Mit dem Zug durch Westböhmen, Teil 1

Startbeitrag von Dreikreiswärmetauscher am 25.06.2013 19:51

Hallo,

das ist jetzt tatsächlich mein erster Beitrag in einem Internet- Forum. Es gab bisher verschiedene Gründe für mich, dies nicht zu tun, aber da ich sehr viele Infos aus diesem (überschaubaren) Forum habe, möchte ich auch meine Resultate präsentieren. Ich habe diese Reise mit dem Zug gemacht, daher gibt es relativ viele Bahnhofsbilder. Aber ein wenig habe ich mich auch bewegt... Ich habe einfach meinen Resisebericht zugrundegelegt und leicht geändert, den ich an interessierte Freunde geschickt habe. Diese sind nicht alle unbedingt richtige Freaks, deshalb die Form des Textes. Zudem weiss ich nicht, wo die tschechischen Sonderzeichen auf der Tastatur zu finden sind, ich bitte da um etwas Nachsicht. Doch jetzt viel Spaß,

Ralf


Eine nette Tour war das wieder! Mit sieben „Jungs“ von den Eisenbahnfreunden Remscheid machten wir uns mit dem Zug auf ins westböhmische Domazlice. Ziel war es, schön Eisenbahn zu fahren, ein paar bunte Bilder zu machen und natürlich in netter Geselligkeit die kulinarischen Köstlichkeiten der böhmischen Küche und die Braukünste zu genießen. Das hat Alles in Allem sehr gut geklappt, wobei jeder das Verhältnis der Gesichtspunkte für sich sehr unterschiedlich gewichtet hatte ;-)
So reisten wir auch sehr verschieden an, ich war am Dienstag (04.06.) Abend der erste vor Ort. Meine Anreise erfolgte über Köln Deutz/Deutz Tief, Nürnberg und Furth im Wald auf dem schnellsten Wege.







In Nürnberg konnte ich noch die 140 423 mit einem Sonderzug ablichten, was die wohl zu transportieren hatte… ;-) Weiter nach Furth i.W. ging es mit einem 610, wahrscheinlich das einzige Fahrzeug der DB mit funktionierender Wackeltechnik.






Für den Rest der Reise stand schon tuckernd die Brotbüchse bereit, um mich nach Domazlice zu schaukeln. Dort konnte ich dann auch direkt die neuste Errungenschaft der CD bestaunen, einen Neubautriebzug der Baureihe 844 (regioshark) aus polnischer Produktion, welche die 842er abgelöst haben.








Schön ist sicher anders, aber die Zeit bleibt auch bei der CD nicht stehen. Ansonsten waren noch zwei 742er vor Ort und eine Doppeltrak Cargo-Brillen setze gerade um. Ganz kurz zum Güterverkehr: den gibt es sicher und nicht wenig, aber dieser weicht erheblich von den in der Publikation „Der Reisebegleiter“ von der Edition Bohemica veröffentlichten Zeiten ab. Einzig am Mittwoch Morgen verließ um 9.30 ein Fal–Zug Domazlice pünktlich nach Furth i.W. Es wird wohl sehr bedarfsangepasst gefahren.
Nachdem ich das Quartier bezogen hatte, nahm ich noch ein „leichtes“ Abendessen zu mir, ein Gläschen Pivo dazu und alles ist Prima 
Ebenso „leicht“ gestaltete sich auch das Frühstück, und so mühte ich mich gut gefüllt zum Bahnhof. Dort angekommen machte sich kurz darauf besagter Kohlenzug mit einer Doppeltrak 750 und einer 742 als Schublok auf nach Furth i.W.






Ich setzte mich in den Regionova nach Plana u Marianskych Lazni (Strecke 184) und nutzte diesen bis zum Abzweigbahnhof Pobezovice. Dort wurde mit einer Brotbüchse gekreuzt und mein Zug über die 182 nach Stankov stand auch schon da. Die Kreuzungen auf vielen kleineren Bahnhöfen in Tschechien erfordern gut fußläufige Weichenwärter, denn es gibt oft nur Handweichen und er flitzt vom einem zum anderen Bahnhofsende um die Weichen für die Ein – und Ausfahrten zu legen. Zusätzlich gibt es natürlich noch einen Fahrdienstleiter für die höherwertigen Aufgaben (Zugmeldung, Zugabfertigung, Fahrkartenverkauf ...) Nachdem ich die Zugkreuzung dokumentiert hatte, wurde es wieder ruhig im Bahnhof und ich hatte noch ein wenig Zeit, mich umzusehen und ein paar Kleinigkeiten festzuhalten.













Aber um 11.18 fuhr ich mit einem 810 über die 182 bis Horsovsky Tyn, verließ den Zug dort, machte ein paar Bilder im Bahnhof und wanderte ein Stück die Strecke Richtung Stankov, um eine Stelle für den Gegenzug zu finden.













