Eröffnung historische Straßenbahnlinie 23 am 25.3. in Prag

Startbeitrag von wxdf am 22.03.2017 12:08

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Hallo Helmut,

da der Verweis bei mir nicht lädt, hier die offizielle "Verlautv´barung" der Prager Verkehrsbetriebe: [www.dpp.cz]

Ahoj

PS: Nach einer Weile Rödelei hat die Seite doch noch geladen ...

von AAW - am 22.03.2017 20:43

Reisebericht mit 14 Bildern

In der U28 hatte mich die Schaffnerin doch glatt übersehen, so dass ich aktiv auf sie zuging und eine Skupinová víkendová jízdenka Region Ústecký + Německo erheischte. Die bekam ich dann auch zuschlagfrei um 379 Kč. Auf die Frage, ob ich denn auch noch eine PID-Tageskarte um 160 Kč haben könnte, wurde dies zunächst verneint, nach einer Weile erschien sie jedoch wieder und erklärte, sie doch gefunden zu haben. So was habe bloß noch nie jemand von ihr verlangt.



Dadurch konnte ich mir in Děčín hl.n. einen Fahrkartenkauf sparen und die Zeit reichte noch,die Dráha 3/2017 als Reiselektüre zu kaufen. Der Stadtelefant wird mich als Linie R20 nach Praha-Podbaba befördern.



So kann man auch Arbeitsplätze schaffen oder erhalten : Der Herr im orangenen Overall hat die Aufgabe, je nachdem ob eine 8 oder eine 18 kommt, die Einfahrtsweiche in die Schleife zu stellen



Am Vítěžské náměstí war ich zunächst desorientiert, wo denn nun die Kafková sein sollte, von der mein Anschluss-Bus 143 abfahren sollte, die ist ausserhalb des Bildes weiter oben und ich fand sie noch rechtzeitig.



Inzwischen hatte ich AAW meine Ankunft per SMS signalisiert und nach einem kurzen Plausch an der Královanka ging jeder wieder seines Weges.



Während sich hier eine moderne und eine ältere Version der Linie 25 begegnen, fuhr ich dann mit der 22 zum Královský letohrádek und ging zur Fussgängerbrücke am Park Chotkovy sady ...



... um die talwärts fahrenden Straßenbahnen des Konvois zu filmen.



Weiter ging's dann ins Strassenbahnmuseum, wo ich den Wagen links erst für ein fahrbares Gefängnis hielt, wurde dann aber aufgeklärt, dass das eine fahrbare Trafostaton ist ;-)



Der nächste Plan war, nach Hlubočepy zu fahren und von da den Berg hinauf zu kraxeln. Irgendwie mussten da wohl Touristenmassen dafür gesorgt haben, dass die Regionova von Nučice 15 min Verspätung hatte und somit eine Abfahrt 13:01 h nicht möglich war.
Ergo ging ich zur Fussgängerbrücke, wo zwei verzweifelte Frauen mit Kinderwagen und diversen Vorschulkindern feststellten, dass sie die Stufen da nicht hinauf kommen würden. Ich bedeutete ihnen zwar, weiter hinten vor Na Knižecí gäbe es noch einen ebenerdigen Zugang, bis 13:20 h würden sie es aber ohnehin auch so nicht mehr schaffen. Sie mochten aber nicht hören, liefen die Schräge zum Bahnsteig 1 empor und interviewten dort vorhandene Bahnmitarbeiter. Ich kannte den Abgang von der Brücke noch gar nicht, so war es mir aber noch möglich, in den Cyklohraček zu hüpfen und bis Zličín mitzufahren.



Nach einer Weile tauchten auch die Ehrenhaften Nostalgiker und der verspätete Triebwagen von Hostivice auf .



Dann ging ich zur Rübensiedlung hinüber, wo im Hintergrund diverse Strassenbahnen der Linien 9 und 10 warten und fuhr mit der 10 zu einer Metrostation und weiter zum Hauptbahnhof. Zwei Bübchen, die vorher schon im Strassenbahnmuseum mit ihren Rollern herum gekurvt waren, wurden dabei von einer synthetischen Stimme darauf hingewiesen, dass derartiges Tun auf den Bahnsteigen der Metro nicht erlaubt sei. Big Brother is watching you ;-)



Ursprünglich wollte ich länger im Hbf verweilen,da mir das Gehen aber zunehmend schwer fiel, machte ich lieber "Pojd do haje", was in etwa dem deutschen "Scher Dich zum Teufel" entspricht. Wenn man das letzte Wort allerdings groß schreibt, ist es ein Endpunkt der Metro.
Wie ich schon richtig vermutet hatte, war dort eine Konditorei mit bedeutend günstigeren Preisen als im Stadtzentrum vorrätig und nachdem ich mich genügend gestärkt hatte, ging es mit der Buslinie 125 zum Smíchover Bahnhof hinab.
Mit einem völlig überfüllten Solo-Triebwagen der Linie 5 ging es dann zur Zentralwerkstatt des Verkehrsbetriebes, wobei in Olšany eine deutsche Schulklasse an ihrem Hotel ausstieg.



