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Forum zu den Eisenbahnen in der Slowakei
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vor 8 Jahren, 6 Monaten
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vor 8 Jahren, 6 Monaten
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CZZF50, LVT771, Felix B.

100 Jahre Hronec Waldbahn - Teil 5 und Schluss

Startbeitrag von Felix B. am 15.06.2009 20:12

Sonntag

Der Sonntag war als Dieseltag vorgesehen. Es sollten 2 Züge, einer mit der Raba und einer mit der L45H fahren. Was für Wagen eingesetzt werden sollten war bis zum Beginn nicht so ganz klar. Durch den angekündigten Einsatz der L45H war von vornherein klar das an diesem Tag nicht sehr viele original getreue Fotos entstehen werden. So war es auch, doch alles andere kam ganz anders!

Früh morgens sonnte sich erstmal M 21.004 in der Morgensonne:



Da sich ja am Programm der letzten Tage immer mal was geändert hat, hatten wir die Hoffnung das man vielleicht, als Ersatz für den am Vortag ausgefallenen Einsatz, nocheinmal die U 34.902 eingesetzt wird. Leider stand diese in der Zwischenzeit kalt im Bahnhof. Zumindest hatte man sie Fotogerecht aufgestellt:



Da noch Zeit blieb bis zum Fahrtbeginn konnte ich mir endlich den zweiten sächsichen Wagen bei der Hronec Waldbahn genauer ansehen. Dabei handelt es sich um einen der 4 originalen Aussichtswagen die in den 30iger Jahren gebaut wurden. Auch hier ist mir die originale Nummer und der genaue Lebensweg nicht bekannt. Allerdings befand er sich schon 1990, versehen mit dem Dach, auf der Strecke.:



Trotz einiger Umbauten kann er seine Herkunft nicht verleugnen:







Bereits am Morgen wurde klar das sich die Reihen der Teilnehmer schon sehr gelichtet hatten. Viele waren offensichtlich wirklich nur wegen den Dampfzügen hier. Da wir aber mit den weitesten Anfahrtsweg hatten, machten wir natürlich auch die heutige Fahrt mit.
Kurz vor Fahrtantritt wurde dann auch klar das nur die Raba fahren würde. Man hatte also genau genommen schon wieder das halbe Programm gestrichen (auch wenn es uns in diesem Fall nicht wirklich störte). Was uns aber störte waren die Wagen die angehangen wurden. Nicht etwa die Drehschemel oder andere Waldbahntypische Wagen, sondern ungarische Schotterwagen, welche im Sägewerk standen. Zu denen später noch mehr.
Als Personenwagen wurden wieder die ungarischen Wagen angehangen, wodurch man die Fahrt entgültig als Spass und Tolerei abschreiben konnte.

Ohne Stop ging es wieder in Richtung Chvatimech, wo dann erstmal die Raba unter die Eisenbahnbrücke gestellt wurde, was wieder für gute Fotos sorgte:



In Chvatimech sollten weitere Schotterwagen angehangen werden, die dort auf einem Abstellgleis standen. Das Problem war nur dass das Gleis auf dem die standen beim Aufbau des Bahnhofs einfach nur hingelegt wurde, ohne jemals gerichtet, geschottert oder gestopft wu werden! Ausserdem war die Weiche irgednwie nicht in Ordnung, weshalb man sich mit der schweren Raba nicht so richtig auf das Gleis traute. Nur sehr langsam hat man es dann doch versucht. Zum Glück ist alles gut gegangen:







Die Wagen wurden wahrscheinlich seit Wochen, wenn nicht sogar seit Monaten, nicht mehr bewegt:



Die Wagen stammen übrigens von der Steinbruchbahn Szob in Nordungarn. Diese Bahn wurde bis Ende der 80iger Jahre noch mit Dampfloks betrieben. In den letzten Jahren des Betriebs übernahmen Raba's den Betrieb. Die Fahrzeuge wurden großteils verkauft, so findet man solche Schotterwagen heute bei vielen 760mm Bahnen in ganz Europa. Heute wird dort übrigens ein bescheidener Museumsbetrieb durchgeführt, unteranderem mit einer Ns3!



