Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
ADHS ADS Selbsthilfe
Beiträge im Thema:
15
Erster Beitrag:
vor 10 Jahren
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren
Beteiligte Autoren:
Carina1968, silkesluka, Monkele, Frieda71, ingrid_57, icke WES, Rosenfan

Wie lerne ich, konsequenter zu sein?

Startbeitrag von Carina1968 am 09.08.2008 18:15

Ich weiß, der Dreh- und Angelpunkt bei unseren speziellen Kindern ist die Konsequenz.

Ich bin da nicht sehr gut und bin ja nun auch noch seit einem 3/4 Jahr allein erziehend.

Wer hat Tipps, wie es besser klappt und man nicht nur von früh bis spät am Meckern ist?


Grüße. Carina

Antworten:

Hallo Carina,

soviel kann ich dazu auch nicht sagen, muß in dieser Hinsicht auch noch weiter an mir arbeiten.

Was aber für die Kinder wichtig ist, sind klare Ansagen, z.B. räume jetzt den Tisch ab und nicht: würdest du jetzt bitte den Tisch abräumen. Und keine stundenlangen Erklärungen abgeben, wieso, weshalb warum das so ist. Bis man fertig mit Erklärungen ist, wissen die Kinder den Anfang schon nicht mehr.

Keine Verbote geben, wenn man sich nicht daran hält. Passiert mir leider auch immer noch mal. Fehltritte, die man nicht tolerieren möchte, müssen entspr. Konsequenzen für die Kinder haben, z.B. eine bestimmte Zeit lang kein Nintendo spielen. Hausarrest gebe ich ungern, weil gerade mein Großer ohnehin ein Stubenhocker ist. Da würde er sich noch drüber freuen.

Also immer gucken, ob es die Kinder tatsächlich auch "trifft".

Ich hoffe, ich konnte Dir hiermit ein wenig weiter helfen.

Noch ein schönes Wochenende und liebe Grüße,


von Rosenfan - am 09.08.2008 19:40
Hallo Carina,

was ich wichtig finde ist: nicht an zu vielen Baustellen gleichzeitig arbeiten.

D.h. such Dir ein, zwei oder 3 Punkte aus, die Du ändern möchtest. Sachen, die Du am wenigsten bei deinem Kind akzeptieren kannst. Dann darauf hinarbeiten, dass diese Sachen klappen. Dazu muss das Kind erstmal genau wissen, was Du nicht magst und nach Möglichkeit, warum du es nicht magst.

z.B. Ich mag es nicht, wenn Du immer Deine Klamotten/Spielzeug überall rumliegen lässt, weil es unordentlich ist und weil ich dann soviel Zeit verplempern muss, die wir anders viel schöner nutzen könnten.

Dann am besten vereinbaren, wie man dieses Ziel erreichen möchte und vielleicht auch eine Belohnung vereinbaren. Z.B. wenn Mama weniger aufräumen muss, dann bleibt mehr Zeit zum Vorlesen.

Ich weiß jetzt nicht, wie alt Dein Kind ist ... vielleicht liege ich mit dem Beispiel voll daneben *nachdenklichguck* - aber vom Prinzip her verstehst Du bestimmt, wie ich das meine.

Andere "Störfaktoren", die man vielleicht einigermaßen akzeptieren kann während der Zeit dann am besten ignorieren, oder versuchen sich darüber nicht aufzuregen.

Meistens ist es ja so, dass man eh schon wegen irgendwas auf 180 ist und dann jedes Bisschen zum schimpfen reizt. Das sollte man versuchen zu vermeiden. Vor allem, wenn das Kind dann zwischen dem eigentlichen "Explosionsgrund" und dem jetzt gerade begangenen "kleinen Fehlerchen'" keinen Zusammenhang herstellen kann.

Und ganz wichtig, gerade bei unseren ADSler, klare und eindeutige Ansagen und angesagtes auch wirklich so durchführen. Ob es Verbote oder Versprechungen sind, das ist beides genauso wichtig.

Es klappt nicht immer, aber immer öfter. Hauptsache, dass man irgendwie die Negativspirale durchbrechen kann.

Ich drücke Dir die Daumen.

Liebe Grüße

Monkele

von Monkele - am 09.08.2008 21:37
Hallo Carina,

Wie Conny schon schreibt, Fehltritte, die man nicht tolerieren möchte, müssen entspr. Konsequenzen für die Kinder haben.

