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Forum zu den Eisenbahnen in der Slowakei
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Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 5 Monaten
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wxdf

Auf dem Weg in Richtung Heimat ...

Startbeitrag von wxdf am 22.04.2009 12:48



Na, wen haben wir den da in Ko¨ice am 17.4. gegen 22 Uhr ? 350 005, vorn frisch lackiert und repariert nach ihrem Zusammenstoß bei Nové Zamky. Nachdem eine Rangierlok die Personenwagen abgezogen hat, bemüht sich ein Lokführer verzweifelt, die Lok wieder einzuschalten. "Versuchs doch mal vom anderen Führerstand", rät ihm ein Kollege. Das gelingt dann auch nach mehreren Versuchen.
Diesmal fahre ich 23:30 h die Südroute über Ro¸nava - Zvolen nach ¦urany, die Regelung ausnutzend, dass man bei Nutzung eines direkten Nachtzugs nach 19 Uhr in seinen Interrail-Paß schon den Folgetag einschreiben darf.


Der hintere Beiwagen ist verschlossen, die Schaffnerin will wohl bei den wenigen Fahrgästen nicht zwischen 3 Fahrzeugen hin und her rennen müssen.
In Topoľčany ist Umstieg angesagt, wobei auch einiges Buntes für Diesellokfreunde herumsteht.



Der nächste Umstieg ist dann in Chynorany. Hier war ja mal eine Zeit lang Schienenersatzverkehr, dann hatte man aber eingesehen, dass das Blödsinn war, weil wegen der Straßenführung mehrer Busse eingesetzt werden mußten. Und jetzt darf man abschnittsweise sogar 80 km/h fahren.
Anfang der 90er Jahre, als in der Tschechoslowakei Leute mit Videokameras noch Aufsehen erregten, war ich mal nach Lednické Rovné gefahren. Der Schaffner war ein Zigeuner, der mich nach vorn in den Führerstand des 830ers einlud und auch der Tfz-Führer war über das Interesse eines Eisenbahnfans aus Deutschland so begeistert, dass er mir die anschließende Mitfahrt ebenfalls im Führerstand von Trenčianská Teplá nach Chynorany vermittelte und dabei bemerkte, dass diese Besatzung die verknöchertsten Gestalten seien, die er kenne und mir ohne seine Fürsprache wohl nie gestatten würden, vorn mitzufahren.
Nun möchte ich also mal die Strecke umgekehrt befahren, und das ist dabei raus gekommen:

[de.sevenload.com]

Von Trenčín geht's dann nach Nové Mesto nad Vahom, unterwegs hat mich schon mein neuer Freund Alfi angerufen, der bereits mit M262007 in Čachtice eingetroffen ist und so verabreden wir eine Fahrt nach Vi¨nové, um von da aus zur Burgruine Čachtice aufzusteigen, wo einst die böse Gräfin Báthory junge Mädchen folterte und ermordete, bis dieses beim Landesherrn ruchbar wurde und sie dafür bis zum Lebensende im Keller eingesperrt wurde. Eigentlich wäre ein Prozess fällig gewesen, aber da traute sich eingedenk der Krähe, die einem anderen kein Auge aushackt, niemand ran.



Nachmittags fahre ich dann weiter nach Trenčianská Teplá, wo der Schmalspur-TW von Trenčianské Teplice kurz nach 18 Uhr sein Tagewerk beendet und im Lokschuppen abgestellt wird.
Dann geht es weiter zum Vlárský průsmyk, wo als Anschluss der Prototyp 842001 herumsteht.



Die arme Schaffnerin bricht ob meines Kilometerbank-Eintrags nach Schöna Grenze in Verzweiflung aus, ich kann ihr aber klar machen, dass sie ihre Popka einfach Děčín hl.n. eingeben und 12 km bis zur Grenze addieren soll, es sind ja eh mehr als 400 km, aber sie will es eben vorschriftsgemäß machen und die wahre Entfernung eintragen, die sich dann zu 524 km ergibt.
In Brno schlage ich dann die viele Zeit bis zur Weiterfahrt mit einem Stadtrundgang tot. Außerdem entdecke ich auf der Rückseite des Bahnhofs eine hübsche kleine Gaststätte, die nonstop geöffnet hat und wo man auch zu unmöglichen Zeiten noch etwas zu essen bekommt. Also wird mal das Frühstück vorgezogen und nach Mitternacht ein großes Kru¨ovicer Bier und ein mährischer Teller, bestehend aus verschiedenen Fleisch- und Knödelsorten mit Sauerkraut konsumiert.
"Der Metropol von Budapest hat voraussichtlich 50 min Verspätung wegen Wartens auf einen Anschlußzug". Sch... auf dem Bahnsteig ist es ziemlich windig und da die Bahnhofshalle von 23 Uhr bis 4 Uhr verschlossen wird, weil sich da früher immer jede Menge Obdachlose herumgetrieben hatten, kann ich mich nur unten im Durchgang aufhalten.
In Prag fahren wir über Vr¨ovice zum Hauptbahnhof, obwohl wir da laut Fahrplan gar nichts zu suchen haben, nach Lokwechsel weiter über Hole¨ovice und in Děčín haben wir uns schon +75 min eingehandelt. Überraschung: An der Spitze des Personenzugs um 6:36 h ist nicht mehr 750409, sondern 371003.
In Königstein wird an der Strecke gebastelt, so fahren wir viele Kilometer links, stehen auch noch herum und tauchen 7:16 h in Dresden Hbf auf. Flinke Füße zum RE Richtung Leipzig 7:20 h, in DD-Neustadt Umstieg Richtung Königsbrück 7:31 h und 7:46 h Ankunft in Weixdorf.

Weitere Fotos sind hier: [s713.photobucket.com]


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