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Forum zu den Eisenbahnen in der Slowakei
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Erster Beitrag:
vor 2 Jahren, 8 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 2 Jahren, 8 Monaten
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wxdf

Slowakei 1.-5.6.2015

Startbeitrag von wxdf am 07.06.2015 09:32

Dass MeinFernbus mit 10 min Verspätung in Dresden ankam, war wegen einer Baustelle auf der A13 verzeihlich, andere Unternehmen wie die Student Agency holen diese bis Prag allerdings mühelos auf.
Der Fahrer kannte sich offensichtlich nicht aus, denn er baute die Verspätung auf 45 min aus und musste vor dem Busbahnhof Florenc erst mal darüber nachdenken, wie er da reinkommt, bis er auf die Idee verfiel, dass man da zur Schranke vorfahren muss. Die Route durch Prag wurde auch äußerst seltsam durchfahren.
Schnellen Schrittes schaffte ich es gerade noch, von 3:55 Uhr bis 4:19 Uhr zum Hauptbahnhof zu eilen, Geld aus dem Bankautomaten zu ziehen, Fahrkarten zu kaufen und in den nur montags verkehrenden Zug nach Žilina einzurücken.
Wenigstens kam eine vlakuška mit einer Minibar durch , allerdings auch nur mit Mini-Angebot,so dass ich im Zug wenigstens einen Kaffee und zwei Croissants erwerben konnte.
Nachdem in Třinec centrum noch ein wie ein entlassener Knacki aussehender Fahrgast von der Polizei entfernt wurde, hatten wir 10 min Verspätung und ich schon die Befürchtung, meinen Bus nach Vychylovka zu verpassen, es klappte mit Rennen aber gerade noch.
Unterwegs stieg ein angeheiterter älterer Zigeuner ein, dem vom Fahrer bedeutet wurde, es täten 15 cent zum Fahrpreis fehlen, worauf dieser lallte, dann wolle er da aussteigen, wo das Geld aufgebraucht sei. Daraufhin warf der Fahrer die Münzen in seine Kasse, gab dafür keinen Fahrschein aus und nahm ihn bis zur gewünschten Haltestelle mit.



Von der Bushaltestelle skanzen muss man noch ein paar Schritte bis zum Freilichtmuseum laufen.
Theoretisch hätte dort montags 9 – 18 Uhr eine Verpflegungshütte offen haben sollen, praktisch war die mit mehreren Vorhängeschlössern verschlossen. Etwas verwunderlich, denn zum Internationalen Kindertag waren jede Menge Schulklassen im Museum.



Die Dampflok verkehrt nur am Wochenende und auch für die Draisine hatte sich niemand angemeldet.



Der Spasszug wartet am Eingang auf die Kindlein, die zur ersten Spitzkehre und zurück befördert werden.
Ich bin dann mal die 8 km bis zum Beskyden-Sattel abgelaufen, die Bilder gibt's hier : [de.tinypic.com]



Obwohl eine Begegnung der Fahrzeuge des unteren und des oberen Bereichs nicht vorgesehen ist, wurden die Einfahrten behördlich mit Trapeztafeln gesichert. Das rot-weisse Ding entspricht unserer Pfeiftafel.



Beskyden-Sattel mit einem Stück Strecke zum Tanečník hinunter.
Über einen Feldweg lief ich dann zur Bushaltestelle in Oravská Lesná und fuhr mit dem Bus bis zum Gemeindeamt mit. Von dort ging es mit Umstieg in Námestovo nach Ružomberok.
Angenehm überrascht war ich im Bahnhof, wo die Fahrkartenverkäuferin sofort begann, mir meinen Ausweis für die kostenlose Bahn-Beförderung auszustellen, obwohl ich nur meinen Personalausweis und den QR-Code der Online-Registrierung durch die Öffnung geschoben und noch gar nicht zu einer Erklärung angesetzt hatte, was ich will :hot:



Vom Bahnhof immer geradeaus gelangt man zu diesem Speisewagen, wo ich mir Brimsen-Piroggen und ein alkoholfreies Bier kommen ließ.



