Hallo ich bin neu hier :)

Startbeitrag von Darki42 am 09.02.2017 09:38

Hallo liebe Foren-Gemeinde :)
Ich habe mich hier neu angemeldet um mich mit Eltern auszutauschen die die gleichen Probleme haben.

Kurz zu meiner Familiensituation: Ich bin 42 und habe 3 Kinder. Die Große ist 20 und schon ausgezogen. Meine beiden Jungs sind 9 und 12. Vom Vater der beiden Kinder habe ich mich vor 4 Jahren auf Grund von Spielsucht getrennt. Seit 3 Jahren habe ich einen neuen Partner, der jetzt bei uns eingezogen ist. Mein 12 jähriger hat einen Gendefekt und ist zu 100% schwer behindert.
Mein 9 jähriger ist seit etwa 1 Jahr bei einer Psychiaterin/Psychologin in Behandlung und ADHS mit Anpassungsstörungen wurde diagnostiziert. Momentan läuft zusätzlich ein Aufmerksamkeitstraining mit anderen Kindern und einer Pädagogin.
Die Sozialarbeiterin der Schule nimmt sich seiner auch an. Eine sehr sympathische Person, mit der ich gute Gespräche führen kann, um Lösungen zu finden.

Er ist dahingehend auffällig das er sich nur bis zur 4. Std. konzentrieren kann. Er manipuliert Kinder sowie Erwachsene. Er läßt sich schnell von anderen provozieren. Kann sich dann nicht runter fahren und ist am Ende der Blöde. Es fallen dann *Ausdrücke*, leider nicht nur Kindern gegenüber sondern auch den Lehrern.
Manchmal ist die Situation wochenlang gut, dann knallt es wieder. Es hagelt Verweise ect. Nun steht ein Gespräch mit Schulleitung und Lehrern an.
Angeblich haben sich auch schon Eltern beschwert. Leider kann ich diesem Gespräch nicht beiwohnen, da ich erst operiert wurde. Auf meine Bitte hin den Termin zu verschieben kam die Ansage, das es dringend wäre. Nun geht der Kindsvater alleine hin. Ich werde meine persönliche Sicht der Dinge in einem Brief schildern. Und wenn es mir besser geht einen neuen Termin machen.

Wie geht ihr mit solchen Situationen um? Ich fühle mich so ein bisschen auf das Gleis * als Mutter versagt* abgestellt.

LG Darki

Antworten:

Hallo Darki,
willkommen hier im Forum :-)

Wenn du als Mutter zu einem Gespräch nicht gehen kannst, weil du krank bist, dann muss das Gespräch verschoben werden. Der getrennt lebende Kindsvater hat weder den notwendigen Einblick noch können mit ihm verbindliche Verabredungen getroffen werden, die du umsetzen müsstest.

Gespräche sind keine fest terminierten Klassenkonferenzen, also immer im Einvernehmen festzulegen.

Lass dich nicht darauf ein, dass der Kindsvater alleine dort hingeht. Er kann nicht deine ganzen Bemühungen um dein Kind darstellen.

Dass es der Schule dringend ist, kann ich verstehen. Ausfälligkeiten gegenüber Lehrkräften sind wirklich sehr heikel. Häufig passiert so etwas nicht unter 4 Augen, sondern wenn andere Schüler dabei sind und dann ist die Schule schon gezwungen zu handeln.

Wenn du schreibst, das alles passiert nach der 4. Stunde, vermute ich, dass dein Sohn Medikamente erhält, die nicht länger wirken. Da wäre noch einmal ein Gespräch mit dem Arzt hilfreich.

Ich stelle mir auch vor, dass du mit deinem anderen Kind völlig ausgelastet bist und möglicherweise dein Sohn mit ADHS auch in einer Helferrolle ist, die möglicherweise über die einer Kinderrolle hinausgeht. Möglicherweise akzeptiert es deshalb auch die Lehrerinnen nicht als "Autorität".

Da könntest du noch mal nachdenken, ob es deinen Sohn entlasten könnte mal in eine Klinik zu gehen und dort wieder eine Kinderrolle zu lernen mit allem was dazu gehört. In Kliniken gibt es meist tolle Therapieangebote.

Der mittlere Sohn wird ja möglicherweise über die Lebenshilfe betreut. Dort gibt es ja auch Angebote für Geschwisterkinder um diese mal zu entlasten. Evtl. Kann dein Sohn auch diese Angebote wahrnehmen.

Wenn es in der Schule immer wieder nach der 4. Stunde knallt, dann gibt es die Möglichkeit der verkürzten Beschulung für einen bestimmten Zeitraum. Z.B. könnte er dann täglich nach der 4. Stunde nach Hause gehen und wäre so entlastet. Dann könnte man nach den Osterferien einen erneuten Versuch starten. Solche verkürzten Beschulungen müssen von den Eltern beantragt werden.

Falls dein Sohn medizinisch und therapeutisch alles an Hilfe erhält, was nötig ist, kannst du dich auch an das Jugendamt wenden und einen Integrationshelfer beantragen. Das sind oft keine qualifizierten Kräfte, aber den Kindern tut es gut und die können mit dem Kind auch mal vor die Tür gehen, wenn sie merken, es geht nicht mehr, was sonst wegen der Aufsichtspflicht nicht möglich ist.

Ich wünsche dir erst mal alles Gute für deine OP und melde dich mal, wie das Gespräch ausgegangen ist.

von Dagmar D. - am 12.02.2017 18:48
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