Ich brauche Euren Rat!!!!

Startbeitrag von silkesluka am 15.06.2009 09:57

Hallo an Alle!

Wir hatten am Donnerstag die Videoauswertung mit unserer VT.
Bei der "Konzentrationsübung" kam (mal zuammengefaßt) heraus, das unser Großer sich sehr bemüht und auch (mit Recht!) sehr stolz auf seine Leistungen ist.
Nach wenigen Minuten kann man ganz deutlich sehen, wie seine Frustration SICHTBAR ansteigt.
Man konnte es auf dem Video wirklich ganz genau erkennen!
Nach 6 Minuten war Schluß. Nichts ging mehr.
Er schaute mich nicht mehr an, dreht sich weg, hielt sich die Ohren zu und rieb seine Augen - bei ihm das deutlichste Zeichen, das er hoffnungslos überfordert ist.
Dann ist kein Weiterarbeiten mehr möglich (weiß ich aus Erfahrung).

Seine Therapeutin sagt, das es in ihrer Therapie ganz genauso geht.

Seit 1 Jahr ist das nun so und sie ist jetzt die 2. die uns das Problem so schildert.
Seine Ergo, die das Training mit ihm begonnen hatte, meinte ja sogar, er würde nur für die Sonderschule "taugen"!!

Seine Therapeutin ließ jetzt ganz vorsichtig mal asnfragen, ob wir es nicht vielleicht in Erwägung ziehen wollten, mit seinem Kipsy zu sprechen, ob wir vielleicht doch schon VOR Schuleintritt mit Medis beginnen sollten.

Er kommt dieses Jahr im September in die Schule und wir wollten eigentlich abwarten, wie er sich dort macht, aber jetzt bin ich doch unschlüssig, ob es nicht vielleicht besser wäre, schon vorher die Medis eibnzusetzen, damit wir nicht schon in der 1. Woche einen völlig frustierten Sohn zuhause haben.

Ich habe schon mit der Leiterin unserer SHG gesprochen, die kennt ihn ja auch und ist auch der Meinung, wir sollten mit dem Kipsy sprechen.

Unser Sohn ist leicht depressiv und kommt nur schwer mit Rückschlägen zurecht. Das sollte ich vielleicht noch dazu sagen.

Für Eure Meinungen wäre ich wirklich sehr dankbar!!

Liebe Grüße,
Silke

Antworten:

Hallo Silke,

ich habe deinen Eintrag erst heute gesehen. Sorry.

Bei einer Konzentration von 6 Minuten hat dein Sohn in der Schule überhaupt keine Chance, zumal diese in Gruppensituationen noch kürzer ist, als in der Einzelsituation.

Die Überlegung es erst mal auszuprobieren in der Schule kommentierte Tom Brown auf eine Symposium vor Jahren wie folgt:

Eure Autos bringt ihr beim kleinsten Klappern in die Werksstatt und lasst das Öl auffüllen oder ist einer hier im Saal, der so lange weiterfährt, bis das Auto auf der Autobahn auseinanderfällt?
Alle schüttelten den Kopf.
Da setzte er fort: Aber mit euren Kindernmacht ihr es so. Erst wenn sie in der Schule scheitern, d.h. das Auto kaputt ist, nehmt ihr den Ölkanister in die Hand.

Ich weiß aus der Erfahrung mit meinen Kindern, dass Beziehungen zu Klassenkemeraden, die nicht gleich aufgebaut werden können, dass jedes sich unbeliebt machen, lange in den Köpfen der Kinder bleibt, die sind nicht so reflektiert wie wir Erwachsene.

Kennt du den Gedanken: Warum musste das schon wieder passieren? Das habe ich kommen sehen? etc. Das heißt, dass auch wir Erwachsene uns Bilder von Menschen machen, auch Lehrer sind davon nicht frei, auch wenn sie versuchen jedem Kind jeden Tag eine neue Chance zu geben.


von Dagmar D. - am 21.06.2009 08:15
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