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Informationen zum Thema:
Forum:
ADHS ADS Selbsthilfe
Beiträge im Thema:
4
Erster Beitrag:
vor 9 Monaten, 1 Woche
Letzter Beitrag:
vor 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
Dagmar D., Buddhaine

Erfahrung mit erwachsenem ADS "KIND"?

Startbeitrag von Buddhaine am 13.02.2017 17:26

Hallo
Ich bin zum ersten Mal in so einem Forum. Mein Sohn ist inzwischen 24 Jahre alt. Er ist nicht hyperaktiv.
Viele wissen sicher, das ADS auch psychische Probleme machen kann. Er leidet an Depressionen und diversen Ängsten.
Seit geraumer Zeit ist er total reizbar und übellaunig. Er wird mega schnell sauer und auch, wenn ich nicht in der Nähe war, bin ich Schuld an seiner Laune.

Wir streiten ständig. Ich verstehe ihn und weiß das es für ihn schwer ist, aber nach so vielen Jahren komme ich an meine Grenze.

Hat jemand Erfahrung mit solchen Situationen und kann mir einen Rat geben?

Ich freue mich über jede Antwort.

Danke und liebe Grüße an alle Eltern

Antworten:

Hallo Buddhaine,

ich habe auch erwachsene Kinder ;-)

Die Pubertät war schwierig und sie dauerte auch länger, bis Mitte 20 bestimmt. Aber ich kann dich trösten, es gibt ein Licht am Ende des Tunnels :-)

Was macht denn dein Sohn? Hat er eine Ausbildung, arbeitet er, studiert er, gibt es irgendeine Tagesstruktur?

Ist dein Sohn in ärztlicher Behandlung, wegen seines ADHS oder der Depressionen oder der Ängste?

Da brächte man noch ein paar Infos, bevor man dir raten kann.

von Dagmar D. - am 13.02.2017 18:38
Hallo Dagmar
Mein Sohn macht nach vielen Hilfsmaßnahmen nun eine Ausbildung zum Industriemechaniker. Das läuft erfreulich gut.
Seit er 8 ist, ist er in Behandlung. Damals wurde das ADS festgestellt.
Jetzt ist er bei einem Erwachsenen Psychiater der die Angststörung und die Depression behandelt.
Er hat zwar eine Tagesstruktur, jedoch geht er kaum mal aus. Er hat Freunde, ist aber ein Stubenhocker. