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Fotogalerie Tschechien und Slowakei
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vor 5 Jahren, 1 Monat
Letzter Beitrag:
vor 5 Jahren, 1 Monat
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T47 007, mario danner

Unser Slowakei-Urlaub Teil 1

Startbeitrag von T47 007 am 22.06.2013 09:43

Wie schon letztes Jahr hat sich auch dieses Jahr wieder eine kleine Gruppe für einen Ausflug in die Slowakei Anfang Juni zusammengefunden. Im Gegensatz zum letzten Jahr war allerdings das zweite - und damit eisenbahnfestfreie - Wochenende gewählt worden, außerdem war ich erstmals dabei.
Fototechnisch begann der Urlaub mit der nur noch im Güterverkehr genutzten Strecke Zohor - Plavecký Mikuláš. Morgends verkehrt ein Nahgüterzug ab Zohor nach Rohožník, dem derzeitigen Quasi-Streckenende. In Rohožník gibt es zum einen ein großes Holcim-Zementwerk, zum anderen einen Anschluss in dem Holz verladen wird. Die Gütermenge, die per Bahn abgefahren wird, ist dementsprechend groß. Bei Pernek pri Zohore gelang die erste Streckenaufnahme des Güterzuges nach Rohožník, Zuglok war 742 324-7.


In Rohožník wurde dann rangiert, so gelang ein Bild mit 742 112-6 von Lokotrans ...


... ein Foto einer Rangierfahrt Richtung Plavecký Mikuláš ...


... und ein Portrait der kleineren Holcim-Werklok 711 001-8.


Die Rückleistung nach Zohor erwarteten wir in Lozorno. Das Kofferradio rollt hier mit ihrem sehr langen Zug Richtung Endbahnhof durch den Ort.


Danach ging's an die nächste Strecke, bzw. an den nächsten Bahnhof: Devínska Nová Ves. Auf einen Zug aus dem Anschluss des dortigen VW-Werkes brauchten wir nicht lange zu warten. 742 042-5 rollt mit altbekannten Wagen in den Bahnhof. Im Hintergrund die Donau, die hier die Grenze zu Österreich bildet. Zum Zeitpunkt unseres Besuchs erreichte das Donauhochwasser gerade den Scheitelpunkt, glücklicherweise mit weit geringeren Auswirkungen als beispielsweise in Passau oder Regensburg.


Wenig später kommt dann endlich die Sonne zum Vorschein, als eine anonyme 350 mit EC 277 "Slovan" aus Prag an uns vorbei rollt.


Gegen Abend wurde dann noch ein kleiner Abstecher nach Ungarn eingelegt. Da der Bahnübergang am Grenzübergang Slowakei - Ungarn geschlossen war, hielten wir an und warteten auf den dafür verantwortlichen Zug. Wir hatten Glück, dass tatsächlich ein Zug kam, denn es stellte sich heraus, dass der BÜ auf Grund einer Straßensperrung immer zu war! So rollte die tschechische Laminatka 230 100-0 mit einem Kohlezug an uns vorbei in den ungarischen Grenzbahnhof Rajka.


Bevor dieser Zug weiter ins Landesinnere befördert wurde, folgte der nächste Gruß aus der Heimat: 290 518-0, jetzt 469 101-7 von DB Schenker Rail Hungária, fährt von Rajka Lz Richtung Hegyeshalom.


Nicht viel später folgt Trommelwirbel: Eine MAV-M62, neu Baureihe 628, Nummer 325 donnert an der gleichen Stelle mit dem Kohlezug an uns vorbei.


Damit konnte der erste Tag abgeschlossen werden. Wir suchten uns noch einen "Zeltplatz" und dann ging Tag 1 mit einem Feuerwerk (im Nachbarort) zu Ende. Im nächsten Teil geht's mit Tag 2 weiter.

Antworten:

Unser Slowakei-Urlaub Teil 2

Weiter geht es mit Tag 2, in der Zusammenfassung ein recht übersichtlicher Tag.
Übernachtet haben wir in Nové Košariská an der Strecke Bratislava - Komárno, geweckt wurden wir demzufolge von einem Regiojet. Das erste Foto des Tages zeigt dann auch so einen gelben Talent:


Erster Anlaufpunkt des Tages war Dunajská Streda, wichtigster Zwischenbahnhof der Strecke und für den Güterverkehr dank Containerterminal nicht ganz unwichtig. Auch hier hatten wir wieder Glück: Als wir nach einem kurzen Abstecher zum Containerterminal zurück am Bahnhof waren, wurde uns der "Koper-Express", ein Metrans-Containerzug angekündigt. Leider kam der Zug aus Richtung Komárno und somit aus der falschen Richtung. Allerdings musste der Zug im Bahnhof Kopf machen um ins Terminal zu kommen und dabei half 740 699-4:


Nach einem Besuch der Anschlussbahn der Slovnaft-Raffinerie ging's noch an die viergleisige Strecke zwischen Bratislava hl. st. und Bratislava-Vinohrady. Ganz entspannt konnten wir einen Zug nach dem anderen abwarten.
Aus Budapest kommt EC 274 "Jaroslav Hašek", der mit der altfarbenen 363 136-3 bespannt ist.


