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Fotogalerie Tschechien und Slowakei
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Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 6 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 6 Monaten
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T47 007, Joachim Piephans

Fotofahrt rund um Trutnov

Startbeitrag von T47 007 am 01.10.2013 18:56

Am Sonntag lud Jiří Uher zu einem Fotozug mit seinem Schmuckstück: der "Nähmaschine" M262 1002. Von Kunčice nad Labem sollte es über Trutnov zunächst Richtung Teplice nad Metují, danach von Trutnov aus nach Královec, Žacléř und ins polnische Kamienna Góra gehen. Passend versprach der Wetterbericht herrlichstes Fotowetter und die ersten Nachfröste ließen auch etwas Hoffnung auf etwas Herbststimmung aufkommen.
Herbstlich begann der Tag tatsächlich: mit Scheiben kratzen und einer Fahrt durch teilweise dichten Nebel. Kurz nach sieben waren wir dann in Kunčice, zeitgleich mit "alten Bekannten" - tschechischen Eisenbahnfreunden, die wir von den letzten Fotofahrten kannten. Da wir in Tschechien waren, ging's als erstes in den geheizten Wartesaal, bevor ein oranges Männchen zwischen den Gleisen uns wieder auf den Bahnsteig lockte. Sollte unser Zug schon kommen? Tatsächlich, aber nicht alleine. Im Schlepp der IDS 749 181 rollte ein Zehn-Wagen-Zug bestehend aus unserem M262, sieben Bix-Triebwagenbeiwagen und zwei Dienstwagen in den Bahnhof :shock: Da die Sonne aber gerade erst aufging und der Bahnhof noch im Schatten lag, verzichte ich hier auf ein Foto. Mit etwas Verspätung fuhren wir gegen 7.40 Uhr ab, zunächst Nonstop bis Trutnov, wo die übrigen Teilnehmer eingelesen wurden.
Jetzt begann der eigentliche Fototag, der erste Fotohalt war an einem Bahnübergang kurz hinter dem Haltepunkt Petříkovice:


Die nächste Fotostelle, bzw Fotostellen, waren kurz hinter Chvaleč. An dieser Stelle boten sich viele unterschiedliche Motive, so dass wir über eine halbe Stunde blieben.
Unser Zug verlässt den Wald...


... passiert die Stelle, an der man einen Blick auf die Kirche von Chvaleč hat...


... und rollt schließlich über einen Feldwegübergang.


Nächster Halt: Janovice u Trutnova, eigentlich nur Halt für die Zugmeldung, aber wenn wir schon mal da sind...


Wir nähern uns dem Ende der ersten Etappe, der zugleich der erste Höhepunkt der Fahrt ist: die Passage der Adersbacher Felsenstadt, tschechisch Adršpašsko-Teplické skály. Die Strecke verläuft hier unmittelbar unterhalb eindrucksvoller Sandsteinfelsen entlang.


Zur Zugmeldung fährt der Triebwagen noch bis in den Bahnhof Adršpach, der an diesem Tag bei normalen Personenzügen wohl kaum so leer gewesen wäre.


Die Rückfahrt nach Trutnov wurde nur von einem Fotohalt unterbrochen, ein Bahnübergang kurz vor Hodkovice u Trutnova bot ein schönes Motiv.


Von Trutnov führt die nächste Etappe nach Norden, fototechnisch also eher ungünstig. Da es aber sowieso nicht viele Fotostellen gibt, weil die Strecke sehr zugewachsen ist, ist das kein großes Problem. Das Motiv der Strecke, die Brücke von Bernatice, ist auch so gut umsetzbar. Praktischerweise liegt der Haltepunkt des Ortes unmittelbar an der Brücke.


Um nach Žacléř zu gelangen, muss in Královec Kopf gemacht werden, so dass die Ausfahrt Královec wieder schön im Licht liegt. Zusammen mit der alten Kurbelschranke ergibt sich so ein schönes Motiv.


Die Strecke Královec - Žacléř weißt inzwischen keinen planmäßigen Verkehr mehr auf, nur noch selten verirrt sich ein Sonderzug in diese Ecke. Schon diese Tatsache machte die Fahrt über diese fünf Kilometer zu einem Höhepunkt. Nach einem Fotohalt kurz vor dem Endhaltepunkt - Nebengleise gibt es nicht mehr - war wieder etwas mehr Zeit für Fotos, denn es mussten Betriebsstoffe ergänzt werden. Der Bahnhof selbst ist inzwischen sehr zugewachsen...


