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ADHS ADS Selbsthilfe
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14
Erster Beitrag:
vor 9 Jahren, 11 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 9 Jahren, 10 Monaten
Beteiligte Autoren:
adshbmami, Elphaba, ingrid_57, Marion1973, Mamabär02, Agnes69, Rosenfan

Bin neu hier: ADHS und Hochbegabung

Startbeitrag von adshbmami am 14.09.2008 20:35

Hallo alle zusammen,

ich habe 2 Kinder (6 und knapp 4 Jahre), beides sehr anstrengende und fordernde Kinder, die auch Schreikinder waren. Bei unserem 6-jährigen Sohn wurde nun ADHS Mischtyp mit und ohne Hyperaktivität in sehr ausgeprägter Form festgestellt. 2 Jahre zuvor wurde bereits Hochbegabung diagnostiziert.

Wie unser Alltag aussieht ist kaum zu beschreiben. Ich bin mit meinen Nerven am Ende. Da unser Sohn sich so gut wie gar nicht mehr konzentrieren kann (Schule, Hausaufgaben, Essen, usw.) und auch seine eigentlich vorhandene Begabung nicht richtig ausleben kann, werden wir nun – auf Empfehlung unserer Kinderpsychologin - eine medikamentöse Therapie starten. Diese ist ihrer Meinung nach Voraussetzung für alles weitere, da er sich so, wie es jetzt ist, auch auf keine Verhaltenstherapie konzentrieren könnte.

Ich wünsche mir einen Austausch mit ebenfalls Betroffenen, vielleicht auch mit Eltern, deren Kinder auch Hochbegabung und ADHS haben.

Wer hat mit einem solchen Kind auch eine Therapie mit Methylphenidat gemacht?

Vielen Dank und liebe Grüße
adshbmami

Antworten:

Hallo adshbmami!

Schön, dass Du hierher gefunden hast!

Meine Kinder sind nicht so hochbegabt, dass sie bei MENSA mitmachen könnten, aber die beiden Großen sind zumindest grenzwertig. - Beide bei rund 130 IQ.

Der Große (11) bekommt seit über 1 1/2 Jahren MPH.
Zuerst Ritalin, jetzt Concerta.
Seither macht er seine Hausis, die bis dahin eine große Qual waren, so gut wie immer ganz alleine und zuverlässig.
Er kann seine Fähigkeiten gut nützen.
Im Zeugnis hatte er zwei 2en (Bio - das interessiert ihn nicht und Sport - da ist er leider nicht so gut), und sonst alles auf Sehr Gut.

Besonders auffällig ist es in Deutsch: Er schreibt sehr interessante und gut formulierte Aufsätze, hat sich aber früher immer alles durch Flüchtigkeitsfehler verhaut.

Seine Schrift ist immer noch nicht berühmt, aber das Schriftbild insgesamt ordentlicher (ohne tausendmal Durchstreichen, Pfeile oder Sternchen zur Korrektur der Reihenfolge).

Freunde hat er leider nicht viele, aber das liegt wohl auch daran, dass seine Interessen und Gedankengänge nicht gerade "Mainstream" sind.
Er selbst ist mit der Situation ganz zufrieden.

Die Mittlere (9) kommt in der Schule gut mit, und auch die Hausübungen hat sie gut unter Kontrolle.
Bei ihr gibt es eher Probleme mit der Fähigkeit, sich unterzuordnen.

Sie respektiert die Lehrerin nicht und kann nicht akzeptieren, dass die der Boss ist, auch wenn sie oft Fehler macht.
Bei ihr spürt man sehr stark die Diskrepanz zwischen kognitiver und emotionaler Reife:
Sie fühlt sich geistig unterfordert und reagiert darauf emotionell, wie eine Sechsjährige: bockt, streikt und rebelliert.

Ich weiß noch nicht, ob ihr Medis hier auch helfen können.
Wir werden auf jeden Fall erstmal alles andere versuchen (wir haben einen ADS-Coach).

Ich hoffe, besonders das, was ich von meinem Großen erzählt hat, macht Dir Mut!

Liebe Grüße aus Österreich!

Agnes

von Agnes69 - am 15.09.2008 10:29
Hallo,

mein Großer (10 J.) bekommt seit nicht ganz einem Jahr Medikinet retard 20 mg. Er hat zwar "nur" ADS, also ohne Hyperaktivität, aber da er der Träumertyp ist, war sein Arbeitstempo in der Schule und bei den HA weit unter Durchschnitt.

