Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
ADHS ADS Selbsthilfe
Beiträge im Thema:
7
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 3 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 3 Monaten
Beteiligte Autoren:
geli67, Rosenfan, chlulu, icke WES, Marcus

mögliche hilfe an Rosenfan

Startbeitrag von Marcus am 15.06.2009 13:55

Hallo! Naja bei mir war es so ähnlich aber meine Lehrer waren schlimmer die wollten das einfach nicht verstehen dass ich so bin und deshalb bin ich auch bei vielen Lehrern spießruten gelaufen=(. Hmm... naja ich nehm ja keine Ritalin sondern Concerta.Also ich muss sagen ich merke es selber wenn ich sie nehme oder auch wenn ich sie nicht nehme... Naja da ich ja jetzt mit schweiß und Mühe meine schule geschafft habe nehme ich meine Concerta auch ne mehr so regelmaßig. Was ich zu dem Thema ,,Freunde" sagen möchte als meine Eltern noch nicht wussten, dass ich ADS habe hatte ich mir in der schule auch nur ,,scheinfreunde" erkämpft weil sie mich einfach nicht so genommen haben wie ich bin. Heute ist das besser weil ich ja auch erwachsener werde. Hmmm ich weiß nicht mit dein Sohn und dass er nix anderes macht als drin sein hmmmmm geht mir zurzeit genauso weil ich in meinen Dorf keinen weiter habe..... hmmm wieso soll ich dir da helfen macht doch mal was zusammen mit der Familie? ich helfe meinen Vater so oft wies geht fahre mit ihm in den Wald gehe mit meiner Mom joggen oder so was... also ich war auch so in der schule hab auch die Lehrer ignoriert und war IMMER generft von ihnen wenn sie mich dran genomm haben ich weiß ne.... Naja hoffe ich konnte dir wieder ein bisschen weiter helfen sag dein Sohn einen schönen Gruß!


Ganz liebe Grüße
Marcus

Antworten:

Hallo Marcus,

kleine Bitte vorweg- könntest Du bitte mit Absätzen schreiben? Ließt sich dann einfach leichter als wenn alles in einem großen Block steht.

Mein Mann und ich sind schon etwas länger auf Grund fehlender Arbeit zu Hause. Obwohl wir uns sehr bemühen, es sieht hier einfach schlecht aus. Theoretisch hätten wir viel Zeit. Aber wir haben eben auch Haus und Grundstück, um das wir uns trotz allem kümmern müssen.

Gerade in von Frühjahr bis Herbst habe ich auch einiges im Garten zu tun. Mein Mann hat schon seit vielen Jahren noch einen Job auf 400,- Eurobasis. Allerdings wird davon fast alles wieder vom Alg2 abgezogen. Aber da er dort nur am WE arbeitet, vor allem Spät- und Nachtschicht, bleibt gerade am WE nur wenig Zeit für die Kinder.

Wenn das Wetter mitspielt und mein Mann und die Kinder Zeit haben, paddeln sie machmal. Möglichkeiten gibt es bei uns im Norden viele. Aber wir haben leider nur einen Zweier. Das ist für drei Personen mittlerweile etwas eng. Als die Kinder kleiner waren, haben sie auf den einen Platz zusammen gepaßt.

Das ist der nächste Punkt. Ich habe auch noch einen jüngeren Sohn. Der ist jetzt gut 7 Jahre und noch in der 1. Klasse. Der ist zwar weitaus weniger anstrengend, braucht aber eben auch seine Zuwendung und Aufmerksamkeit von uns.

Frederick, der Große, ist leider immer nur schwer zu irgendwas zu motivieren, was ihm nicht selber wirklich Spaß bringt. Wenn wir Vorschläge gemacht haben, hieß es ganz oft: keine Lust. Und auf Zwang bringt auch nichts. Das artet für uns dann nur in Streß aus.

Und die Dinge, die ihm Spaß machen würden, kosten leider alle. Und ich bin auch der Meinung, daß ein 11jähriger langsam lernen muß, sich selbst zu beschäftigen. Wie gesagt, Nintendo spielen oder mit seinen Bioniclefiguren kann er super. Nur mit anderen was zu unternehmen, das ist ein Problem.

Was die Medis betrifft, spielt es nur in zweiter Linie eine Rolle, welches die Kinder da nehmen. Bis zum letzten Herbst bekam er Medikinet. Unsere Ärztin stellte nur aus dem Grund auf Ritalin um, weil die unabhängig von den Mahlzeiten wirken. Ihm ist es immer zu früh, schon vor der Schule zu frühstücken.

Übrigens, Du kannst Deine Antwort auch einfach hier hinten dran setzen, ohne einen neuen Strang zu eröffnen. Nur als kleiner Tip.

