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Fotogalerie Tschechien und Slowakei
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Strojmistr, Niels K., Staedtebahner

Völlig durchgezipfelt - des Dramas zweiter Akt (m32B)

Startbeitrag von Staedtebahner am 05.11.2017 14:29

Hallo alle miteinander,

die Zeit rennt einfach so davon und ich komme praktisch zu nichts mehr. Doch bevor nun bald Weihnachten wird, will ich noch den zweiten Teil unserer Sommertristesse in Böhmens Wäldern nachschieben. Gleich an dieser Stelle der Verbraucherhinweis, dass ich den Beitrag aus thematischen wie auch Zeitgründen nicht nochmal teilen möchte. Das Nachfolgende nimmt also diesmal etwas mehr Zeit in Anspruch.;)

Wir erinnern uns noch einmal zurück... alles begann mit dem Zipfelbüchs bei teilweise gruseligsten Wetterbedingungen inmitten der nordböhmischen Wälder. Völlig verzipfelt wurden wir von den durchweg rot-cremefarbenen Qualitätsprodukten sowohl im Personen- als auch Güterverkehr (ob mir dieses zierende Gelb an 742 372 gefällt, muss ich für mich erst noch entscheiden) und den prall gefüllten Fahrplänen, bei denen man praktisch gar nicht wusste, wo man sich zuerst hinstellen sollte. Schön war die Zeit, das Ergebnis erfüllte uns mit Zufriedenheit und mal abgesehen von dem kleinen Drunter und Drüber infolge des BÜ-Unfalls in Brtníky verlief doch eigentlich alles reibungs- und stressfrei. Fast wie Urlaub.
Doch das soll sich schlagartig ändern, denn wir fahren ins Zentrum der Inkompetenz. Berühmt-berüchtigt - doch selbst noch nie erlebt - schwebt der Schleier des Bösen bereits über uns. Wir sind guter Dinge und durchzipfeln einmal von Nord nach Süd die Republik. Das kostet Zeit. Das Navi meint, der Prager Ring ist doof und die Altstadtroute sei doch kulturell viel hochwertiger. Es schließen sich noch einige Straßenbaustellen an und so tickt die Uhr. Das Abendessen in der Pension (serviert Punkt 7, ob man anwesend ist oder nicht) bestellen wir ab, um schlußendlich schneller am Ziel zu sein als erwartet. Macht nichts, es gibt das Ersatzessen in Form von česnečka und smažený sýr (was auch sonst?!) im örtlichen Hotelpalast zu Wallern. Die Dunkelheit bricht herein, damit ist der Tag praktisch auch gelaufen. Das Auto rollt nur noch einige Kilometer in den Wald. Dass das Navi das Ziel nicht kennt, hätte mich eigentlich schon nachdenklich stimmen müssen und so geht mir nach längerer Fahrt auf schmalster Straße durch den dunklen Wald nur noch ein Gedanke durch den Kopf: "Hier kann doch nichts mehr kommen." Da wäre noch was, wird mir vom Beifahrersitz versichert und tatsächlich, nach 25 Minuten erscheinen der Bahnhof und die Häuser von Černý Kříž in der Dunkelheit. :eek:
Der Tag endet bei malinovka, einem kurzen Gespräch mit dem Wirt und dem Plan mit der "Schülerbüchse" von Stožec nach Volary am nächsten Morgen zu beginnen.


Soweit zum Plan, denn am nächsten Morgen sehen wir Nebel mit Aussicht auf Sonne. Das Morgenprogramm wird ad hoc abgewählt, wir verlängern den Aufenthalt im warmen Bett (draußen hat es 2 Grad plus) und starten mit dem Frühstück in den Tag.

Dafür haben wir viel Zeit, denn der nächste Programmpunkt verlässt Černý Kříž erst 9:36 Uhr gen České Budějovice. Ein Motiv brauchen wir noch und so begeben wir uns langsam auf die Reise. Und damit wir auf dem Weg in den Wald auch ohne Brotkrümel wieder zurückfinden, fotografieren wir noch unsere Herberge...


