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Erster Beitrag:
vor 15 Jahren, 7 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 15 Jahren, 7 Monaten
Beteiligte Autoren:
Alexander Klietz, MikeBerlin

Unglaublich... es läuft tatsächlich.

Startbeitrag von Alexander Klietz am 05.08.2001 08:50

Nach etlichen Verrenkungen hab ich es tatsächlich geschafft, da läuft er nun der i386-winnt-cmdline client auf einem 386SX mit 5 Megabyte RAM - in Worten fünf - und das unter Windows 98 SE, naja, einem gewissen Bruchteil von Win98 SE. :xcool:

War ein recht ulkiger Hindernislauf und äußerst slow noch dazu, hier zur allgemeinen Erheiterung der Ablauf:

:D eine 2,5 GB Platte am 386er partitioniert (500MB) und formatiert (FAT16).

:D Platte an modernen Rechner gehängt und Windows Setup Dateien von der CD drauf kopiert, dazu ne Startdiskette erstellt.

:D wieder an 386er gehängt, gebootet, Setup startet, bunter Bildschirm, dann die Meldung "Windows 98 erfordert einen Computer mit 80486-Prozessor oder höher." :eek:

Ne, so schnell wird nicht aufgegeben, dann eben die harte Tour...

:D Platte wieder an den etwas neueren Rechner (dual PIII :hot:), dessen Bootplatte deaktiviert, Setup gestartet, Minimalinst., alles G'lump weggeklickt, bis zum ersten Reboot nach dem Kopieren der Dateien, dann Platte wieder an den 386er...

:D Juchu.. Setup läuft weiter, dauert ewig, ein paar Fehlermeldungen, Java kann nicht installiert werden (brauch ich Java?)...

:D Setup fertig, Reboot, zuwenig Speicher, kein Wunder.

:D nochmal Reboot, F8 gedrückt, auf die Kommandozeile gebootet, msdos.sys editiert so daß Bootmenü immer kommt, logo=0 und so...

:D dann GUI starten in den abgesicherten Modus.. wow der VGA Bildschirm ist da, Meldung "Sie können eine Maus anschließen..." wozu?

:D Meldung "Win läuft im abges. Modus.. blubber" sicher!

:D Systray erscheint, inklusive Uhrzeit, wow.. aber dann, explorer.exe stürzt ab, und will auch nach mehreren Reboots nicht starten.

Tja, keine explorer.exe als shell, was tun? Hehe, teuflischer Gedanke...

:D system.ini geöffnet auf der Kommandozeile und aus dem "shell=Explorer.exe" ein "shell=seti.exe" gemacht. :joke: seti-client auf ne Diskette und auf C: kopiert.

:D Reboot und kaum zu glauben, nach einer kurzen Warnung doch bitte kein Kommandozeilenprogramm im abgesicherten Modus starten zu wollen, kommt die DOS-Box mit dem seti CLI client und er fordert mich auf nen Account anzugeben.

:D Tja, um work_unit.sah und user_info.sah in voller Länge ihres Namens auf die Platte zu bekommen (wieso eigentlich mehr als 8+3 :confused:) muß die Platte dann aber nochmal an den modernen Rechner.

:D Reboot am 386er und ... "Scanning data file" (viele Minuten lang ein blinkender Cursor) ... endlich mal Zeit die Credits zu lesen ;-) ... "Starting work unit without key" ... Jaaaahh, Go! Go! ... "Beginning analysis" :xcool: :xcool: :xcool: :xcool:

Mal gucken, wie lang er es macht. ;-)

Gruß Alex (der langsame)

Antworten:

HEY, Du bist ja noch verrückter als ich,

Windows 98 SE auf 386 SX mit 5 MB, unglaublich. Ich dachte schon, mein erfolgreicher Versuch Windows 95 als Diskettensatz/update von Win 3.11 sei schon das Ende der Fahnenstange. Na vielleicht versuch ich ja noch Win NT zu installieren oder besser gleich Windows 2000.

Du wirst feststellen, dass ohne mathematischen Coprozessor SETI ca. 20 Jahre benötigen wird, deshalb habe ich einen 387 SX von Cyrix installiert und bin inzwischen auf weniger als 6.000 h. Zweitens wird Du feststellen, dass die Festplatte ständig rattert, deshalb habe ich 8 MB RAM installiert. Nu ist meistens Ruhe, nur wenn eine neue FFT-Reihe gestartet wird, rattert es einige Minuten.