Liebe Grüße,


von Rosenfan - am 15.06.2009 14:21
Hi Conny!
Zitat
Du schreibst:
Frederick, der Große, ist leider immer nur schwer zu irgendwas zu motivieren, was ihm nicht selber wirklich Spaß bringt. Wenn wir Vorschläge gemacht haben, hieß es ganz oft: keine Lust. Und auf Zwang bringt auch nichts. Das artet für uns dann nur in Streß aus.

Und die Dinge, die ihm Spaß machen würden, kosten leider alle. Und ich bin auch der Meinung, daß ein 11jähriger langsam lernen muß, sich selbst zu beschäftigen. Wie gesagt, Nintendo spielen oder mit seinen Bioniclefiguren kann er super. Nur mit anderen was zu unternehmen, das ist ein Problem.
Das kenne ich so ähnlich auch aus meiner Kindheit.

Ich hatte einen Schulfreund, der ca 10 km von mir entfernt wohnte (unsere Gemeinde ist flächenmäßig so groß). Die Gleichaltrigen aus dem dorf waren aus meiner Damaligen Sichtweise Ideoten oder A...löcher. Teilweise hatte ich vor ihnen Angst, teilweise konnte ich aber auch einfach nur mit ihnen nichts anfangen. Und mal eben 10 km mit dem Fahrrad (und natürlich auch wieder 10 km zurück) war auch nicht täglich möglich, schon alleine deswegen, weil ich bis ca 18:00 Uhr mit den Schularbeiten beschäftigt war. Außerdem durfte ich die Umgehungsstraßen unseres Dorfes ohne ausdrückliche Erlaubnis nicht überschreiten.

Nintendo gab's damals natürlich nicht. Dafür aber eine Modelleisenbahn, mit der ich mich gern beschäftigte.

Gruß

icke WES!

von icke WES - am 15.06.2009 21:40
Liebe Conny,

mein Sohn ist jetzt 10, besucht die 4. Klasse der Grundschule und hat sehr ähnliche Probleme mit seiner Agressivität. Er ist wie eine tickende Bombe, die Lehrer können nie einschätzen, wann er "auszuckt", was natürlich riesen Probleme mit sich bringt. Er wurde für dieses Jahr von allen Schulveranstaltungen ausgeschlossen und durfte/musste zu Hause bleiben. Wir Eltern verstehen das, aber wir können ja auch unseren Urlaub nicht dafür aufbrauchen!

Er hätte ja stationär aufgenommen werden sollen, aber da keinerlei Mitarbeit seinerseits da war, hat die Kipsy gesagt, das bringt nichts. Er hat auch große Probleme mit seiner Selbstwahrnehmung, er ist kaum einsichtig.

Wir waren mit unserem Latein total am Ende, als wir uns entschlossen, ihm einen Hund zu kaufen. Wir haben uns für einen Welpen aus einer Zucht entschlossen, da ich noch nie einen Hund hatte und so von Anfang an mit ihm zusammenwachsen kann.
Wir haben den Hund als Baby besucht und dachten, das wäre gut für Sohnemann. Aber von da an gabs nur noch Probleme - zu Hause und in der Schule. Wir verzweifelten, wußten nicht, ob wir den Hund überhaupt nehmen sollen.

Seit Samstag ist die junge Dame nun bei uns daheim - ich habe Urlaub und da geht die Eingewöhnung ganz gut.
Sohnemann ist ganz begeistert, kümmert sich um sie, steht morgens nach dem ersten Wecken auf, um mit ihr zu spielen - wir hoffen das hält alles an!
Gestern kamen schon Nachbarskinder, um den Hund zu sehen - Kinder, die ihn immer ignoriert haben.

Wir hoffen, mit diesem Haustier einen richtigen Schritt vorwärts gemacht zu haben! Sonst saß er nur in seinem Zimmer, Rolladen runter, TV oder Playstation ein und war zu nichts zu motivieren. Keine Ausflüge - mit der Familie ist das ja total öd... wir saßen nur mehr zu Hause am Wochenende, weil Kind nicht mitwollte und wir ihn ja nicht stundenlang alleine lassen können.
Wir hoffen nun auf gemeinsame Wanderungen mit dem Hund, was ja total viel Spaß macht mit so einem lustigen kleinen Tier!

Wir waren wirklich alle mit den Nerven fertig, auch die Klassenlehrerin - jeder Tag war nur furchtbar mit ihm. Die Situation entspannt sich nun, seit 14 Tagen war er vom Verhalten her auch in der Schule sehr positiv aufgefallen - seit er die Tage zählte bis zum Eintreffen seines Hundes.

So ein Tier kostet neben all der Verantwortung auch Geld, Grundausstattung, Futter, Steuern, Versicherung... Sohnemann musste von seinem Geburtstagsgeld einen Teil abgeben dafür!

