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ADHS ADS Selbsthilfe
Beiträge im Thema:
11
Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 3 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 2 Monaten
Beteiligte Autoren:
Emmi78, Agnes69, Wahlpöttler, Dagmar D.

Wie kann ich noch besser unterstützen?

Startbeitrag von Emmi78 am 15.10.2013 13:03

Hallo,
heute ist Junior (mittlerweile 3. Schuljahr) mit seiner HSU Arbeit nach Hause gekommen, Note 5! Ich weiß nicht, wie ich ihn noch mehr unterstützen kann, wir haben eine Woche lang nach den Vorgaben der Lehrkraft gelernt, in der Probe war die Fragenstellung anders, jetzt hat er ne 5 kassiert. Und das in einem reinen Lernfach. Haben wir falsch gelernt, ich habe ihm die Fragen zu Hause so gestellt, wie sie auf dem Aufgabenblatt standen. Oder hat er gar nicht richtig gelesen? (Test auf LRS steht noch aus, aber das hätte ihn in HSU auch nichts gebracht).
Gestern war ich mit ihm bei einer Ergotherapeutin, da wurde u. A. die Aufmerksamkeit und Wahrnehmung getestet wurde, er wies dabei erhebliche Mängel auf, leider funktioniert zur Zeit mein Emailprogramm nicht, da hat mir die Therapeutin alles nochmal zusammen geschrieben. Es war wohl ein Onlinetest, kennt das jemand von euch?
Sie hat mich auch gebeten die aktuelle Medikation mit der Ärztin zu überprüfen, hatte ich eh schon vor, da er auch in der Schule mehr Auffälligkeiten hat, als noch in der zweiten Klasse.
Sie bietet auch ein Attensionertraining in ihrer Praxis an, das sie mir empfohlen hat, es wäre wohl in einer Kleingruppe mit zwei anderen Kids. Allerdings weiß ich nicht, ob das von der KK (Junior ist privat versichert) getragen wird oder wir es selbst zahlen müssen, vielleicht weiß das jemand von euch und kann mir Info hierzu geben (wenn wir es selbst zahlen müssen, wieviel es in etwa kostet)?
In zwei Wochen haben wir einen Termin bei der Kinderärztin, mal schaun was die dazu zu sagen hat.

Danke, fürs lesen und eure Hilfe
Emmi

Antworten:

Hier die Beurteilung des "AFS" Test

Hallo, jetzt nochmal die Beurteilung der Therapeutin, es war wohl ein
AFS-Test?!


Zitat Ergotherapeutin:

"Der AFS-Test ist in folgende Bereiche unterteilt: Aufmerksamkeit, Funktion (Wahrnehmung), Symptom (Einschätzung Lese-Rechtschreibleistung)

AUFMERKSAMKEIT:
Hier zeigte Junior recht stabile Funktionen (allerdings war dies der erste abzutestende Bereich) – im weiteren Verlauf fiel auf, dass Junior recht überschnell und voreilig arbeitet. Auch war er sehr leicht abgelenkt – es reichte schon, als seine Schwester ihr Handy aus der Tasche zog. Seine Konzentrationsleistung sank recht schnell.

FUNKTION:
Visuelle Differenzierung – deutliche Probleme die Unterschiede in den Bildern zu finden. Obwohl er sich hier noch Zeit gelassen hat und die Bilder gut verglichen hat. Eine Unterscheidung von Wörtern, besonders von ähnlich aussehenden Wörtern fällt bei solchen Kindern ebenfalls schwer.
Visuelles Gedächtnis – den Inhalt des Bildes sowie die Position konnte Junior sich nicht merken. Vermutlich fällt es ihm aufgrund dieser Schwäche auch schwer, sich Wortbilder zu merken.
Visuelle Serialität – mittelmäßige Werte

Akustische Differenzierung – Junior hatte während der Abtestung große Schwierigkeiten ähnlich klingende Wörter zu unterscheiden (Bast, Fast, Last) und doppelte Wörter zu merken. Das genaue Hinhören und Differenzieren ist für eine gute Rechtschreibleistung unumgänglich
Akustisches Gedächtnis – Junior schaffte es nicht einem 2-minütigen Text zuzuhören und beantwortete von 12 Fragen nur 2 richtig.
Akustische Serialität – mittelmäßige Ergebnisse

Raumlage – hier hat Junior deutliche Probleme. Aus diesem Grund werden ähnlich aussehende Buchstaben wie d,b noch immer vertauscht.
Körperschema – die Unterscheidung von rechts und links gelingt noch gar nicht.