Ortsangabe überflüssig. :rp:

Jetzt aber... auf die Piste. Kurz vorm Abflug bekommen wir vom Wirt noch die Sondergenehmigung der Forstverwaltung, uns mit dem Auto im Naturschutzgebiet bewegen zu dürfen und so steht dem sonnigen Fotoausflug nichts im Weg. Außer den Wolken natürlich, aber die kommen später. Wir fahren Richtung Ovesná, die Auslöser klicken zweimal. Da geht noch mehr, der Brüller ist das noch nicht. Christoph verspricht mir ein schönes Motiv mit Kirchenblick. Nichts wie hin.


754 022 mit Os 8106 bei Hořice na Šumavě
Such die Kirche! Und dann auch noch Frontschatten. Christoph versucht sich rauszureden, vergeblich. Das Bild widerlegt jegliche Verteidigungsstrategie. An den Qualitäten als Motivscout werden wir noch ein bisschen arbeiten. :D

Wir lassen diesen Zug ziehen (ein Fehler, wie wir morgen gelernt haben werden). Bis jetzt lief alles planmäßig, der Himmel zeigt sich freundlich. Was die Forenkollegen nur immer alle haben. Läuft doch. Ich hatte den Gedanken noch gar nicht zuende gedacht und schon nimmt das Drama seinen Lauf. Der JOSEF SEIDEL ist ab Zlatá Koruna mit +27 gemeldet. Man fragt sich wo er die eingesammelt hat, in Angesicht der Fahrzeitreserven auf der 220. Egal, wir leben mit dem Ergebnis und kümmern uns um die doch recht ansehnliche Landschaft.





Bei all diesem Kulturprogramm vergessen wir fast das Wesentliche, nämlich die Motivsuche. Aber viel ist in dieser Gegend nicht zu holen. Zumindest, wenn man keine Streckenkenntnis hat. Wir stellen uns also an den nächstbesten Haltepunkt.


754 015 zieht mit Ex 531 leicht angespätet durch Hodňov.

Nun heißt es kreativ werden. Im Blockabstand folgt der Personenzug, entgegen kommt auch einer. Wo wird man kreuzen? Wer fährt zuerst? Wir gehen auf Nummer sicher, entscheiden uns für das lokbespannte Motiv, fahren nach Polná und holen uns zwischenzeitlich Streckenkenntnis zum letzten unmodernisierten Bahnhof entlang der Piste. Os 8108 rodelt mit 3 Minuten Verfrühung unter einer Fotowolke in Polná ein. Fahrzeit abwarten? Wofür denn?! In 2 Stunden kommt doch wieder einer. Nix wie weg. :confused:
Genauso wie der Zug, hat uns auch das Wetter im Regen stehen lassen. Wir versuchen uns mit dem nächsten Bergfahrer in Polečnice, vergeigen auf dem Weg dahin noch den seitlichen Schuss auf den Express und werden bei Os 8107 mit 21 Minuten Verspätung reich beschenkt. Denn Schlag 20 Minuten nach Planzeit schiebt sich eine fette Wolke vor die Himmelsfunzel. Wir sehen es gelassen, wir haben ja noch einen Versuch (Optimismus kennt keine Grenzen, noch sind wir ruhig und guter Dinge... aber nicht mehr lange). Wir folgen dem 8107, uns fällt ein Sonnenloch auf. Attacke!


754 063 rutscht an den Bahnsteig von Pernek. Unsanierter Bahnhof ohne Sonne, Betonbahnsteig mit Sonne. Über Kreuz wäre uns lieber gewesen, aber man kann nicht alles haben. Ist schließlich nicht Weihnachten. Noch nicht. :xcool:

Zwischendurch schiebt sich immermal ein Sarg ins Motiv, die Lichtverhältnisse sind inzwischen unterirdisch und wir irren etwas planlos durch die Landschaft. Erst am frühen Abend zieht der Regen langsam ab und die Sonne kommt zaghaft wieder zum Vorschein.


Regenbogen ohne Zug...


Zug ohne Regenbogen...
754 063 fährt mit Os 8114 zwischen Ovesná und Nová Pec zu Tale.

