Nikoläuse am 3.12.2017 / 11 Bilder

Startbeitrag von wxdf am 06.12.2017 10:51

Zwecks Einsparung einer Übernachtung war der Plan, 23:45 h ab Bratislava nach Poprad-Tatry zu fahren und von dort mit Regiojet nach Olomouc.
Eigentlich wollte ich vorher noch etwas durch Bratislava spazieren, der unangenehme kalte Wind hielt mich aber davon ab. Daher wurden im Bahnhofsrestaurant erst mal bryndzové halušky nebst alkoholfreiem Bier konsumiert und dann nebenan im Wartebereich Platz genommen, wo die Polizei regelmäßig die örtlichen Obdachlosen heraus warf, die nach dem Weggang der Polizei genau so regelmäßig wiederkehrten.
Unterwegs erhielt ich dann von Regiojet die frohe Botschaft, wegen Lokschaden hätte ihr Zug 110 min Verspätung.
Fluchend stieg ich in Liptovský Mikuláš aus und fuhr mit dem nächsten Personenzug nach Žilina zurück, von wo aus ein Zug über Púchov nach Olomouc fuhr.

Die Streckenbegradigung Povážská Bystrica - Púchov entwickelt sich : [www.youtube.com]
In Olomouc erreichte ich zwar den Nikolauszug nach Senica na Hané, mir wurde jedoch wie anderen Familien mit Kindern bedeutet, wenn man keine Fahrkarte im Vorverkauf erworben hätte, dürfe man da auch nicht mitfahren.



Daher marschierte ich an sich prügelnden Obdachlosen vorbei zur Endstelle der Straßenbahn und danach auf die Brücke über der Eisenbahn.



Mit 120 min Verspätung trifft der RJ-Zug ein, mit dem ich eigentlich fahren wollte. Am Schalter in Olomouc hl.n. wurden dafür viele freie Plätze feil geboten.



Da kommt der Zug zurück, mit dem ich nicht fahren durfte
Nun gab ich aber wie zahlreiche andere Leute nicht auf und so gerieten wir an einen anderen Schaffner, der mit dem Hinweis, es gäbe nur noch Stehplätze, noch Fahrkarten verkaufte.
Die nächste Fahrt ging nach Uničov.



Ich stieg jedoch schon in Újezd u Uničova aus, da in Uničov auf den Gegenzug nur 1 min Übergang war und ich mir nicht sicher war, ob ich den schaffen würde.
Das Rotkäppchen verkauft hier noch Fahrkarten. Der PC bestand erst hartnäckig auf Choratice, ich wollte aber nach Chornice, das bekam sie dann aber noch hin.



Weiter ging es nach Prostějov, wo die Regionova nach Chornice bereit steht. Die Lok im Hintergrund trägt immer noch die Aufschrift "Hanzalik", der Firmeninhaber soll aber wohl inzwischen wegen Betrugs einsitzen.



"Ab neuem Fahrplan müssen Sie in Dzbel nicht mehr umsteigen", sagt mir die Schaffnerin freudig.
Gilt aber nicht für alle Verbindungen.
Es kam dann auch noch eine Umfrage machender Jüngling vorbei mit solchen Fragen wie Gefällt Ihnen der Fahrplan und das Fahrzeug, steigen Sie unterwegs in einen Bus um und wie oft nutzen Sie diese Verbindung.
5 Fahrgäste waren wir insgesamt, einige junge Leute mit Rucksäcken fuhren wohl von zu Hause zum Studium oder zur Arbeit , alles in allem also eine wenig lohnende Angelegenheit. Auch wenn der Initiator der Wiederaufnahme des Verkehrs Jaromír Dušek auf Grund des letzten Wahlergebnisses nicht mehr zuständig ist, hat die jetzige bürgerlich-demokratische ODS nicht die Absicht, hier wieder etwas einzustellen.



In Chornice stieg ich aus, um mit dem Langläufer-Nikolauszug nach Česká Třebová zu fahren.



Nikolaus, Engel und Teufel dürfen da natürlich nicht fehlen



Eigentlich sollte laut Plakat ein Triebwagen Interessenten von Moravská Třebová nach Chornice zurück bringen, man hatte aber 749.254 engagiert.



Zugkreuzung in Mladějov na Moravě



Ganz planmäßig trafen wir 19:40 h in Česká Třebová ein.
Sonntags muss ja immer was schief gehen, und so kam der EC von Warschau mit 20 min Verspätung.
Der Interpanter von Brno fuhr zwar vorher ab, da ein EC aber vor einem Rx Vorrang hat, benutzte ich den EC, der den Rx irgendwo unterwegs überholte.
Für den Übergang zum Flixbus, der freundlicherweise vor dem Hbf hielt, hatte ich ohnehin noch genügend Zeitreserve.
Der Fahrer erklärte mit einer endlosen Litanei, was man im Bus alles dürfe und was nicht und kontrollierte die Einhaltung seiner Vorschriften (anschnallen, keine mitgebrachten Speisen und Getränke konsumieren, Gepäck gehört in die Ablage und nicht auf den Boden oder auf die Sitze, schmeißt keine Sachen ins Klo, die dieses verstopfen könnten usw. usf.).
Wenigstens kamen sie vorzeitig in Dresden an, Ausstieg 0:23 h, Sprint durch den Hauptbahmhof, 7 nach Weixdorf 0:25 h erreicht.

Weitere Fotos : [abload.de]

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