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Fotogalerie Tschechien und Slowakei
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vor 6 Monaten
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PKP-ST44, extirschenreuther, Dreikreiswärmetauscher, Strojmistr

Bunte Büchsenparade im Chodenland und Kaiserwald [m. 13 B.]

Startbeitrag von Strojmistr am 06.02.2018 17:52

In den letzten Tagen zeigte sich nach wochenlanger Tristess doch mehrfach die Sonne. Also nichts wie raus und gucken, was die "neuen" Brotbüchsen so treiben. Bild 1 entstand am 30. Januar, die Bilder 2 bis 7 am 3. Februar und der Rest am 4. Februar.





Bild 1: Am 30. Januar 2018 verdoppelte sich die Sonnenscheindauer des Jahres 2018! Grund genug, einen Abstecher nach Mašovice zu machen. Der ex-Wallerner 810.560 glänzte in der tief stehenden Spätnachmittagssonne - nicht wie so manch anderer ziemlich ausgeblichene Klattauer Stammtriebwagen. Die Sankt-Anna-Kirche war im Bild geplant. Das der erdnahe Fast-Vollmond so günstig stand, war ein Glückstreffer.





Bild 2: Der unlogisch erscheinende hohe 810-Bestand steht einem Bestand von 6 814ern bei 6 Plantagen gegenüber. Somit können selten alle Plantage von den Regionovas besetzt werden und manche planmäßige 814-Leistung entpuppt sich als 810-Ersatzleistung. So sprang am Morgen des 3. Februar auch 810.193 für einen fehlenden 814 als MOs 7203 zwischen Mutenín und Pobežovice ein.




Bild 3: Bei der Nachschau in Belá gab es ein trautes Nebeneinander vom klassischen Klattauer 810.406 und dem Neuzugang 810.177. Auch ein Beiwagen ist nach wie vor hinterstellt, falls auch mal für den morgentlichen MOs 7235 kein 814 zur Verfügung steht. Dieser Zug ist im Schülerverkehr sehr stark frequentiert. Bis zum letzten Planwechsel war dieser Zug werktags aus 810 + Beiwagen gebildet.




Bild 4: So hässlich die in Tachov unmittelbar am Bahnhof errichtete "Pyramide" für die örtliche "Nákupní zóna" auch ist, nützlich ist sie für den Blick in den Bahnhof. 810.560 wartet darauf, später als MOs 7207 nach Belá zu fahren, 814.039 nimmt vor dem wenden und weiter fahren nach Planá u Mariánských Lázní weitere Fahrgäste auf.




Bild 5: In Bečov nad Teplou indes gab es nach verschwinden des GWTR-Gewächshauses ein reines buntes Büchsentreffen. 810.482 wird als MOs 16747 nach Žlutice fahren. Der angemietete und in Tepltal umgesetzte 810.141 wurde vormittags leider aus dem Umlauf genommen und harrte lediglich auf neue Einsätze. Danke an Joachim für die Information hier. Am Lokschuppen steht der bunteste Beteiligte: 810.526 von RCAS.




Bild 6: Wohlwollend wurde zur Kenntnis genommen, dass man vor Ort sogar in eine neues Dach des Lokschuppens investiert hat.




Bild 7: Da im Tepltal nicht zu erwarten war, dass sich die erhofften Fahrzeuge bewegen würden, wurde über Štědrá die Heimreise angetreten. Hier fast passend zur baulichen Substanz dunkelster Himmel. Die Kreuzung zwischen MOs 16747 (810.482) und MOs 16710 (810.559 - im Hintergrund nach Weichenstellung beschleunigend) wurde trotzdem dokumentiert. Es kommt sicher nicht alle Tage vor, dass dort so ein Fahrgastansturm zu verzeichnen ist.



Auf der Fahrt dann hinter Bischteinitz dichtester Schneefall mit Sichtweite maximal 20 Meter. Das ließ hoffen, am nächsten Tag Bilder mit Schnee machen zu können. Doch erstaunlicherweise war dem nicht so. Die Sonne lachte bereits vom Aufgang fast ungehindert vom Himmel. Schnee trotz Minustemperaturen so gut wie weg. Sehr komisch. Man könnte bei Sonne mal den MOs 7203 bei Trhanov probieren. Vielleicht kommt wie am Vortag eine Büchse.





