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Informationen zum Thema:
Forum:
ADHS ADS Selbsthilfe
Beiträge im Thema:
3
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren
Beteiligte Autoren:
Barbara2709, Sternchen*, Heidi2007

ADHS

Startbeitrag von Heidi2007 am 07.07.2007 15:50

Hallo ich bin Neu!
Mit ADHS, dachte ich, kenne ich mich aus: Aber es gibt immer neue Probleme.
Unser Pflegekind 16 Jahre (mein Neffe) lebt seit 14 Jahren in unserem
Haushalt. Er war schon immer auffällig, zappelig, unruhig, konnte nicht spielen
usw,in der zweiten Klasse stellte man ADHS fest, er bekam Ritalin.Anfangs
20 mg bis es anstieg auf 70mg. Er war ein durchschnittlicher Schüler, mit dreien.
Hausaufgaben konnte er nur machen, wenn ich daneben sass. Etwas auffällig in
der Schule, aufgedret, laut und die Aufmerksamkeit lies zu wünschen übrig.
Nach der 6.Klasse bekam er eine Empfelung für die Realschule.
Wir meldeten ihm in eine Gesamtschule an, leider kam er seit der 7.Klasse gar
nicht mehr mit, er sackte total mit seinen Zensuren ab(vier fünfer im Zeugnis)
In der 8.Klasse wurde er auf Concerta umgestellt. Aber auch damit besserte
er sich nicht, so mußte er die 8.Klasse wiederholen. Im privaten Bereich kam
für ihn der Tod seiner leiblichen Mutter dazu. Er hatte alle 14 Tage Kontakt zu
seiner Mutter. Er wurde leicht depressiv, wir bekamen einen Therapeuten für ihm,leider hat er nicht richtig mitgearbeitet, so wurde die Therapie wieder
beendet. Wir bekamen den Vorschlag ihm zur Therapie im Krankenhaus anzu-
melden, das war vor zwei Jahren 2005.Dort wurde er wieder umgestellt und
bekam Strattera 40mg und Risperdal 1mg. Er war drei Wochen in der festen
Jugendpsychiatrie und sechs Wochen in der Tagesklinik. Leider hat er auch da
nicht richtig mitgearbeitet.Einzel- und Gruppengesprächen lief er regelrecht da
von. Uns wurde gesagt in diesem Alter wäre eine Therapie schwer durchzu
führen.
Auch in der 9.Klasse wurde es nicht besser: Für mich sah es so aus als ob er
unter eine Schulangst leidet, ich hörte drei mal in der Woche"ich bin krank
kann nicht zur Schule" ich schickte ihn aber zur Schule.
Vom Jugendamt, Lehrer und Arzt bekam ich zu hören: aber er geht ja noch hin. Dazu muß ich sagen das er so gut wie garnicht aus dem Haus geht,
nicht einkaufen, zu keinen Freund (sitzen alle zu Hause am PC)
Vor einem Jahr wurde er wieder umgestellt: Nun bekommt er Strattera 60mg
und Medikinet 10 mg. Vor sechs Wochen hat er seinen Arzt gesagt er möchte
die Medikinet nicht mehr nehmen, er fühle sich damit nicht wohl. Der Arzt sagte: man könne ihm nicht zwingen und wir sollen die Tablette weg lassen.
Vielleicht kommt ermal von allein und will diese wieder haben.
Was ich aber nicht glaube, er ist total gegen die Einnahme von diesen Tabletten, wärend seiner Klassenfahrt hat er keine Tabletten eingenommen,sonder diese weggeworfen.
Nun war die Versetzung wieder in Frage gestellt,aber aus pädagogischen Gründen wird er in die 10.Klasse versetzt, er wird dann einen Hauptschulabschluss erhalten. Zur Zeit nimmt er nur Strattera 60mg und er
soll in der Schule sehr müde sein.
Da wir mit Ritalin sehr zufrieden waren meine Frage: Kann er mit 16 Jahren
noch Ritalin nehmen. Vielen Dank vielleicht hat jemand einen Tip.
Dazu muß ich noch sagen: Zur Zeit lehnt er alles ab, Gespräche zur Berufsausbildung, aktivitäten, Sport, seinen Einzelfallhelfer, Gespräch über seine Krankheit.
Vielen Dank Gruß Heidi2007

Antworten:

Hallo Heidi!

