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Handball Landesliga BHV - Männer
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Bubi, Hando

Haudegen gegen Himmelstürmer

Startbeitrag von Hando am 14.12.2006 16:13

Haudegen gegen Himmelstürmer
Die fetten Jahre der HSG sind vorbei, die Zukunft gehört dem TSV Daverden / Derby
Von unserem Redakteur
Ehrhard Müller

LANGWEDEL. Hier die Mannschaft, die in den vergangenen dreiundeinhalb Jahren zweimal abgestiegen ist - da die Mannschaft, die im Frühsommer 2005 aufgestiegen ist und derzeit verlustpunktfrei die Tabelle anführt. Hier die Mannschaft mit dem großen Erfahrungsschatz, die jedes Wochenende fünf Haudegen mit 39 und mehr Jahren auf die Platte schickt - da die Mannschaft mit den rosigen Aussichten, die den Altersdurchschnitt ihrer Startsieben auf 23,5 Jahre senken konnte.Hier der Klub, der auf der Stelle tritt und wohl auch in den kommenden Jahren mit Bordmitteln über die Runden kommen muss - da der Klub, der längst als designierter Meister gehandelt wird und immer mehr Talente anzulocken versteht: In der Langwedeler Schulturnhalle wird’s am morgigen Freitag erstmals seit drei Jahren wieder das direkte Aufeinandertreffen der 1998 gegründeten HSG Cluvenhagen/Langwedel und dem vor acht Jahren nicht mit ins Boot gestiegenen Lokalrivalen TSV Daverden geben. Beide Klubs spielen wieder um Landesliga-Meisterschaftspunkte, und unter Umständen werden die verschoben Kräfteverhältnisse in der Handballgemeinde Langwedel bereits morgen Abend ganz deutlich.Die HSG Cluvenhagen/Langwedel hat ihre fetten Jahre gehabt, mit ihren bis heute unverzichtbaren Dauerbrennern Hermann Erasmie (43 Jahre), Sven Garbelmann (42), Trainer Thomas Ellendt, Michael Horning und Ingo Wehrkamp (alle 39) kämpfte sie in der Saison 2002/03 um Oberliga-Punkte. Allerdings nur für acht Monate, der Absteiger wurde letztendlich bis in die Kreisoberliga durchgereicht. Die damaligen Versäumnisse erschweren Thomas Ellendts Trainerarbeit - er will sein Amt am Saisonende abgeben und anschließend nur noch Spieler sein - bis heute. "Wenn ich die personellen Möglichkeiten hätte, würde ich die Mannschaft deutlich verjüngen. Leider habe ich sie nicht, uns fehlen die Nachrücker." Eine Mannschaft aus der Landesliga-Grauzone, obendrein mit einem ungewöhnlich hohen Durchschnittsalter ausgestattet, stellt offensichtlich keine lohnenswerte Adresse für Kreisverdener Talente dar."Die Zeiten haben sich geändert", meint Ellendt festgestellt zu haben, "junge Handballer können heutzutage bedeutend höher spielen als vor fünf oder zehn Jahren. Allerdings hat die HSG Cluvenhagen/Langwedel derzeit auch keine Ambitionen, wieder aufzusteigen. Wir haben großen Spaß, nicht von ungefähr liegt die Trainingsbeteiligung bei annähernd 100 Prozent." Nach "Ellys" Ansicht hätte im Spieljahr 2004/05, der zweiten Saison nach dem Oberliga-Abstieg, die günstige Gelegenheit zur Weichenstellung bestanden. Sie verstrich jedoch ungenutzt. Eine blutjunge HSG-Mannschaft scheiterte unter Stefan Seemanns Regie im Kampf um den Klassenerhalt und musste sich unfreiwillig in Richtung Kreisoberliga verabschieden. Die Erkenntnis für Ellendt und andere HSG-Funktionäre: "Nur mit jungen Spielern geht es nicht." Die Konsequenz: Langjährige Leistungsträger wie Erasmie, Horning oder Ellendt kehrten rasch wieder in die erste Mannschaft zurück. "Wir haben schnell gemerkt, dass wir für die Kreisoberliga noch zu gut sind", sagt "Elly" Ellendt. Shooter Hermann Erasmie beispielsweise ist auch mit 43 noch in der Lage, in der Landesliga seinen Mann zu stehen. "Er wirft nach wie vor viele einfache Tore und fängt nicht an zu murren, wenn er mal auf die Bank muss", sagt Ellendt. Die Chemie innerhalb der Ersten der HSG stimmt also.Der sportliche Abstieg der HSG Cluvenhagen/Langwedel ist auch im Zusammenhang mit dem Verlust der Rückraumspieler Daniel Beinker (21) und Henning Meyer (22) zu sehen. Die Hoffnungsträger zog’s im Anschluss an die Saison 2004/05 zur Lokalkonkurrenz, vor allem ihre Namen sind eng mit den derzeitigen Erfolgen des TSV Daverden verbunden. "Nach unserem Abstieg aus der Verbandsliga war ihr Wechsel fast logisch, ich habe volles Verständnis für Daniel und Henning", sagt Ellendt.Nicht "schuldlos" am Cluvenhagener Verlust der Rohdiamanten Daniel Beinker und Henning Meyer ist Jürgen Beinker, der Vater des veranlagten Mittelangreifers, an manchen Spieltagen bis zu einem Dutzend Tore gut, und aktuelle Trainer des TSV Daverden. Er hat während seiner langen Laufbahn schon auf den Trainerbänken des damaligen TSV Cluvenhagen und der HSG Cluvenhagen/Langwedel gesessen und überdies die HSG-A-Jugend mit den damaligen Teenagern Daniel Beinker und Henning Meyer gecoacht. Es schlägt aber nur noch ein Herz in seiner Brust, das für den TSV Daverden. Beinkers Arbeit beim Lokalrivalen wird bei der HSG genau bebachtet. Von Missgunst aber keine Spur. Im Gegenteil: Er erntet ehrliche Anerkennung. Beispielsweise vom früheren Achimer Regionalliga-Kreisläufer Ellendt: "Daverden ist die Übermannschaft der Landesliga. Der kommende Meister, keine Frage."

