Neue Perspektiven für Aufstiegskandidat TSV Daverden

Startbeitrag von Hando am 08.01.2007 08:14

Neue Perspektiven für Aufstiegskandidat TSV Daverden
So gut wie sicher: In der Verbandsliga Nordsee gibt’s in der kommenden Saison zwei zusätzliche Startplätze


VERDEN·ACHIM (EB). In der Handball-Landesliga der Männer ist für den ungeschlagenen Tabellenführer TSV Daverden noch nicht einmal "Halbzeit", der Weg zum Titel also noch weit. Dennoch sind seine Chancen auf den Einzug in die Verbandsliga Nordsee in diesen Tagen erheblich gestiegen: Voraussichtlich darf auch der Vizemeister aufsteigen.

Ursprünglich sollte es am Saisonende nur zwei Aufsteiger in die Verbandsliga Nordsee geben: einen aus der Landesliga Bremen und einen aus der (noch) zweigeteilten Landesliga Niedersachsen. Jetzt sieht es jedoch danach aus, als ob durch die "Lex Weser-Ems" insgesamt vier Mannschaften aus den Landesligen in die nächsthöhere Spielklasse einziehen werden (jeweils zwei aus Niedersachsen und Bremen). "Ich gehe davon aus, dass die Vorstände beider Landesverbände auf einer gemeinsamen Sitzung grünes Licht geben werden", ist sich der Bremer Landesliga-Staffelwart Rainer Fritze sicher. Kein Wunder, schließlich ist der Handballverband Niedersachsen (HVN) genau mit diesem Wunsch an den Bremer Handball-Verband (BHV) herangetreten.

Warum die Neuorientierung im laufenden Spieljahr? Weil der Bezirk Weser-Ems in seinen Durchführungsbestimmungen für jede der beiden niedersächsischen Landesliga-Staffeln je einen Aufsteiger in die Verbandsliga vorgesehen hat. Abgesprochen war zwischen den Landesverbänden aus Bremen und Niedersachsen zunächst nur ein Aufsteiger pro Verband. "Wir wollen den Niedersachsen helfend unter die Arme greifen und sind ihnen deshalb entgegen gekommen. Schließlich sind auch wir von ihnen abhängig, wenn wir weiterhin leistungsstarke Spielklassen haben wollen", erklärt Rainer Fritze, weshalb es zum Saisonende wohl zwei Verbandsliga-Aufsteiger aus Niedersachsen (die Meister der beiden Landesligen, zurzeit OHV Aurich II und FC Schüttorf 09) und Bremen (der Meister und der Vizemeister aus der einteiligen Landesliga, zurzeit TSV Daverden und TSV Bremervörde II) geben soll.

Für die Mannschaften in der Verbandsliga Nordsee ist die in Aussicht gestellte Änderung der Aufstiegsregelung ein zweischneidiges Schwert. Die Spielklasse würde in der kommenden Saison auf 16 Mannschaften aufgestockt werden, in der Serie 2007/2008 aber wieder ihre Sollstärke von 14 Mannschaften erreicht haben. Da sind also durchaus vier bis fünf Absteiger drin. Wer sich die Leistungsdichte in der Verbandsliga Nordsee ab dem viertletzten Tabellenplatz aufwärts anschaut, der kann schon jetzt erahnen, welches Hauen und Stechen es in der Spielzeit 2007/2008 um den Klassenerhalt geben wird.

Für die Verbandsligisten hat Gunnar Schäfer, der Trainer des ATSV Habenhausen II, ausgerechnet, dass sich das Spieljahr 2007/2008 bei fünf Pokalspielterminen und ohne Reservespieltag bis zum 18. Mai erstrecken würde. Bei zwei eingeplanten Reservespieltagen sogar bis Anfang Juni, wenn die Begegnungen allesamt an Wochenenden und nicht an Feiertagen ausgetragen werden.

Ganz abgesehen von den höheren Fahrt- und Schiedsrichterkosten. Kein Wunder also, dass die geplante Situation bei den Landesligisten Freude und bei den Verbandsligisten als Mehrbelastung wiederum blankes Entsetzen hervorruft.



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