Außerdem konnte er sich auch nicht so lange auf anstrengende Dinge konzentrieren. Mit Lego dagegen kann er stundenlang bauen. Erst seit der Gabe der Medi und einem stat. Aufenthalt in der KJP konnte sein Arbeitstempo deutlich gesteigert werden. Er kommt jetzt wunderbar im Unterricht mit.

Auch bei ihm wurde ein IQ von 128 festgestellt, also auch an der Grenze zur Hochbegabung. Das haben wir bei ihm schon sehr früh festgestellt. Er konnte mit zwei Jahren schon viel besser und im Wortschatz weiter sprechen als Gleichaltrige. Das ist bis heute so. Seine ehemaligen Lehrer auf der Grundschule- er ist jetzt in der weiterf. Schule- haben das immer wieder gesagt und waren darüber sehr erstaunt. Als er in der 1. Klasse war, fing er bereits zu Beginn der Herbstferien an, Bücher zu lesen.

Bei unseren speziellen Kindern ist es eben oft so, daß sie über viel Potential verfügen, aber nicht daran kommen. Erst durch die Medikamentengabe wird die Tür dahin geöffnet. Anfangs müssen sie erst mal lernen damit umzugehen. Aber mit der Zeit wird es besser.

So, wie Eure Ärztin es schon sagt, ist es wohl das Vernünftigste, mit einer medik. Therapie zu beginnen, weil er erst dann in der Lage sein wird, Neues aufzunehmen.

Aber erwarte am Anfang auch nicht zuviel. Es kann auch manchmal eine Weile dauern, bis man die richtige Dosis gefunden hat- oder das richtige Medikament. Jedes Kind spricht anders darauf an.

Liebe Grüße,


von Rosenfan - am 15.09.2008 13:45
Hallo adhshbmami,

hier ist noch eine "Gleichgesinnte" und erst mal hallo im Forum!

Mein Sohn ist 11, geht seit heute in die 6.Klasse Gymi.
Er hatte bei der ersten ADHS/HB-Diagnose ohne Medis einen IQ von 128, das war vor ca. 4 Jahren. Seither nimmt er MPH (Concerta). Vor kurzem haben wir ihn nochmals testen lassen und mit Medis ist der IQ nun bei 135.

Was ich damit sagen will ist, dass die ADS/ADHSler mit Hilfe der Medis ihr Potential erst ausschöpfen können. Nun könnte man ja sagen, was interessiert es denn, ob der IQ 128 oder 135 ist - klar, wenn da nicht auch noch die Probleme auf der Sozialen Ebene wären :-(.
Aber auch unser Kipsy meinte damals bei der Diagnose, dass ihm der überdurchschnittliche IQ bei der Bewältigung seiner Probleme helfen könnte. Man kann ihm Dinge, die er emotional nicht auf die Reihe kriegt dann auf der kognitiven Schiene nahebringen.

Wir hatten, schon bevor er auf Medis eingestellt war, mit einer Therapie (zielte auf die Frustrationstoleranz) begonnen. Wir hatten aber erst nach Beginn der Medikation den Eindruck, dass es vorwärts gehen würde.

Was bei meinem Sohn nachwievor schwierig ist, und in der GS ein großes Problem war, sind die Hausaufgaben. Er hat nicht eingesehen, wozu er sie machen sollte. Er hatte die Übung des Stoffes nicht nötig, er saß! Ihn dann zu motivieren nun doch zum 27.Mal plus/minus zu rechnen, hat mich einiges an Nerven gekostet und viele graue Haare gebracht.
Da haben wir dann mit der Lehrerin die Vereinbarung getroffen, wenn sie den Eindruck hat, dass er den Stoff kapiert hat, dass sie ihm dann kniffligere Aufgaben als HA gibt. Die Idee fanden wir damals genial, nur leider hat die Umsetzung nicht geklappt. Sohni meinte nämlich er müsse die Aufgaben zusätzlich machen, das sah er nicht ein und hat sie gar nicht gemacht :-( aber verständlich.

Wir wären in der glücklichen Situation gewesen in erreichbarer Nähe ein Gymi für HB zu haben. Wir haben ihn aber erst mal noch nicht dorthin geschickt, weil die Umstellung von GS auf Gymi doch ziemlich heftig ist, und wir erst mal sehen wollten, wie er mit dem normalen Gymi klar kommt. Er hat die 5. ganz gut bewältigt, wir haben aber nicht den Eindruck, dass er unterfordert wäre. Er sagte selbst er ginge dort, wo er ist, gerne zur Schule (mit der Einschränkung: wenn es die Hausis nicht gäbe!). Also warum etwas ändern?

