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Fotogalerie Tschechien und Slowakei
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Erster Beitrag:
vor 1 Jahr, 4 Monaten
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vor 1 Jahr, 4 Monaten
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Joachim Piephans, Strojmistr

Auf der Höhe der Zeit - Folge 3: Velké Březno (Großpriesen)

Startbeitrag von Joachim Piephans am 26.06.2016 14:10



Bahnhof Velké Březno / Großpriesen

Strecke (Wien Nordwestbahnhof -) Nymburk (Nimburg) - Děčín-Prostřední Žleb (Mittelgrund), "Elbetalbahn", km 439,644; Kursbuchtabelle 073
Eröffnung Aussig-Schreckenstein - Tetschen Nordwestbahnhof 15.10.1874 durch die k.k. priv. Österreichische Nordwestbahn (ÖNWB)

Strecke Velké Březno – Zubrnice (Saubernitz) (- Úštěk/Auscha), km 0,0; von Lovečkovice bis Úštěk bzw. Verneřice abgebaut; Abschnitt Velké Březno – Zubrnice ist Museumsbahn
Eröffnung 11.9.1998 durch die Lokalbahn Großpriesen–Wernstadt–Auscha (L.G.W.A.), Betrieb durch ÖNWB >> kkStB


Die Großpriesner Tafel ging ihrer "Seehöhe" verlustig, die aber noch ziemlich sichtbar ist. Die tschechische Entsprechung wurde nur in der Abkürzung "V.n.m." aufgemalt, und das in der letzten Auffrischung sehr lustlos.

Der Bahnhof dürfte manchem Elbtalfotografen bekannt sein, obwohl die klassischen Motive der Porta Bohemica weiter südlich liegen. Immerhin fuhr hier in den Nuller Jahren noch der letzte 830 der PJ Děčín auf dem rechtselbischen "Schreckensteiner Pendel" Děčín hl.n. - Ústí nad Labem-Střekov. Die hier abzweigende Museumsbahn zieht sicher auch den ein oder anderen der hier Mitlesenden an.
Die angezeigte Seehöhe ist schon ziemlich tief, ein paar Dutzend Kilometer weiter, wo die Elbe Böhmen verläßt, liegt zugleich der tiefste Punkt der Tschechischen Republik: Hřensko (Herrnskretschen), 112,5 Meter ü.A.; der Bahnhof Dolní Žleb (Niedergrund) liegt auf etwa 130 Metern.

Und wer zeigt uns nun Durchgangsgüterzüge, den 830er, Regionova oder Museums-Hurvínek in Velké Březno? Zum "Saxonia" vom Plattensee wird es wohl lichttechnisch nicht gereicht haben.


Zum Wohl mit einem Březňák :cheers:
Eine schöne Woche wünscht
Joachim

Antworten:

Auf der Höhe der Zeit - Folge 3: Velké Březno (Großpriesen)

Ahoj,

in Großpriesen machte ich Anno 2004 mein erstes und zugleich schönstes Foto im dortigen Bahnhof, Kilometer 439.6 von Wien aus. Es entstand im Rahmen einer Fototour, die in Lobositz anfing an einem ziemlich heißen Sommertag.



Bild 1: Mit böhmischer Gemütlichkeit rollt am Nachmittag des. 15. August 2004 der 830.154 als MOs 2423 auf dem Weg nach Ústí in den Bahnhof. Von den Fahrzeugen im Hintergrund dürfte auch schon manches den Weg durch den Ofen des Vereinsdomizils bzw. den Hochofen gegangen sein. Ebenso die Gleiswage.

Ich hoffe, dass nächste Foto lässt das Regelwerk noch zu, denn das Ende des Zuges befindet sich sicherlich noch im Bereich der Einfahrsignale.



Bild 2: Im noch grün/gelben Gleichstrom-Farbkleid hat am 28. Februar 2011 die 163.014 mit ihrem Nex Großpriesen durchfahren. Die Ladung sind Audis. Die Lok ist heute als 363.511 unterwegs. Ob diese Fotostelle heute noch möglich ist? Schon zum Aufnahmezeitpunkt gab es Erschließungsarbeiten links unterhalb für eine Eigenheimsiedlung. Die bereits von Joachim erwähnte Brauerei ist leider hinter der Fabrik rechts versteckt. Auf jeden fall bot sich von der Anhöhe ein schöner Blick ins Elbtal bis zum Fernsehturm auf dem Buková hora.




Bild 3: Und schließlich sei auch das bekannteste Produkt aus dem Ort buchstäblich gepriesen. Hier in einer gängigen Abpackung - ideal für den Abschluss eines Fototages mit Sonne von deren Auf- bis Untergang (ist ja dieses Jahr schon eine Seltenheit). Zuvor muss es jedoch erstmal heruntergekühlt werden. Dies erfolgte in diesem Fall rund 200 Kilometer Luftlinie von der Brauerei entfernt an der Moldaubrücke bei Pernek.

Gruß
Michael

von Strojmistr - am 26.06.2016 19:46

Eine Stunde am Bahnsteig in Großpriesen

Das Regelwerk, lieber Michael, ist dehn- und interpretierbar - danke für Deine Bilder!


Da ich gestern nicht mehr dazukam, hier noch zwei Bilder von mir, bevor die nächste Folge eröffnet wird. In der Osterwoche 2011, also ab Osterdienstag, waren wir für drei Tage in Sebnitz, die Rückfahrt erfolgte übrigens ab Dolní Poustevna ('s war ja seinerzeit noch "zu") durchgehend mit Bayern-Böhmen-Ticket via CL - Lovosice - Úpořiny - Bílina - Cheb - Nür. Am mittleren Tag ging es mit der Städtebahn nach Schandau, mit dem damals noch als ELS firmierenden 642 bis Děčín und mit dem Schreckensteiner Pendel nach dort. Auf der Rückfahrt wurde eine Pause im Ort der Brauerei eingelegt, im Kulturhaus Kaffee (!) getrunken. Der Güterverkehr war ein wenig dürftig, der Himmel meist bedeckt. So war viel Zeit. Margit nutzte dieselbe auf der Bahnhofsbank für das Stickzeug, ich schlich durchs Gelände.
810.349 hatte an diesem Tag den Pendel auf der 073 im Plan und bremste, südwärts gehend, an den Bahnsteig:



MOs 6471 Děčín hl.n. - Ústí nad Labem-Střekov in Velké Březno, 27.4.2011




Damit auch jeder weiß, wo es hingeht ... Mit dem Gegenzug führen wir dann wieder elbabwärts.


Gruß,
Joachim

Tante Edit wollte unbedingt noch das Aufnahmedatum lesen. Es sei ihr gegönnt.

von Joachim Piephans - am 03.07.2016 15:22
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