Arztberichte aus KJP----dringend!!!

Startbeitrag von sueesse am 18.05.2009 17:06

Hallo

ich weiß, Sternchen hatte schon eine ähnliche Frage:

Meine Tochter war letzten Jahres 8 Wochen in der KJP, Entlassung im März 08, wurde vom HA eingewiesen. Soweit sogut, bei der Entlassung gab es nur einen Kurzbrief mit von wann bis wann und weiter nix.

Da die frage geklärt werden muß, ob REHA übers Arbeitsamt oder nicht brauchen wir den BEricht aus der Klinik, nur unser HA hat bis heute!!!!! noch keinen erhalten, weder über erstellte Diagnosen noch sonstirgendwas oder Empfehlungen: Töchti muß nun nochmals komplett diagnostiziert werden und dazu brauchten wir den Bericht, zumindest was man mit ihr gemacht hat, um der neuen Psychologin, welche uns nur durch Beziehungen vermittelt werden konnte, die Arbeit zu erleichtern und das Verfahren zu vereinfachen.

Was können wir noch selber tun, um etwas zu erreichen? KK meint, nur der HA darf den anfordern, werde mich morgen früh sofort dorthin wenden, wir haben übrigens gewechselt, fand es doch merkwürdig, das dort bisher nix angefordert wurde und man sich nur darauf beruft, das die Klinik wohl verpflichtet wäre einen zu erstellen.

Wäre über weitere Tipps sehr dankbar und werde auch die Tipps bei Sternchen, wie Ärztekammer ausprobieren. Unsere Familienhelfer sind auch am ackern und haben genauso wie JA nix erreicht, da hieß esnur es gäbe keinen Bericht. Aber zumindest behandelt wurde sie und bei der KK abgerechnet......

lg
sueesse

PS: Apassionata hat geklappt und Sohnemann wird erstmal nicht Papa, war blinder alarm

Antworten:

Hallo Suesse,

grundsätzlich hat der überweisende Arzt einen Anspruch auf einen Bericht! Dazu gibt es sogar irgendwo einen Paragraphen (weiß leider nur nicht mehr, wo und welcher). Von daher hätte die Klinik einen schicken müssen.

Auf jeden Fall sollte de HA jetzt einen anfordern. Er muß doch wissen und entscheiden, wie es weitergeht. Üblicherweise steht da ja auch eine Empfehlung für die weitere Behandlung drin.

Wir hatten vor zwei Jahren arge Schwierigkeiten, den Diagnosebericht von der Klinik zu bekommen. Alle anderen (Schulpsych., FH und JA) hatten den vorliegen, hätten sich aber strafbar gemacht, wenn sie uns den gezeigt hätten. Dabei waren so gut wie alle Angaben von uns selbst. Einzig die Empfehlung für eine Behandlung mit MPH war von denen.

Die Schulpsychologin hatte es dann mal so gemacht, daß sie ihn auf dem Tisch liegen ließ und mal kurz raus ging- total filmreif. Ich habe dann immer wieder mal in der Klinik angerufen und dort solange Druck gemacht, bis sie ihn uns endlich zugeschickt haben. Schließlich bestand keine Gefährdung für unseren Sohn von unserer Seite. Wäre von uns Gefahr ausgegangen, hätte ich es ja verstanden, aber so nicht.

Ansonsten gibt es noch das Recht auf Akteneinsicht. Wenn die Klinik nicht reagieren sollte, auf jeden Fall die Ärztekammer einschalten. Ansonsten helfen dann wohl nur höhere Instanzen.

Ich hoffe aber für Euch, daß es auch einfacher geht.

Freut mich aber für auch für Euch, daß es nur falscher Alarm war. In dem Alter muß das ja nun wirklich noch nicht sein. Da soll er sich mal ruhig noch mind. 10 Jahre Zeit lassen.

Liebe Grüße,


von Rosenfan - am 18.05.2009 17:50
Hallöchen!

Also,wir wurden aufgeklärt,sodaß uns "NUR" die Klinik den Bericht aushändigen darf,so die Ärztekammer und unabhängige Patientenberatung.

Der Psychodoc darf sie nicht rausgeben,da sie unkorrigiert dahin geschickt werden und einem schon geschädigten noch mehr Schaden im Sinne eines Rückfalls(falls dieser den Bericht liest)zufügen kann.
Meistens stehts schon drauf(Streng vertraulich ect.).

Also,wir hatten die Ärztekammer um Hilfe gebeten,die Versicherung hat selbst hingeschrieben und der Ki.-Arzt hat ihn für seine Unterlagen angefordert,da muß ich nochmal nachfragen,ob der schon da ist und wir ihn evt.kriegen können.

Viel Glück und Gruß von Sternchen*

von Sternchen* - am 18.05.2009 18:45
Hallo Suesse,
einen dicken Glückwunsch zu dem "blinden Alarm", da fielen sicher etliche Steine der Erleichterung.

Mit den Berichten kenne ich mich nicht aus, drücke Dir aber alle Daumen
Inge

von Inge1 - am 19.05.2009 05:52
Also aus eigener leidvolle Erfahrung als Klinikarzt wird es schlicht so sein, dass die noch keinen Brief geschafft haben. Da hilft nur freundlich nachdrückliches Quengeln mit dem Verweis darauf, wie wichtig der Brief ist.