Hoffe ich konnte Dir ein bißchen Auftrieb geben, dass du die Kombination ADHS/HB als Chance siehst, die man nutzen kann!

lg
mamabär



von Mamabär02 - am 16.09.2008 08:46
Hallo adshbmami!

Mein Sohn (6) ist zwar nicht hochbegabt, aber schon überdurchschnittlich
intelligent (IQ 120). Er war vor einem Jahr in einer kinder- und
jugendpsychiatrischen Tagesklinik für 12 Wochen. Erst haben sie
Beobachtungen, Gespräche und Untersuchungen durchgeführt, wo
sie nach 5 Wochen der Meinung waren, ihn trotz seiner damals gerade
mal 5 Jahren Ihm Medikamente zu geben.

Gerade deshalb weil
diesen Sommer die Schule anstand und auch eine Verhaltenstherapie
gemacht werden sollte. Sie meinten, daß beides für ihn sehr schwierig
werden würde, weil es eben in seinem Kopf nicht ankommt und er
sein Potenzial was er ja hat aber überhaupt nicht ausschöpfen kann.

Wir haben es gewagt und waren überrascht was er mit Medis alles
schafft. Auch konnen wir viel besser mit ihm umgehen, weil er jetzt
viel besser zuhören kann als vorher. Er geht seit Mitte August in
die Schule und bin bis jetzt zufrieden Das einzige leichte
Manko was wir
zur Zeit merken ist sein Sozialverhalten und seine Impulsivität,
was aber noch in einem für die Klassenlehrerin vertretbaren Rahmen
ist. Ansonsten ist diese auch zufrieden mit meinem Kind.

Ich habe mich am Anfang auch schwer getan meinem damals 5jährigen
Kind täglich Medikamente zu geben, habe es bis jetzt aber nicht bereut,
weil ich merke das er so aber viel besser mit sich und der Umwelt
klarkommt.

In welche Klasse geht denn Dein Kind?

Viele liebe Grüße

Marion

von Marion1973 - am 16.09.2008 08:48
HB und ADHS ist eine unheilige Allianz :-/

Mein Sohn ist nicht HB sondern auch überdurchschnittlich Begabt (Zumindest nach Kaufmann-ABC ohne Medis am späten nachmittag...)

Ich würde es mit den Medis an Deiner Stelle versuchen, ohne die nötige Disziplin (die ADHSler einfach nicht haben) nutzt Dir der höchste IQ nix.

Bezüglich der Vorurteile zu MPH (Ritalin und Co) kannst Du, wenn Du willst ein Wenig in meinem Blog lesen. Alles Gute und viel Erfolg

Elphaba

von Elphaba - am 16.09.2008 09:47
Hallo,

danke für Eure Antworten.

Mein Sohn ist in der 1. Klasse einer Montessori-Schule, hat aber mit 5 Jahren in der sogenannten 0. Stufe angefangen (ist also jetzt das 2. Jahr in der Schule).

Ich setze im Moment meine ganze Hoffnung auf ein Medikament, da es auf keinen Fall so weitergehen kann. Er selbst dreht total am Rad und die ganze restliche Familie ist auch kurz vor dem Durchdrehen. Seine Ausraster sind kaum zu bewältigen und er hat schon gedroht uns oder sich selbst etwas anzutun...

Wie ist das bei Euch mit Hilfe aus dem engen Familienkreis (Omas und Opas)?
Verstehen die die Situation oder zweifeln sie die Diagnose an?

Wie sagt Ihr es Eurem ADS-KInd? oder sagt Ihr es nicht?

Habt Ihr es Euren Freunden gesagt und auch den Lehrern, oder haltet ihr es geheim?

Viele Fragen, aber ich bin froh, wenn Ihr Euch bei mir meldet...

