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Fotogalerie Tschechien und Slowakei
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T47 007

Winter Wonderland Grumpy Tour

Startbeitrag von T47 007 am 14.02.2017 18:47

... unter diesem Motto startete am ersten Februarwochenende eine Sonderfahrt vornehmlich englischer Eisenbahnfreunde durch Nordböhmen. Zuglok war 749.262-2, ehemals (und farblich noch immer) Hanzalík, jetzt Rail system, die den Zug aus vier ČD Cargo-Liegewagen bespannen durfte.

Der erste Tag begann gleich richtig gut - verspätet. Kondenswasser in der Elektrik der Zugheizung sorgte für gute 40 Minuten Verspätung bei der Abfahrt in Ústí nad Labem západ. Der weitere Fahrplan war damit natürlich ebenfalls Makulatur, denn auf den vorwiegend eingleisigen Strecken war ein Aufholen der Verspätung nicht möglich - im Gegenteil. Am Ende war der Zug gute zwei Stunden später zurück in Ústí. Ganz so schlecht war die Verspätung aber nicht, denn sie brachte einige zusätzliche Fotoaufenthalte.

Das erste Foto des Sonderzuges (Sp 11634 Ústí nad Labem západ - Kolešovice => das Ziel wurde bei der Abfahrt in Ústí sogar angesagt!) entstand ungeplant. Eigentlich waren in Česká Lípa nur sieben Minuten für das Rangiermanöver in den Lovosicer Bahnhofsteil geplant, da der Zug aber auf den Gegenzug warten musste, dauerte der Halt deutlich länger.
Kurz vor der Aufnahme war die Lok beflaggt worden. Der kleine Wimpel an der Seite war ja noch ok, aber der große Union Jack... Wobei mich weniger die Flagge selbst als die Art der Aufhängung stört, denn der weiße Saum lässt die Flagge verkehrt herum erscheinen. Jedenfalls in meinen Augen. Aber auch ohne Fahne gefällt mir diese Lokseite nicht, sie wirkt irgendwie leer (siehe Tag 2).


Foto 2 zeigt den Zug in Chotěšov und es wird deutlich was das Problem von Tag 1 war: Nebel.


Ab Žatec war die Lok mit der schönen Seite vorn, beim Fotohalt an den Formsignalen von Krupá macht sich das sehr gut.


Ein weiterer Fotohalt folgte bei der Streckenkreuzung in Chrášťany. Leider stand hier fast immer jemand im Bild, auch als der Sonderzug von der Regionova "überfahren" wurde - und gerade auf den Zug wurde lange gewartet.


Durch die Verspätung und das graue Wetter wurde es ab Kolešovice eigentlich zu dunkel zum Fotografieren – so blieb ich eben im Warmen und genoß die Mitfahrt. Einmal „musste“ ich aber trotzdem noch raus: zum Nachtfoto im alten Bahnhof von Duchcov. Eigentlich war das Aussteigen in diesem Bahnhof in der Vorinformation ausdrücklich untersagt worden. Unser Lokpersonal wusste davon aber scheinbar nichts und bließ nach der geschobenen (!) Fahrt bis an die ehemalige Tagebaukante zum Fotohalt. So gelang endlich das erste Zugfoto in diesem verlassenen Bahnhof.


Tag 2 führt uns zunächst nach Kadaň. Ursprünglich war geplant, dass wir diesen Bahnhof nur von der Kohlebahn Kadaň-Prunéřov – Březno u Chomutova sehen, aber kurzfristig wurde die Befahrung der SDKD-Strecke abgesagt. Alternativ führte die Sonderfahrt dafür über die Verbindungskurve westlich von Chomutov, so dass es im Prinzip nicht notwendig gewesen wäre bis Kadaň zu fahren. Schlecht war der Umweg nicht, brachte aber dem Bahnhofspersonal ein wenig Arbeit…




Nach einem ziemlichen Umweg über Žatec erreichten wir an dem Tag ein weiteres Mal die Duppauer Bahn. Mittlerweile konnte man auch vom „Winter Wonderland“ sprechen, denn die Sonne hatte sich durch die Wolken gekämpft. Beim Umsetzen in Vilémov gab es auch für die Mitfahrer im Zug die Möglichkeit für ein paar Fotos.


Nächstes Ziel des Zuges war Kadaňský Rohozec, leider lag der Bahnhof etwas ungünstig im Schatten und war somit nicht sonderlich gut mit Zug fotografierbar. Da mittlerweile auch schon wieder gute 30 Minuten Verspätung gesammelt waren und der tiefe Schnee nicht gerade zu Rangiermanövern einludt, wurde unser Zug kurzerhand wieder zurück nach Vilémov geschoben. Die nächste Fotomöglichkeit ergab sich somit erst beim Rangiermanöver in Kaštice, wo vor der Weiterfahrt auch noch GWTrain der Vortritt gelassen werden musste. Das Treffen der beiden bunten Eisenbahnen wurde natürlich verewigt. Der Bezwinger des Signals war übrigens unser Lokführer.


Nach einem letzten Bild des idyllischen Bahnhofs ging’s weiter. Nächstes Tagesziel war Bochov, Endbahnhof der Strecke von Protivec. Seit 1996 dient diese Strecke nur noch dem Güterverkehr, wobei ich mich frage, wie sich der Personenverkehr überhaupt so lange halten konnte. Außer Bochov gibt es so gut wie keine Orte an der Bahn, selbst das Dorf Protivec liegt weit ab von seiner Bahnstation.




Über Karlovy Vary traten wir dann die Heimreise nach Ústí an. Mittlerweile war es zwar dunkel, aber die Nonstop-Fahrt von K. V. bis Most war dennoch eindrucksvoll.

Fazit der Fahrt: Es war mit Sicherheit kein Fehler mitgefahren zu sein. Ja, Touren mit Inselbewohnern können anstrengend sein, aber man wusste ja worauf man sich einlässt. War ja nicht die erste Fahrt mit so einem Zug. Bardotka, alte Liegewagen und ein paar unbekannte Strecken machen aber diese kleinen Abstriche auf jeden Fall wett. Ok, das Freibier könnte man jetzt auch noch als Pluspunkt zählen, aber ich bin kein Biertrinker...

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