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Informationen zum Thema:
Forum:
ADHS ADS Selbsthilfe
Beiträge im Thema:
5
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 8 Monaten
Beteiligte Autoren:
ingrid_57, Rosenfan, Michaela#

behindertenwerkstadt oder epilepsieklinik?

Startbeitrag von ingrid_57 am 19.11.2009 10:02

hallo

ich brauche eure unterstüzung. mein sohn, 17, befindet sich seit einem jahr in einem berufsfindungswerk, der v. arbeitsamt bezahlt wird.

da er dort überhaupt keine fortschritte macht, soll er nun heim und in die psychiatrie.

meine psychiaterin rät mir allerdings eher zu einer behindertenwerkstadt für seelisch belastete jugendliche.

hat jemand erfahrung damit?

ich bin fix und fertig und mein sohn ist auch am boden zerstört. er hat schon seit mehreren jahren folgende probleme:

-er öffnet sich nicht bei den therapien,
-er hat eine gestörte wahrnehmung.
er gibt sich keine mühe, weil er durch seine extreme angst zu versagen schon blockiert wird, bevor er es überhaupt versucht.
-er schlängelt sich durchs leben mit "kopf in den sand stecken" methode
-therapien waren alle bisher erfolglos.

was tun? macht es einen sinn, ihn in eine klinik einzuweisen oder lieber gleich in die behindertenwerkstadt plus intensiver therapien?

hinzu kommt noch, dass er dort keine freunde hat. lediglich mit einem mädchen ist er befreundet, und deshalb leidet er nun noch stärker darunter, dass er dort wegmuß.

ich bedanke mich jetzt schon, dass ihr mitgelesen habt.

p.s. er leidet an ADS und ist epileptiker (komplexe, fokale epilepsie). GdB: 80

viele liebe grüße,
Ingrid

Antworten:

Hallo Ingrid, in der "Neuen Akzente" (Zeitschrift vom Bundesverband, adhs-deutschland) ist ein Artikel über die Arbeit des BBW Timmendorfer Strand/Bugenhagen über die Arbeit mit Jugendlichen mit ADS.
Und auf ihrer HP steht auch einiges zum Thema ADS, vielleicht könnte dein Sohn dort hin, oder ihr euch zumindest dort beraten lassen:

[www.bugenhagen.de]

Viele Grüße

Michaela

von Michaela# - am 19.11.2009 17:47

Re: zwischenstand

hallo

inzwischen habe ich einge e-mails geschrieben an:
-rotes kreuz in bitburg
-epilepsievereinigung
-behinderten werkstadt
-dr m. winkler

auch habe ich mit dem arbeitsamt telefoniert und man sicherte mir zu, dass, falls der bericht von bitburg kommen soll, man mich sofort informiert und die sachbearbeiterin notierte sich auch das erste manko:

nämlich, dass ich am ersten tag das BBW gebeten habe, M in die therapie zu schicken. dies wurde nicht getan. jetzt heißt es plötzlich, die zeit wäre knapp, denn termine bei psychologen bekäme man erst in 3 monate.

ich versuche bei meinem termin, am 9.12. mit allen mitteln zu kämpfen.
ich habe auch verstärkung. es geht jemand mit mir mit. was bin ich froh darum.

ich werde mir alles notieren, was ich fragen will und sagen will.
ich möchte natürlich an erster stelle, dass M dort bleiben kann und so bald wie möglich seine ausbildung anfängt.

aber, ich habe mir fest vorgenommen, dass ich nach jemanden suche, der ihm vor ort ein wenig unterstützt. jemand von außerhalb. kein ahnung, ein sozialarbeiter, einzelbetreuer, hilsorganisation-mitarbeiter.

weiß noch nicht, wie ich das bewerkstelle, aber es wird mir noch was einfallen. oder hat jemand von euch eine idee?
was ist mit diesem §35a?

kann ich keine professionelle unterstützung für meinen sohn bekommen? und wenn ja, was muß ich tun, um sowas zu bekommen?

danke fürs lesen

es tut so gut, sich hier auszusprechen und auch trost und rat zu bekommen

euch allen ein schönes wochenende


von ingrid_57 - am 20.11.2009 21:58

Re: zwischenstand

Hallo Ingrid,

könnte es vielleicht sein, daß bei M. eine Form von Autismus vorliegt?

Mein Sohn ist auch eher ein Einzelgänger. Freunde nur ganz wenige. Und auch mit denen trifft er sich eher selten.

Auch seine Therapeutin hat(te) oft Schwierigkeiten, an ihn ranzukommen. Wir haben es vor ein paar Monaten erfahren, daß er autistische Züge hat. Das ist das Ergebnis ihrer langen Beobachtungen. Jetzt, seit er Risperdal nimmt, ist vieles besser geworden.

Ich würde die Ärztin mal darauf ansprechen. Wenn dem so ist, wäre das vielleicht eine Erklärung, warum so vieles bei ihm nicht anschlägt. Und die Kombi ADS und Autismus ist gerade bei Jungen eher mal der Fall.

Liebe Grüße,


von Rosenfan - am 22.11.2009 18:30

Re: zwischenstand

hallo Conny,

ich habe im sommer schon mal mit seinem neurologen in bitburg darüber gesprochen, er möge ihn auch auf andere krankheiten untersuchen. autismus oder asperger.

das wurde aber nicht getan. gestern kam sein einzelbetreuer zu uns und als er ihn auf seine probleme ansprach, legte er sich wie ein baby auf dem boden, gab erst nur kurz antwort, dann gähnte er und wälzte sich auf dem boden herum.

ich bin seitdem sowas von fertig. ich könnte heulen. ich sehe seit jahren, das was mit dem kind nicht stimmt und bringe es nicht fertig, ärzte aufzusuchen, die ihm helfen.

ich leide extrem wieder mal unter meinen selbstvorwürfen. ich weiß nicht mehr, was ich tun soll. ich will um ihn kämpfen, ihm helfen, aber seit er 7 ist renne ich von pontius zu pilatus und nichts hat sich verändert.

ich bin so verzweifelt. dann habe ich riesige angst vor entscheidungen zu treffen und jetzt stehe ich schon wieder vor dem abgrund.

kämpfe ich darum, dass er mit aller gewalt in bitburg bleibt, ändert sich sein psychisches verhalten auch nicht.

wenn ich arbeiten gehe (und das müßte ich morgen), kann ich gar nichts machen. ich habe sehr, sehr wenig energie. wenn ich von 5:30 bis 17:30 tgl von zuhause wegbin, bin ich am abend zu nichts mehr zu gebrauchen.

und schon wieder eine neue entscheidung: gehe ich morgen arbeiten oder zum arzt. das macht mich noch verrückt. habe schon zusätzlich zu meinem elontril300 noch trimineurin (notfalltropfen) genommen.

ich warte seit einer halben stunde auf die wirkung, nichts tut sich. könnte ko...

ich fühle mich wie eine niete. ich kann nicht das für mein kind tun, was ihm helfen würde. ich kann mich gegen ärzte nicht durchsetzen.

danke fürs zuhören.

einen schönen abend euch allen


von ingrid_57 - am 22.11.2009 20:03
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