Am Ortsrand fand ich dann eine annehmbare Stelle und ging nach der Vorbeifahrt zurück zum Bahnhof. Auch in diesem Teil Tschechiens hatte es ordentlich geregnet, aber bei weitem nicht solche Spuren hinterlassen, wie in anderen Landesteilen. Der unter einem Brückchen durchfließende Bach war sicher weit über seine Ufer getreten und hat dort Schlammmassen und Treibgut hinterlassen. Die Blindschleiche mühte sich sichtlich auf dem Schlamm ab, das können die wohl nicht so gut. Aber sie erreicht doch noch rettendes Grün. Auf dem Weg zum Bf befand sich ein kleiner Supermarkt, sehr praktisch, um die Vorräte zu ergänzen.





Nachdem ich den nächsten Zug fotografiert hatte, stieg ich ein und fuhr mit bis Stankov.






Dort wartete ich auf den nächsten Zug Richtung Pilsen, um diesen bis Hradec u Stoda zu nutzen. Ein kleines Örtchen mit einem kleinen Bahnhofsgebäude aus Beton, wahrscheinlich aus den Siebzigern. Nächster Zug war der durchfahrende ALEX nach München. Eine gescheite Stelle fand ich nicht so schnell und so wartete ich auf dem Bahnsteig. Es gesellte sich noch eine Dame ins Bild, sie war mit zwei frisch erworbenen Bananenkartons aus dem nahe gelegenen coop tuti unterwegs. Der Bahnsteig wird wohl als innerörtliche Abkürzung zwischen zwei Ortsteilen genutzt, wie ich beobachten konnte.





Dann machte ich mich auf den Weg, um eine Fotostelle zu suchen, die ich letztens in diesem Forum gesehen hatte, so sorry ;-)
Es fahren nämlich nicht nur die fabrikneuen 844er zwischen Pilsen und Domazlice, die Fahrgastkapazitäten reichen zu den Stosszeiten nicht aus. So kommen also die guten alten Wagenzüge mit einer Taucherbrille (754) zum Einsatz, am Nachmittag fahren mit den Zügen 7416, 7418 und 7420 drei richtige Züge hintereinander. Zweien davon galt meine besondere Aufmerksamkeit, einen musste ich auf dem Weg von Stankov nach Hradec unfotografiert kreuzen lassen. Der Viadukt im sehr netten Ort mit der alten Klosteranlage ist schon eine ganz brauchbare Stelle und lässt sich verschiedentlich umsetzen.

















Dann hatte ich etwas Zeit bis zum Nächsten Zug und wollte im coop tuti ein Bierchen erwerben, doch dieser hatte bereits seit 17.00 zu. Machte aber nichts, etwas oberhalb vom Bahnhof befindet sich eine Wirtschaft und so konnte ich das Bierchen auf der Terasse genießen. Etwa um 17.30 bimmelte der Bahnübergang und kurz darauf kam aus Richtung Domazlice ein Güterzug mit zwei 742ern durch, sehr ärgerlich! Auch dieser Zug war mir nicht bekannt, fährt aber öfters in dieser Zeitlage, so auch am nächsten Tag. Mit dem nächsten Zug fuhr ich Richtung Domazlice bis Blizejov um auf den nächsten Zug zu warten, dieser war auch brillenverdächtig, aber leider nicht an diesem Tage. Aber ich finde es einfach nett, einfach mal auszusteigen und sich etwas umzusehen, im Bahnhof, im Ort, einfach um Eindrücke zu sammeln.





Mit dem nächsten Zug beendete ich in Domazlice meine Rundreise und dort wartete bereits der erste Teil der Eisenbahnfreunde Remscheit auf mich. Wir fotografierten noch etwas und widmeten uns dann dem geselligen Teil des Abends.














Das war der erste Teil des Berichtes, weitere folgen.
Vielleicht alles noch etwas holprig, ich werde noch ein wenig üben ;-)

Antworten:

Sehr schöne Bilder, vielen Dank !

Holpriges konnte nicht ausgemacht werden ;), die nächsten Teile werden mit Spannung erwartet !

Gruß Robert

von RR - am 25.06.2013 20:17
Danke für deinen Bericht! Und auch ohne tschechische Sonderzeichen kann man sich doch gut orientieren. Und ich glaube, du musst deine Ergebnisse keinesfalls als "bunte Bilder", wie du schreibst, degradieren. Die Strecken um Domazlice vermitteln auch heute noch schöne, gemütliche Nebenbahnstimmung.

von Strojmistr - am 25.06.2013 20:19
Da habe ich wohl ein Bild vergessen.., das war wohl die Hauptfracht, die die 140 zu befördern hatte ;)
Das konnte man auf dem Bild sicher nicht unbedingt erkennen.




von Dreikreiswärmetauscher - am 25.06.2013 20:57
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