Das war es für die 194. Wir fahren nach Volary rüber, um den letzten Taktknoten zu kassieren und nehmen dabei einen Weg, den ich mir - im Nachhinein betrachtet - lieber gespart hätte. Bei Pěkná gibt es eine Straße mit zwei baufälligen Brücken. Eigentlich für die Öffentlichkeit gesperrt. Auch für Fußgänger, denn durch die Löcher im Boden passen schon ausgewachsene Menschen. Der Wirt meinte, die halten noch, sollen nur lediglich geschont werden (und fuhr selbst drüber). Wir tun es ihm gleich und alles ist gut.


Volles Haus in der Einsatzstelle Volary


810 571+810 510 haben den Lumpensammler MOs 18119 nach Strakonice gezogen und 814 131 rodelt als MOs 18017 von Nové Údolí nach Čičenice durch.

Im Anschluss geht es erstmal zurück in die Herberge, wir erinnern uns... Essen um 7. Anschließend wollen wir nochmal durch den aufziehenden Nebel nach Volary zurück für eine Nachtaufnahme. Und hier beginnt das Elend. Beim Starten des Motors meldet sich das Reifendrucksystem. Bitte nicht!:sneg: Motor aus. Nochmal starten. Die Meldung bleibt, die Reifen sehen allesamt gut aus. Also los. Wir haben noch was vor und machen kann ich jetzt hier auf der grünen Wiese sowieso nichts.




Während sich 842 007 schon eine Weile langweilt...


... hat sich 754 022 mit Os 8113 und gerademal 2 Minuten Verspätung nach Volary gekämpft.

Das soll es für diesen Tag gewesen sein. Beim Zusammenpacken träume ich von einem gelungenen Bild in Polečnice (das wir auch beim zweiten Versuch mit Os 8109 nicht bekommen haben) und werde im Auto jäh in die Wirklichkeit bugsiert. Da war noch was. Na gut, wir fahren mal zur Tankstelle. Hinten rechts 1,8 bar. Bisschen wenig. Das korrigieren wir. Vorn rechts auch. Nanu?! Und vorn links nicht anders. Ich wähne mich sicher, bringe hinten rechts wieder auf 1,8 und prüfe der Vollständigkeit halber noch hinten links. 1,1 bar. Na Klasse. :hot:
Einmal Aufpumpen (wofür auch immer) und zurück in den Wald, der Tag ist gelaufen.

Der Morgen graut, mir graut's auch. Der Schülerzug fällt wieder aus, mir mangelt es an Motivation und Christoph hat leicht erkältungsartige Erscheinungen. Also wieder erster Programmpunkt Frühstück, gefolgt vom Reifenwechsel. Denn der ist tatsächlich platt. Gerüchten zufolge (niemand weiß nichts genaues) soll es in Volary eine Reifenwerkstatt geben. Nichts wie hin. Aber vorher wird natürlich noch fotografiert, Prioritäten müssen sein.


754 015... nicht unbedingt das Wunschfahrzeug, aber immerhin pünktlich mit Os 8106 bei Pěkná.

Dann heißt es erstmal Boxenstopp. Christoph trollt sich zum Bahnhof, ich lasse mich über Vor- und Nachteile von Barum, Continental, Gebraucht- und Neureifen beraten. Plötzlich geht alles ganz schnell, es ist nur ein kleines Loch und schon geflickt. 8€ wechseln den Besitzer und ich rolle vom Hof. An dieser Stelle einen lieben Gruß an die baufällige, gesperrte Brücke - kleine Sünden bestraft der liebe Gott eben doch sofort.


Der Schienenbus. Bei der zahlenden Kundschaft beliebt und daher in dieser Region oft und gern gesehen.:D


Nach dem Boxenstopp in Bestzeit schaffen wir sogar noch den nächsten Talfahrer auf der 194. Aber auch die diensthabende Wolke hat rekordverdächtige Geschwindigkeit und erreicht das Ziel, als Os 8108 hinten um die Ecke biegt. Selbstredend schon wieder mit 25 Minuten Verspätung durch eine nicht veröffentlichte, baubedingte Sperrung zwischen Nová Pec und Horní Planá.