Der Güterverkehr war fest in Hand der České dráhy, so auch dieser Containerzug Richtung Tschechien mit 363 038-1:


Planmäßig waren die Personenzüge Richtung Nové Zámky oder Žilina mit 381 oder 263 bespannt. Eine Ausnahme machte Os 4622 aus Nové Zámky, den die altfarbene Laminatka 240 142-0 bespannen durfte.


Für Tag 2 war's das dann eigentlich schon, deshalb gleich weiter zu Tag 3.
Unser Nachtlager steht diesmal in Ungarn, genauer gesagt am Haltepunkt Macyarkeresztur-Zsebeháza (wer das auf Anhieb aussprechen kann, darf weiter Bilder gucken ;-) ). Erstes Ziel sind die mit Ludmilla bespannten IC zwischen Szombathely und Csorna. Wie geplant und erhofft kommt 651 003-1 mit drei Wagen als IC 919 "Savaria" aus Szombathely.


Die Rückleistung nennt sich IC 910 "Borostyánkö" und verlässt Csorna planmäßig 8.07 Uhr. Erfreulicherweise war die Sonne schon rum, als der Zug vier Minuten später an unserer Fotostelle südlich Csorna vorbei kam.


Da uns früh ein Kesselzug mit Wumme weckte, wollten wir noch die Rückleistung aus Richtung Hegyeshalom abwarten. Zunächst kam aber erstmal noch ein Triebwagen der Raaberbahn: 247 503 ist ebenfalls nach Szombathely unterwegs.


Keine zehn Minuten später folgt das Tageshighlight: Aus Csorna kommt ein Ganzzug, bespannt mit zwei Wummen (vorn 628 326) und einem Rail Cargo Hungaria-Taurus. Und wir hatten eigentlich nicht mal wirklich mit einem Güterzug gerechnet...


Das war's dann aber mit Ungarn, nächstes Ziel war Komárno, einfach weil's auf unserem Weg lag. Auch dort waren die ufernahen Straßen an der Donau gut gesichert, die Donau blieb aber weitgehend in ihrem Flussbett. Im Bahnhof Komárno warten wir einen Regiojet nach Bratislava ab, dann geht's weiter.


Nach einer ganzen Weile erreichen wir das Tagesziel, die Strecke Zvolen - Košice östlich von Zvolen. Während bei uns zu Hause die Welt gerade untergeht und das zweite Hochwasser innerhalb weniger Tage für Unheil sorgt, türmen sich die Wolken über 757 006-2 am R 814 nach Zvolen am Haltepunkt Detva nur bedrohlich auf.


Zwei Stunden später folgt R 930, gezogen von 754 072-7 im "Retrolack". Die Abendsonne ist inzwischen allerdings hinter Wolken verschwunden, als wir den Zug bei Zvolenská Slatina ablichten.


Für Teil 2 war's das damit, mehr von der Strecke 160 folgt dann in Teil 3.

von T47 007 - am 22.06.2013 16:14

Unser Slowakei-Urlaub Teil 3

Weiter geht es mit Teil 3. Wir schreiben Montag, den 10. Juni. Zielobjekt 1 ist heute der Nahgüterzug aus Zvolen Richtung Kriváň. Nach einer ersten Begegnung im Bahnhof Zvolenská Slatina erwarten wir den Zug ein zweites Mal kurz vor Stožok. Zuglok ist 736 003-5.


Nachdem in Stožok die Kesselwagen abgehangen wurden und Zeit für eine lange Frühstückspause war, geht es nach zwei Stunden Aufenthalt weiter nach Kriváň. Wir warteten wieder in Detva.


Wenig später folgte ein weiterer Güterzug, angeführt von 736 013-9 zieht ein 736-Pärchen einen endlos erscheinenden Ea-Zug Richtung Osten.


Nachdem der vorherige Güterzug nicht unbedingt Kalenderbild-mäßig eingefangen wurde, gab's noch einen Versuch: 754 071-9 am Os 6209 schafft es ebenfalls nicht, die Störche aus ihrer Ruhe zu bringen.


Nach einem Standortwechsel Richtung Oldtimermuseum (jedenfalls schien es so, es kamen nur museumsreife Kraftfahrzeuge vorbei) Kriváň kam wieder ein langer Güterzug Richtung Košice. Bespannt war er mit einem Brillendoppel, vorn 756 006-3.


In der Hoffnung, jetzt Erfolg mit der Werklok von Slovnaft Stožok zu haben, fuhren wir dorthin zurück. Und tatsächlich, ein gelber Dreckhaufen (T448 0789) schob sich in den Bahnhof. Bei der Rangierfahrt mit den Kesselwagen des Nahgüterzuges ins Werk ließ sich sogar passend die Sonne blicken.


