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Fotogalerie Tschechien und Slowakei
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Erster Beitrag:
vor 2 Jahren, 3 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 2 Jahren, 3 Monaten
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nix mehr, wxdf, AAW, MichaelM, RR

Vítáme vás na Žluticku

Startbeitrag von nix mehr am 04.11.2015 12:35

Vítáme vás na Žluticku



oder
Da weiter gemacht wo man im Sommer aufgehört hatte.


Ein freier Tag, Wetter war angekündigt, da muß was gehen! Also schellte der Wecker um 5.30 Uhr. Nach kurzem Frühstück rollte die Karre um 6:00 Uhr vom Hofe gen Osten.
7:18 Uhr Ankunft in Štědrá zum 16707, der da um 7.38 auch pünktlich zum fotografischen Auftakt des 3.November 2015 ankam.


810 304 hatte die Ehre. Ein MUV mitsamt Personal mußte Überholung gewähren.


Franciskus, so wie ich ihn haben wollte. Aber ich muß das wiederholen. Das Bild ist nicht ganz scharf und die Sonne stand zu hoch. Ob es mal mit Schnee und einem rötlicheren
Morgenhimmel in 14 Tagen oder drei Wochen klappt? Vielleicht brauchts noch mehr Anläufe an diesem Motiv. Stimmungen sind schwer planbar.


Zum nächsten Bild hatte ich mir irgend etwas um Protivec auserkoren. Kufr 810 320 als 16702 kommt aus Richtung Rakovnik daher. Im Talgrund war zum Glück schon Sonne.


Da hier Kreuzung ist, hat man ohne großen Aufwand noch ein zweites Bild gleich mit gemacht. Hier ist es wieder 810 304 als 16707, der nun seinerseits weiter nach Rakovnik will.


Zeit war nun für die nächste Einstellung, die da um 10:17 kommen sollte. Also war Inspektion der näheren Umgebung möglich. Hier die Svaty Anna unweit Vladořice.


Der 693 Meter hohe Vladař, der in Zukunft sicher mal ein zu erwanderndes Ausflugsziel sein wird.


Unweit des Haltepunktes Záhořice eine Tafel für Wanderer.


Najbrt? Schlimm das? Ich freute mich, denn es ist Abwechslung im farblichen Einerlei -rot/beige-. 810 313 als 1607 gen Žlutice, am Haltepunkt Záhořice vorbei fahrend, das da links hinten grüßt.
Der Rauhreif blieb an diesem Tag in schattigen Stellen bis zum Untergang bestehen. War es früh doch auch hier mit -6°C schon eher winterlich.

Zeit für einen Kaffee dachte ich mir. Diesen gibt es ab 10 Uhr z.B. in Žlutice. Also die sieben Kilometer da hin gefahren, und gleich mal am Bahnhof geguckt, was los ist.


Holla die Waldfee! Man hantierte mit gutem Gerät in den Kohlenhaufen. Das ist fein und gibt schon fast historisch anmutende Bilder. Betrieblich gesunde Kohlenhandel
muss man schon langsam beim Tschechen suchen! Der gute alte AVIA hier war schon abgefertigt.


Wohl hat transistor 742 291 den vollen Emil gebracht. Und man belädt noch einen zweiten AVIA.


Hoffentlich bleibt dieser Landhandel noch lange bestehen. Oft ist es nicht mal die CeskyDrahy die so etwas aufgrund Vertragskündigung dem Garaus macht.
Meist ist die Umstellung der Heizerei auf "modernere" Varianten, und damit ein gewisser Geschäftsrückgang die Ursache.


Im restaurace "U richteru" da beim Bahnhof. "To je sto procent špelunka!" Ein ehrlicher Ort, der wenn erzählen könnte! Mag es an der Decke etwas wild in dieser Räuberhöhle aussehen,
aber mir gefällt es da immer wieder saumäßig. Spelunken, so man will, haben mittlerweile in den Dörfern Böhmens Kultstatus erreicht!