Wir sputen uns, folgen dem Zug Richtung Sperrgebiet und ziehen den Fahrgast-Joker. Der Zug setzt Verspätung zu, was uns die Chance gibt beim Rennen sogar noch den Kuhfladen auszuweichen.


754 078 ist am Drücker... die vorhin noch am Express hing. Der Planer hatte die glorreiche Idee, die Personenzüge bei der Kreuzung in Horní Planá auf sich selbst wenden zu lassen. Beim Wendezug gängige Praxis, aber beim lokbespannten Zug geringfügig verspätungsanfällig. In diesem Fall wechselte man, um Zeit zu sparen, die Loks zwischen Express und Personenzug.

Den Versuch am See in Černá unternahmen wir mit dem 35' verspäteten Ex nochmal. Das Ergebnis war absolut dasselbe. Bei so einem Lauf sollte man die Kamera einfach weglegen und ins nächste Casino gehen. Spaß in Tüten. Stattdessen kommen wir zum 3. Akt des Polečnice-Dramas. Am Himmel nur einige Wattepüschchen, die zur Planzeit auch gerade frohlockend vor der Sonne umherwölken. Macht nix... das dauert noch. Wenn heute gestern wäre. Heute kommt der 8107 mit gerademal +5 und rodelt im Wolkenschatten durch *grummel*.


Einen haben wir noch... bis dahin gibts den Pausenfüller in Volary. 810 560 geht als MOs 18115 nach Lenora von der Bühne, 814 135 tut es ihm als 18011 nach Čičenice gleich.

Wir hirschen dahin, wo wir herkamen. Die Spannung steigt. Der letztmögliche Versuch und...


... Glück gehabt. 754 078 bringt den vierteiligen 8109 ins Gebirge, erstaunlicherweise wieder nur im geringen zweistelligen Bereich verspätet. Und was haben vierteilige Zuggarnituren Positives?


Sie vermögen Bahnsteige zu verdecken. :joke:

Wir machen vorerst einen Haken an die 194 und folgen dem Wolkenloch an die 198. Lenora Bahnhof erweist sich als kein besonders gutes Motiv und so gehts an die zastávka.


MOs 18117 nach Strakonice


MOs 18110 nach Volary

Unser Tun erzeugte Aufmerksamkeit bei einem Franzosen und einer Deutschen, wir kamen ins Plaudern und verpassten dadurch den Talfahrer auf der 194. Blieb uns also vor dem Tagesausklang nur noch der 8111, seines Zeichens ein 842. Nehmen wir mit, auch die werden ab Fahrplanwechsel der Geschichte angehören.
Wir stellten uns hinter Stožec auf und warteten unfreiwillig auf die volle Breitseite der Inkompetenz. Pünktlich in Černý Kříž ankommend, schafft man es in vier Minuten nicht einen 842+Bdtn vom Rest des Zuges abzukuppeln und nach Nové Údolí fortzufahren. Mit +12 schleicht es dann an uns vorbei. Über das noch vorhandene Licht schweigen wir uns aus.



Essen um 7, Nachtaufnahmen fallen aus. Genauso wie der Schülerzug nach Volary am dritten Tag (man soll sich ja stets treu bleiben). Außerdem regnet es und die Rückfahrt nach Erfurt steht an. Man muss es also nicht übertreiben.
Für den Rückzug haben wir noch ein paar Belegaufnahmen an der 198 geplant, die allerdings durch Bauarbeiten Lücken hat. Wir beginnen, wie alle Tage, mit dem 8106. Der nicht kommt. Kurz bevor wir der 194 ein mittelprächtiges Zeugnis ausstellen wollen, begegnet man uns mit einem Lokschaden an der 022.


So sei es also, der 8106 fährt heute als Schienenbus.


Und sogar an den Gepäckwagen hat man beim SEV gedacht.

Uns hebt es nicht mehr an und wir satteln die Hühner für die Fahrt nach Norden.


814 146 sammelt in Kubová Hut' einen einsamen Fahrgast ein.


Früher immer gern in Most gesehen, gammelt 810 152 dieser Tage in Lipka rum.