Bahnhof Ružomberok



Später kam dann auch noch eine laute 751-Blubberlok durch, die der Papierfabrik viel Holz zuführte.
Ich machte mich dann auf den Weg zur Schwiegermutter.
Fortsetzung folgt.

Antworten:

2.6. Švedlar/Markušovce

Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht - im Fernverkehr ist die kostenlose Beförderung mit Zugbindung, und daher muss man sich immer eine Fahrkarte besorgen.
Schöne lange Züge werden da immer bereit gestellt, und da die meisten Leute zu faul sind, bis zum ersten Wagen vor zu laufen, kann man schon mal einen Wagen fast für sich allein haben.



Margecany. 757.005 setzt nach der Ankunft mit ihrem Rex aus dem Slowakischen Paradies um. Diesmal hat die Zugbildung mit 2x 2.Klasse und 1x 2. Klasse mit Gepäckabteil gestimmt, und es kam nicht nur ein 812, wie im Mai gesehen :D



Dann werden die Fenster-Rollos herunter gezogen, denn die nächste Leistung steht erst nach 15 Uhr an.



Erst hatte ich gedacht, die E-Rangierlok dient nur als Aufenthaltsort für das Rangierpersonal, aber sie bewegt sich doch :joke:



Haltestelle scheinbar im Nichts, aber nebenan stehen zwei Häuser ...



Stillleben beim Fahrdienstleiter in Švedlar



Spišské Vlachy. Kopf machen für die Fahrt zur Zipser Burg.
Kein Wunder, dass der Zug der Dieseltour 2015 bei einem Preis von 430 € halb leer war und man viel Deutsch und Englisch hörte



was polnisches passiert Markušovce



mein Fotostandort. Die müssen da früher mal einen Rangierablaufberg gehabt haben





Regiojet verspätet hinter dem permanent verspäteten Supercity aus Tschechien ...



Dieseltour, diesmal auf dem Weg nach Levoča



auf nach Košice, neue Aufgaben übernehmen ...



die Rangierlok von Koštoľany hat ihr Tagewerk beendet



zwei MVTV in Košice

von wxdf - am 07.06.2015 12:13

3.6. Wieder mal Lipany ...



Prešov. Nach der Ankunft des 7:45-Schnellzugs fuhr dieser Zug Richtung Polen aus



Den dort auch herum stehenden 861 schien ein Zipperlein zu plagen, deshalb fuhren die beiden Fahrzeuge rechts nach Bardejov



Dafür fuhr von Košice nach Lipany diesmal nicht ein grässlich beschmierter 460, sondern ein feiner Janošik. Der 460er rechts wird sich erst im Berufsverkehr wieder in Bewegung setzen, wenn vom 2-Stunden- zum Stundentakt übergegangen wird





vierstreifige Bake zwischen Kamenica und Križany



höchstens 40 und grünes Vorsignal ... da kommt was talwärts ...



Da isses schon und hinten hilft was beim Bremsen.
Weiter war nichts los, auch die Dieseltour, die hier eigentlich vorbei kommen sollte, tauchte bis 15:30 h nicht auf



Also ging's zurück nach Košice. Hier rangiert im Kreisverkehr eine ausgesetzte Straßenbahn
und das rote Auto gehört den Dispatchern.



Ausrücken geht zur Zeit nur hinten rum gegenüber dem Hornbach, denn hier vorne haben diese Verrückten auch noch die Gleise entfernt.
Es ist z.Z. wirklich eine Strafe, im Berufsverkehr in der Stadt unterwegs zu sein, egal ob individuell oder mit dem ÖPNV. Stau überall ...