Den "Türken" (turecka kava) gibt es für 15 Kc, was umgerechnet 56 Cent sind... Das normale Gambrinus-Pils als halber Liter gezapft gibt es für 89 Cent.


Wände sprechen Bände! Derweil im Nebenzimmer "nekuřacká míznost" (Nichtraucherplätze)... die Kellnerin den emsigen Versuch unternahm, den vergangenen Sommer in Form von Spinnweben
mit einem um den Besen gewickelten Lappen einzufangen. Ich muss hier unbedingt noch mal her. Am besten abends, wenn zwielichte Gestalten für hohen Bierkonsum sorgen und Schwaden von Zigarettenrauch die Sicht behindern.


Außen noch ganz im alten k&k-Farbkleid. Ich werde wieder kommen! Das ist altes Böhmen in 100%iger Ausführung. Beinahe einem Museum gleich.


Drüben im Kohlenhof hat das Personal einen ordentlich "reingerichtet". Es duftet! Ob nun Kohle der Sokolovska uhelna oder einer anderen Grube, ist egal.
Die Marke ist unverkennbar. Gäbe es das in Spraydosen abgefüllt, ich täts regelmäßig daheim anwenden. Düfte gehören auch gesammelt! Nicht nur Bilder oder Geräusche.

Im vergangenem Sommer war ich am 11.Juli zuletzt an der 161 zu Gange. Damals musste ich in Malměřice abbrechen, weil der Himmel derartig absoff,
das kein richtiger Glanz mehr in den Motiven war.


Dies wurde nun genau wie damals mit dem MOs 16709 weitergeführt. Konsequenz muss irgendwo sein, sonst sind am Ende Lücken in einem angefangenen Projekt.


Auch Libkovice, hier mit dem 16711, ist die Fortsetzung dessen. Mit Libkovice war das letzte fehlende Empfangsgebäude der Strecke 161 optimal für die Serie "Zug mit Bahnhof" im Kasten.


Keine 250 Meter weiter gen Ost, bzw. gen Lubenec, die man am besten auf dem Gleiskörper da hin stiefelt, lässt die Landschaft einen Blick in den Talkessel nach Lubenec zu.
Dunstig? Das gehört zum November dazu. 810 304 als 16708 kommt den weiten Bogen aus dem Tal herauf geschnauft.

Futtern! 14 Uhr war durch und noch kein Mittagessen gefasst. Am besten geht dies in Žlutice. Doch zuvor erneut Kontrollfahrt zum Bahnhof, ob da was ist.


Der Emil ist leer! Fleißig waren sie da. Einen Teil werden sie im Ort verfahren haben. Der andere schlummert nun unter den Abdeckplanen.


Das Töfftöff am Hofe, ein Fossil!


810 304 kommt als 16743 um 14:37 pünktlich daher.

Nun aber auf ins "Nad Hradbami" am Marktplatz zu Luditz!


Das Tagesmenü. Passt! Und zackig gehts rein in die gute Stube.


Wie die Tafel "polévka + pečivo", also "Suppe + Backware" anbietet, so bekommt man die Linsensuppe mit "rohlik" für lumperte 20 Kc = 74 Cent... Fragen? Und das ist nicht nur ein kleiner Napf,
sondern von der Menge her eine vollwertige Mahlzeit. Und die Linsen schmeckten hervorragend! Als Beiwerk hatte ich nochmals einen "kava po turecko" und hinzu das Hühnchenschnitzel mit
Salzkartoffeln und Beilage. So gestärkt verließ ich die gastliche Bleibe um 15.15 Uhr gen Ost, bzw. nach Sahorz.


Die Rechnung hier war seit dem Februar 2015 offen und sollte nun beglichen werden. 810 304 rollt als 16715 gen Rakovnik vorbei und gedenkt dabei wohl auch kurz den "Weibern von Sahorz, Katharina und Barbara Braeger".