Antworten:

Ellendt hat den Meister gesehen
Landesliga:
Cluvenhagen/Langwedel gestern Abend vom Lokalrivalen Daverden gedemütigt 17:37


Daverdens Daniel Beinker war von Thomas Ellendt (r.) und Hermann Erasmie (l.) gestern Abend nicht zu stoppen.
Von Kai Caspers

CLUVENHAGENAlles andere als entspannt wirkte Jürgen Beinker, Trainer des Handball-Landesligisten TSV Daverden, gestern Abend vor dem Anpfiff des mit Spannung erwarteten Derbys gegen den Ortsrivalen HSG Cluvenhagen/Langwedel. Die Anspannung - sie sollte aber nicht lange anhalten. Zur Halbzeit war bereits mehr als eine Vorentscheidung gefallen, feierten die Daverdener letztlich einen auch in der Höhe verdienten 37:17 (18:4)-Kantersieg.

Die Zuschauer, die sich gestern auf eine spannende Begegnung gefreut hatten, vermochten ihren Augen vor allem in der ersten Hälfte nicht zu trauen. Schon nach zehn Minuten führten die Daverdener gegen völlig harmlose Gäste mit 5:0, kassierte der glänzend aufgelegte Torhüter Björn Jacobsen erst in der elften Minute seinen ersten Gegentreffer. Zwar verkürzte die HSG anschließend noch auf 2:5. Doch anschließend kam sich auch Spielertrainer Thomas Ellendt vermutlich wie in einem falschen Film vor. Was seine Mannschaft auch versuchte, es wollte absolut nichts gelingen. Sicher auch eine Folge des überragenden Daverdener Mittelblocks, der kaum zu überwinden war. Erst nach dem 2:18 gelang der HSG mit zwei Toren zum 4:18-Pausenstand noch eine "Resultatsverbesserung". "Wir haben heute gegen den Meister gespielt. Bei uns hat aber auch gar nichts geklappt", konnte sich "Elly" an eine derart desolate Leistung seiner Mannschaft mit nur vier Toren in einer Halbzeit auch nicht erinnern. Somit erstreckte sich die ganze Anspannung in der zweiten Hälfte auf die Frage, ob die HSG denn wenigstens zehn Tore erzielen kann.

Zunächst hatte es jedoch nicht den Anschein, hieß es schnell 4:23 (37.). Erst danach schaltete der TSV einen Gang zurück, gestaltete die HSG das Ergebnis noch etwas erfreulicher. Dennoch wurde es beim 17:37 eine richtige Klatsche, sahen darüber hinaus sowohl Carsten Trelle (49.) als auch André Focke (59.) nach Foulspiel noch die Rote Karte.

Tore Daverden: Beinker (11/4), Fricke (5), H. Meyer (4), Fleischer (4), Zeidler (3), Carstens (3), S, Meyer (2), Wenzel (2/2), Liebrum (1), Oppermann (1), Willus (1).

Tore HSG: Zartner (3), Focke (3), Seilz (3), Wehrkamp (2), Remmin (2), Trelle (1), Garbelmann (1), Behrens (1), V. Meyer (1).


von Bubi - am 16.12.2006 10:10
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