30 Jahre Klub der Eisenbahnreisenden KŽC (m17B)

Startbeitrag von Niels K. am 11.06.2015 17:33

Hallo an Alle! Auf Wunsch (nicht nur) eines einzelnen Herrn hier mein Bericht vom Jubiläum...

Am Wochenende 5. & 6. Juni '15 fand sie nun statt, die Geburtstagsfeier zum 30jährigen Jubiläum des Tschechischen Klubs der Eisenbahnreisenden (KŽC). Eins muß man den Freunden lassen, einen guten Draht zu Petrus hatten sie.



Sowohl am Freitag (dem mehr "protokollarischen" Tag) als auch am Sonnabend herrschte eitel Sonnenschein in und um Lovosice.

Geboten wurde ein ziemlich umfangreiches Sonderzugprogramm und eine kleine Ausstellung zur Klubgeschichte im Bahnhof. Dort konnte man dicke Chronik-Hefter wälzen, heute schon kaum noch vorstellbar die Vereinsgeschichte in dieser "analogen" Form zu bewahren. Wo doch jeder solche Erlebnisberichte in die Tastatur hämmert wie Ihr einen soeben vor Euch habt.
Genug der Vorrede, nachfolgend ein paar Fotos, die sowohl am Freitag als auch am Sonnabend entstanden. Übernachtet habe ich zwischen diesen beiden Tagen übrigens hier: www.kolibahotel.cz. Durchaus empfehlenswert, wenn auch durch zwei größere Gruppen nicht völlig ruhig.




Ein Geburtstagsgeschenk machte sich der Klub selbst mit dem Erwerb einer weiteren Diesellok aus der Reihe T478.1/2 sowie von vier Reisezugwagen der Bauart Y/B 70. Der Waggonbau Bautzen läßt grüßen. Diese mustergültig aufgearbeiteten Fahrzeuge wurden am Festwochenende gemeinsam vorgestellt, mir begegneten sie erstmals am Vitana-Speichergebäude südlich von Roudnice nad Labem.




Es führt die "Neue", es schiebt die "Alte".




Mal sehen ob man dieses Lokschild jetzt öfters im Sázavatal antreffen wird. Der Posázavský motoráček dort war ja bisher meist eine lokbespannte Leistung. Und dann noch mit den Bautzener Abteilwagen dahinter?



Das wäre ein Traum! :spos::--P




In Lovosice bereits anwesend war der gesamte Fahrzeugpark fürs Fest, u.a. M152.0517, M152.0535, M286.1008, Hurvinek M131.1302 sowie die beiden Nähmaschinen M262.1212 und M262.056. Der 286er war leider nicht im Einsatz zu erleben, auf ihn war ich eigentlich besonders gespannt.




Für den Eisenbahnfan gab (und gibt) es ein dickes Buch zum Jubiläum zu kaufen. [kzc.cz]
Auch wenn es komplett Tschechisch ist kann man es nur empfehlen. Klasse Fotos in einer recht guten Druckqualität und das Ganze für 494 Kronen (ca. 18 €uro)




Am Nachmittag gab es dann Pendelfahrten Richtung Zementwerk Čížkovice und in die Lovochemie-Werksbahn. Leider war meine Fotoplanung dem Sonnenstand jeweils ein paar Minuten voraus bzw. hinterher und ich erwischte die eher schattige Seite des Zuges. Aber die erst zur Mittagszeit gefundenen Motive ließen nichts Anderes machbar erscheinen.




Nach anschließender nicht so erfolgreicher Froschjagd ging es dann ins Quartier zur Verkostung des hauseigenen Bieres. Trinkbar, schmackhaft aber zu lauten Jubelstürmen hat es mich nicht hingerissen. Für die nötige Bettschwere reichte es aber allemal. :cheers:





Sonnabend, 6.VI. 2015, der Haupt-Jubiläumstag...



