Čicenice - Týn nad Vltavou

Startbeitrag von wxdf am 01.11.2013 20:32

4:24 h ab Děčín, Praha hl.n. pünktlich an 6:08 h. Obwohl ich dem Schaffner bereits in Děčín gesagt hatte, ich habe nur 7 min Zeit zum Umsteigen, wollte der Mensch in aller Ruhe der herangefahrenen Transportkarre Sachen herausgeben. Obwohl ich das nicht gern mache, musste ich laut werden, um mein Fahrrad zu bekommen, mich zwischen den zur Arbeit gehenden Werktätigen hindurch schlängeln und sehr kurz vor der Abfahrt in den Schnellzug gen Cheb einrücken.



typisches Herbstnebelwetter in Beroun



Von Zdice aus ging es dann an einem kalten aber sonnigen Herbstmorgen weiter mit einer Regionova nach Protivín.



Kreuzung in Lochovice



In Příbram hielt die Regionova der Gegenrichtung nach der Abfahrt noch mal an. Offensichtlich hatte der Tf im Rückspiegel die im Bild sichtbare Schölerin herbei eilen sehen und nahm sie auch noch mit. Nette Geste ...



In Březnice sind planmässig 13 min Aufenthalt, obwohl keine Anschlüsse von den Nebenstrecken anstehen. Ist wohl systembedingt durch die eingleisige Strecke, um die nächste Kreuzung fahrdienstleitertlos über Rückfallweichen ohne Wartezeit hin zu bekommen.
Das blaue Büchslein hat noch viel Zeit bis zur nächsten Fahrt nach Rožmital.
Es fuhr auch eine 742 mit einem Messwagen aus, im Gegenlicht allerdings nicht sinnvoll fotografierbar.



Rangiert wurde auch



Schönste Nebelsuppe in Protivín . Scheibenkleister, der Wetterbericht hatte strahlenden Sonnenschein bei bis zu 10 ° versprochen :angry:



von Čícenice ging's mit dem Fahrrad weiter, wo hinter Záboří u Čícenic die rote Büchse an der Wienerberger-Ziegelei angetroffen wurde. Die bewegt sich dann nach Protivín und wird von was Blauem abgelöst.
Die Ziegelei hat zwar ihre Anschlussgleise noch, Güterverkehr findet aber offensichtlich nicht mehr statt, obwohl die Mn theoretisch hier einen Halt haben.



Haltepunkt Chvalešovice ist bewohnt und daher gut in Schuss.



Der Bewohner scheint ein Mystiker zu sein - wer hat Latein in der Schule gehabt und kann übersetzen ?



Da kommt auch schon mein Zug und der Tf springt eilfertig heraus und hilft mir mit dem Fahrrad hinein. Er verkauft mir ein Fahrkarte um 18 Kronen und weiter geht's bis ...



Bohusice, von wo aus ich eigentlich einen Ausflug zum jüdischen Friedhof und der St.-Anna-Kirche machen wollte, der Wanderweg war aber dermassen Fahrrad-ungeeignet, dass ich aufgab, um den bereits 11:46 h wieder in Týn abfahrenden Triebwagen aufzunehmem.
Ins Tal hinunter zu fahren war ich allerdings zu faul, deshalb ...



... wurde er oberhalb erlegt ...



... wo er nach Überqueren der Straße oberhalb des Einzelgehöfts Fišerák Bohusice entgegen eilt.



Wie aus der Informationstafel an der Strasse hervor geht, hatte man nach Ende des 30jährigen Krieges oft kein Geld, um den Militärs den Sold auszuzahlen und schenkte ihnen deshalb Ländereien oder Gehöfte.
Das da im Hintergrund bekam ein gewisser Fischer nebst noch drei weiteren, zwei verschenkte er an seine Söhne und das vierte diente als Gemüselager.

Zur Geschichte der Bahnstrecke steht da auch was, siehe die komplette Bildergalerie unter [de.tinypic.com] .



Der nächste Plan war, ob denn der theoretisch verkehrende Mn ab Temelín 12:57 h verkehren würde, war aber nix. Dieses Anschlußgleis oberhalb des Bahnhofs wird nicht mehr befahren, eins weiter unten aber schon.



Wegen Bauarbeiten auf der 190 hatte der Triebwagen wohl einen Anschluss abgewartet und erschien nicht 12:48 h, sondern erst 13:08 h.



Eigentlich hatte ich zu den Fischteichen hinter Lhota eilen und mir eine schöne Fotostelle suchen wollen, jedoch war der Tf offensichtlich sofort auf den anderen Führerstand gesprungen und zurück gefahren, hatte er doch für die nächste Leistung auch nur 14 min Wendezeit in Čícenice. Ergo gab es an dieser Stelle keinen Zug.



In Ermangelung paralleler Wege trottete ich parallel zur Strecke auf einem Feld dahin, so dass ich die nächste Leistung nicht wirklich an einem optimalen Standpunkt erwischte.



Vorbei an einem Fischteich mit Atomenergieerzeuger im Hintergrund ging es dann gen Chvalešovice und weiter auf der Hauptstrasse ...



... nach Čícenice, wo die sonst nur bis 12:30 h auf habende Coop-Verkaufsstelle bis 15:30 h auf hatte, so dass die Verpflegung aufgefüllt werden konnte.



Nachdem die Regionova von der 197 eingetroffen war ...



... trudelte auch das blaue Büchslein wieder ein.
Und danach ging es wieder nach Hause.



Was bleibt ? Die Besetzung der Züge mit einer Handvoll Leuten ist wirklich gering.



Es wird dann wohl so weiter gehen. Ein bisschen für die Leute von und zur Arbeit und die Schüler von und zur Schule und am Wochenende nichts mehr ... :mad:

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