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Fotogalerie Tschechien und Slowakei
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RR, Joachim Piephans

Büchsenpower im Riesengebirge - Teil 1 ( m. 7 B. )

Startbeitrag von RR am 27.01.2016 23:41

Ein kleiner Rückblick in das Jahr 2015. Die Zeit von 26. - 31. August 2015 musste herhalten für die einzige wirklich mehrtägige Fahrt ( also mehr als drei Tage ) zu den böhmischen Nachbarn im Jahr 2015. Auserwählt hatte ich die Strecke 040 wegen der doch noch vorhandenen Vielfalt an Formsignalen und mechanischen Sicherungselementen. Nachdem wir ja in einer Zeit angelangt sind, in der weder mit einer mehrtägigen Hochdruckphase noch mit einer verlässlichen Vorhersage des uns erwartenden Wetters gerechnet werden kann, stand auch diese Tour unter dem Motto "Hoffen und Bangen". Tage vorher sollte es mal eine "Top-Woche" werden, dann wieder nur zwei schöne Tage, dann nur noch einer ... Aber der Herbst nahte, so dass ich beschloss loszufahren, und zwar bereits am Dienstag, den 25.8.2015, einem Tag mit noch vielen Wolken, aber so, dass ich am Mittwoch früh im Zielgebiet starten konnte, welcher wolkenlos sein sollte.

Eigentlich bevorzuge ich eine Unterkunft direkt vor Ort zu suchen, wenn ich da bin, da sieht man was man hat. Da ich aber erst gegen 19.00 Uhr Prag erreicht hatte, machte ich einen kleinen Halt an einem Schnellrestaurant, das ich für gewöhnlich ausschließlich zur Nutzung des kostenfreien W-Lans vom Parkplatz aus aufsuche. Dort buchte ich über booking.com ein Zimmer für drei Tage in der Pension Albis in Vrchlabí ( Pension Albis ) für äußerst günstige 15 EUR die Nacht. Der Betrieb ist auch durchaus zu empfehlen, sogar ein Frühstück war inbegriffen, aber da hatte ich angesichts des Preises auch nicht mehr erwartet, als ich bekommen habe. Prompt erhielt ich einen Anruf von der Pension mit dem Bemerken, dass ich sicher bald da wäre, da die Rezeption um 19.30 Uhr schließt. Mein Erwidern, ich wäre gerade erst in Prag und man müsse sich wohl ein wenig gedulden, wurde zunächst mit Schweigen am anderen Ende der Leitung quittiert. Nach einigem Nachdenken meinte man, ich solle dann halt den Schlüssel im Restaurant nebenan holen, aber das schließt auch um 22.00 Uhr. Das hielt ich aber für locker machbar und stimmte zu. Trotz einiger Umleitungen nahe des Zielgebietes kam ich gegen 21.30 Uhr an und konnte mein Zimmer beziehen. Vor der Nachtruhe wurde nochmal das Wetter gecheckt, und bis zum Sonnenaufgang sollten sich die Wolken wohl verzogen haben. Mal sehen.

Mittwoch, 26.8.2015

Früh Aufstehen war angesagt, noch weit bevor das Frühstück bereit gestellt wurde. Schließlich hatte ich noch keine Ortskenntnis und wollte mal zur 7.00 Uhr - Kreuzung in Martinice v Krkonoších sein. Zuerst schaute ich aber am Bahnhof Vrchlabí vorbei, der zwar noch im Schatten lag, wo aber immerhin gerade der Manipulak mit 2 x Altlack-742 einfuhr. Also schon mal vorgemerkt für später. Auf dem Weg nach Martinice v Krkonoších musste ich schon mal feststellen, dass gefühlte 3 von 4 Strassen wegen Bauarbeiten gesperrt sind. Ziemlich knapp komme ich an, und der erste Schock. Statt des erwarteten 854er Gespanns kommt aus Chlumec nad Cidlinou ein Regionova - Triebwagen. Zunächst dachte ich, vielleicht ist der Frühzug planmäßig anders gebildet, wer weiß. Dann aber kam aus der Gegenrichtung ein 810 mit blauem Beiwagen zur Kreuzung, das erste Bild der Tour - Nachschuss auf die mutmaßliche 854er Garnitur - fiel dann schon mal aus. Frustriert und verunsichert postierte ich mich am östlichen Stellwerk des Bahnhofs und drückte widerwillig bei der Ausfahrt von 914 041 ab, gelb passt zu gelb :


914 041 Sp 1801 Chlumec nad Cidlinou - Trutnov in Martinice v Krkonoších, 26.8.2015

Als der Zug durch ist, fällt mir siedend heiß ein, dass ich bei der knappen Vorbereitung der Tour ja gesehen hatte, dass es auf einem kleinen Teilstück zwischen Nová Paka und Stará Paka Schienenersatzverkehr gibt wegen Brückenarbeiten in Nová Paka. Dann war mir klar, das übliche Prozedere bei der ČD, die 854er werden zwischen Nová Paka und Chlumec nad Cidlinou fahren - so war es auch - und am anderen Abschnitt irgendwas, was halt gerade verfügbar ist. Na ja, erst mal weg, ich wollte zur 9.00 Uhr - Kreuzung wieder kommen, dann wäre immerhin der 810er im Licht. Jetzt aber zurück nach Vrchlabí. Dort waren inzwischen zwei blaue ( irgendwie läuft´s nicht gut an ) 810er aus Trutnov angekommen und gaben sich ein Stelldichein mit dem Manipulak :


