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Absolute Beginners Trollforum
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Erster Beitrag:
vor 3 Jahren, 4 Monaten
Beteiligte Autoren:
Dachschaden

Neues Spiel, altes Pech

Startbeitrag von Dachschaden am 27.01.2015 06:14

Und da simmer wieder. Inzwischen an einem anderen Arbeitsplatz, aber mit fast den gleichen Idioten. Die ersten drei Tage waren OK, man sammelt erste Eindrücke und merkt, wer was kann und wer was nicht, und man hat mich auch eingehend beschnuppert.
Aber gestern habe ich was erlebt, das kann ich eigentlich keinem erzählen ...

Stellt euch folgendes System vor: verschiedene kleinere Endgeräte melden an ein größeres Hauptgerät, dass da gerade was passiert ist. Hier ist ein bisschen Licht reingekommen, dort hat sich die Temperatur erhöht usw. Den Controller kann man programmieren, und die Daten können über TCP/IP abgefragt werden. Am Ende muss das ganze bei einem Rasberry Pi liegen, welches die Daten auswertet und daraufhin bestimmte andere Sachen macht. Das ganze ist vergleichbar mit einer Industrieüberwachungsanlage, wenn sich an dem Sensor der Druck erhöht hat, muss Aktion A-28 durchgeführt werden und solche Späße.

Frage: Wie würde ein intelligenter Mensch die Daten vom Hauptgerät auf das Rasberry Pi schaffen?

Antwort: Dienst auf dem Controller einrichten, wenn hier Daten ankommen, Socket zum Pi aufmachen und Daten 1:1 als Payload hinsenden.

Frage: Wie hat der Chefentwickler (wieder so einer mit 20 Jahren Erfahrung und Genitalen wie ein Bulle) verfügt, dass es gemacht werden soll?

Antwort: Pi geht eine Schleife durch, in der jedes registrierte Gerät durchgegangen wird. Zehnmal in der Sekunde wird ein Socket geöffnet, eine Verbindung zu dem Hauptgerät aufgebaut und nachgefragt: "Hast du Daten für mich?". Wenn Daten vorhanden sind, werden diese geholt. In jedem Fall wird der Socket dichtgemacht, und in 100 Millisekunden geht es wieder von vorne los.

10 Mal.
In der Sekunde.
Zu jedem Gerät.
Weil man nicht in C, sondern in Perl programmieren wollte (was das für eine Begründung sein soll, habe ich auch nicht kapiert).
10 Mal.
In der Sekunde.
Anstatt dass man die Anfrage vom Hauptgerät senden lassen soll.
Das Pi ist konstant auf 100% CPU-Auslastung.
Von dem Netzwerkchip will ich gar nicht erst wissen (internes Netzwerk, da ist die I/O-Latenz nicht so groß, also können mehr Daten durchgereicht werden).
Dieses System wird auch produktiv eingesetzt.
Wenn das Hauptgerät mal nicht verfügbar ist, muss man's händisch neu registrieren, weil sich das Serverprogramm auf dem Pi denkt: "Na wenn der Hurensohn meint, er muss sich nicht melden, kann der lange auf mich warten, ich habe noch andere Geräte, die ich versorgen muss."
WTF?

Ist das irgendwie eine Krankheit, dass die, die in Führungspositionen sind, nur Scheiße bauen?

Oh, und dann war da noch die Kollegin, deren Mainboard das dritte Mal abgeraucht ist, nachdem sie sich eine SSD-Platte eingebauen ließ. Mein Vorschlag, zum Kreuztest doch mal eine andere, meinetwegen auch HDD-Platte einzubauen, wurde nicht angenommen. "Was soll die Platte schon damit zu tun haben?"

Nein, da wartet man doch lieber, bis der Rechner wieder in den Arsch geht und man Freizeit hat, bis die EDV das "Scheißding" wieder repariert hat.
Zum Glück sitze ich nicht mehr beim Support ...

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