Liebe Grüße
adshbmami



von adshbmami - am 16.09.2008 15:38
hallo adshbmami,

familie versteht es teils, teils. ich erwarte auf gar keinen fall, daß er in watte gepackt wird, aber es tut schon weh, wenn ausgerechnet mein bruder (selber ganz extremer ADHS-ler) adhs leugnet und ärzte als geldgierige schwindler sieht. und die krönung: ich bin unfähig und ich sollte mir schleunigst einen mann suchen, denn ohne versage ich bei der erziehung.

er ist sich deswegen so sicher, weil mein sohn, als er mit ihm im urlaub war, keinerlei probleme gemacht hat.

ansonsten glaube ich, daß meine familie uns ernst nimmt. sicher bin ich da nicht, aber es ist mir auch egal.

meinem sohn habe ich natürlich von anfang an gesagt, was er hat. gebe ja keine tabletten ohne erklärung.

in der grundschule wußte die lehrerin davon und sie konnte mit ihm umgehen.

bei schulwechsel sagte ich erst nichts, aber da sich die probleme dann extrem häuften informierte ich auch die lehrer.

mein sohn hat einen IQ von 130 und trotz einer sehr langen odyssay mit tabletten und verschiedenen therapien hat er es nicht geschaft, außer hauptschule.

schriftliche arbeiten 1-er und 2-er, mündliche 5-er.

jetzt ist er 16 und kommt für ein viertel jahr in einer europaschule in bitburg zur berufsfindung.

grüße.
ingrid


von ingrid_57 - am 16.09.2008 18:51
Oh je, ich hab den Eindruck, bei Euch brennt es, aber gewaltig.

Ich kenne das, die ganze Familie ist am Ende, es rasselt nur so an Beschwerden über das Kind und man selbst hat Angst um sein Kind und wie es weiter gehen soll...
Dazu, weiß man nicht ob man das richtige tut und zweifelt an sich selbst.

Die famliäre Unterstützungs seitens der Familie meines Mannes war gut. Wenn wir weg sind und die Kinder bei den Großeltern sind, gibt meine schwiegermutter die Medis, sie weiß warum und auch dass es notwendig ist, sie erkennt selbst ganz deutlich, wie mein Großer mit und ohne ist. Zudem sah sie damals den Leidensdruck, denn das Kind hatte und wir auch. Meine Schwiegereltern haben alles hautnah mitbekommen und wussten um die Situation.

Bei meiner Mutter sieht das schon anders aus, da gab es schon die ein oder andere Eskalation, aber das würde jetzt zu weit führen.

Liebe Grüße Elphaba

von Elphaba - am 17.09.2008 05:13
Ähm Ingrid Bitburg???

Ich komme aus dem Raum Trier, wie klein doch das I-Net ist

von Elphaba - am 17.09.2008 05:14
Hallo adhshbmami,

also meine Mutter steht "erziehungstechnisch" voll hinter uns. Als wir damals so den ersten Verdacht auf ADHS/HB hegten und schon dran waren uns an Kinderarzt und -Psychiater zu wenden, kam sie plötzlich an und hat ganz vorsichtig angeklopft. Sie meinte, ob es uns denn nicht auch aufgefallen wäre, das Sohni so schlau sei und dabei aber extrem hibbelig (konnte beim Vorlesen nicht eine Sekunde ruhig sitzen). Sie hätte da schon mal von so einer Krankheit gehört .... Ob es nicht sinnvoll wäre mal danach zu schauen?? Sie unterstützt auch die Medigabe, weil sie sieht, welchen Vorteil sie für Sohni bringen (nebenbei auch für unser Nervenkostüm).

Bei anderen Familienmitgliedern, Lehrern und Hort-/Hausi-Betreuern bin/war ich mit der Diagnose eher zurückhaltend. Wenn es dann Schwierigkeiten gab, oder die Leute auf uns zukamen, habe ich zuerst sondiert, ob sie allein mit den Schilderungen der Symptome selbst auf ADHS kommen. Wenn ja, dann konnte man ja offen darüber reden. Wenn nicht, habe ich mich weiter bedeckt gehalten, sagte aber, dass wir diese oder jene Therapie für dieses oder jenes Symptom gerade in der Mache haben.....

In der Schule weiß es im mom die Klassenlehrerin, der Leiter der Hausibetreuung (Psychologe) und der Schulpsychologe. Sie meinten, es sei wichtig, dass sie das über die Kinder wüßten. Ob es Sohni was hilft kann ich nicht einschätzen. Aber es läuft einigermaßen rund.