die beiden weißen Gebäude im Hintergrund ist der Betriebshof der Verkehrsbetriebe und von dieser Haltestelle fährt zur Zeit nur die X6 mit einem Schlenker über die Stodolová am Kaufland, an den Baumärkten vorbei zur SOŠ automobilová

von wxdf - am 07.06.2015 13:17

4.6. Slavošovce

Da hieß es früh aufstehen und die erste X6 um 4:45 h nehmen. Der Bus kam völlig überfüllt und etwas verspätet. An der SOŠ automobilová verließen fast alle Fahrgäste fluchtartig den Bus und hechteten zur R1 hinüber. Da tät der amerikanische Chef nämlich schön schimpfen, wenn sie zu spät zur Arbeit bei US Steel kämen :joke:

5:23 h ging's dann mit dem Schnellzug nach Plešivec, der auf Grund von an Regiojet verlorener Leistungen nun wieder mit Bistrowagen und Minibar verkehrt, für deren Nutzung eine Handzettel austeilenden Mitarbeiterin warb und es wurde dann auch noch mit einer Durchsage darauf aufmerksam gemacht.



Überraschung ... die Strecke nach Medzev ist z.Z. nicht befahrbar, da Unterbau und die Gleise zum neuen Umsteigeterminal Moldava mesto erneuert werden. Soll bis September fertig sein ...
Da wird der Holzverarbeitungsbetrieb in Počkaj aber traurig sein, dass er sein Holz per LKW nach Moldava schaffen muss :angry:



Plešivec mit Lokführerwechsel
Nun fand ich zwar ein Bus-Haltestellenschild, zum Glück schaute ich aber zur Zufahrtsstraße - der Bus hielt nämlich mitnichten am Schild, sondern vor dem Empfangsgebäude.
Dürfte den Fahrgastzahlen nicht förderlich sein, wenn man sich darauf verlässt, dass dort nur Einheimische mitfahren, die sich auskennen :D
Zunächst wurden Schulkinder nach Štítnik befördert, danach nach Slavošovce. In Ochtiná stand die Schuljugend gegenüber an einem mit EU-Fördermitteln neu errichteten Springbrunnen. Der Fahrer öffnete sein Fenster und rief: "Was ist, soll ich Euch davon fahren ?" Erst dann geruhten die Schüler herüber zu kommen.
Als das Lesegerät fast jede Chipkarte als fehlerhaft monierte, forderte er zunächst Barzahlung, als sich das aber an der nächsten Haltestelle wiederholte, rief er eine Hotline an, die ihm aber auch nicht helfen konnte. Mit 20 min Verspätung fuhr er nach einigem Herumeiern und Aus/Einschalten weiter, wobei er es auch bei der Meldung "fehlerhafte Karte" gut sein ließ.



Leider hatte das zur Folge, dass der Güterzug gerade in dem Moment ankam, als ich am Bahnhof ankam. Eigentlich hatte ich mir an der Einfahrt eine geeignete Stelle suchen wollen.
Die Werkslok der Papierfabrik hat gerade einen Waggon zum Güterschuppen gebracht, wo noch etwas zugeladen wird



Nun haben die LKW 2 h Zeit, die Wagen mit Holz zu beladen



9:26 h ging es dann mit dem Bus voraus zum etwas abgelegenen Bahnhof Štítnik, wo mit etwas Verspätung noch drei Wagen mit Holz aufgenommen wurden, das nach Österreich ging. Ham die da in Lenzing und Ybbs an der Donau nicht genügend Holz oder ist das hier billiger ? :confused:
Ich lief dann in Richtung Stadtzentrum, wobei hinter dem Zug eine weiße Katze über die Gleise sprang und im hohen Gras der Wiese verschwand. Die schien Miša zu heißen, denn aus einem Haus kam eine Frau mit einem Spitz und einem kleinen Bübchen gelaufen, die immerfort diesen Namen rief.
Aber Miša zeigte sich nicht, wollte wohl lieber Mäuse fangen.
Weiter ging es dann mit dem Bus nach Rožnava Busbahnhof, wo ich 5 min Zeit hatte, den Bus nach Tornaľa zu orten und mit dem zum Abzweig zum Bahnhof zu fahren.
Wegen Bauarbeiten bei Nová Baňa war der Zug nach Košice mit 40 min Verspätung angekündigt, und da die Bahnhofskneipe den Geist aufgegeben hat und man bestenfalls Kaffee oder Tee aus dem Automaten ziehen konnte, blieb nur, sich unter dem schattigen Bahnhofsdach auf einer Bank zu platzieren und zu warten.



