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Fotogalerie Tschechien und Slowakei
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Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 8 Monaten
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awp, RR

3 Sommertage im Tepler Hochland Teil 1/2 ( m. 17 B. )

Startbeitrag von RR am 26.07.2013 22:34

Im Juni und Juli weilte ich an drei ( heißen ) Tagen im Tepler Hochland in Nordwestböhmen überwiegend an der KBS 161. Die Bilder, die den unspektakulären böhmischen Eisenbahnalltag dokumentieren möchte ich euch ohne recht viel Text näher bringen.

Die KBS 161 führt von Bečov nad Teplou auf einer Strecke von 88 km nach Rakovník und tangiert dabei mit Toužim, Žlutice und Chyše einige der wichtigsten Städte der Tepelská Vrchovina und kreuzt in Blatno u Jesenice die KBS 160 Plzen - Žatec. Generell ist das Gebiet doch eher dünn besiedelt.

Dienstag, 18.6.2013

Der Tag beginnt früh um halb acht mit 810 073 als Os 16707 Bečov - Rakovník in Smilov :



Der gleiche Zug kreuzt in Protivec mit 810 594, der als Os 16702 von Rakovník nach Bečov unterwegs ist :



Interessanterweise ist der Bahnhof überhaupt nicht anfahrbar, es führt nur ein kaum erkennbarer Trampelpfad durch hohes Gras von der Strasse hinunter. Die Tatsache, dass ich wegen der Hitze ausnahmsweise eine kurze Hose an hatte, habe ich also schon früh am Tag bereut, noch ehe ich ins Schwitzen kam. Ich dachte mir dann, doch lieber Schwitzen als Brennesseln an den Beinen ...

Zum überwiegenden Teil besticht die Strecke durch ihre herausragenden, ursprünglich gebliebenen Bahnanlagen, an denen der Modernisierungswahn bislang vorübergegangen ist. Eher blaß erscheint dagegen der Bahnhof Lubenec :



Ein Juwel ist dagegen der Bahnhof Oráčov, 811 082 als Os 16704 Rakovník - Žlutice :



Einer der wenigen noch besetzten Bahnhöfe ist Jesenice, nach meiner Wahrnehmung neben Blatno der einzige. Hier erhält 810 585 als Os 16725 von Blatno den Abfahrauftrag zur Weiterfahrt nach Rakovník :



811 082 war als OS 16704 von Rakoník nach Žlutice gekommen und wartet dort über eine Stunde, ehe es als Os 16709 zurück geht. Nur Sa + So geht der Zug durch bis Bečov. Während die Herren Rasenfrisöre von SŽDC ihr Arbeitsgerät am Brunnen säubern orgelt im Hintergrund des örtlichen Kohlehändlers Mobilbagger aus Weimar unüberhörbar :



Dienstags und Donnerstags steht der Mn 86762 / 86763 von Blatno bis Toužim und zurück im Plan. Hier befinden sich 742 372 und 742 409 bereits auf dem Rückweg und machen kurzen Meldungshalt in Štědrá :



Dem Mn folgt 810 594 als Os 16711 Bečov - Rakovník nach, hier in Toužim ...



... und in Lubenec zastávka :



Als Gegen-Os 16708 Rakovník - Bečov fungiert 810 585, hier bei einem knapp 20-minütigem Aufenthalt in Žlutice, auch das Arbeitsgerät aus Weimar hat gerade Pause ....



... so dass auch einmal andere "Durchblicke" möglich sind :



Würde man den Bahnhof Štědrá so auf die Modellbahn stellen, müßte man wohl herben Spott über sich ergehen lassen, von "völlig überladen" bis "so was gibt´s doch nirgends" stelle ich mir die Kommentare vor, hier kreuzen 810 585 als Os 16745 Bečov - Žlutice und 810 594 als Os 16710 Rakovník - Bečov, die Weichen müssen jeweils noch von Hand durch das Zugpersonal gestellt werden :



Entgegen jeglicher Vorankündigung zog sich das ganze Hochland nun mit Gewitterwolken zu, einzig in Bečov, unten im Tepl-Tal, hielt sich beharrlich eine Wolkenlücke, welche dort eine Aufnahme des aus Karlovy Vary einfahrenden 810 499 von GW-Train als Os 7111 Karlovy Vary - Mariánské Lázně ( KBS 149 ) ermöglichte :



Ein kleiner Spurt in den Bahnhof und ein buntes Brotbüchsentreffen ist im Kasten. Links ist 810 226 von GW-Train als Reserve abgestellt, die gelbe Bageta 913 101 fährt als Os 7110 von Mariánské Lázně nach Karlovy Vary und kreuzt außerplanmäßig wegen Verspätung hier in Bečov, dann bereits vorgenannter 810 499 und rechts wartet 810 594 als Os 16747 auf seine Rückfahrt nach Žlutice :



Die kleine Stadt Bečov nad Teplou hat einen sehenswerten historischen Stadtkern und sowohl eine gut erhaltene Burganlage als auch ein solches Schloß :





Nach der Vertreibung der deutschstämmigen Bevölkerung nach dem zweiten Weltkrieg gelang es dem kommunistischen Regime nicht wie geplant das eigene Volk in dieser abgelegenen Gegend anzusiedeln, so dass so vieles die Jahre unangetastet überdauert hat, man findet auch nicht die sonst üblichen Plattenbauten. So manchem Prunkstück hat es aber auch weniger gut getan :



Das war es für´s erste, weiter geht es in Kürze mit dem zweiten und letzten Teil.

Viele Grüße Robert

Antworten:

Guten Morgen, das Büchsentreffen ... :spos: Ebenso ist der Mn mit seinen beiden 742 interessant, die mit rund 103 km längste böhmische Lokalbahn überrascht immer wieder. Und dann noch die ganzen Motive in der freien Landschaft --> einfach nur eine (weitgehend unberührte) Perle ...

Schönes Wochenende!

von awp - am 27.07.2013 03:46
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