Ein Verbot von Fernsehen und Spielekonsole lässt sich natürlich nur durchsetzen, wenn die Kinder entweder kein eigenes Fernsehgerät haben, oder dieses durch Konfiszieren des Antennenkabels bzw. Scartkabels (bei Spielekonsole) unbrauchbar gemacht wird. (Gilt natürlich in ähnlicher Weise auch für den PC.) Sollten Deinem Kind eines dieser Geräte lieb und teuer sein, so tut das doppelt weh, wenn er oder sie sich das Teil zwar angucken darf, die Nutzung jedoch aufgrund des Fehlens eines wichtigen Bauteils unmöglich ist.

Stell Dir nur mal vor, Du solltest mit Autoentzug bestraft werden. Das Auto steht zwar vor der Tür, aber es sind keine Räder darunter. So ähnlich fühlt sich das Kind dann.

Gruß

icke WES!

von icke WES - am 09.08.2008 21:54
Hallo,

bei uns ging es auch so, und irgendwann war ich am Ende mit meiner Kraft.

Und dann gingen eben doch nur noch die Methoden, die meine Eltern bei uns angewendet hatten (meine Schweser hat höchstwahrscheinlich ADHS), obwohl ich das damals als so hart empfand!

Disziplin, strikte Anweisungen und entsprechende Strafen - bis zum abwinken!
Und schon wird es bedeutend erträglicher zuhause - nicht ruhig, aber ruhiger!

Wir haben dazu noch ein Belohnungspunktesystem eingeführt, das klappt total gut! Er spart sogar im Moment sogar schon auf ein größeres Geschenk über 2 Monate hinweg!!! Das ist total toll, weil extrem schwierig für ihn!
Im Moment ist er wieder sehr auf Lob und Bestätigung fixiert, sodass es ihm schwer ankommt, seine Belohnnung nicht am Ende des Monats bekommt.

Ganz wichtig ist, dass die Strafen wirklich immer nur solche sein sollten, die du auch durchsetzen kannst.
Leere Drohugen führen zu genau dem gegenteiligen Ergebnis!

Bei meinem Sohn ist das eben im Moment sein Playmobil, unsere Kleine wird damit auch schon "bekannt" gemacht und muß dann eben auf ihre Lieblingsbücher verzichten, wenn sie allzusehr über die Stränge schlägt.
Nur ein paar Tage, dann kriegen sie sie - je nach Lage- unauffällig oder "offiziell" wieder.

So, meine Vandalen kommen!

Alles Gute,
Silke

von silkesluka - am 10.08.2008 15:36

SILKE

Hallo!

Erklärst Du mir mal Dein Bonussystem?

Ich habe schon oft eins angesetzt, aber irgendwie war das nie von langer Dauer...

LG. Carina

von Carina1968 - am 10.08.2008 17:15
Hallo Carina,

bin zwar nicht Silke, aber vielleicht helfen Dir meine Erfahrungen auch weiter.

Als erstes, ich musste mir alle paar Monate ein neues System einfallen lassen, sonst wurde es ihm zu langweilig bzw. es wurde ihm egal.

Wichtig, wenn möglich nur gute Taten belohnen, wenig oder keine Strafpunkte geben, damit die Kinder sehen, dass sie ja doch zu was gut sind. Es wird oft genug auf ihnen herumgetrampelt und sie werden oft genug (auch von uns) geschimpft. Wenn sie dann am Belohnungskalener nur Miese sehen - wie soll das aufbauen?

Die ganz einfache Form, wie sie von unserer Psychologin auch angeraten wurde: für einen guten Tag ein Plus, ein schlechter ein Minus. Da jeder mal schlechte Tage hat, darf auch Junior 4 mal Minus haben. Wenn er den Rest Plus hat, darf er sich zum Sonntag was wünschen. Das ist bei uns der Familientag, weil ich von Montag bis Sonnabend arbeiten bin. Der Wunsch wird Montag in Familie abgesprochen (meist ohne mich, da ich oft auf Spätschicht bin und erst gegen halb elf zu Hause bin). Klappt es die Woche über, dann kann er Sonntag seinen Wunsch einlösen. Und wenn es halt ein Tag vor dem PC ist und draußen bestes Badewetter. Wenn wir das versprechen, müssen wir es einhalten.