Gerade mal ein Schotterzug von Turňa nad Bodvou vertrieb etwas die Langeweile.



Dann machte ich noch eine Spontan-Rundreise mit 861.004 Trebišov, wo ich den Zug nach Michaľany laut Fahrplan eigentlich hätte gar nicht mehr erreichen können, durch den SEV von Bánovce nad Ondavou wartete der aber noch.
Zur Fahrkartenausgabe zu sprinten war zu riskant, und so fragte ich den Zugführer, ob er mich auch mal ohne Fahrkarte kostenlos mitnehmen würde.
"Sie sind doch von Bánovce nad Ondavou gekommen und hatten keine Gelegenheit, im Bus eine Fahrkarte zu erwerben". Lauter nette Menschen bei der Bahn :hot:



Kreuzung in Úpor



Nach der Ankunft in Michaľany.
Fahrkarte nach Košice geholt, die gab's am Schalter aus einer Popka statt stationärem PC.
Als dann auch noch ein stark verspäteter Zug nach Košice ankam, war die Rückfahrt noch schneller beendet als gedacht, obwohl wir noch zwei Betriebshalte einlegten, weil nämlich die Fahrdienstleiter der Breitspurstrecke in Slančik und Kuzmice Schichtwechsel hatten. Für die gibt's da nämlich extra einen kurzen Bahnsteig aus Betonplatten vyp:

von wxdf - am 07.06.2015 14:42

5.6. Wandertag



Margecany. Diesmal ist der Mn recht kurz geraten, dafür hat er einen hytlák. Auf der Rückfahrt wird er aber viele Wagen voller Holz am Haken haben.



Ortsbild mit Bahnhof. Wer findet ihn ?



Was hat die 731 denn da am Haken ?



Nálepkovo. Hier enden die meisten Züge



Fahrplan



Fahrkartenschalter. 5 min vor der Abfahrt gibt's keine Fahrkarten mehr !



Neu asphaltierte Zufahrtsstrasse mit Bushaltestelle. Irgendwie war mir schon klar, hierher kommt der Bus nicht :con:
Der hielt an der Tankstelle und der Fahrer kam, um die Fahrgäste einzusammeln. Gegenüber Plešivec ein löbliches Vorhaben, wofür ich ihn bei seiner Firma Eurobus gelobt habe. :spos:



Er war auch froh, sich mal mit jemandem unterhalten zu können und sagte, von meinem Fahrtziel Závadka würde ich einen herrlichen Tatrablick haben. Außerdem zeigte er mir, wo die Wegweiser zu finden waren.
Nun hatte ich ja gedacht, ich brauchte mich nur halb links Richtung Tal zu halten und würde dann schon in der Novoveská Huta oder vielleicht sogar in Spišsská Nová Ves auftauchen ...



statt dessen endete der Weg auf einer Wiese an einem Einzelgehöft. Wo ein Haus ist, musste aber auch ein Weg sein, und den fand ich auch, nachdem ich einen Bach durchwatet hatte.



Dann tauchte aber diese "Blaue Lagune" auf, die ich weiträumig umgehen musste. Schließlich gelangte ich an die Straße Markušovce - Rudňany, wo ein Wegweiser erklärte, nach Markušovce seien es 2,5 und nach Matejovce nad Hornádom 2,0 km. Also wandte ich mich zu letzterer Ortschaft ...



... und fand die Dorfkneipe, wo ich einen Kaffee und Waffeln kommen ließ. Die junge Wirtin erklärte einem Eingeborenen, sie werde im Juli nach Norwegen fahren und dort einen Monat lang Himbeeren ernten.
Wenn sich kein Ersatz für sie finden würde, würde die Kneipe dann eben mal geschlossen bleiben.
Eine halbe Stunde später ging's dann mit dem Zug nach Košice.

von wxdf - am 07.06.2015 15:45
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