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Informationen zum Thema:
Forum:
ADHS ADS Selbsthilfe
Beiträge im Thema:
3
Erster Beitrag:
vor 7 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 7 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
MelAnne, Dagmar D.

Hurra, bin nun auch im Forum! Vorstellung und Fragen!

Startbeitrag von MelAnne am 18.03.2010 11:36

Hallo,
nachdem ich schon seit Monaten hier mitlese und die meisten Fragen bereits hier nachlesen konnte, möchte ich mich nun mal vorstellen.

Ich bin Mutter (44), verheiratet, von 2 Kindern, Sohn 10 J.(3. Kl.) und Tochter 12 J. (6. Kl.).
Bei meinem Sohn steht die Diagnose ADHS + LRS seit Okt. 09 fest. Seit 1/10 bekommt er Medis. (Concerta 27 mg) und es geht ihm und uns nun endlich besser.

Nachdem er seit der Einschulung große Probleme hatte und sein Selbstwertgefühl im Keller war. Wir haben ihn nach langem hin und her vom der 3. Kl. mitten im Halbjahr in die 2. Kl. zurückversetzen lassen. Die jetzige Lehrerin ist jung und motiviert und kennt sich mit ADS etwas aus.
Sie war diejenige, die mir anders als die frühreren Lehrer nahelegte, ihn auf Wahrnehmungsstörungen testen zu lassen. Und siehe da, alles ergab auf einmal einen Sinn. Von ADS hatte ich früher noch nie was gehört, nur von hyperaktivität. Da es bei ihm nicht so ausgeprägt ist, kam ich auch nicht auf diesen Trichter.

Mein Sohn ist nicht dumm und störrisch, sondern er versuchte sich vielmehr als andere zu konzentrieren, und hatte trotzdem keine positiven Erfolge. Dann kamen Sprüche von anderen Kindern wie "du bist der schlechteste in der Klasse" "du bist der langsamste" usw.

In der neuen Klasse wurde er sofort angenommen und hat nun auch feste Freunde. Bald fängt nun auf die Förderung seiner LRS an. Die Bewilligung haben wir bereits durch. Andere Therapiemaßnahmen sind z. Zt. nicht Vorgesehen. Außer Elterntraining, aber dazu meine Frage dann unten.

Nachdem ich mich per Internet und Büchr mit dem Thema außeinander gesetzt habe, viel es mir "wie Schuppen von den Augen". Was ist mit mir. Als Kind hatte ich auch große Probleme, die sich bis heute hinziehen. D. h. Konzentrationsprobleme, keine Freunde, stundenlange Hausaufgaben oder diese ganz verzweigert, dachte - damals schon- ich bin anders. Heute nun habe ich Depressionen und andere somatische Krankheiten, kann mir nichts merken, schiebe alles auf, Komme imer zu spät, Hausarbeit ist eine Katastrophe, usw.
Hier im Forum muß ich glaube ich nichts weiter dazu ausführen, jedenfalls bin ich nun mitten in der Diagnosephase. Der 4 Termin ist nächste Woche.
Dazu auch eine Frage unten.

Weshalb ich hier nun eingentlich schreiben ist meine Tochter, 12 J. und pupertierend. Seit sie klein war, war sie ängstlich, hat noch nie wirklich alleine gespielt, braucht heute noch Anregungen von anderen, motorisch sehr langsam und trotzdem sehr selbstständig. In Schule und Hort war sie sozial sehr kompetent. (eine 1. im Zeugnis) sehr hilfsbereit und streitschlichtend. In der Schule selbst hatte Sie keine Probleme (war eine gute Schülerin) und zügig mit den Hausaufgaben fertig. Mit den Freunden, dachte Sie oft, sie sei nicht so anerkannt. Was aber aus meiner Sicht nicht stimmt.

