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ADHS ADS Selbsthilfe
Beiträge im Thema:
2
Erster Beitrag:
vor 11 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Monaten
Beteiligte Autoren:
Dagmar D., Dante

Aggressivität im Kindergarten

Startbeitrag von Dante am 23.11.2016 20:26

Sooo erstmal ein herzliches Hallo.

erstmal eine kleine Vorgeschichte... Also primär geht es um unseren Sohn Michael (6), bei dem AD(H)S diagnostiziert wurde. Alles in allem kommen wir klar... Sehr geholfen hat uns ein Elterntraining und wir sind jetzt dabei mit positiven Rückmeldungen sein Selbstvertrauen zu stärken... Dazu kommt Ergo und Heilpraktiker. Mit dem Psychiater machen wir jetzt die vorbereitenden Tests zur Medikamentengabe.

Das Hauptproblem hat Michael mit der Impulskontrolle. Sobald er sobald er sich z.B. ungerecht behandelt fühlt wird er körperlich... oder wenn er sich freut das z.B. ein Kind mit ihm spielt..

Wir sind zwar nicht total gegen die Medikamentengabe, würden es aber wenn es auch anders geht, alternativen bevorzugen.

Allgemein klappt es in der Schule ganz gut. Hauptproblem sind die Pausen.. haben jetzt schon öfters von der Pausenaufsicht gehört, das Michael andere Kinder kratzt und auch schon mal ne blutige Nase verpasst hat. Später hat Michael zugegeben das der andere ihn vom Gerüst geschubst hat. Tragischerweise wird das vom Lehrer nicht angesprochen. Und Michael sagt auch in dem Moment nichts weil er sich schämt.

Hat denn jemand nen Tipp wie man diese Pausen in den Griff bekommen könnte? Wenn ich jetzt Infos vergessen habe, dann einfach nochmal nachfragen.

Antworten:

Hallo Dante,

es ist ganz wichtig, dass du deinem Sohn klar machst, dass du als Mutter sein Verhalten absolut nicht billigst. Stell dir mal vor, dein Sohn hätte eine Zwillingsschwester und würde sich dieser gegenüber in der gleichen Weise verhalten wie gegenüber den anderen Kindern auf dem Pausenhof.

Würdest du dann auch deiner Tochter sagen, das müsse sie eben aushalten, weil ihr Bruder ADHS habe oder würdest du erzieherisch intervenieren?

Üblicherweise sagen Kinder, wenn sie geschubst werden oder Klassenkameraden sagen dies ganz deutlich und setzen sich für die Kinder, die gerade geschimpft bekommen sollen, ein. Wenn dann von dem Kind später Entschuldigungssgründe kommen, in einer Situation, in der sie nicht mehr überprüfbar sind, dann muss man sich immer auch überlegen, was das Kind bezweckt.

Etwas anderes müssen Kinder in der Schule lernen. Wenn mich ein Kind ärgert, dann gehe ich zur Aufsicht und lasse mir helfen. Aber es ist auf jeden Fall verboten das andere Kind anzugreifen. Und wenn dein Sohn auf Schubsen mit Kratzen oder Schlagen reagiert, dann eskaliert er die Situation. Ein solches Verhalten ist immer unangemessen.

Wenn er heute keine Grenzen gesetzt bekommt, dann stelle dir mal die gleiche Situation vor, wenn er in der Pubertät ist. Ein anderer schubst ihn oder rempelt ihn (versehentlich) an und dein Sohn beginnt eine körperliche Auseinandersetzung. Dann macht er sich strafbar. Und das ist doch genau das, was wir als Eltern nicht wollen. Also müssen wir unseren Kindern, solange sie noch klein sind beibringen, dass dieser Weg ein absolutes No-go ist.

von Dagmar D. - am 26.11.2016 13:24
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