... so dass hier der Triebwagen selbst im Vordergrund stehen soll:




Danach fuhren wir nach Polen weiter. Meine heimliche Hoffnung war ja, ein Bild von M262 neben M62 machen zu können, das hat zwar nicht funktioniert, aber für einen Sonntag war der Bahnhof erstaunlich lebendig. Gerade rechtzeitig trafen wir in Kamienna Góra ein um M62-3102 fotografieren zu können, wenig später setzte sie sich an einen Schotterzug. Diese Taigatrommel stammt ursprünglich aus Litauen, ist inzwischen aber modernisiert worden und besitzt einen Caterpillar-Motor.


Ein Bild von M262 und M62 gelang aber trotzdem, wer genau hinsieht, kann die Trommel im Hintergrund erkennen:


Einen Fotohalt gab's dann auch im Polnischen, kurz vor Lubawka:


Královec bot sich dann auch noch für Fotos an...


Eigentlich war's das dann, aber für die, die bis Kunčice mitfuhren, gab es noch zwei Foto- und einen Kreuzungshalt.
Einfahrsignal Pilníkov


Und Kreuzungshalt ebendort


In Kunčice stand dann bereits der Zug mit 749 181 bereit, unser Triebwagen setzte sich nur schnell an das Zugende, bevor es in Richtung Vrchlabí los ging - jetzt schön in der Sonne und deshalb mit Bild:


Eigentlich hätten wir dann heimfahren können, aber wenn man einmal in der Ecke ist, kann man auch gleich noch in Martinice v Krkonoších vorbeifahren, denn dieser Bahnhof ist als einer von nur noch wenigen noch mit Formsignalen ausgestattet. Zuerst nähert sich 810 564 aus Jablonec nad Jizerou...


... und nachdem die drei Züge ihre Fahrgäste ausgetauscht haben, kann auch der Eilzug in Richtung Stará Paka ausfahren - und wir nach Hause.


Fazit: Eine absolut tolle Veranstaltung! Ein großes Dankeschön an die Veranstalter! Einziges Manko waren die besserwisserischen und gefühlt immer nörgeligen Bemerkungen der deutschen Autoverfolger, aber dafür kann der Veranstalter ja nichts. Jungs, das ist ein Hobby, seht die Welt mal nicht so verbissen!

Besondere Grüße gehen noch an die beiden Mitglieder des "Arbeitskreis Fotozug".

Antworten:

Schöne Eindrücke. Bernartice ist natürlich bei einer Fotofahrt kein Problem, da hat man dann halt eine leere Straße :) Feines Bild geworden!

Aber bei der Rückfahrt aus dem Schlesischen ...

Zitat
T47 007
Einen Fotohalt gab's dann auch im Polnischen, kurz vor Lubawka:


... wurden Euch etliche wunderschöne Stellen unterschlagen! Ich sage nur "altbeheizt in Janiszów", "klub bilardowy", Boberblick im Unterdorf von Blasdorf - der Kenner weiß ... Die wilde Heide kurz vor Lubawka ist nichts dagegen, man hätte freilich ein wenig laufen müssen.

Gruß,
Joachim

von Joachim Piephans - am 01.10.2013 19:25

Re: Rückfahrt aus Schlesien

Es mag sein, dass das Motiv bei Lubawka nicht so der Knüller ist, allerdings gab es wohl von polnischer Seite recht strenge Vorgaben, wie lange der Zug auf der Strecke sein durfte. So war an eben dieser Fotostelle nur ein Halt für wenige Minuten möglich, das Erklimmen des Hanges in Richtung Straße war demzufolge zeitlich nicht möglich, wobei sich von dort sicher ein wesentlich besserer Blick auf die Umgebung ergeben hätte. Andererseits wären wir dann auch zu spät an dieser Stelle gewesen, denn die Sonne stand ja schon auf der Westseite, so dass ein Foto ähnlich diesem hier entstanden wäre:
[wrp.home.pl]
Die Stelle, wo das verlinkte Bild entstand liegt etwas weiter nördlich, motivlich ist es aber durchaus vergleichbar.
Zunächst wurde übrigends sogar ein Fotohalt bei Błażkowa erwogen, aber noch bevor alle ausgestiegen waren, kam das Kommando zurück. Warum? Ich weiß es nicht, aber am Motiv wird's nicht gelegen haben.

von T47 007 - am 02.10.2013 18:28
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