Wir haben mit unserem Sohn über ADHS gesprochen, damals in der 1. Klasse. Er hätte doch selbst schon gemerkt, dass er anders sei als andere Kinder in seinem Alter usw.
Die ganze Diagnose-Tour haben wir auch damit erklärt, und dass wir und die Ärzte und schließlich die Medis helfen würden.....
Später haben wir dann zusammen das Buch von Felix Dietz: "Wenn ich doch nur aufmerksam sein könnte!" gelesen. Ich glaube es hat ihm geholfen zu akzeptieren, dass er anders ist und er hat begriffen, dass er nicht der einzige ist mit diesen Problemen.
Wichtig ist vorallem, dass man ADHS nicht als Entschuldigung sondern höchstens als Erklärung benutzt!! Das ist auch der Grund, warum ich das Kind nicht beim Namen nenne, sonder nur über die Symptome um den heißen Brei herumrede. ADHS ist nun mal negativ behaftet. Eine andere Ausweichstrategie ist noch, einiges auf die HB zu schieben. Aber Vorsicht -das könnte vielleicht bei Lehrern funktionieren, im Bekanntenkreis könnte dann Neid aufkommen oder mitleidiges Schmunzeln.

Du siehst es ist irgendwo eine Gratwanderung und ein ständiges Auf und Ab.

Wann beginnt ihr denn mit der Medi-Einstellung? Ich habe den Eindruck, das sollte möglichst bald passieren, damit ihr Zuhause wieder Luft bekommt!

Was sagen denn die Montessori-Lehrer zu seiner/m Entwicklung/Verhalten?

lg
mamabär

von Mamabär02 - am 17.09.2008 05:50
hallo elphaba,

wir sind aus hanau, aber am montag begleite ich sohnemann nach bitburg, wo er bis dezember bleibt.

alle 2 wochen darf er dann nachhause

grüße

von ingrid_57 - am 17.09.2008 18:24
Hallo adshbmami!

Habe jetzt erst wieder Zeit erneut zu antworten!

Meine Eltern hatten am Anfang reichlich Bedenken, sehen aber
jetzt den Nutzen des Ganzen und akzeptieren dies jetzt voll und
ganz.

Mein Sohn erklärt immer "ich nehm die Kapsel damit ich ruhiger werde
und besser aufpassen kann". Er kommt damit sehr gut klar.
Zuletzt wurde in der Schule eine Probemilch an die Kinder verteilt
woraufhin mein 6jähriger der Lehrerin direkt erklärte "Milch soll ich nicht
trinken, weil sonst meine Kapsel nicht mehr wirkt" und die Mitschüler natürlich auch wissen wollten warum er sie nimmt und die
Lehrerin es ihnen kindgerecht erklärte.

Was die Frage nach der Lehrerin ja beantwortet.

Ich fand sie von Anfang an so sympatisch, daß ich keine Bedenken
hatte sie über ALLES einzuweihen. Wir halten gegenseitig Rücksprache
was mir sehr wichtig ist.
Aber ich denke, daß muß man vielleicht individuell entscheiden
"ob einem die Nase passt oder nicht" !!!!!

Aber generell gehe ich sehr offen mit dem Thema um, weil ich
denke nur so können die Menschen in unserem Umfeld verstehen
warum er so ist wie er ist. Und die es nicht akzeptieren sind mir
sowas von egal!!!!


von Marion1973 - am 19.09.2008 18:12

Re: Haben die Medikation begonnen!!!

Hallo,

danke Euch allen für Eure Erfahrungsberichte!!!

Wir haben am letzten Wochenende mit der Medikation begonnen: morgens 1 mal 10mg Medikinet retard, damit er in der Schule keine 2. Dosis nehmen muß.

Die letzten 5 Tage waren dermaßen entspannt: kein einziger richtiger Ausraster, nur 2 mal ein Ansatz, aber er hat sich gleich von selbst wieder beruhigt.

Ich hoffe, das Medikament und die angestrebte Therapie wegen der Wahrnehmungsproblematik schlagen an und helfen ihm und uns, wieder einen besseren Alltag zu haben.

Meine Schwiegereltern verstehen uns glaube ich auch ganz gut aber meine Eltern kommen immer damit, daß wir als Eltern alles falsch machen und uns lieber mal selbst behandeln lassen sollen!!! Das enttäuscht mich wahnsinnig; sollten meine Eltern von mir doch wissen, wie sehr ich um die Kinder bemüht bin...

Drückt mir bitte die Daumen, daß es besser wird, ich melde mich wieder,
liebe Grüße
adshbmami



von adshbmami - am 24.09.2008 19:33
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