Nach einem kurzen Brotbüchsen-Fotohalt in Vígľaš ...


... sowie Hronská Dúbrava erreichten wir Trnavá Hora. Eigentlich wollten wir hier nur mal gucken und Os 7507 aus Vrútky "mitnehmen" um dann eine schöne Fotostelle für den Güterzug aus Horná Štubňa zu suchen. Der Personenzug hätte sogar eigentlich schon durch sein müssen, bescherte uns dann aber doch eine kleine Sensation als er mit +12 kam und mit der dunkelroten 754 054-5 ein guter Ersatz für den Güterzug war. Der Güterzug kam jedenfalls nicht mehr.


Die Lok des 7507 fährt spät nachmittags mit dem Zr 1850 von Zvolen über Banská Bystrica zurück nach Vrútky und Žilina. Eigentlich sieht die Strecke auf der Karte nach einer bequemen Zugverfolgung bis zum Scheiteltunnel hinter Dolný Harmanec aus, viele Schleifen sollten auf der geraden Straße locker zu schaffen sein. Praktisch lässt sich das aber eigentlich nicht schaffen, nach einem Bild auf der "Flachstrecke" bis Banská Bystrica (in unserem Fall Sliač kúpele)...


... ist noch eine Stelle im Gebirge drin, denn die Bahnhöfe liegen zwar an der Straße, allerdings gefühlte 100 m höher und nur zu Fuß erreichbar... So blieb uns nur Dolný Harmanec, wo ein kurzer Diensthalt für das Bahnhofspersonal immerhin noch Fotos von der Ausfahrt ermöglichte.


Für uns hieß es dann möglichst direkt Richtung Žilina fahren, dort irgendwo war das Nachtlager geplant. Kurz vor Martin schien der Weltuntergang bevorzustehen, fotofreundlich kam sogar noch Zr 1853 "Fatran", so dass das Unwetter sogar noch mit Eisenbahnbezug verewigt werden konnte.


Auch wenn hinter den Bergen die Sonne wieder zum Vorschein kam und einen wunderschönen Regenbogen in den Abendhimmel zauberte, die schönen Tage waren vorbei. An unserem letzten Tag sollte es grau und regnerisch bleiben - aber das ist eine andere Geschichte - die von Teil 4.

von T47 007 - am 22.06.2013 19:08

Unser Slowakei-Urlaub Teil 4

Am letzten Tag standen der Nahgüterzug Žilina - Rajec sowie die Gegend um Prievidza auf dem Plan. Nachdem wir früh von einem Bagetka geweckt wurden, welches gefühlt durchs Zelt fuhr (obwohl wir recht weit weg vom Gleis waren und sogar noch ein Fußweg zwischen Gleis und Zelt Platz hatte), packten wir unseren Kram zusammen und fuhren nach Bytčica. Dort begegnete uns erstmals an diesem Morgen 771 020-5.


Die ersten Wagen wurden in dem Bahnhof abgehangen und nach dem der Personenverkehr durch war, fuhr man weiter...


Nur einen Kilometer weiter folgt der nächste Bahnhof: Lietavská Lúčka. Hier gibt es ein großes Zementwerk mit Materialseilbahn. Auch dieses wurde natürlich bedient.


Mit nur noch relativ wenigen Wagen fuhr der Zug schließlich bis zum Endbahnhof Rajec.


Wir verließen dann diese Strecke und fuhren nach Handlova. Dort sagte die Fahrdienstleiterin uns, dass der Güterzug nach Horná Štubňa in 20 Minuten kommen soll. Es waren mehr als 20 Minuten, aber er kam. Gezogen von 751 035-7 und 751 084-5 quält sich der Güterzug den Berg hinauf.


Nach einer weitern Streckenaufnahme des Güterzuges fuhren wir nach Nováky. Dort kam zunächst der Schnellzug R 724 "Remata" nach Bratislava, gezogen von 750 183-6.


Wir warteten dann noch die Rückkehr des Güterzuges aus Horná Štubňa ab:


Als letztes Urlaubsziel wollten wir noch die Kohlebahn der Hornonitrianske Bane Prievidza (HBP) erkunden, die das Kraftwerk Nováky mit Kohle aus den umliegenden Bergwerken versorgt. Eingesetzt werden Čmeláks, aber auch Kofferradios hat man im Bestand. Nachdem wir den ersten Zug bei Zemianske Kostoľany verpasst hatten, besuchten wir die Grube Baňa Cígel. Dort standen nicht nur eine Menge abgestellte Čmeláks, es kam auch noch ein leerer Kohlezug. Gezogen von T669 0522 passiert der Zug das Einfahrsignal des Bergwerkes.


Damit ging für uns der Slowakei-Urlaub zu Ende und wir machten uns auf den Heimweg.

von T47 007 - am 23.06.2013 07:19

Re: Unser Slowakei-Urlaub Teil 4

Danke für die schönen Beiträge.
MfG
Mario

von mario danner - am 24.06.2013 16:22
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