Der Sonnabend begann mit zwei gegenläufigen Sonderzügen, die in Straškov kreuzten und dann nach Lovosice führten. Mein erstes Motiv von der Triebwagenfuhre war auch gleich mein favorisiertes Motiv dieses Tages. Der "Hasenburgblick" bei Slatina ist einfach genial, drei weitere Fotografen empfanden dies anscheinend ähnlich. Trotzdem waren wir ziemlich übers Gelände verteilt, vielleicht sieht man hier auch einmal die anderen Ergebnisse der Mannschaften aus GÖ, DZ und DD?




Wenig später fuhr der Vierteiler in Budyně nad Ohří ein, ich entschied mich wie die große Mehrheit der zahlreichen deutschen und wenigen tschechischen Fotografen für die Variante mit Güterschuppen. Das Bahnhofsgebäude allein war mir einfach zu gammelig.




Volksfestartige Tumulte in Straškov könnte man die dortige Situation nach Ankunft der beiden Züge beschreiben. Für eine viertel Stunde war in dem kleinem Abzweigbahnhof ein Ansturm von Reisenden, wie er ihn vermutlich in den letzten einhundert Jahren nicht gesehen hat.




Mit etwas Geduld konnten aber trotzdem noch ein paar nette Motive eingefangen werden. Zumal die České dráhy freundlicherweise auch noch eine Brotbüchse in passender Lackierung hier abgestellt hatte.


Von Lovosice aus gab es Fahrten in die beiden Werkbahnen Lovochemie Lovosice und Lafarge Cement Čížkovice sowie nach Litoměřice horní nádraží und Chotiměř. Auf dem Abschnitt zwischen Lovosice, Chotiměř und Radejčín ruht seit einem Erdrutsch bei Dobkovičky am 7. Juni 2013 der reguläre Schienenverkehr. Für mich ein guter Grund wenigstens bis Chotiměř "Streckenkenntnis" zu erwerben. Die beiden "Singrovkas" waren rappelvoll und fuhren auf den ca. 10 Kilometern eine Viertelstunde Verspätung ein. So blieb am derzeitigen Streckenende nur wenig Zeit für Fotos.



Auch hier volksfestartige Tumulte und ein Fahrdienstleiter aufm Sprung…




Vor der direkten signalisierten Einfahrt in den Werksbahnhof des Zementwerks in Čížkovice gab es erst einmal etwas Arbeit für die Signalwerker von SŽDC. Der Einfahrweiche bzw. ihren Spitzenverschlüssen war es bei über 30°C Lufttemperatur wohl etwas zu warm geworden.




Durch die Verspätung dieser Pendelfahrt mußte nun noch eine Kreuzung mit dem Planzug nach Postoloprty abgewartet werden. Für uns passende Gelegenheit schnell noch ein anderes Motiv im Werk zu suchen. Recht fotografenfreundlich gibt es noch eine zweite frei zugängliche Brücke über die Gleisanlagen. Jetzt bereuten wir es gar nicht mehr, nicht mit dem Zug mitgefahren zu sein. Für die Fahrgäste gab es keine Gelegenheit für solche Fotos von außen.




Abschließend ging es noch zum ziemlich versteckt gelegenen Bahnhof Lovosice zastávka (früher Lobositz A.T.E.). Was muß angesichts der vielen Anschlußgleise und des noch versteckter stehenden Ringlokschuppen hier früher für ein Betrieb gewesen sein?

Abschließend ein großes Lob an die Organisatoren und alle fleißigen Helfer dieser Veranstaltung. Es war bestimmt nicht einfach die ganzen Mitmacher für dies umfangreiche Programm zu finden und zu koordinieren. Deshalb sollte auch über ein paar klitzekleine Problemchen hinweg gesehen werden. Und zum 40sten wünsche ich mir dann einen etwas "idyllischeren" Bahnhof, auch wenn da vielleicht ein nicht ganz so umfangreiches Zugangebot möglich ist.

So, das soll's aus meiner Tastatur gewesen sein, ich hoffe ich konnte alle Nichtdabeigewesenen etwas neidisch machen. ;)

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