Die andere Form - er hat einen materiellen Wunsch. Junior hat gesehen, dass seine Cousine zu Weihnachten ein Nintendo DS bekam, seitdem wollte er auch so ein Teil. Also habe ich ein Gutscheinheft gemacht. 20 gute Taten, sei es Hilfe im Haushalt, Lob aus der Schule oder von Oma und Opa, wo er öfter ist, gute Noten oder einfach nur ein liebes Kind.... und er darf sich einen Aufkleber einkleben (die bunten Klebepunkte aus den Schreibwarenhandel machen sich gut). Als Bonus für 5 zusätzliche gute Taten gab es ein Spiel noch obendrauf (also insgesamt Nintendo und 2 Spiele). Das Ganze über einen Zeitraum von 2,5 Monaten und er hat es zum Geburtstag. Einziges Problem, der Zeitraum war zu lang gewählt, er hat schnell das Interesse verloren obwohl er das Spiel noch immer wollte.

Aber er hat es geschafft! Leider, denn oft genug muss ich das Spiel jetzt vor ihm verstecken, weil er es sonst nicht mehr aus der Hand legt. So muss er jetzt nachfragen, ob er darf.

Ich hoffe, ich konnte Dir etwas helfen.

Viele liebe Grüße,
Brit

von Frieda71 - am 10.08.2008 18:59

Brit

Danke...

Das hört sich nicht schlecht an...

Ein Problem: wie grenzt Du einen guten Tag ein?

Bei uns fängt es meist mit Stress am Morgen an. Er will sich nicht Anziehen und nicht Frühstücken. Dabei muss er das ja, wegen der Tablette und weil ich dann aus dem Haus muss. Im Grunde läuft das IMMER mies und trotzdem gibt es auch Tage, da klappt der Rest super gut.

Mir persönlich sind Sachen wichtig wie:

Sitzenbleiben bei Tisch
Nicht schreien
Hausaufgaben machen
Bruder nicht tyrannisieren
Im Bett bleiben

Das wäre erst einmal so das Wichtigste.

Uns sind viele Dinge entglitten, die Trennung hat uns alle sehr aufgewühlt. Ich werde wohl in 8 Wochen eine Familienhilfe bekommen, die uns bei neuen Strukturen helfen soll.

LG. Carina


von Carina1968 - am 10.08.2008 19:24

Re: Brit

Hallo Carina,

das mit morgens Anziehen und Frühstücken ist bei uns auch so. Wir sehen das als normal an. Aus diesem Grunde stehen wir halt frühs eine Stunde eher auf und lassen ihn im Bad nach dem Waschen alleine machen. Dafür muss er allerdings abends eher ins Bett. Aber so umschiffen wir wenigstens etwas die Hektik am Morgen. Ich bin zwar kein Morgenmuffel, aber gegen Stress am Früh bin ich allergisch, da will ich doch lieber meine Ruhe.

Frühstück? Auch so ein Problem. Wenn er dann endlich halbwegs angezogen in der Küche erscheint, erwartet ihn eine Schale Müsli /Kornflakes ohne Milch, die kann er, wenn er will, sich selber dazu machen. Aber meist isst er mit den Fingern und schwatzt, da braucht er weder Milch noch Löffel. Diese Abstriche machen wir, damit er überhaupt was isst. Trinken tut er Tee, das ist er schon von Babyzeiten an gewöhnt, dass immer eine Tasse oder kleine Kanne Tee für ihn da ist.

Deine Persönlichen Sachen sind auch die Dinge, auf die wir den meisten Wert legen (außer Bruder ärgern, er wird wohl Einzelkind bleiben ;-))

Da stehen wir oft auch grübelnd abends da und wägen ab. Hausaufgaben verweigert, aber ordentlich gegessen und freiwillig versucht aufzuräumen ohne Hilfe, o.k gibt ein Plus. Aber aufpassen! Er versucht uns auszuspielen, so nach dem Motto: Wenn ich aufräume und mich ordentlich einschleime, brauch ich keine Hausaufgaben machen und bekomme trotzdem ein Plus.
Da muss man flexibel bleiben und die Prioritäten ganz fix anders setzen.

Ich weiß jetzt nicht, wie alt Deine Kleinen sind, ob sie z. B. auch noch Mittagsschlaf machen. Vielleicht kannst Du ja mit ganz kleinen Dingen anfangen. Zum Mittagsschlaf z. B. ausmachen, wenn du eine halbe Stunde alleine in deinem Bett bleibst ohne rauszukommen, bekommst du einen Bonbon, Eis, les ich dir was vor, kannst Rad fahren, spiel ich mit dir Mensch ärger dich nicht.....
oder nach dem Essen. Wenn das geklappt hat bekommt er eine kleine Belohnung.