SYMPTOM
Die Mutter beantwortete die Fragen zur Lese-Rechtschreibleistung ihres Sohnes ausführlich, ein Training erscheint hier erforderlich.

Junior zeigt in der Konzentration und in der auditiven und visuellen Wahrnehmung große Schwierigkeiten. Eine Förderung ist wirklich anzuraten."

Zitat Ende!


Kennt sich jemand damit aus und kann es mir mal genau auf Muttisprache übersetzen, muß ich "zwischen den Zeilen" lesen?

von Emmi78 - am 15.10.2013 13:40
Tut mir Leid, liebe Emmi,

leider hatte ich mit solchen Tests noch nichts zu tun. Aber ich werde beim Treffen am Wochenende mal rumfragen. Vielleicht finde ich ja jemanden, der das deuten kann.

Einstweilen liebe Grüße,

Agnes

von Agnes69 - am 16.10.2013 16:14
Das wäre lieb.Danke Agnes.
Grüße Emmi

von Emmi78 - am 17.10.2013 11:09
Liebe Emmi,

leider waren die Foris beim Treffen auf diesem Gebiet auch nicht wirklich schlauer als ich. Ich schaue noch, ob ich Dagmar erreiche - sie hatte es leider nicht zum Treffen geschafft. Könnte mir vorstellen, dass sie schon öfter mit solchen Tests zu tun hatte.

Zuerst aber noch eine Frage an Dich: Was genau möchtest Du erklärt haben? Gibt es bestimmte Punkte in dem Befund, die Dir unklar bzw. unverständlich erscheinen? Oder geht es nur darum, ob verschiedene Formulierungen versteckte zusätzliche Bedeutungen haben könnten?

LG,
Agnes

von Agnes69 - am 21.10.2013 20:45
Hallo Agnes,
danke für deine Mühe. Mir wäre es einfach wichtig zu wissen, wie ich meinen Jungen mit einem solchen Testergebnis fördern kann, dass er sich vor allem in der Schule aber auch im außerschulischen Bereich leichter tut? Oder ist es schon so schlimm, dass nur noch eine Förderschule hilft?

Heute kam wieder ein Anruf von der Lehrerin, er hätte einem Schulkammeraden im Sportunterricht in die Genitalien gezwickt.
Mir ist es wirklich peinlich, das hier aufzuschreiben, was ist nur mit Junior los. Was hab ich falsch gemacht? Seit Beginn der dritten Klasse läuft es nicht mehr so gut... Ist es möglich, dass die Medikation nicht mehr ausreicht (Er bekommt morgens 20mg Retard und mittags 15 mg Retard)? Nächste Woche haben wir endlich einen Termin bei der Kinderärztin, mal sehn was sie sagt, aber mit der aktuellen medigabe geht es auch nicht mehr. Seine bisherigen Noten sind schlecht (alles zwischen 4 und 6) selbst in den Heimat und Sachunterricht hat er eine 5! geschrien, was haben wir dafür alles gelernt? Ende November soll er auch noch auf LRS getestet werden, momentan läuft bei uns alles aus dem Ruder...
Entschuldige, wollte nicht jammern, ist jetzt einfach so gekommen.
Liebe Grüße
Emmi