Bild 8: Wie man sieht, schließen sich Sonnenschein und Ersatz-Büchse aus. Statt dessen fuhr 814.040. Gefällt mir trotzdem ganz gut, wozu der abgestellte rostige Heuladewagen erheblich beiträgt. Nur eine Büchse hätte besser in die Lücke zwischen ihm und dem Baumschatten gepasst.




Bild 9: Dann fix rüber an die KBS 182 gehuscht, wo sich in Meclov wiederum der recht feine 810.560 als MOs 17407 die Ehre gab.




Bild 10: Schöne klare, trockene Luft war auch in Dubec anzutreffen. Erfreulich, dass wenigstens als MOs 7205 eine Büchse fuhr. Diesmal keine Neuzugang aus dem Böhmerwalde, sondern 810.406. Inzwischen wurde bekannt, dass die AŽD-Büchse auch heute nicht fahren sollte. Daher konnte man entspannt in der Region bleiben und das schöne Wetter genießen.




Bild 11: Statt dessen wurde dankbar der 810.368 als MOs 7207 aufgenommen. In Tachov zog zeitgleich mit der Ankunft dort eine große Wolke vor die Sonne. Selbstverständlich war es die größte am Himmel überhaupt. Und keine Bewegung derselben! Während die nicht durchführbare Standaufnahme dort verschmerzbar war, ging aber auch nicht die geplante Aufnahme am Stadtrand mit der »Himmelslinie« von Tachau. Erst in Pernolec schien die Sonne. Es blieb aber trotzdem 15 Minuten bis zum Eintreffen der Büchse eine Zitterpartie, denn ich stand haarscharf an der Schattengrenze (die fing unmittelbar am linken Bildrand an), die die Wolke verursachte. Aber alles ging doch noch einmal gut. Der Hintergund ist aber schon abgedunkelt und erst recht der Kirchtum der kostel sv. Anny Samétřetí im Hintergrund links.



Bis zum nächsten Züglein war etwas Zeit, weshalb ich an die KBS 170 wechselte, wo am Sonntagnachmittag eigentlich immer etwas Güterverkehr rollt. In Milíkov die Ernüchterung: Auch hier eine fette unbewegliche Wolke am Himmel. Der Pendolino aus Franzensbad fuhr noch im Schatten durch. Halb so wild.




Bild 12: Aber dann passierte das ungeahnte: von hinten nach vorn zog die Wolke ab. Aber so nervenaufreibend langsam - quasi mit Schrittgeschwindigkeit. Der sich nähernde Güterzug (hatte mit dem Pendolino im nur 5 km entfernten Stříbro gekreuzt) wurde schon lauter und lauter, da war es am Auslösezeitpunkt noch finster. Kaum fassbar, dass die Strecke bei Vorbeifahrt der Laminatkas 240.050 + 240.044 mit Pn 62630 Plzeň-Cheb vollkommen ausgeleuchtet war.




Bild 13: Beim letzten Bild des Tages war dann das Glück weitgehend aufgebraucht - zumindest was die Sonne betraf. 810.177 hatte Dienst auf der 178 - was ja ein sehr entspannter Dienst ist, mit 2-maligen Hin- und Herfahren. Der ex-Böhmerwäldler am bekannten Gewässer bei Holostřevy. Mit ein paar Worten ließen sich Vater und Sohn noch bewegen, den Aufbruch nach Hause um ein paar Minuten zu verschieben. Der Sohn hatte zuvor das getan, was alle Kinder lieben, nämlich Steine auf die Eisfläche zu werfen, in der Hoffnung, das diese dabei kaputt geht. Dafür war es aber schon zu kalt.

Bis zum nächsten Mal.
Michael

Antworten:

Interessante Eindrücke und schöne Bilder :--P

von Dreikreiswärmetauscher - am 06.02.2018 23:07
Sehr schön, v.a. das Bild aus Tachov gefällt mir sehr. Wie siehts eigentlich mit Güterverkehr in TAchov aus, gibts da noch was ausser Holz?
Grüsse
extirschenreuther

von extirschenreuther - am 07.02.2018 10:33
Ahoj Michael,


sehr interessant dein Beitrag und eine schöne Dokumentation zu den Büchseneinsätzen.
Besonders gut gefällt mir die Büchsenparade am der kleinen Einsatzstelle Belá.
Die Zugkreuzung in Štědrá ist dir auch sehr gut gelungen. Das Wetter passt perfekt zur baulichen Substanz.

Winterliche Grüße
Ronny

von PKP-ST44 - am 13.02.2018 14:08
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