Wie man an der Endstelle sieht, ist auch auf dieser Linie der Fahrzeugtyp vielfältig. Beim 15 min-Takt hat der Fahrer der hinteren Bahn noch Zeit, einen Plausch mit seiner Kollegin zu machen, die sogar ihren kleinen braven Wauwau in der Fahrerkabine mitführte.



Nach der Fahrt zur Vysočanská und Fußweg hinauf zum Bahnhof Vysočany wurde der 854 von Mělnik zum Hbf genutzt, dem der Fahrdienstleiter einen Vorsichtsbefehl überreichte. Hinter der nächsten Kurve passierten wir neben einem Güterzug ein am Boden liegendes Individuum, bis auf die Augen völlig mit weißen Binden zugewickelt, um das sich zahlreiche Rettungssanitäter, Feuerwehrleute und Ermittler scharten. So geht es aber den unvorsichtigen Gleislatschern. Oder es war ein verhinderter Selbstmörder.



Nach dem Einkauf im Kaufland ging es dann mit der Linie Roztoky u Prahy - Hostivař in Gestalt eines blauen 810 nach Holešovice und mit Umstieg in Florenc zum Náměstí Republiky zum Masarykovo nádraží, wo dann 20:53 h in Gesellschaft von AAW die Heimfahrt gen Dresden angetreten wurde.
Noch ein Video dazu : [youtu.be] und etwas mehr Bildchen : [de.tinypic.com]

von wxdf - am 26.03.2017 20:55

Re: Reisebericht mit 14 Bildern

Zitat
wxdf
... Der Herr im orangenen Overall hat die Aufgabe, je nachdem ob eine 8 oder eine 18 kommt, die Einfahrtsweiche in die Schleife zu stellen


Die werden aber im Normalfall vom Fahrer ferngestellt. Sieht mir eher nach Weichenwartung aus ...

(Vlt. eines dieser mutigen Männlein, die oft mitten auf der Straße zwischen den Autos und Straßenbahnen rumtanzen und mit ihren Drahtbürsten den Unrat aus der Weiche holen, damit die Weichenzunge anliegt?)

Zitat

... um die talwärts fahrenden Straßenbahnen des Konvois zu filmen.


Da hat man oben die Abfhrtszeit des Korsos extra so gelegt, daß man der 22 unauffällig folgt. Aber am Chotekpark mogelt sich schon eine Klapperschlange ins Pulk ... Unerhört! ;)

Zitat

Ergo ging ich zur Fussgängerbrücke, wo zwei verzweifelte Frauen mit Kinderwagen und diversen Vorschulkindern feststellten, dass sie die Stufen da nicht hinauf kommen würden. Ich bedeutete ihnen zwar, weiter hinten vor Na Knižecí gäbe es noch einen ebenerdigen Zugang, ...


Kurz vor Na Knižecí ist etwas übertrieben. Zwischen den Eisenbahnbrücken ist es zwar nicht halb soweit wie dorthin, aber 500 m sind es dennoch: [mapy.cz]

Diesmal habe ich etwas Bewegtbild erzeugt. Nach dem Straßenbahnkorso folgt der Cyklohracek, eine Suene am frequentierteseten Bahnübergang in Prag und eine Mitfahrt in einem "Matrix-T3M" (letztere an einem anderen Tag aufgenommen):
[youtu.be]

Ahoj

von AAW - am 28.03.2017 01:12

"Kurz" vor habe ich ja auch nicht geschrieben

Ich hatte mich nur daran erinnert, wie wir dereinst vom Empfangsgebäude zum damals noch in Betrieb befindlichen Haltepunkt Na Knižecí gewandert waren ;)
Hier noch einige Züge im Bahnhof Smíchov und Cyklohraček bis Zličín : [youtu.be] sowie etwas Abend- und Nachtverkehr : [www.youtube.com]

von wxdf - am 28.03.2017 12:22

Wortreiche ROPID-Erklärung ...

... warum die Linie 23 so ist, wie sie ist : [ropid.cz]

von wxdf - am 28.03.2017 18:04
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