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Forum zu den Eisenbahnen in der Slowakei
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2
Erster Beitrag:
vor 3 Jahren, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 3 Jahren, 1 Monat
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wxdf

Alter Eisenbahntunnel zwischen Ťahanovce und Kostoľany nad Hornádom

Startbeitrag von wxdf am 08.02.2015 18:04

Da fahre ich nun schon seit 1981 regelmässig nach Košice, das war mir aber noch nicht bekannt: [rail.sk]
Die Bahnstrecke Košice-Bohumín wurde 1870 eingleisig eröffnet, wobei auch der o.g. nur 277,4 m lange Tunnel mit einem teilweisen Halbmesser von 283 m entstand.
Dieser wurde gegen Ende des 2. Weltkrieges von der deutschen Wehrmacht gesprengt, wobei der Tunnel an drei Stellen verschüttet wurde und darüber ein 15*15 m breiter Krater entstand.
Ab Mitte März 1945 arbeiteten 700 Arbeiter an der Wiederherstellung des Tunnels, die bis 1946 dauerte.
Um den Verkehr wieder in Gang zu bringen, wurde eine provisorische Umgehung gebaut und am 6.5.1945 in Betrieb genommen.
Mit der Herstellung der Zweigleisigkeit wurde der alte Tunnel 1955 ausser Betrieb genommen und diente als Lager für Obst und Gemüse.
Laut [www.zsr.sk] wird der Tunnel weiterhin von der ŽSR verwaltet und regelmäßig inspiziert.
Nachdem sich dort Obdachlose und andere unerwünschte Elemente eingenistet hatten, die die Neonröhren stahlen und die Eingangstore in einer Schrottsammelstelle zu Geld machten, wurde ein Portal bis zur Mitte mit Schotter und Schutt zugeschüttet, während das andere von Gartenbesitzern eingezäunt wurde.
Die ŽSR sieht sich aus finanziellen Gründen nicht in der Lage, den Tunnel der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, hat aber nichts dagegen, wenn eine Gemeinde derartiges in Angriff nehmen wolle oder der Tunnel zum Nationalen Kulturdenkmal erklärt werden würde.
Werde ich mir beim nächsten Besuch in der Gegend mal ansehen.
Lageplan : [www.vlaky.net]

Antworten:

Tunnelinspektion vom 20.4.2015



Der Stadtbus 14 zum Haltepunkt Tahanovce endet planmäßig vor der Brücke über den Hornad. Ein Verkehrsverbotsschild für LKW hindert ihn an der Weiterfahrt ...



... während das Schild ein Lieferauto überhaupt nicht interessiert.



Am Bahnsteig hat jemand einen alten Sessel entsorgt, der von Zigeunern beim Warten auf den Zug als willkommene Sitzgelegenheit genutzt wird.
Einige Tage später war er allerdings verschwunden.



Entlang der Strecke kommt eine MuVka entgegen, die immer wieder die an den Gleisen werkelnden orangenen Männlein weg schafft, wenn wieder eine Zugfahrt ansteht



Das ist der jetzige Tunnel



Etwas daneben der alte eingleisige



Festes Schuhwerk und eine Taschenlampe sind empfehlenswert, denn es liegen jede Menge Gerümpel und Glasscherben am Boden



Ein Bösewicht hat sogar sein Auto hier entsorgt



Was der Schotterberg hier soll, wo man ihn doch mühelos überklettern kann, bleibt wohl das Geheimnis der ŽSR



Als ich wieder am Bahnübergang ankam, bog ein Polizeiauto in Richtung Tunnel an, belästigte mich aber nicht. Wahrscheinlich war einem Datschenbesitzer mit KE-Kennzeichen mein Besuch seltsam vorgekommen :D
Regiojet bringt eine neue Farbe auf die Strecke und fährt gen Bratislava.
Da die 14 nur stündlich fährt, schnaufte ich durch's Dorf zur Madridská in der Neubausiedlung hinauf, wo die Auswahl für die Rückfahrt größer war.

Weitere Bilder : [de.tinypic.com]

von wxdf - am 27.04.2015 09:58
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