Zuhause das genaue Gegenteil. Sehr stur, schrie rum war zornig und lies ihren Frust an dem kleinen Bruder aus, so dass ich ihn meist beschützt habe. irgend etwas war los mit ihr, ich konnte aber nichts wirklich greifen, mir deas nicht erklären.

Nach einem Vorfall vor 3 Jahren auf dem Nachhauseweg, hatte sie panische Ängste entwickelt. Also folgten 2 Jahre Langzeitth. die Ende 09 beendet ist.

Nun fangen die Schwierigkeiten erst an. Die Lehrer sagen nun auch bei ihr, sie konzetriere sich nicht richtig, "schwätzen mit der Tischnachbarin ist wichtiger", arbeitet zu flüchtig, "sie könnte besser sein, wenn sie nur wollte" "Streit schlichten sei ihr wichtiger" Auf meine Frage hin, warum sie in letzter Zeit noch mehr quatsche als früher, meinte sie - ich versuche es ja, aber dann muss ich über meine freunde nachdenken"

Ich habe meinem Mann gesagt, dass ich vermute das sie auch ADS ohne H
haben könnte. Aber er lehnt es ab, sie habe ja keine großen Probleme in der Schule und mit mehr Motivation würde sie wieder ihre alten Leistungen bringen können. Er vergleicht die Kinder, wenn sohn so ist, und Tochter nicht die gleichen Schwierigkeiten hatte, dann ist da auch nichts. Sie ist und war früh selbstständig. Aber nach der Therapie kommt immer mehr "trotteligkeit, vergesslichkeit, aufschiebeverhalten usw. vor.

Nun zu meinen Fragen:

1. Für meine eigene Diagnose habei ich ein Fragebogen für meine Eltern erhalten. Diese können den Bogen nicht allein ausfüllen. Ich müßte ihn mit meiner Mutter zusammen nachen. Dies würde allerdings erst in ca. 8- 10 Wochen sein. Kann eine Diagnose auch ohne den Elternfragebogen richtig gestellt werden.

2. Ich will an Elterntrainings teilnehmen. finde aber keine Adressen oder Termine hierfür im Raum Frankfurt. Wer kann mir weiterhelfen.

3. Wie würdet ihr vorgehen. Soll ich Sie auch testen lassen oder soll ich noch etwas abwarten. Hinter seinem Rücken, kann ich sie nicht testen lassen.

Für Antworten und Anregungen bin ich sehr dankbar.

Grüße
MelAnne

Antworten:

Hallo MelAnne,

willkommen im Forum :-)

Ich habe drei Kids und alle drei mit ADS. Aber: Jeder von ihnen ist anders, anderer Charakte, andere Stärken und auch eine andere Ausprägung von ADS.

Wenn du den Verdacht auf ADS bei deiner Tochter hast, dann lass sie testen. Wenn sich ergeben sollte, dass kein ADS vorliegt, kann sicher der Grund für ihre Schwierigkeiten gefunden werden und damit auch eine gezielte Unterstützung beginnen.

Eine Diagnose bei Erwachsenen kann auch ohne Elternfragebogen gesichert werden, die Ärzte haben es nur gerne.

Ein Elterntraining gibt es in Ffm von sehr guter Qualität. Da wir hier keine Namen im Forum weitergeben (Datenschutz), kannst du mir 'ne Mail schreiben.

Evtl. hast du auch Lust morgen in die Elterngruppe zu kommen.



von Dagmar D. - am 18.03.2010 16:06
Hallo Dagmar,

vielen Dank für deine Antworten.
Ich hoffe, das mit der e-Mail- Adresse klapp nun. Ich kenne mich mit Internet usw. sehr wenig aus. Deshalb auch das "Hurra".

Leider schaffe ich es morgen nicht.
Mich würden aber auf jeden Fall die weiteren Termine interessieren.
Kommen würde ich gerne!

Wegen meiner Tochter werde ich mal vorab bei er Ärztin anrufen und fragen.

Danke

MelAnne

von MelAnne - am 18.03.2010 21:55
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