Da ihr ja ein Haus und einen Garten habt, wäre das auch eine gute Voraussetzung für ein Tier. Hat dein Sohn schon mal so einen Wunsch geäußert?

Vielleicht wäre es eine Möglichkeit für ihn, aus seiner Isolation rauszukommen?

Ich wünsche euch von Herzen, dass ihr einen Weg findet!

Ganz lieben Gruß, Geli

von geli67 - am 16.06.2009 09:44
Hallo Geli,

mit Haustieren ist das bei uns so eine Sache. Mal abgesehen von der finanziellen Seite, haben sowohl mein Mann als auch Frederick mit Allergien zu kämpfen.

Göga reagiert auf diverse Pollen, mittlerweile hat er auch noch eine Kreuzallergie auf Steinobst, Nüsse und einige Apfelsorten (gebacken oder gekocht kann er sie essen), Hausstauballergie, Katzenhaare und Neurodermitis (zum Glück nur noch ganz wenig) hat er zudem auch noch.

Frederick hat eine Allergie auf Süßgräser. Seit März machen wir da jetzt entspr. Therapie und hoffen, daß das in 2-3 Jahren ganz weg ist. Als kleines Kind sah er zudem mal nach einem Zirkusbesuch aus wie ein Streuselkuchen. Seitdem sind wir da auch etwas vorsichtiger.

Und der Kleine hat, vor allem im Winter, auch Neurodermitisschübe. Ich bin wohl die Einzige, die bislang von alledem verschont geblieben ist. Hatte nur mal bis zur Einschulung leichte Neurodermitis, seitdem nie wieder.

Du siehst, es gibt leider sehr viele Gründe, die gegen Haustiere sprechen. Und mit dem Gassigehen bei einem Hund hätte ich vor allem bei unserem typisch norddeutschen Schietwetter ein Problem. Ich bin eher ein Schönwettermensch. Momentan sind wir zwar zu Hause, aber wir hoffen ja, daß das so bald als möglich ein Ende hat. Da wäre es dann evtl. zeitlich schwierig.

Wir hatten mal über eine Maus oder Ratte nachgedacht. Aber da Frederick absolut nicht in der Lage ist, sein Zimmer auch nur annähernd in Ordnung zu halten, geht das vorerst auch nicht. Das wäre aber überhaupt erst mal eine Voraussetzung, um so ein kleines Tier anzuschaffen.

Was die Schule betrifft, so läuft es bei ihm immer phasenweise gut oder schlecht. Momentan geht es wieder. Naja, bis zu den Ferien sind es auch nur noch gut 4 Wochen. Heute kam er superstolz mit einer Eins in Mathe nach Hause. Er war der Einzige der ganzen Klasse! Aber das klappte in der Regel die letzten 2 Jahre immer ganz gut.

In einer Woche ist ja das Elterngespräch mit der Kipsy. Mal sehen, was sie zum Punkt Asperger sagt. Wenn sich das bestätigen sollte, könnte/ müßte man wohl mal in eine ganz neue Richtung denken.

Dir und Deinem Sohn wünsche ich erst mal weiterhin viel Spaß und Freude mit dem neuen Familienmitglied.

Liebe Grüße,


von Rosenfan - am 16.06.2009 16:52
Hallo Geli,

ich habe auch schon oft überlegt, ob wir uns einen Hund zulegen sollten.
(Aus eben den selben Gründen wie in deinem Bericht beschrieben.)

Ich hab nur Angst, dass die anfängliche Begeisterung schnell abflacht.
Meinem Sohn ist ziemlich schnell alles langweilig.

Ich würde mich freuen wenn du in ein paar Wochen mal kurz berichten könntest ob die Freude noch anhällt oder ob es dann "Dein Hund" :-)
geworden ist.

Lg
chlulu

von chlulu - am 16.06.2009 19:15
Hallo Conny,

klar - an Allergien hatte ich natürlich nicht gedacht... Sohnemann und ich haben eine Pollenallergie - Hunde mit langem, weichen Fell vertragen wir auch nicht. Daher haben wir uns bewußt für einen Rauhaardackel entschieden, Bekannte haben einen und den vertragen wir erstaunlicherweise.

Ja, so einen kleinen Nager hätte Sohnemann auch schon gerne mal gehabt - aber das Zimmerchaos dürfte ein ähnliches sein... der Hund kann es nicht betreten, weil absolute Verletzungs- und Erwürgungsgefahr besteht bei dem Kabelsalat etc.

Ein Sportverein wird dann wohl auch schwierig sein - unser Sohn wurde bisher noch überall hinauskomplimentiert.... weil er sich nicht einordnen kann.

Wünsche euch alles Gute!

Geli

von geli67 - am 19.06.2009 08:38
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.