Formal ist es so, dass der Arzt den Brief bekommt und eigentlich nicht weitergeben darf. Er wird aber eben für den Reha-Ablauf benötigt und kann dann von den zuständigen Stellen angefordert werden (ärztlicher Dienst der Bundesagentur etc.).

Druck mit Ärztekammer etc halte ich für Quatsch. Ich selber würde mich da nur noch mehr ärgern und den Brief erst recht nicht so schreiben, wie er dann ggf. benötigt würde.

Versucht es mit ein wenig (viel) freundlichem Nachdruck, falls das nicht hilft die Behörde einschalten, die die Unterlage direkt benötigt.

Das greift bei mir eigentlich immer und zaubere dann innerhalb von 12 bis 48 h die umfangreichsten Arztbrief-Wunder zusammen.

Martin Winkler

von Martin Winkler - am 19.05.2009 08:50

Re:@Martin

Hallo Martin!

Sicher gebe ich Dir Recht,bin zwar kein Arzt,aber ärgern würde ich mich auch,aber:

Wir haben seit 31.12.08 gewartet,selbst SEHR freundlich mit der Klinikärztin per Sondertermin gesprochen,sie selbst schlug ja vor,daß sich die Ämter/Behörden ect. an sie wenden sollen,aber auch da bis vorletzte Woche nix und das war nicht ok.
Vor allem schickte man unseren Sohn von Klinik zum Doc,oder umgekehrt,da hatte er dann nach 3x auch die Faxen dicke,daß verstehst Du doch,oder?

Ich wollte von der Ärztekammer auch nicht die Auskunft,wer denn nun den Bericht rausgeben darf oder nicht und da hat die Dame es mir nach einem hin+her fragen selbst vorgeschlagen,uns zu helfen und dann gings in einer Woche.
Und alle sind zufrieden,außer mein Sohn,der nun von der Tablettenabhängigkeit weg will und es nicht richtig schafft.Aber das ist ein anderes Thema.

Alles Gute für Dich

Lieben Gruß aus Bremen von Sternchen*

von Sternchen* - am 19.05.2009 13:27
Hallo Martin,

nein ärgern will ich niemanden , aber seit März 08, ist das nicht ein bisschen lang? Ich kann im Laden bei uns auch niemanden mit ner Bestellung so lang warten lassen oder????

JA hat ja auch nix erreicht, mit der Agentur für Arbeit wäre es glatt ja ein Versuch wert. Habe heute mit der Klinik telefoniert, aber keiner weiß was oder will was wissen und uns steht die Zeit im Nacken zumal die Ärzte und Psychologen die sie behandelt haben dort nicht mehr arbeiten. So machen wir uns auch Gedanken, wenn nix da ist, was dann einer über sie schreiben soll.

Eine Diagnostik machen wir ja nun, Töchti hat zugestimmt aber wir denken das der Ärztin der Bericht aus der Klinik helfen könnte....eigentlich.

Jetzt muß sie auch zum psychologischen Dienst der Agentur zum Leistungstest. Ihre Beraterin würde si ja gern in der REHA sehen zumal ihr dann hier andere und für sie bessere Wege zur Verfügung stehen würden. Unsere Familienhelfer haben da ein Internat mit Schule gefunden wo sie hin könnte und entsprechend und sehr individuell gefördert werden könnte. Sie bekommt Ende des Schuljahres Abgangszeugnis Klasse 6 und verweigert zurzeit komplett die Schule. Nur mal so zur Erklärung des Dilemmas...


lg
sueesse

von sueesse - am 19.05.2009 15:18
Hallo Herr Dr. Winkler!

Mich würde mal interessieren, wie lange man in einer Klinik so braucht, bis solch ein Arztbrief fertig ist. "sueesse", bzw. ihre Tochter ist im März 2008, das ist ein JAHR UND ZWEI MONATE her. Wie lange soll sie also noch warten? Bis ins Rentenalter?

Ich kann den Unmut von ihr und auch von allen anderen betroffenen bzw. ihren Eltern gut verstehen.

Gruß

icke WES!

von icke WES - am 19.05.2009 15:24

Re:Ups...+Nachtrag

Ups,Fehlerteufel.Sorry

Sollte heißen:..nur die Auskunft...

Nachtrag:
Also,unsere Gutachten vom MDK+Psychotherapie sowie die Reha-Abschlußberichte hatten ich/wir binnen 4Wochen,daß war sehr angenehm.

Aus meiner Reha weiß ich noch,daß mein Doc+Therapeut eine Zeit hatte,in der er sowas schrieb+dann in Auftrag gab und wöchentlich haben sich alle zusammen getroffen,die uns behandelten o.betreuten,daß war gut organisiert.
Es war schon sehr intensiv,denn an so manche persönliche Sätze konnte ich mich dann hinterher erinnern,da sie im Bericht auch so aufgeführt waren.

Ich denke,wie auch die Ä-Kammer mir sagte,es liegt evt. an der Organisation,die manchmal nicht so funktioniert,wie sie sollte.

Aber es ist schon sehr nervenraubend,wenn man ständig nachfragen muß und keine Antwort bekommt,aber meine KK sagte mir,ich habe ein Recht darauf,meine Akte einzusehen.Bisher hatte ich ja auch alles erhalten von meinen Doc`s.

So,wünsche Euch noch einen schönen Abend.

Lieben Gruß von Sternchen*

von Sternchen* - am 19.05.2009 18:17
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