Wir sammeln Kilometer und schaffen es bis Vimperk. Die Wolkensituation ist so abwechslungsreich, dass hier noch eine Sonnenaufnahme funktionieren könnte. Oder auch nicht. Das Kleingeld reicht nicht mehr für einen Langeweile-Kaffee, wechseln kann keiner und die Kasse hat geschlossen. Klappt ja. Also ab ins Dorf.




Zurück am Bahnhof hat man zwischenzeitlich die Zuggarnitur für den 18113 zusammengestellt. Keinesfalls zu groß für die Nachfrage und ein Hingucker obendrein.


810 177+810 510 mit MOs 18113 in Bohumilice v Čechách

Hier und da gab es noch einen Versuch, der aber meist an einem zivil gekleideten Revisor am Zug vereitelt wurde und so ging es beizeiten ohne große Aufenthalte weiter.

Was bleibt uns nun zu sagen? So unterschiedlich kann die ČD sein. Zum einen das absolute Maximalprinzip im Norden und zum anderen das absolute Minimum ohne erkennbare Anstrengungen zur Verbesserung. Von Unzuverlässigkeit durch verfrühte Abfahrt über Verspätung bis hin zum Ausfall, NAD und unangekündigten Bauarbeiten war alles dabei. Zum Schluss konnten wir die landläufige Meinung zum Verkehr im Böhmerwald rückhaltlos unterschreiben, auch wenn wir noch vergleichsweise glimpflich davon gekommen sind.

In diesem Sinne endet die diesjährige Herbstreise...


...wolkig mit Aussicht auf Eisenbahn.

Viele Grüße aus Erfurt,
Peter

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Re: Völlig durchgezipfelt

Hallo Peter, Danke für diesen wie gewohnt sehr abwechslungsreichen und anekdotengespickten Bericht.
Trotz Deines durchwachsenen Fazits freue ich mich auf ein Dezember-Wochenende in der alten und neuen (In)Kompetenz des Hundertneunzigerdreiecks...

von Niels K. - am 05.11.2017 14:51

Böhmerwaldimpressionen

Hallo Peter,

vielen Dank für diesen Reisebericht, bei dem mir viieeeles sehr bekannt vorkommt. Was ihr an 2 Tagen an Unwägbarkeiten erlebt habt, habe ich mir freiwillig an zusammengenommen 2 Wochen in diesem Jahr angetan. Prädikat "lebensverkürzend". Aber ich will nicht lamentieren - schön war´s trotzdem und es wird nie wiederkommen.
Den Grund für die teilweise konstanten Verspätungen konnte ich am letzten Tag des planmäßigen Personenverkehrs ausfindig machen. Und am letzten Wochenende gab es interessanten Mischbetrieb mit 754, 810, 814 und 842.

Bei Pěkná gibt es eine Straße mit zwei baufälligen Brücken. Eigentlich für die Öffentlichkeit gesperrt. Auch für Fußgänger, denn durch die Löcher im Boden passen schon ausgewachsene Menschen.

Naja, bis dort Menschen durchfallen, müsste die Brücke über den Moldau-Altarm noch ein paar Jahre rosten. Sie wurde erst letztes Wochenende erfolgreich begangen. Durch die Baufahrzeuge bei der Erneuerung des Haltepunktes Pekna sind 2, 3 Schweißbahnen gerissen und die Blechplatten sind dadurch auf 1 Seite lose. Ich glaube auch nicht, das die Brücke für den Reifenschaden verantwortlich ist.
Schlimmer betroffen ist die richtige Moldaubrücke. Dort ist nämlich das gesamte südliche gemauerte Widerlager in die Moldau gestürzt. Die Brücke liegt also nur noch auf dem Erdboden auf. Hier bin ich eher mal gespannt, wann sie mitsamt darüber fahrenden Auto abstürzt. Letzte Woche wurde sie von einem Nationalparkmitarbeiter bewacht. Ob er Befahrer notiert hat, weiß ich nicht.

Wir sammeln Kilometer und schaffen es bis Vimperk. ... Also ab ins Dorf.

Seit 1479 hat Winterberg aber Stadtrecht. ;)

Gruß
Michael

von Strojmistr - am 08.11.2017 17:13
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