Protivec, oft in 2015 gemacht.
Dumm nur das die rechte Kamera auf meiner Fotoschiene in diesem kurzem Abstand zum Objekt nicht genau das gleiche im Ausschnitt hat wie die linke, die Diafilm-Kamera,
wenn man im Bildvordergrund etwas hinein arrangiert. Aber egal, das Dia wird geworden sein, als um 16:02 der 810 320 als 16710 im Kasten war, tat das Licht keine fünf Minuten
später in fetten Schleierwolken absaufen, und gleichzeitig hinterm Berg verschwinden.

Heimfahren? In gewisser Weise ja. Es lag noch was in der Luft...



Hier lag der Dunst vor dem Vladař in der Luft, da wo rechts das Dörfchen Kobylé liegt.


Štědrá sollte es mit der Kreuzung sein, da lag dann ich auf der Lauer. Mal schauen was noch geht. Hier kam 810 594 von Bečov nad Teplou als 16747 um 16:27 daher.


Von Rakovnik bzw. Žlutice näherte sich 810 320 als 16710.


Kreuzung, kurze Pause fürs Personal und Triebwagen mitsamt Fahrgästen.


Ein Plausch unter Kollegen. Die paar ausgestiegenen Hanseln haben sich längst davon getrollt. Waren es aus beiden Triebwagen doch nur sehr wenige Schüler.




Ein Landbahnhof der genauso irgendwo anders in der ehemaligen k&k-Monarchie liegen könnte. Einfach nur genial!


Den Abschluss bildete Franciskus. Leider war der Traktor unpassend gekommen. Beim ersten Schuss vor den Tafeln seitlich des Triebwagen war die hintere Tür
vom 810 hinterm Traktor verblieben. Beim zweiten Schuss eben mitten drin.
Was für ein Herbsttag war damit an der Oberen Strela vorbei! Eigentlich könnte man es jetzt bleiben lassen mit dieser Strecke. Alle Bahnhöfe und Haltepunkte
zwischen Blatno und Bečov nad Teplou sind nun bestens betrieblich dokumentiert. Sollten weitere Besuche folgen, wirds aufwändiger. Dann heißt es rein in die Landschaft,
da zwischen den Bahnhöfen die Blicke und Motive suchen. Bei klarer Sicht weite Blicke in die Gegend. Aber dafür ist eine Zugmitfahrt notwendig.
Und die wirds wohl hoffentlich bald geben, mit erneutem Besuch des restaurace in Žlutice.

malo

Antworten:

Kohle

Sehr schön ! Die Spraydose hätte ich dann auch gerne.

Zitat
malo
Der Emil ist leer! Fleißig waren sie da.


Womit haben sie den leer bekommen ? Mit dem "Töfftöff" schwierig, und der T174 schien nicht bewegt worden zu sein, oder doch ? Bei meinem letzten Besuch vor zwei Jahren war er unermüdlich - und unüberhörbar - im Einsatz.

Gruß Robert

von RR - am 05.11.2015 21:59

Vielleicht waren ein paar

russische "Kohleentlader" im Einsatz ?;)

MM

von MichaelM - am 06.11.2015 07:07

Weimar

Robert,

der Weimar schien auch mir unbenutzt. Blätter oben drauf, Scheiben grau vom Rauhreif...
Also entweder waren Russen da, oder es kam was daher und verschwand wieder während meiner Abwesenheit.
Ca. vier Stunden brauchten sie, bzw. ich, zwischen Kaffee in der Bahnhofs-Kaschemme und der Mahlzeit im Nad Hradbami.

Malo

von nix mehr - am 06.11.2015 16:46
Klasse Bericht! Insbesondere die eingefangene Morgenstimmung gefällt (und da insbes. Bild 5) ...

Gruß

von AAW - am 07.11.2015 17:29

malo erntet Lob im K-Report

[www.k-report.net]

[www.k-report.net]

von wxdf - am 08.11.2015 14:53
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