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Fotogalerie Tschechien und Slowakei
Beiträge im Thema:
6
Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 11 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 11 Monaten
Beteiligte Autoren:
awp, Zamracena, MichaelH.

Slovenský den v údolí Teplé

Startbeitrag von awp am 09.05.2013 16:17

Es war gedacht, in der Phase zwischen Fertigstellung der Texte für das DDM und dem Aufbau der neuen musealen Inszenierungen eine Reisewoche einzuschieben. Etwas Erholung erschien nach monatelanger intensiver Arbeit wirklich geboten, Tibor hatte seinen Urlaub zeitlich danach ausgerichtet. Zum Glück spielte das Wetter bis dahin wunschgemäß mit, es wird als mehrmonatige "Zeit der Finsternis" im allgemeinen Gedächtnis bleiben. >>> Doch ist der Plan noch so gut gelungen, bestimmt verträgt er Änderungen ... so wußte es schon MTS, Anarchoband aus dem kleinen Land. Dringliches hielt uns beide auf, wir konnten deshalb erst mit Verspätung starten. >>> Da ich Sonntagnachmittag beim Luftschnappen und Beine vertreten ja die beladenen Güterwagen in Teplá gesehen hatte, lag es nahe, sich dort zu treffen.



Auf der Fahrt zum Treffpunkt kam ich relativ punktgenau in Kfely an, um den 7124 zu schauen. Die feuchte Luft lag noch etwas schwer auf dem Land. Doch irgendwie klang das im Tale nicht nach MÀV, sondern böp! böp! ... Um die Ecke bog 810.226. Oha! Des Lokführers Hemd zeigt indes, es ist nicht das, was außen angeschrieben. >>> Nach unendlichen Besuchen wurde neben dem aus Karlsbad zurückkehrenden 226 endlich auch mal 'ne 742 mit dem Güterzug an den Signalen gelöst – ehe sie umfallen. Dann leichte Ernüchterung in Teplá: durch die Rückfallweichen sind alle gewohnten Rangierbewegungen Makulatur geworden. Aber das hat man ja damals™ alles schon erledigt... Gottlob war der Lokführer ein verständnisvoller Mann und gab preis, daß sie bereits 1,5 Stunden früher – also in 10 Minuten – zurückfahren würden. Klar, wer sollte in Teplá Kaffee kochen, wenn alles verrammelt ist?



Wir ins Tal runter geflitzt und die einzige Parklücke in diesem Talabschnitt belegt. Das geht aber nur zu Zweit, beim ausfahren sollte nämlich jemand die Straße genau im Auge behalten. >>> An der Partie mit Fluß, Bahn auf Stützmauer und samt Tunnel wollten wir auch gleich 7104/7105 verarbeiten: zuerst kam der 226 retour aus Marienbad, der den 813.101 vertrat. Der machte es sich derweil im Heizhaus Bečov gemütlich.



Aus der Gegenrichtung folgte 813.102.





Eine Kreuzung der ungewöhnlichen Gefährte mit einem 813 war natürlich ebenfalls gewünscht. Da nachmittags alle in Krásný Jez abgehen, mußte man dorthin. Zwischenzeitlich kehrten auch die Bauarbeiter vom Streckenbau zurück, Feierabend! Dem 7104 hatte man mittlerweile den 810.499 angebunden, gut bekannt aus dem Isergebirge, nach Oberschreiberhau pendelnd. So trifft man sich wieder.



Die große Bahnschleife über Teplá erlaubt in Tateinheit mit der direkten Straßenführung ein lockeres Hinterherfahren, um dennoch eine Viertelstunde vor Ankunft des Zuges im marienbader Stadtpark aufzuschlagen. Just in dem Moment, als der 7107 auf die Rudolfbrücke rollte, fuhren die Genoss_innen vom Grünflächenamt ins Bilde. Tja, das Leben ist halt kein Ponyhof.



Zwei Optionen: entweder auf die Rückfahrt ohne Auto warten oder eine andere Chance versuchen. Dem Vorschlag Poutnov konnte ich anfänglich nicht viel abgewinnen, da das Wolkenzeug eher kleinräumige Blicke geraten erscheinen ließ. Doch alles wurde gut ... Wer aber hat sich an den Mast gelehnt?



Anschließend entschieden wir uns für einen Abstecher zur 161. Nach Quartiernahme im Bahnhofshotel Teplá (400 Kronen pro Nase) mußte noch der zweite Wagen abgeholt werden, somit Gelegenheit für eine "über allen Wipfeln ist Ruh"-Stimmung ...



Der Platow-Kran war inzwischen auch fertig montiert worden. Am folgenden Morgen ging es zu meinem Stauseeblick in Toužim, dann folgte noch der Mn nach Bochov mit vier Leerwagen, ehe wir weiter gen Adersbach reisten. Die beiden 810 sind wohl noch an diesem Tage im Tepltal gefahren, ob es sich um eine planmäßige Revison des 813 handelte, wäre noch wissenswert.

BONUS:



Das bagety war im Sucher schon ganz schön klein anzuschauen, die Perspektive auf das Viadukt im Ortsteil Doubí mit der Diana darüber wußte mir jedoch schon sofort beim ersten Erspähen zu gefallen. Beim 7130 zuvor schob sich natürlich eine Wolke vor die Sonne. Diese strebte zunehmend dem Horizont entgegen. Ich wollte es jetzt wissen. Kurz vor dem 7113 gab sie sich aber nochmals einen Ruck und spendete um 19.27 Uhr die letzten Strahlen dieses Montags ...