Erstmal herzlich willkommen hier im Forum.
Eine kleine Bitte noch,mache bittebitte Absätze in den Beiträgen,nicht nur ADSler haben Schwierigkeiten angestrengt zu lesen,ist lieb gemeint. ;)Danke!!

Klar kann das Kind noch Ritalin nehmen,wieso denn nicht?? Mein Sohn hatte auch mehreres durch und bekommt nun Ritalin LA 20mg o.30mg.
Bekommt man aber nur über Antrag&Einzelfallentscheidung bei der KK genehmigt.Hält ca.8std.

Wir kommen mit dem normalen Rita auch gut klar,wirkt nur zu kurz und Concerta hatte ihn aggressiv gemacht.Allerdings hatten wir vor 3J.schon mal die Kombi Concerta 36mg+30mg LA,war die Beste Wirkung zum Anfang,danach bis heute nur noch das LA.

Mein Sohn testet auch,ob ers ohne schafft,ist übrigens 17,5J.,hat allerdings schon gemerkt,daß es ganz ohne noch nicht geht,er fällt dann zu schnell in die Löcher zurück,ist dann lauter und hibbeliger,kann man so grad eben noch ertragen.

Wenn er alles verweigert,kann es sein,daß ihm seine Mutter fehlt??
Was sagt denn der Einzelfallhelfer dazu,wie schätzt der ihn denn ein??

Tja,ansonsten müßt ihr ihn wohl auflaufen lassen,wenn er garnix will.Jeder hat mal ne Phase,aber die kann ja nicht ewig dauern.
Wir lassen ihn auch gehen auf anraten des Familienhelfers,er muß lernen,seine Konsequenzen selbst zu tragen.

Unserer weiß,daß er entweder zur Schule geht,oder eine Lehre macht,oder sich nen Nebenjob für 1Jahr suchen muß,er hats bis zum letzten Termin aufgeschoben und ist jetzt erst in letzter Zeit am ackern,noch was zu kriegen.
Er weiß auch,daß er in betreutes Wohnen gehen kann,wenn er meint,hier den Lerry raushängen lassen zu können,aber letzteres hat sich in letzter Zeit verbessert.

Wenn er Hilfe braucht,kann er jederzeit zu uns kommen,aber machen muß er es alleine.

Hoffe,konnte schon mal etwas helfen.

Gruß von Sternchen*

von Sternchen* - am 07.07.2007 16:46
Hallo Heidi,

habe auch eine 17jährige Tochter (habe vor 2 Tagen unter dem Thema "Schwierige Freunde) geschrieben.

Ich wollte nur was zum Thema Medikamente sagen. Wir machen gerade gute Erfahrungen mit Equasym Retard. Da meine Tochter immer eher verträumt war und erst im Alter von 15 Jahren so richtig auffällig wurde, auch sehr aggressiv gegenüber uns und ihren Geschwistern, haben wir erst in diesem Alter mit Medikamenten begonnen.

Wir haben alles probiert, auch Amphetaminsaft. Alle Medis haben sie zu sehr lahmgelegt. Das Eqausym Retard ist wohl erst kurz auf dem Markt. Es setzt sich anders frei, als die anderen Präparate. Sie nimmt jetzt 30 mg. während Schultagen und demnächst zu Ausbildungsbeginn. Das reicht bei ihr, obwohl sie ca. 70 kg wiegt.

Vielleicht konnte ich ein bißchen helfen.

Schönen Gruß
Barbara 2709

von Barbara2709 - am 09.07.2007 20:00
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