von Emmi78 - am 24.10.2013 13:59

Re: Hier die Beurteilung des "AFS" Test

Hallo Emmi78,
wenn ich lese was du über das Testergebnis (ich hätte nichts anderes erwartet) deines Filius schreibst, denke ich mit Schaudern an meine eigene Kindheit. Ich verstehe auch nicht, dass man in der heutigen Zeit, wo man schon so viel über ADSH weis, immer noch so reagiert.
Jemand mit ADSH wird immer ein Problem mit seiner Konzentration und seiner Geduld haben. Reine Lernfächer, wie z. B. Sprachen, sind da eine Katastrophe.
Es gibt eben Dinge die kann ein Mensch mit ADS einfach nicht. Das muß man einfach akzepieren und damit Leben lernen. Dazu gehört u. A. die Fähigkeit sich Wissen "künstlich", d. h. z. B. durch Auswendiglernen, anzueignen. Vokabeln lernen wie andere Kinder das machen geht nicht und kann er auch nicht lernen, nicht mal mittels "Doping" durch Methylphenidat. ADS´ler lernen einfach anders. Sie müssen das System der Sprache verstehen und ein Gefühl dafür entwickeln. Ich habe z. B. erst in meinem Studium soetwas wie Lernen gelernt. Ein weiteres ist die Fähigkeit Geräusche zu selektieren. Er kann nicht verschiedene Geräusche auseinanderhalten und sich nur auf eines zu konzentrieren. Er hört alle Geräusche zusammen und gleichzeitig als ein Gemisch von Klängen. Ich konnte z. B. in der Schule nie bei einem Kanon mitsingen. Sobald die zweite Stimme einsetzte war ich draussen. Daher läst er sich auch durch fremde Geräusche so leicht ablenken. Das Problem, sich auf eine einzige Sache dauerhaft zu konzentrieren kommt da noch hinzu. Die Konzentrationsfähigkeit wird zwar durch Methylphenidat positiv beeinflusst, das Hörvermögen aber nicht. Der Gedanke an eine Förderschule grenzt aus meiner Sicht schon fast an Misshandlung. Überdurchschnittliche Intelligenz und sogar Hochbegabung ist bei ADS eher die Regel wie die Ausnahme. Damit auf einer Förderschule "versauern" ist einfach nur Grausam und führt zu nichts Gutem.
Meine eigene Kindheit liegt bereits mehr als 40 Jahre zurück. Damals wusste man noch nichts über ADSH. Die gängige Methode im Umgang damit war dann auch der Schlag an den Nacken, die Saftige Ohrfeige und in harten Fällen der Rohrstock. Man wurde einfach in die Rolle des "braven Schülers" hineingeprügelt mit zweifelhaftem Erfolg.
Aber heute weis man über ADS bescheid und man müsste eigentlich wissen dass ein ADS-Kind einfach nicht in ein "normales Schulsystem passt. Man würde doch auch nicht versuchen einen Querschnittsgelämten zwingen eine Treppe zu besteigen oder einem Blinden das Lesen einer normalen Zeitung beizubringen. Schon der Gedanke daran erscheint den meisten Menschen absurd. Bei ADS`lern versucht man aber dauernd durch Medikamente (die aber durchaus das Leben erleichtern können) und Therapien die Kinder "Normgerecht" zu integrieren. Wenn man einfach nur akzeptiert dass ADS`ler anders funktionieren hat man eigentlich schon alles getan. Und ganz wichtig: ADSH ist keine Krankheit und schon gar keine Behinderung. Und ADS`ler befinden sich allerbester Gesellschaft z. B.Mozart, Einstein, Dustin Hoffman, und viele weitere berühmte Sportler Schauspieler und Intelektuelle die nur berühmt geworden sind WEIL sie ADSH haben und nicht trotzdem.

von Wahlpöttler - am 24.10.2013 21:02
Ja, lieber Wahlpöttler, Du hast absolut recht - so isses!
Nur - was tun im konkreten, akuten Fall? Das Schulsystem nimmt leider keine Rücksicht auf unsere besonderen Kinder - Tatsache. Ich hoffe, daran wird sich bald etwas ändern, aber so schnell, dass es die Situation von Emmi und ihrem Sohn rechtzeitig entschärft, geht es keinesfalls.

Ich kenne die schulischen Möglichkeiten bei Euch in Deutschland viel zu wenig.
Ich weiß, dass es spezielle Schulen gibt, die zumindest etwas besser auf ADS-Kinder zugeschnitten sind als die Norm (kleinere Klassen usw.) Nur - wie dicht sind die gesät, und was kostet es, ein Kind dort hinzuschicken? Gibt es dafür eine Förderung?

Liebe Emmi, könntest Du bitte schreiben, wo ungefähr Du wohnst? Kann sein, dass Du das schon mal erzählt hast, aber ich bin im Moment - ehrlich gesagt - zu faul, um danach zu suchen. Hast Du Dich selbst schon mal schlau gemacht, was es in der Umgebung noch so gibt an speziellen (nicht Förder-) Schulen? Falls etwas Brauchbares vorhanden ist - gibt es Hinderungsgründe, Deinen Junior dort hinzuschicken?

Was die Medikation betrifft - ich glaube schon, dass sich da noch was machen lässt. Es gibt sehr starke individuelle Unterschiede bei der idealen Dosierung. Unsere Jüngste, beispielsweise, hat - obwohl eher zart gebaut - schon in der Grundschule 60 mg (damals kurz wirksames) Ritalin täglich gebraucht. Bei Retard-Präparaten kann die nötige Dosis noch höher liegen, weil nicht immer der ganze enthaltene Wirkstoff umgesetzt wird. Und es sieht für mich wirklich so aus, als wäre Dein Sohn unterdosiert. (Was natürlich nur die Einschätzung eines - immerhin recht erfahrenen - Laien ist.)

