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Fotogalerie Tschechien und Slowakei
Beiträge im Thema:
3
Erster Beitrag:
vor 2 Jahren, 3 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 2 Jahren, 3 Monaten
Beteiligte Autoren:
brejlovec750, Joachim Piephans, awp

... als das Licht schwächelte

Startbeitrag von awp am 17.11.2015 18:53

Wie schon im Grenzübertritt der MEG-318 erwähnt, gab es nach dem Revier einen Abstecher in den Böhmerwald. Das Ziel ergab sich einfach, weil von den vielen Prognosen nach ungetrübtem Sonnenschein von früh bis spat die Einschränkungen des DWD: in höheren Lagen, an den Nordrändern der Mittelgebirge, am wahrscheinlichsten klangen. Man kennt ja die böhmische Suppenschüssel im Herbst. Das Quartier in Wallern/Volary am Knotenpunkt der drei Linien bietet sich als Ausgangspunkt für flexible Entscheidungen je nach Wetterlage geradezu an. In 13 Monaten ist zugleich Schluß mit der Staatsbahnära. Wer weiß, wie der nächste Herbst ausfällt. Ob wir noch reisen dürfen, können, wollen.

Und, die DWD'ler behielten recht. Oben Sonne, unten Wechselspiel der Gefühle. Belohnt wurde das Ganze mit des Herbstes güldenen Bäumen.

Im Mittelpunkt stand heuer die KBS 198, denn die anderen sind mit Berta & Co. bereits umfänglich dokumentiert. Das war auch richtig so, denn die 197 ist inzwischen verregionovt und der Gv findet mit 742(3) statt. Hm. Auch die 194 hat sich massiv verändert. Aber zwischen Strakonitz und Wallern rollen noch die 810er, wenngleich sich fallweise auch hier eine Welle dazwischenmogelte.




Während am Dienstag der Nebel schon alles ab Bohumilitz/Bohumilice v. Č. landeinwärts verschluckte (und das Laub zu Boden schickte), konnten wir am Mittwoch auch in Richtung Strakonitz arbeiten. Wir, denn Roman und Markus aus Mainfranken waren kurzentschlossen aufgebrochen und im Kollektiv geht vieles besser, ist es unterhaltsamer. Nicht schlecht staunten wir aber, als der MOs 18110 dergestalt am Speicher nächst Radšowice/Radošovice vorbeizog. Wir dachten zunächst an einen Defekt des 810.177. Doch welche Dienststelle spendierte das Lego 714.229?




Den nächsten Fotostop in Strunkowice an der Wolinka/Strunkovice n. V. bestimmten Apfelbaum und der Zweitakter am Stationsgebäude. Völlig unerwartet trafen bei der Ausfahrt sogar Sonnenstrahlen den Zug. Der Aufenthalt hier erschloß sich nicht so richtig, denn das Dorf besitzt inzwischen einen nähergelegenen Neubau-Hp. auf der anderen Ortsseite. Aber manchmal schaltete sich der folgende BÜ selbst ein, manchmal nicht. So wie in diesem Fall.




In Malenitz/Malenice. Das unstete, ständig wechselnde und zudem schwächer werdende Licht hatte zum Datenvernichter greifen lassen (müssen). Doch für ein großes Lego darf es auch ein eBild sein.




Hier leerte sich der 177 merklich. Doch einige Fahrgäste stiegen auch mit Zielen in den Bergen zu. Morgens lag die Temperatur im wallerner Kessel bei -7,5°, um sich bei Sonne auf 15 und mehr Grad zu erwärmen.




Im alten Heizhaus finden heute die MUV der Streckenunterhaltung einen Unterschlupf.




Die Uhr des Kirchturmes im kleinen Böhmerwaldstädtchen Wallern hat viermal geschlagen. Wer jetzt unterwegs ist, kann nur Eisenbahner sein ... formulierte sinngemäß Werner Umlauft im Bändchen zu den buschtěhrader Kohlewespen. Gut, es war erst früher Abend. Aber eine besondere Stimmung ergibt sich bis heute noch immer. Doch die revitalisaze-Tafel neben dem EG kündigt mit dem Staatsbahnende zugleich das des gewohnten Bildes an.




An der Tankstelle waren 229 und 177 getrennt worden. Bei letzterem setzte sich der Motor sofort in Gang. Also kein Defekt. Der nette Lokführer konnte es auch nicht näher erklären. Er hätte nur den Auftrag zur Überführung und Abstellung im Heizhaus ... Spurlok im Winter? Der Schuppen dient nach dem Auszug der Gütersparte zur Instandhaltung der Triebwagen, hinten schwebt der 601.




Einrücken. Noch ein Moment fürs Bilderschießen, dann gingen die Lichter aus, das Personal nach Haus'. Die Tore schlossen sich. Der Vollformatsensor kommt selbst mit hohen ISO-Werten recht gut zurecht. Auch wird der Kollege Rangierzeichengeber nicht verwackelt. Etwas gutes darf der neumodische Kram schon haben. Joachim nennt es: kluges und ausgewogenes Miteinander. Richtig.

Feierabend. Im Hotel Bobík haben sie vor wenigen Jahren eine Kleinstbrauerei eingerichtet und mir deren Dunkles angetan. Dazu eine gute Küche. Zusammensitzen mit Freunden. So soll es sein.


Es war sehr schön!
Es hat mich sehr gefreut!

Antworten:

In der Montierung zu Wallern, abends

Meister, die letzten drei sind die besten. Daraus hervor ragt nocheinmal das vorletzte, weil es so herrlich den Feierabend abbildet. An der Büchse ist genug geschafft für heute, strojmístr und Schlosser halten noch einen kleinen Ratsch, gleich geht das Licht aus im Schuppen ... Ich sehe schon den Bildtext unter dem von unsere Goldhand bearbeiteten Bild vor mir. Klasse auch der Stapel alter Bremsklötze, die Schienen und Gruben geben dem Bild eine schöne Tiefe.
Das Lego im Schuppen mag Seltenheitswert haben, aber das andere hat mehr zu erzählen. Wertvoll sind sie beide.

Gruß,
Joachim

von Joachim Piephans - am 18.11.2015 20:01

Re: In der Montierung zu Wallern, abends

Liebe Freunde,

ich äußerte beim Erstblick am Museumsrechner-Bildschirm Ähnliches. Der einsam im Schuppen aufgebockte 810.601 ist es.

LG
Daniel

von brejlovec750 - am 19.11.2015 11:19
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