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Fotogalerie Tschechien und Slowakei
Beiträge im Thema:
4
Erster Beitrag:
vor 3 Jahren, 8 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 3 Jahren, 8 Monaten
Beteiligte Autoren:
Micha M, awp, Joachim Piephans, Tristan22

Kleine Abschiedstour nach Breslau und ins Erzgebirge – (2/2) (m. 17 B.).

Startbeitrag von Tristan22 am 08.12.2014 19:03

Samstag, 29.11.2014 Szklarska Poręba Gorna – Chomutov

Zum ersten Teil (Polen): Teil 1

Nach kurzem Aufenthalt in Szklarska Poręba Gorna geht es flott hinüber nach Harrachov. Viele Ausflügler nehmen heute den Zug über die Grenze. Das Libnet+-Ticket und ein kleines Faltblatt mit Fahrplan und Infos zur Strecke bekommt man bei der Zugbegleiterin.



Die planmäßig zwei Minuten Aufenthalt in Harrachov genügen für ein schnelles Bild von „Marysia“.



In Tanvald steht Sp 5256 nach Dresden bereit, mit dem ich bis nach Smržovka fahre. Großzügig dort der neue breite Bahnsteig. Wie Niels kürzlich berichtet hat, ist für die Bedienung der Weichen – wie in Tanvald - zahlreich Personal vorhanden. Vor der Weiterfahrt nach Liberec gibt es für mich noch einen kleinen Abstecher nach Josefův Důl.



In der über einstündigen Wartezeit in Liberec besorge ich mir Kaffee, noch ein Kursbuch und die gerade erhältlichen Ausgaben von Dráha und Železniční magazín. Am Bahnsteig wird für die zum 25. Jahrestag der Samtenen Revolution erschienene Havel-Biographie von Michael Žantovský geworben. Über Ústí nad Labem komme ich am Abend nach Chomutov.


Sonntag, 30.11.2014 Chomutov – Vejprty – Most - Moldava v Krušných horách – Chomutov

Der Tag beginnt mit einem kleinen morgendlichen Fußmarsch zum Bahnhof durch das noch schlafende Chomutov.



Der Regionova (814 033) wird sich um 7h45 in Richtung Jirkov aufmachen, im Hintergrund kommt 810 411 für die Morgentour nach Vejprty aus dem Bw.



Nach Vejprty geht es ab Gleis 1. Wie lange wird es wohl dauern, bis auch hier die Bahnsteige modernisiert werden?



Der „Excelsior“ aus Kosice ist fünf Minuten verspätet. Auf Anschlussreisende (darunter eine größere deutsche Gruppe von Schlafwagenreisenden - war evtl. einer der Forumsteilnehmer dabei?) wird selbstverständlich gewartet.

Auf der eineinhalbstündigen Fahrt sieht man aufgrund des Nebel und beschlagener Scheiben nicht allzu viel. Plötzlich ist die Landschaft mit dichtem Raureif überzogen. Der Triebfahrzeugführer bremst immer wieder ab, da vereiste Zweige den Triebwagen streifen. Ein tschechischer Mitreisender öffnet zum Fotografieren immer wieder die Tür zum hinteren Führerstand, die von der davon etwas genervten Zugbegleiterin schließlich abgeschlossen wird.





Noch einmal wird man diese Bilder (wenn auch mit längerer CD-Garnitur) in Vejprty machen können. Die meisten aus Chomutov angekommenen Fahrgäste steigen in den DB-Zug nach Chemnitz (hier 642 238) um.



Der 810 wartet noch auf den Anschluss aus Chemnitz bevor es für ihn zurück nach Chomutov geht.



Ich fahre dagegen nicht mit dem Zug zurück, sondern suche mir eine Fotostelle hinter der Bahnhofsausfahrt, wo kurz darauf (und leicht verspätet) Os 5299 mit vielen Fahrgästen Richtung Chomutov vorbeirollt. Anschließend nahm ich den Bus nach Klášterec nad Ohří und fuhr von dort mit dem Zug weiter nach Most.



Zweiter Programmpunkt an diesem trüben und dunklen Sonntag war eine Fahrt hinauf nach Moldava. Kleine Fahrzeugparade im Bahnhof Most: links OS 26804 nach Moldava (mit 810 150 + 810 561), in der Mitte R 608 „Karlex“ nach Cheb (mit 362 110) und rechts 814 059.



In Dubí ist man gerade dabei den Bahnhof adventlich zu schmücken. Das – mit zwei (!) Triebfahrzeugführern besetzte – Gespann setzt über hinteren Teil des Bahnhofs von Gleis 1 auf Gleis 2 um. Weiß jemand evtl., warum man hier nicht mehr über die doppelte Kreuzungsweiche bei der Bahnhofseinfahrt fährt?



Hinter Dubí verwandelt sich der Wald plötzlich wieder in ein Raureifwunderland. Die beiden Tunnel werden mit Vmax 10 km/h durchfahren. Dicke Eiszapfen hängen an den Tunnelwänden und schlagen auf das Dach des Triebwagens. Vom Bahnsteig des Haltepunkts Mikulov v Krušných horách grüßt freundlich diese Figur.





Die beiden 810 und drei Mann Personal haben mich als einzigen Fahrgast nach Moldava v Krušných horách hinaufgebracht. Der Bahnhof versinkt in dichtem Nebel. Bis zur Rückfahrt nach Most hat man rund 40 Minuten Zeit sich umzuschauen und/oder sich bei einem Kaffee in der kleinen Bahnhofswirtschaft – dem einzigen Zeichen von Leben in dem großen, dunklen und kalten Bahnhofsgebäude - aufzuwärmen. Die – mit zwei Wandgemälden verzierte - Schalterhalle ist geöffnet, aber unbeleuchtet und lädt eher nicht zum Verweilen ein.



Wer findet den Zug?



Der Stern von Dubí leuchtet einsam in den dunkel-nebligen und kalten Nachmittag des ersten Advents 2014.

Soweit der Bericht von meiner kleinen Abschiedstour. Euch wünsche ich eine schöne Adventszeit!

Viele Grüße
Michael

Antworten:

Danke, schöne Bilder sind Dir da gelungen. Das letzte mit dem Herrnhuter Stern ist natürlich klasse!!

Wollen hoffen, daß sich am Samstag in Vejprty Ähnliches wiederholen läßt.

Gruß,
Joachim

von Joachim Piephans - am 08.12.2014 19:38
Danke fürs mitnehmen! Sehr stimmungsvoll! :spos:


Es war sehr schön!
Es hat mich sehr gefreut!

von awp - am 08.12.2014 20:33
Zitat
Tristan22

Der „Excelsior“ aus Kosice ist fünf Minuten verspätet. Auf Anschlussreisende (darunter eine größere deutsche Gruppe von Schlafwagenreisenden - war evtl. einer der Forumsteilnehmer dabei?) wird selbstverständlich gewartet.


Nicht nur einer...

Meines Wissens sind es von den zehn Gesamt-Reise-Teilnehmern/neun Umsteigern drei Forumsteilnehmer gewesen. Einer war ich. Schöner Bericht - und spätestens als ich das Datum 30.11. gelesen habe, hatte ich mit einem Bild gerechnet, auf dem wir zu sehen sind.

Grüße
Michael

von Micha M - am 09.12.2014 13:25
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