Übrigens habe ich nur eine 100 MB Platte drin, dafür aber Netzwerkverbindung unter Windows 95 mit Winsock 2.x Gibt es eigentlich unter Win 3.11 eine Winsock 2.x? Na das versuche ich erstmal unter VMWare auf Windows 2000.

Ich hatte Dir vor einiger Zeti angeboten, 4 MB Module leihweise zur Verfügung zu stellen. Wie siehts aus, Hast Du noch Interesse dran?

Gruß Michael

von MikeBerlin - am 05.08.2001 11:00
Sodele, noch ein bißchen verändert... anstatt seti.exe selbst hab ich jetzt ne batch in die shell Variable eingetragen:

@echo off
seti.exe -verbose -stop_after_process

Funzt auch, so müßte man mittels rename wohl auch das Dateinamenproblem lösen können ohne jedesmal (alle paar Jahre? :joke: ) die Festplatte ausbauen zu müssen.

Nu steht da "Doing baseline smoothing". :-) Mal sehen ob sich das diesen Monat noch ändert. :joke:

Übrigens, die Platte arbeitet nur sehr selten, der Prozessor ist wohl die meiste Zeit dabei voranzuschleichen durch die Gleitkomma-Operationen. :D

@Mike: Danke für Dein Angebot, hättest Du noch die Möglichkeit mir die 4MB Simms leihweise zur Verfügung zu stellen? Ich überweise Dir auch gerne die Portokosten. Wenn sie denn erkannt werden sollten, wäre es ein Leichtes bei ebay oder anderen ein paar 4MB SIMMs zu bekommen. Nur einen SX Copro hab ich noch nicht entdeckt... Na egal, dann läuft die WU eben bis kurz vor's Johnny-Limit von 3600 hrs und wird dann vom PIII fertig gecruncht. :xcool:

Ciao, immer schön slow
Alex

von Alexander Klietz - am 05.08.2001 11:03

Re: HEY, Du bist ja noch verrückter als ich,

Hallo Michael,

> Windows 98 SE auf 386 SX mit 5 MB, unglaublich.

Jo, ich war selbst überrascht.

> Du wirst feststellen, dass ohne mathematischen Coprozessor SETI
> ca. 20 Jahre benötigen wird,

Oweia, nun, ich halte die Augen mal offen nach einem 387SX.

> Zweitens wird Du feststellen, dass die Festplatte ständig
> rattert, deshalb habe ich 8 MB RAM installiert. Nu ist meistens
> Ruhe, nur wenn eine neue FFT-Reihe gestartet wird, rattert es
> einige Minuten.

Die Festplatte zeigt kaum Aktivität, alle 10 Minuten ein wenig, aber er ist ja auch noch beim 'baseline smoothing', mal abwarten. :)

> Übrigens habe ich nur eine 100 MB Platte drin, dafür aber
> Netzwerkverbindung unter Windows 95 mit Winsock 2.x Gibt es
> eigentlich unter Win 3.11 eine Winsock 2.x? Na das versuche ich
> erstmal unter VMWare auf Windows 2000.

Eine NIC steckt drin (10Mbit Ethernet) aber den Speicherplatz für den Treiber spar ich mir wohl lieber im Moment. :)

> Ich hatte Dir vor einiger Zeti angeboten, 4 MB Module leihweise
> zur Verfügung zu stellen. Wie siehts aus, Hast Du noch
> Interesse dran?

Ja, danke nochmal, ich würde sie gerne mal testen. Ich hab noch einen zweiten, baugleichen 386SX, das Testen würde nicht lange dauern, die Riegel sind am nächsten Tag wieder auf der Post und auf dem Rückweg zu Dir. Überweise Dir gerne das Porto, kurze Mail an alexander.klietz@web.de genügt (die obige hotmail Adresse frag ich selten ab).

Meine Postadresse ist:
Alexander Klietz
Frankfurter Str. 24
61239 Ober-Mörlen

Ich weiß auch noch nicht so genau was ich mit den beiden 386ern mache (mal abgesehen vom Quälen mit S@H :) )... vielleicht nen Printserver basteln oder so etwas, mal schauen.

