich aber, ob Du dann meine Beschreibung richtig gelesen hast. Weil ich da nämlich was von "Loben und Leckerli" erzähle.
Alles Käse, ja ? Tja, nun, ich habe meinen neuen DSH von Anbeginn an immer frei laufen lassen, zum Anfang eben mit besagter Schleppleine. Inzwischen ist er 8 Monate alt und macht keine Probleme, er reagiert auf das Kommando "Halt" und "Komm", und glaube nicht, dass er etwa mit eingekniffener Rute oder ängstlich angelegten Ohren kommt. Ganz und gar nicht. Sicherlich funktioniert noch nicht alles perfekt (wäre auch schlimm, wenn), aber der Anfang ist gemacht. Allerdings muss ich zugeben, dass er selbstverständlich noch kein Stachelhalsband trägt, sondern auch nur ein normales Kettenhalsband nicht auf Zug. Aber das konnte ich mit dem Hund machen, weil ich ihn als Welpen bekommen habe und von klein auf entsprechend aufbauen konnte. Dies ist wohl aber kaum mit einem Hund machbar, der inzwischen ein Jahr alt ist und diese Zeit lang die Erfahrung gemacht hat, dass er machen kann, was er will, und der, wie seine Besitzerin schreibt, doch recht dominant ist. Der wird sich aufgrund seiner Erfahrung wohl weniger um seine HF kümmern als um das, was ihn gerade interessiert. Also muß sie dafür Sorge tragen, dass er auf sie achtet.
Noch was zu Deiner Info: mein vorheriger DSH ist 12 Jahre alt geworden. Zeit seines Lebens durfte er frei laufen, und es war mir nach anfänglichen Schwierigkeiten (es war mein 1. Hund und ich habe mich am Anfang eben halt auch nicht durchgesetzt / durchsetzen können) mit der von mir beschriebenen Methode gut gelungen, alle Probleme in den Griff zu kriegen. Er konnte ab seinem zirka 2. Lebensjahr nicht nur frei von der Leine, ob in Wald und Flur oder an der Strasse und in der Stadt, sondern auch ohne Halsband laufen. Selbst anfängliches Wildern habe ich ihm so abwöhnen können, jagde er eine Katze, war spätestens an einem Strassenkantstein und dem Kommando "Halt" Schluss mit Hetzen. Auch dieser Hund war weder ein Drückberger noch ängstlich, sondern ein stinknormaler DSH mit normalem Verhalten, sowohl im Zusammensein mit anderen Hunden als auch auf dem Hundeplatz (ich habe mit ihm mehrfach die SchH 3 geschafft, und auch die Ergebnisse konnten sich sehen lassen).
Also, geh' Du nur ruhig weiter auf den Hundeplatz, vergiß aber nicht, dass es auch noch eine Welt ohne diesem gibt.
Grüße,

Sabine

















von / Written by Sabine - am 25.04.2001 13:07
Geschrieben von / Written by Sabine am 25. April 2001 15:15:36:
Als Antwort auf: / As an answer to: Re: Er hört nicht geschrieben von / written by Wrangler am 03. April 2001 10:32:10:
Danke, Wrangler.
Freund Butschi hat eben noch nicht mitbekommen, dass es halt auch eine Welt fern des Hundeplatzes gibt.
Naja, habe auch noch eine umfassende Antwort auf seinen netten Eintrag geschrieben. Kannst ja mal lesen - nur damit Du weisst, dass ich Dir bei Deiner Bemerkung (Konsequenz statt Brutalität, etc.) voll zustimme. Nur leider muss man seinem Hund eben doch des öfteren zeigen, wer das Sagen hat. Und mit Streicheleinheiten wird man wohl nix werden - wie Du ja selber mit deiner Ausbildungsmethode bemerkt hast.
Grüße, Sabine
















von / Written by Sabine - am 25.04.2001 13:15
Geschrieben von / Written by Sabine am 26. April 2001 15:22:24:
Als Antwort auf: / As an answer to: Re: Er hört nicht geschrieben von / written by Wieland am 31. März 2001 21:17:02:
Richtig, Wieland. Genauso macht man's. Irgendwann nämlich ist die Schleppleine komplett ab, und dann muß man dem lieben Hundi trotzdem zeigen, dass man nach wie vor am längeren Hebel sitzt. Und dann ist man halt selber gefordert. Nur ist es halt ganz gut, wenn diese Leine zuerst dran ist. Wie Du sagst, man muss Hundi fassen können.

Grüße, Sabine
















von / Written by Sabine - am 26.04.2001 13:22
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