Unterdosierung kann übrigens manchmal noch schlimmer sein als gar kein Medikament, weil die Wirkung dann gerade mal dafür ausreicht, dass das Kind seine miserable Situation bewusst wahrnimmt, aber nicht dafür, daran etwas zu ändern.
Ich hoffe, Eure Kinderärztin ist bereit, es mit einer höheren Dosierung zu versuchen!

Ich wünsche Euch erstmal ein friedliches, erholsames Wochenende!

Liebe Grüße,
Agnes

von Agnes69 - am 26.10.2013 08:30
Liebe Agnes 69, liebe Emmi 78,
das ist wirklich nicht einfach. Das war es in meiner Kindheit nicht und ist es jetzt auch nicht. Aber bei der Dosierung des Ritalin (oder vergleichbare Medis) kann man sicher einiges tun. Man mus die richtige Dosierung ausprobieren. Am besten steigert man sich alle 2 Tage um eine halbe Tablette (0,5 mg) bis man eine Wirking spürt. Die wirkung stellt sich übrigens spontan, fast schon digital ein. Es kann passieren, dass bei 1 Tablette keinerlei Wirkung zu spüren ist und bei 1 1/2 schon die ganze Wirkung. Ein bisschen Wirkung gibt es da nicht. Entweder sie wirkt vollständig oder gar nicht. Die Dosierung kann auch abhängig von der Tagesform sein. In meinem Falle pendelte sich die ideale Dosierung bei 2 Tabletten ein. Wenn ich aber sehr viel Stress erwartete oder eine hohe Psychische Belastung zu erwarten war habe ich auch schon mal die Dosis verdoppelt. Andererseits auch schon mal auf Null wenn alles ruhig war. Entzugserscheinungen habe ich übrigens nie verspürt. Seltsamer Weise spürte mein Umfeld die Wirkung intensiver wie ich selber.
Wenn man die passende (Tages-)Dosierung herausgefunden hat ist man schon ein gutes Stückchen weiter. Dann noch ein wenig Verständnis und Toleranz seitens der Mitmenschen und die Sache läuft. Aber besonders letzteres, wissen wir alle, ist besonders schwierig.
Laßt euch nicht unterkriegen und lass den Jungen um himmels Willen nicht auf eine Förderschule versauern.
Ich wünsche euch alles Gute.

von Wahlpöttler - am 26.10.2013 16:56

Re: Hier die Beurteilung des "AFS" Test

Hallo Emmi,

den Test kenne ich nicht, aber die Beschreibung in den einzelnen Untertests, kenne ich durch andere Tests.

Zusammenfassend wird beschrieben, dass er eine zu geringe Aufmerksamkeitsspanne hat, die sich im Verlauf des Tests zeigt. Auch ist seine Aufmerksamkeitslenkung nicht gut, das zeigt sich durch ungenaues Hinhören und Hinsehen. Zudem sind das auditive und das visuelle Gedächtnis nicht ausreichend.

Alle diese Punkte sind die Kernpunkte von ADHS. Deshalb ist die Frage wichtig, ob er zu diesem Test seine Medikamente hatte. Falls nein, zeigt das, dass diese unbedingt notwendig sind. Falls ja, zeigt dieser Test, dass er nicht ausreichend dosiert ist, denn die Kernsymptomatik der ADHS sind deutlich erkennbar.

Du schreibst in anderen Beiträgen, dass auch sein Sozialverhalten auffällig ist. Hier wäre es wichtig zu wissen, wann diese Vorfälle auftreten um die Medikation richtig einstellen zu können. Dazu könntest du eine Tabelle wie einen Stundenplan erstellen (mit Extrazeilen für die Pausen), in den die Lehrerin mit einem Smiliesystem einzeichnet, wie es in den Stunden und Pausen war. Aus meiner Erfahrung vermute ich, dass sich recht schnell ein Muster ergeben wird. Das kann der Ärztin beim korrekten Dosieren der Medikamente helfen. Die Frage ist nämlich wirken sie lange genug im Schultag? Wann ist die Wirkung weg? Durch die längeren Schultage ab der 3. Klasse benötigen die Kinder längere Zeiten, in denen sie sich konzentrieren müssen.