Meiner durfte nach den Hausaufgaben Fernsehen gucken, weil da seine Lieblingssendungen immer kamen. Aber dazu mussten die Hausaufgaben fertig und ordentlich sein, sonst blieb der Fernseher aus. Hat er sich verweigert oder keine Lust, hat er oft seine Sendungen verpasst, wenn er endlich fertig war. Danach habe ich ihn dann auf den Spielplatz geschickt, gleich hinter unserem Haus, bevor er noch auf die Idee kommt, im Haus zu hocken und Nintendo zu spielen.

Bei den Hausaufgaben aber auch mal schauen, wie viel das ist, häufig braucht er eine kleine Pause zum Essen, Trinken, einmal quer durchs Haus rennen. Ich stelle einen Zeitwecker auf 5 min, danach gehts weiter. Oft muss ich ihn auch bei den Hausaufgaben auf ca. 15 min stellen, also 15 min was machen, 5 min Pause, dann weiter 15 min. Auf die Art und Weise schafft er seine Sendung aber auch nicht.

Entweder erst mal nur das Eine probieren bis es klappt, oder, wenn es gut läuft, gleich in Verbindung mit dem Belohnungsplan. So können sich die Zwerge mehr wünschen.

Viele liebe Grüße,
Brit

von Frieda71 - am 11.08.2008 06:50

Re: SILKE

Hallo,

tja, das tu ich gern, aber ich hab bei vielen eben schon gehört, das das nicht funktioniert.

Ich habe ihm jetzt eine Eule gebastelt, an die er Federn ankleben darf.
Wenn die Eule "angezogen ist" (da passen etwa 28 Federn rauf), dann darf er sich eine Belohnung aussuchen.
Das war in diesem Jahr ein Kinobesuch, ein Zoobesuch, ein McDonalds-Essen und ein Playmobil Schiffswrack (Sonderangebot ;0) ).
Jetzt hat er sich in einen Playmobil Piratenkoffer verguckt, den er unbedingt haben will. Da der aber 30 ¤ kostet und damit den Rahmen der Belohnung sprengt, hat er (von sich aus) beschlossen seine Belohnungspunkte zu sammeln, bis es "reicht".

Wir haben angefangen mit einem Kalender, auf den er jeden Tag einen Aufkleber geklebt bekam, dann hatten wir eine Raupe, die er anmalen konnte und so versuch ich immer ein bisschen Abwechslung reinzubekommen um es "spannend zu machen.

Ich hab zur Zeit eine Eisenbahn in Arbeit, bei der er dann Waggons anhängen kann. Je länger der Zug am Ende des Monats, desto größer darf die Belohnung ausfallen. (ALso wenig Waggons = Zeitung, viele Waggons= Kino oder so etwas)

Ich hoffe ich konnte Dir ein bisschen helfen,

Silke





von silkesluka - am 11.08.2008 09:24

Bonus

Danke...

Ich habe eben eine Bonusraupe entworfen, wenn er nachher (übrigens 8 Jahre alt) wieder ansprechbar ist, dann werde ich mal mit ihm darüber reden.

Heute ist so ein Tag....

Er kam aus der Schule und hat seit quasi viertel vor 1 schlechte Laune. Er hat das Mittagessen komplett verweigert (evtl. Tabelttenwirkung) und schreit und meckert, schmeißt Türen, verweigert die Hausaufgaben, beschimpft mich und ist UNERTRÄGLICH!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Ich sitze hier schon mit verkrampftem Bauchgefühl. Wenn er nachher wieder "normal" ist, werde ich ihm eine Beschäftigung anbieten.

Wie beschäftigt Ihr Euch eigentlich mit den kleinen Unruhegeistern?

Nun ja, noch eine Frage...was macht Ihr bei mieser Laune? Bei Schreien, Meckern, "Scheiße" rufen undundund.

Ich bin manchmal so ratlos.

Jetzt ist er in seinem Zimmer, ich konnte es nicht mehr ertragen und habe ihn weggeschickt.

LG. Carina



von Carina1968 - am 11.08.2008 12:14

Re: Bonus

Hallo Carina,

wir haben unseren dann auch ins Zimmer geschickt. Glücklicherweise haben wir die Phasen inzwischen überstanden. Junior ist 17.