Gruß Alex

von Alexander Klietz - am 05.08.2001 11:33
eMail ist raus, Johnnys 3.600 h ist nur ein Einzelfall. Mal sehen, was bei uns so passiert. Gruß Michael

von MikeBerlin - am 05.08.2001 12:35

Der große Vorteil mit einer Netzwerkkarte

ist, dass Du von außen die State.sah checken kannst, um zu sehen, wieviel % schon gerechnet wurden. So habe ich SetiWatch in Verwendung, um auf allen Clients im Netz die Performance zu überprüfen. Manchmal hängt ja auch ein Rechner, das zeigt SetiWatch dann sofort an und man kann gezielt das Problem lösen. Allerdings schreibt mein 386/387SX manchmal nur alle Stunde eine neue State.sah, manchmal aber auch alle 3 Minuten.

Außerdem kannst Du alle Seti-Dateien auf einem anderen Rechner liegen haben und nur auf dem 386SX berechnen lassen. Meistens sind die Netzwerkkartentreiber auch echt winzig (10 Kb oder so). Und beim Schreiben der State.sah, key.sah wird die Festplatte nicht aktiviert, sondern nur das Netzwerk "belastet".

Ich glaube, am meisten Speicher würdet Du sparen, wenn Du statt des Explorers direkt SETI ausführst. Ich habe das mal irgenwo gelesen, aber selbst nie versucht. Vielleicht werde ich es mal selbst probieren. Gruß Michael

von MikeBerlin - am 05.08.2001 12:43

Re: Der große Vorteil mit einer Netzwerkkarte

> Meistens
> sind die Netzwerkkartentreiber auch echt winzig (10 Kb oder
> so).

Sicher sehr von Vorteil, Deine Konfiguration, ich fürchte nur solange der Explorer als shell bei mir nicht laufen will, werde ich nur schwer die Netzwerkkarte installieren können...

> Ich glaube, am meisten Speicher würdet Du sparen, wenn Du statt
> des Explorers direkt SETI ausführst.

Im Grunde mache ich das ja jetzt, der seti-client ist jetzt die shell von Windows. Im Taskmanager sieht man nur noch "winoldap" und "seti", kein "systray", kein "explorer" und kein "hidserv", der Desktop ist komplett leer bis auf die Schrift "abgesicherter Modus" in den vier Ecken und eben das DOS-Box Fenster mit dem Client, sieht sehr minimalistisch aus. :-)

Gruß Alex

von Alexander Klietz - am 05.08.2001 15:01

Ahh, ich verstehe, und alles ohne TCP/IP

und ohne Winsock? Ich hatte auch versucht, ohne Netz/TCP/IP zu arbeiten. Aber da hat er die vorliegene Work_unit.sah nich akzeptiert, sondern gelöscht und wollte sich eine neue holen. Da kein Winsock 2 ohne TCP/IP gings nicht. Oder bring ich da was durcheinander? Gruß Michael

P.S.:Speicher geht am Dienstag raus.

von MikeBerlin - am 05.08.2001 19:57

Re: Ahh, ich verstehe, und alles ohne TCP/IP

Hmm.. gute Frage.

Die Winsock 2 ist ja bei Windows 98 SE schon dabei. DFÜ-Netzwerk, TCP/IP-Protokoll oder Netzwerkkartentreiber habe ich nicht installiert, sollten also nicht vorhanden sein, offensichtlich reicht die nackte Winsock für den reinen Betrieb des Seti-Clients.

Bei Win 95 ist wohl nur die Winsock 1.x dabei ohne Update?

Der Versuch im abgesicherten Modus mit Netzwerkunterstützung zu booten scheiterte auch an zuwenig Speicher. Da seti als shell läuft sehe ich ja auch innerhalb Windows nichts außer dem Client (kein Systemsteuerung oder auch nur ein Explorer oder eine zweite Dos-Box vorhanden wo man irgendwas nachschauen könnte).

Aber der Rechner läuft stabil bis jetzt und hat um 22:30, viereinhalb Stunden nach dem Neustart mit der ersten FFT begonnen.

"Starting work for Doppler shift rate 0.000000, FFT length 131072" :xcool:

Ich habe ihn noch ein wenig getunt und franke.387 installiert, einen Software-Copro-Emulator, mal schauen ob es was bringt. :)

Oh, eben als ich dies schreibe... 0.000130% Done! :)

Hmm... 17100 Sekunden / 0,000130% macht ca. also.. tja .. nur ganze vier Jahre. :eek:

Besten Dank für die Zusendung, bin schon gespannt ob sie erkannt werden.

Gruß Alex

von Alexander Klietz - am 05.08.2001 20:58
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