Du fragst, ob dein Sohn in eine Förderschule gehen soll. In Deutschland ist es so, dass dies nur auf *deinen* expliziten Antrag hin geschehen kann. Keine Schule kann dich zwingen deinen Sohn auf eine Förderschule zu geben. Du kannst dir überlegen, ob dein Sohn im Rahmen der Schule eine weitere Förderung erhalten soll. Dazu gibt es die sonderpädagogische Förderung in den Bereichen Lernen und emotionale, soziale Entwicklung. Aber bevor du das anstößt, würde ich mich bei der Elternbeiratsvorsitzenden eurer Schule informieren, wie das an der Schule organisiert ist.

Die Schwierigkeiten im Lesen und oft auch im Rechnen zeigen viele Kinder mit ADHS. Sie sind eine Folge der verkürzten Merkfähigkeitsspanne. Oftmals können sich die Kinder die Buchstaben und deren Laute, zumindest die seltenen, nicht merken. Bis sie das immer wieder abrufen, dauert es so lange, dass sie den Sinn der Worte nicht verstehen. Und so macht das Lesen keinen Spaß. Und alles was keinen Spaß macht, das versucht ein Kind zu umgehen. Das heißt, die Motivation entsteht aus dem Können, nicht umgekehrt wie man lange dachte.

Ich selbst arbeite mit dem Lehrgang ABC der Tiere von Mildenberger.
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Die Bücher gehen sehr systematisch vor und durch die Teilung der Worte in Silben, werden die Worte durchgliedert und sind für leseschwache Kinder sehr viel leichter zu lesen.
Lesen müssen die Kinder täglich, das ist für ein Kind, das damit Probleme hat, sehr schwierig, aber leider geht es nicht anders. Evtl. kannst du deinen Sohn mit Belohnungen ködern, z.B. 10 min Lesen, ergibt 10 min Playstation oder 10 Gummibärchen oder etwas in dieser Art. Man muss tatsächlich diese Anreize setzen, weil es ihm keinen Spaß macht solange er es nicht kann, es ist harte Arbeit und auch ein Stück Quälerei. Da Lesen aber die Kernkompetenz für alle Fächer ist, ist es noch wichtiger als rechnen zu können.

Ich hoffe, ich konnte dir etwas weiterhelfen. Falls du noch Fragen hast, immer her damit :-)

von Dagmar D. - am 27.10.2013 13:50
Guten morgen,
komme leider erst heute zum schreiben, hatte zwar letzte Woche frei, aber selbst da keine Zeit. Wollte euch nur den aktuellen Stand schreiben.
Letzte Woche Kontrolltermin bei der Kinderärztin, leider erfolgte noch keine Änderung der Dosierung, aber sie gab mir die Kontaktdaten einer Kinderpsychologin bei der ich Junior vorstellen soll. Ich hoffe, sie kann uns weiterhelfen, so lange müssen wir jetzt noch durchhalten. Mal sehn wie schnell da ein Termin möglich ist.

Bei dem AFS Test hatten die Medis bei meinen Sohn sicherlich keine Wirkung mehr, er war erst um 17:00 Uhr, die Medis nimmt er nach der Schule so gegen 13:15/13:30 Uhr. Vor Beginn des neuen Schuljahr hatte ich auch das Gefühl, dass die Dosierung ausreicht, es lief relativ gut, in der Schule (laut damaligen Lehrer) und auch bei den Hausaufgaben.

In der Schule bekommt er wohl 1x wöchentlich eine Förderung von einem sogen. Sonderpädagogisch mobilen Dienst, allerdings bin ich mir nicht sicher, ob diese Dame wirklich jede Woche für Junior da ist (laut Junior sind das auch mehrere Kinder aus seiner Klasse).

Wir wohnen in Unterfranken (nähe Würzburg) falls dir das etwas sagt?!
Leider gibt es bei uns in direkter Umgebung nur zwei Grundschulen (Regelschulen) eine Förderschule wäre etwa 20km entfernt, allerdings ist er meiner Meinung nach nicht dumm, ich habe oft das Gefühl, dass er das geforderte zwar weiß aber nicht abrufen kann.

Manchmal glaube ich auch, dass nicht unsere Kinder sondern unser Schulsystem das Problem sind, aber da stehen wir ADHS Mütter wohl in der Minderheit da.

Danke für eure Tipps und eine schöne Woche
Emmi

von Emmi78 - am 04.11.2013 07:03
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