Unser Zug war dann eigentlich Stilrein ungarisch. Ich denke mal das war auch die Absicht der Veranstallter.
Mit einigen Fotohalten ging es nach Hronec:



Dort wurde dann noch einmal T 47.011 angeworfen und eine etwas längere Scheinanfahrt als am Vortag durchgeführt:



Hier die Lok nochmal in ihrer vollen Schönheit. Man beachte auch das Mikrofon von einem der Teilnehmer im linken Herzstück der Kreuzung:



Mit vielen Fotohalten ging es dann wieder nach Cierny Balog:







Laut ursprünglichem Plan sollte am Nachmittag eigentlich mit der Smoschewer und Plattenwagen nach Vydrovo gefahren werden. Da wäre zwar auch nicht original gewesen, aber zumindest hätte es an diesem Tag nochmal Dampf gegeben. Da die Smoschewer ja aber bekanntermaßen nicht einsatzfähig war, war es keine Überraschung das mit der Raba gefahren wurde.
Der eigentliche Plan klang ja garnicht schlecht. Der Zug sollte mit Schrittgeschwindigkeit nach Vydrovo fahren, damit die Fotografen diesen wieder zu Fuß verfolgen konnten. Dadurch das kaum noch Fotografen anwesend waren und auch die Dampfwalzen nicht mehr unter Dampf standen hätte das garkeine schlechten Fotos geben können. Doch auch hier kam wieder alles ganz anders! Erstens hatten es einige Teilnehmer vorgezogen auf einem der Plattenwagen Platz zu nehmen (was das Fotografieren schon fast wieder sinnlos machte!) und zweitens hatte man den Punkt mit dem Schrittfahren irgendwie ganz vergessen! Nur durch Zufall hatten wir unser Auto an der Strecke stehen, wodurch wir wenigstens noch einige Fotos bekamen. Die meisten anderen Fotografen hatten kein Auto dabei, weshalb die von dieser Fahrt eigentlich garnichts hatten!

Da man in Vydrovo nicht umsetzen kann war klar das in eine Richtung geschoben werden musste. Der Vorteil der Raba dabei ist, das diese bei ihrer Reko eine Funkfernsteuerung bekommen hat, wordurch auch solche Fahrten kein Problem sind. Auf diesem Bild kann man nämlich den Lokführer sehen. Es ist der Mann im orangen T-Shirt der vorn in der Mitte sitzt. Auf seinem Bein steht die Funkfernsteuerung:



Am Ende der Strecke wurden dann auch einige Abschnitte als Geisterzug gefahren:



Weiter ging es Richtung Vydrovo:



Auf der Rückfahrt fuhr der Zug wieder mit Höhstgeschwindigkeit, was selbst eine Verfolgung mit dem Auto schwierig machte:



Da einige Teilnehmer ihren Anschlusszug noch erreichen mussten wurde in Cierny Balog nur kurz der Zug gewechselt und dann ohne Halt nach Chvatimech gefahren:









Wie man unschwer erkennen kann zog ab diesem Zeitpunkt ein Gewitter heran. Als ein Großteil der restlichen Teilnehmer ihren Zug bestieg schüttete es bereits aus vollen Kannen:



Die Schotterwagen wurden dann wieder in Chvatimech abgestellt. Die Rückfahrt haben wir dann nicht mehr verfolgt, da wir noch kurz das Staatsbahn Depot in Brezno besucht haben, aber das gehört jetzt nicht hier her.
Erst gegen abend erreichten wir wieder Cierny Balog, wo die Raba grade einen weiteren Triebwagen, allerdings umgebaut zum Beiwagen, rangierte. Bei dem handelte es sich mal um M 21.007:





Im letzten Moment sahen wir noch wie M 21.004 in Richtung Vydrovo fuhr. Dort erreichten wir ihn auch erst. Leider fuhr er nicht wieder zurück, sondern verbrachte dort die Nacht.
Mit diesem Foto möchte ich diese Berichtserie beenden. Auch wenn das Programm eigentlich nicht viel mit dem angekündigtem zu tun hatte und einige Planungstechnische Schwächen aufgetreten sind, war es für mich eine große Freude an dieser Veranstalltung teil zu nehmen. Ich möchte mich auch nochmal beim Helmut bedanken! Ohne dich hätte ich das niemlas alles so hinbekommen. Toll das wir uns dort kennen gelernt haben! Auch viele andere tolle Leute habe ich dort kennen gelernt, auch wenn die Verständigung nicht immer einfach war. ;) Ich würde jederzeit wieder an einer solchen Veranstalltung teilnehmen, auch in der Hoffnung auf eine etwas bessere Planung. ;)

Ich hoffe doch das ihr etwas Spass hattet diese Berichte zu lesen! :D




ENDE

Antworten:

danke dafür, den Triebwagen habe ich so zum erste mal gesehen

Gruß Volker

von LVT771 - am 17.06.2009 11:18
Danke für die super Bilder. Eine echte Güterzug mit Mk48.

MfG


von CZZF50 - am 19.06.2009 15:23
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