LG

Antworten:

Ja lieber Andreas,

die geniale böhmisch - mährische - Eisenbahn zeigt sich auch abseits hoch frequentierter Brillen- oder Berta-Strecken, und hier sogar oftmals noch viel schöner. Fein :)

Schon „irre“, hierzulande setzt gefühlt grad die „Hetzerei“ nach den letzten 143’gern und in CZ die Jagt auf jahrelang vertraute 14m ein, wer hätte das vor 4, 5, … Jahren gedacht (ja, ja, ich steck ja schon 5 Kc ins Phrasenschwein).
Auch wenn der Onkel aus dem Fränkischen vorbildlich schon seit jeher den Zweiachsern seine Aufmerksamkeit widmet.

Das Wetter wird uns ab kommenden Samstag dann beim Besuch am angedachten Verlags-Alterssitz ;) hoffentlich ähnlich *wohlgesonnen* sein.

Viele Grüße, Michael

von MichaelH. - am 09.05.2013 18:44

DDM zeigt künftig originale Brotbüchse

Danke, wünsche euch eine erfolgreiche Reise. Für mich ist Pfingstsonnabend hier Anwesenheits- und Schlipspflicht. Aber das Engagement fürs DDM sichert halt auch weitere böhmische Bücher. Und, nebenbei, ein sensationeller Fund vom Nullersten Mai aus den Tiefen des dortigen Depots, der die neue Ausstellung bereichern wird:



Die Form ist unverkennbar, schlicht, aber fast schon legendär zu nennen. Reinstes Alumimium sichert niedriges Gewicht bei dennoch stabiler Konstruktion. Als besonderes Unikat: aus sowjetischer Tradition wurden hier noch die Sicken übernommen, die später bei der Serienfertigung entfallen sind.



Wie diese Aufnahme zeigt, muß die Innenraumgestaltung allerdings noch weiter vollendet werden. Das Kollektiv der Museumskasse soll deshalb verpflichtet werden, täglich daran zu arbeiten und mit frischen Inhalten aus biologisch-nachhaltiger Erzeugung ein stimmiges Gesamtkunstwerk herzustellen.

Solche interessanten Details sind eine durchaus willkommene Abwechslung im manchmal öden Tagesablaufplan und sichern so die Motivation.


LG

von awp - am 09.05.2013 20:23
Ahoj,

als Freund des údolí Teplé würde ich mir mal den diesjährigen Den železnice im Karlovarský kraj vormerken, der im Gegensatz zum vergangenen Jahr heuer wieder aufs Wochenende fallen wird. Im Internet ist zwar noch nichts dazu veröffentlicht. Rings um den Slavkovský les wollen aber tschechische Eisenbahnfreunde in Erfahrung gebracht haben, dass die diesjährige Sonderfahrt von Karlovy Vary nach Bečov nad Teplou und von dort weiter auf der 161 nach Toužim (Theusing) stattfinden soll.

Im vergangenen Jahr gaben sich auf der kompletten 149 bekanntlich 354 195 (Všudybylka) und der erste Regioshark 844 001 die Ehre. Und wer weiß: Womöglich brummt oder dampft im September ein Sonderzug die sechs Kilometerchen hinauf nach Ležnice. Letzteres ist freilich ein Wunschtraum meinerseits. Aber nachdem die Lokalka nach Kyselka in neuerer Zeit bereits Sonderzüge gesehen hat, wäre dies dem Streckenabschnitt Krásný Jez – Ležnice auch zu wünschen.

Srdečné pozdravy

Zamracena

von Zamracena - am 12.05.2013 16:25
Danke, hast du den Hai entlang der Tepl geknipst? Dampf braucht es auf der Schlaggenwalderin gar nicht zu sein, ein schöner histerischer Triebfix würde für den Anfang genügen. Das generelle Interesse ist ja durchaus vorhanden. Einziger Knackpunkt dürfte wohl die Entfernung nach Lužná oder dergl. sein? Oder wirklich ganz profan wie in den letzten Monaten vor der Einstellung 1997 mit einem 810er.

Schönen Abend!

von awp - am 12.05.2013 16:48
Ahoj,

zunächst mal: Ich "knipse" nur, wenn ich einen Lichtschalter betätige oder eine Taschenlampe ein- oder ausschalte. Als Eisenbahnfreund fotografiere und/oder filme ich :). Beide Tätigkeiten sind während einer Fahrt im klimatisierten Regioshark jedoch sehr stark eingeschränkt. Weit aus dem Fenster lehnen und Zug samt Landschaft festhalten ist da leider nicht mehr möglich - vom rückwärtigen Führerstand einmal abgesehen:--P.

Beim Den železnice im Karlovarský kraj hat man in den vergangenen Jahren lediglich die Fahrtrouten der Sonderzüge variiert, wobei auf den größeren Bahnhöfen stets ein zünftiges slavnost stattfand, nicht aber die Fahrzeuge. In den vergangenen drei Jahren war stets die 354 195 aus dem Depo Louny als Stargast vertreten. Der Regioshark 844 001 war fast werksneu und ging erst einige Tage später in den fahrplanmäßigen Umlauf.

Da aber der Karlovarský kraj mehrere Fahrzeuge bei PESA bestellt hat, kann sich der fotografierende und filmende, vor mir aus auch der "knipsende" Eisenbahnfreund durchaus berechtigte Hoffnung machen, dass dies nicht der letzte Hai im Tal der Tepl war. Eines wird es dort jedoch höchstwahrscheinlich nicht mehr geben: Zugkreuzungen zwischen einem 844 und einem VBG-RVT:xcool:.

Srdečné pozdravy

Zamracena

von Zamracena - am 12.05.2013 18:18
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