Noch 60 Minuten bis zum Titel - Interview mit dem Trainer der SpVg Laatzen Unruh

Startbeitrag von Zeitungsleser am 12.04.2007 08:24

Noch 60 Minuten bis zum Titel

SpVg Laatzen steht vor dem Aufstieg in die Landesliga – Unruh spielt Szenarien durch






Für die Mannschaften der Regionsoberliga gab die spielfreie Woche noch einmal Gelegenheit, Kräfte für den Endspurt zu sammeln. Auch Primus SpVg Laatzen konnte vor dem „Endspiel“ bei Verfolger TuS Vinnhorst noch einmal Luft holen. Auf Tabellenplatz eins weisen die Laatzener 36:4 Punkte auf, die Vinnhorster liegen zwei Zähler zurück. Mit Laatzens Cheftrainer Axel Unruh sprach unser Mitarbeiter Peter Kollander.

Wie ist die Stimmung beim Tabellenführer vor dem Spitzenspiel und möglichen Titelgewinn?
Bestens und voller Optimismus. Wir gehen mit einem Vier-Tore-Vorsprung aus dem Heimspiel in die Partie. Da bei Punktgleichheit am Ende der direkte Vergleich herangezogen wird, könnten wir uns sogar eine Niederlage mit weniger als vier Treffern erlauben. Diese Option wollen wir aber gar nicht ziehen, sondern in Vinnhorst die Halle als Gewinner verlassen und damit den Aufstieg in die Landesliga perfekt machen.

Haben Sie sich in der Vorbereitung auf das Spiel des Jahres etwas Besonders ausgedacht?
Nein, nein. Wir sind ziemlich entspannt, waren mit der Mannschaft beim Kegeln und haben kleinere Verletzungen auskuriert. Im Training ziehen wir jetzt noch einmal an und bereiten uns in den Positionen individuell auf Vinnhorst vor. Wir kennen Stärken und Schwächen des Gegners und werden die richtigen Antworten finden.

Wie steht es vor dem Saison-Highlight personell um die Mannschaft?
Nach dem augenblicklichen Stand haben wir keine verletzten Spieler, ich kann also aus dem Vollen schöpfen. Außerdem erwarten wir ein volles Haus, eine solche Kulisse wird sich kein Spieler entgehen lassen.

Planen Sie bereits für die Landesliga?
Ehrlich gesagt, nein. Ich glaube erst daran, wenn wir nach 60 Minuten ein Tor mehr als Vinnhorst erzielt haben. Aber ich bin nicht unglücklich darüber, dass wir als Spielgemeinschaft mit Rethen in die kommende Saison starten und damit über ein größeres Fundament verfügen. Sicherlich müssen wir auch nach Alternativen Ausschau halten. Das Problem ist und bleibt, dass bei uns niemand das große Geld mit Handball verdienen kann. Manch einer, der uns definitiv weiterhelfen könnte, winkt da gleich schon im Vorfeld ab.

Inwieweit machen denn die aktuellen Spieler ein weiteres Engagement vom Ausgang der Vinnhorst-Partie anhängig?
Bis zum jetzigen Zeitpunkt hat jedenfalls noch keiner unserer Spieler seinen Abschied bekundet. Ich hoffe, dass vor allem die älteren Leistungsträger noch eine Spielzeit dranhängen, vielleicht bedeutet ein Aufstieg für den einen oder anderen Spieler aber auch das Ende der Karriere. Mit Christoph Krug und Marc Techtmann stehen immerhin schon zwei Spieler im Kader, die jenseits der 35 sind.

Was passiert, wenn Vinnhorst die Sportliche Vereinigung kurz vor dem Ziel noch abfängt?
Damit das passiert, müssten wir die letzten beiden Begegnungen schon verlieren. Sollte das so kommen, haben die Vinnhorster Titel und Aufstieg ehrlich und aufrichtig verdient. Dann müssen wir uns unseren Platz in der Landesliga über die Relegation sichern. Allerdings wäre mir der direkte Weg lieber, denn Aufstiegsrunden haben oft ihre Tücken und eigenen Gesetze.

Quelle: Deister-Anzeiger

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