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Informationen zum Thema:
Forum:
ADHS ADS Selbsthilfe
Beiträge im Thema:
3
Erster Beitrag:
vor 6 Jahren, 5 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 6 Jahren, 4 Monaten
Beteiligte Autoren:
Nana, Dagmar D., laurinnus

adhs und ads echt schlimm kein nerv mehr

Startbeitrag von laurinnus am 05.03.2012 15:17

Huhu kennt mich ja noch ..wenn ihr de Geschichte kennt von den Jungs, sind beide noch hier werde morgen das Jugendamt anrufen mir platzt echt der Kragen.. Nerv habe ich auch keinen mehr.. es wird immer schlimmer hören beide echt nicht mehr.. der große heute zu mir du redes nur Scheis... ist nicht normal oder.. ich habe echt keine Lust mehr den Tag mit dem beiden zu verbringen. ich sehe echt keine Zunkunft ..ich kann nicht mehr .. die ganze familie leidet darunter mein Mann ist auch nicht mehr der er mal war.er ist auch nur noch angepisst. ist doch scheise so...

Jugendamt meint entweder oder.. Schule meint auch ich muss es durchsetzen so begreifen sie es nicht das ich es ernst meine..
Was würdet ihr machen??

Antworten:

Hallo Cindy,

ich habe gerade noch mal den alten Strang gelesen. Da hast du schon sehr viele gute Tipps bekommen.

[20820.foren.mysnip.de]

Deine Söhne brauchen Eltern, die sie mit voller Power coachen. Doch der jahrelange Kampf hat euch müde gemacht. Das kann ich und ich denke die meisten hier nachvollziehen.

Kinder in eine Pflegefamilie zu geben, heißt ja nicht die Kinder auf Dauer zu verlieren oder den Kontakt abzubrechen. Das heißt nur, dass andere Leute eure Rolle so lange übernehmen, bis eure Batterien wieder voll sind.

Im Falle einer körperlichen Erkrankung der Mutter ist das ein ganz normales Vorgehen, nur liegt bei dir wahrscheinlich eher ein Burn-out vor, aber das Vorgehen ist das gleiche.

Gib dir die Zeit um wieder gesund zu werden und wieder Kraft zu tanken, und dann widmest du dich deinen Söhnen wieder mit voller Power :-))

Du brauchst, um deine Batterien aufzutanken, proffessionelle Hilfe. Hast du eine ambulante Therapie oder einen Arzt, der dir eine Überweisung in eine psychosomatische Klinik schreiben kann?

von Dagmar D. - am 06.03.2012 09:38
Hi Cindy,

wenn du nicht mehr kannst, dann ist eine Fremdunterbringung (Pflegefamilie finde ich besser als Kinderheim, weil die Kids in einer familienähnlichen Atmosphäre aufwachsen dürfen-eine andere Möglichkeit ist ein Internat) wahrscheinlich für euch alle die beste Möglichkeit.

Mein Sohn (9) ist seit Nov 2011 in einem Internat, kommt am Freitag nachmittag nach Hause und geht am Sonntag abend wieder hin.

Die Kosten (500 €/Monat) müssen wir leider selbst tragen, aber das liegt daran, daß mein Mann gut verdient.Ansonsten bezahlt das Jugendamt in der Regel das Internat.

Seitdem ist für uns alle deutlich einfach, wir können zumindest in der Woche wieder aufatmen und Kraft tanken.

Die WEs und die Ferien sind leider nach wie vor schwierig.Aber es geht leider in unserem Fall nicht anders.Es gibt aber auch Internate, wo die Kids am WE dort bleiben dürfen.

Als die Kinderpsychologin letztes Jahr (mein Sohn war 6 Wochen lang in der Kinderpsychiatrie, stationär) die Fremdunterbringung empfohlen hat, bin ich nervlich zusammengebrochen.Ich dachte vorher, mit einem gemeinsamen ADS Elterntraining, Hilfe in Form von Coaching (wobei dies bei uns in Bayern nicht gibt), bzw. Familienhilfe könnten wir das Problem in den Griff kriegen.Ich fühlte mich als Rabenmutter, wenn mein Kid anderswo aufwachse.

Jetzt mittlerweile denke ich, daß es für uns alle die beste Lösung ist.Auch die kleine Schwester blüht jetzt richtig auf, seitdem der Bruder nur am WE da ist.Früher hat sie mir oft gesagt:"Mama, das wäre schön, wenn J. nicht da wäre." Jetzt können wir endlich ihre Freundinnen einladen, ohne daß ich Angst habe, daß er ihnen etwas antut oder ihr Spiel stört.

Zur psychosomatischen Klinik: sicher eine gute Sache, um wieder zur Ruhe zu kommen und wieder Kraft zu tanken, ABER dies löst nicht die Probleme zu Hause.Ich war 6 Wochen im Feb-März dort, jetzt nach nur 1 Woche mit meinem Sohn (Osterferien) geht es mir wieder sehr, sehr schlecht.

Deswegen solltest du an einer langfristigen Entlastung arbeiten, zusammen mit dem Jugendamt, damit du nicht zusammenbrichst und für die Jungs da bist, wenn sie wieder zu Hause sind (am WE/in den Ferien z.B.).

Wenn die Jungs weg sind, dann wäre es nicht schlecht, sich um einen Aufenthalt in einer guten psychosomatischen Klinik (mit dem Hausarzt oder besser dem eigenen Psychiater besprechen) zu bemühen.Mir hat diese Kur (keine Reha-Klinik, sondern ein Kreiskrankenhaus mit sehr gutem Ruf) sehr gut getan, auch wenn sie die Probleme daheim nicht gelöst hat.Es gab übrigens Eltern von ADHS-Kindern dort, auf meiner Station sogar 4.

Ich wünsche dir noch viel, viel Kraft.Unser Weg ist nicht leicht, unser Kreuz oft zu schwer.

LGJoMama

von Nana - am 07.04.2012 09:11
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