810 448 Os 5737 nach Trutnov, 810 493 Os 5734 von Trutnov, 742 151 + 742 144 Mn 83431 nach Trutnov in Vrchlabí, 26.8.2015

Nach diesem Bild fuhr ich nochmal in die Pension, die Bezahlung meines Zimmers wurde noch erwartet und ich nutzte das zur Einnahme des inkludierten Frühstücks. Wie gesagt, nichts außergewöhnliches, ausser dass man mir ohne Vorwarnung plötzlich ein Paar Párky mit Senf vor die Nase setzte - aber das bringe ich um diese Uhrzeit beim besten Willen nicht runter. Zügig begab ich mich wieder nach Martinice v Krkonoších zur 9.00 Uhr - Kreuzung, die Büchse sollte jetzt im rechten Lichte kommen und ist eher Beiwerk zu der Formsignalvielfalt des "Museumsbahnhofs" :


810 539 Sp 1803 Chlumec nad Cidlinou - Trutnov in Martinice v Krkonoších, 26.8.2015

Danach fuhr ich nach Nová Paka und vergewisserte mich dessen, was ich oben bereits beschrieben habe. Am frühen Nachmittag erwartete ich einen unerkannt gebliebenen 810er zwischen Kunčice nad Labem und Klášterská Lhota :


810 XXX Os 5743 Vrchlabí - Trutnov zwischen Kunčice nad Labem und Klášterská Lhota, 26.8.2015

Als nächstes stand die Rückkehr von 810 539 von Trutnov an, die ich dieses Mal an der östlichen Einfahrt in Martinice v Krkonoších erwartete :


810 539 Sp 1810 Trutnov - Chlumec nad Cidlinou in Martinice v Krkonoších, 26.8.2015

Als das Büchsengespann wieder aus Stará Paká zurückkam, hatte ich mir den Friedhof von Kunčice nad Labem als Motiv im Hintergrund auserkoren :


810 539 Sp 1811 Chlumec nad Cidlinou - Trutnov zwischen Kunčice nad Labem und Klášterská Lhota, 26.8.2015

Als nächstes erwartete ich den erblauten 810 448 in Hostinné, von dem ursprünglich gut ausgeleuchteten Stellwerk blieb dank einer fast 15-minütigen Verspätung leider nur noch die Hälfte übrig :


810 448 Os 5744 Trutnov - Vrchlabí in Hostinné, 26.8.2015

Laut Wetterbericht sollte der nächste Tag schon ein Wackelkandidat werden. Wie es weitergeht, erfahrt ihr in Kürze hier in diesem Forum.

Gruß Robert

Antworten:

Zitat
RR


Gäbe es das Koppenbuch nicht schon, wäre das Bild garantiert mit drin - perfekte Ablichtung maximalen Betriebes im schönen Gebäudeensemble. Klasse!

Wenn sich die Überschrift während der einzelnen Folgen Deines Berichtes nicht mehr ändert, darf man davon ausgehen, daß Du den Urlaub über vor allem 810er "gemacht" hast? Nicht zu den Hydraulikern auf den südwestlichen Teil der 040 ausgewichen bist? Ich bin gespannt ...

Gruß an die Donau,
Joachim

von Joachim Piephans - am 28.01.2016 17:34

Ausweichen

Servus Joachim,

Zitat
Joachim Piephans
Wenn sich die Überschrift während der einzelnen Folgen Deines Berichtes nicht mehr ändert, darf man davon ausgehen, daß Du den Urlaub über vor allem 810er "gemacht" hast? Nicht zu den Hydraulikern auf den südwestlichen Teil der 040 ausgewichen bist?


Ausweichen wäre nicht das richtige Wort, denn wer will den 810ern schon ausweichen, man ist doch froh, wenn man sie trifft. Obgleich die 854er nicht minder ansehnlich sind, jedenfalls wenn sie nicht blau sind, denn da gefallen sie mir gar nicht. Bei dem kufr kann man sich mit najbrt anfreunden. Aber dennoch habe ich mich auch am südwestlichen Teil der 040 betätigt, da es dort aber ebenso Brotbüchsen gibt, wird sich der Titel nicht ändern. Ungeachtet dessen habe ich mich im Nachhinein doch gefragt, ob das richtig war, denn die Betriebssituation im oberen Abschnitt war doch aussergewöhnlich ( es kommt nämlich noch besser :), aber mehr verrate ich nicht ) und man hätte Aufnahmen machen können, die halt sonst nicht gehen.

Es wird aber noch einen richtigen Exkurs geben, um den wir nicht herumkommen werden. Der hat dann mit dem Titel gar nichts zu tun.

Und apropos Koppenbuch, das hatte ich doch entgegen meiner Planungen glatt zu Hause vergessen, weil es wieder so pressiert hat, die Arbeit fertig machen, noch nichts gepackt, die Zeit verrinnt ... Aber ganz ehrlich, es macht doch viel mehr Spass, sich die Motive selbst zu erarbeiten und danach liest man so ein Buch mit ganz anderen Augen - herzlichen Dank für die Mühen aller Autoren dieser begeisternden Edition an dieser Stelle !

Gruß Robert

von RR - am 29.01.2016 00:02
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