Ich glaube das, was am Nötigsten ist ist, dass man dem Kind vermittelt, dass es ok ist, wenn es schlecht gelaunt ist, weil es sich z.B. in der Schule geärgert hat. Manchmal brauchen sie dann eine kleine Auszeit um wieder auf das normale Level herunterzukommen.

Danach habe ich immer versucht herauszubekommen, was los war. Grundlos sind sie sicher nicht so verstört und wütend. Sie können nur oftmals nicht gleich darüber reden.

Anfangs habe ich leider oft genug den Fehler gemacht und gleich unserem Sohn zumindest eine Portion Mitschuld zu geben. Ist ja auch meistens so, einer alleine streitet ja nicht ;).

Dann habe ich versucht, ihn zuerst mal nur erzählen zu lassen und Verständnis zu zeigen. Die Wut verraucht und man kann dann versuchen nach den Hintergründen zu forschen. Oftmals kam dann sogar von selber die Einsicht, dass er auch nicht ganz unschuldig war. Allerdings auch erst, als er mit den Tabletten eingestellt war.

Was aber genauso wichtig ist wie das, dass es ok ist wenn man schlecht gelaunt oder wütend ist, genauso wichtig ist es, dass man unterscheiden lernt, auf wen man wütend ist und wer einem nichts getan hat.

Also Mutter anschnauzen, wenn man auf den Lehrer sauer ist, dass passt nicht. Das solltest Du ihm dann auch sagen. Auch, dass Du ihm dann hilfst, wenn er Hilfe braucht, aber nur, wenn er Dich anständig behandelt.

Ist schwierig, aber es wird besser mit der Zeit. Immer ein bisschen daran arbeiten, auch wenns anstrengend und nervend ist.

Ich drück Dir die Daumen.

Liebe Grüße

Monkele




von Monkele - am 11.08.2008 13:09
Ich habe dann heute abend tatsächlich rausbekommen, dass er in der Schule Ärger hatte.....

Es ging um einen Bleistift, den er dann kaputt gespitzt hat und hinterher gabs Ärger mit dem Mathelehrer. Seufz.

Es ist ein langer Weg.

LG. Carina

von Carina1968 - am 11.08.2008 18:37
bei "durchdrehen" sagte ich meinen damals 8-jährigem? "erinnerst du dich an den kindergarten, wo du 3 min auf dem stuhl sitzen mußtest? jetzt bitte ich dich in dein zimmer zu gehen und zur ruhe zu kommen, über das jetzt nachdenken und mir dann sagen, was du gedacht hast". hat oft geholfen, es dauerte keine 3 min da war er da. manche nennen es "auszeit". das brauchen ads-ler. nicht nur die kleinen.

von ingrid_57 - am 11.08.2008 19:27
Hallo,

geht uns mit unserem auch so!
Wenn der Streß im Kindergarten hatte, ist er völlig ausgerastet.
Manchmal nur, wenn ich fragte, wie es war.
ABER: Mutter lernt ja dazu und kennt Sohnemann ja mittlerweile ganz gut. ;0)
Also, erst mal Blick ins Gesicht - Stimmung abschätzen und dann reagieren.
Bei unserem Großen ist es mittlerweile so gut geworden, dass er, wenn er Streß hat schon im Vorfeld sagt, "Ich will nicht" und sich allein in sein Zimmer verzieht. Er kommt dann irgendwann von allein wieder.
Manchmal erzählt er auch, meistens nicht. :0(

Aber ich muß immer voranstellen, das unser Sohn kein so schweres ADHS hat, wie es bei einigen (vermutlich bei den meisten) vorliegt, also komm ich mit meinem "Weichspülgang" noch relativ gut zurecht.

Hoffentlich hilft es trotzdem.

Ach so: Wenn ich mit den Nerven am Ende bin und beide Kinder mich zum Schreien bringen, dann nehm´ ich mir meine Auszeit.
Ich gehe in unser Schlafzimmer und schließe ab.
Die Kinder wissen mittlerweile, dass ich dann nicht mehr angesprochen werden kann, ohne völlig auszuflippen.
Mein Mann boxt übrigens auf die Gehwegplatten.

Alles Gute,
Silke

PS: Viel Glück mit der Raupe!

von silkesluka - am 11.08.2008 20:15
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.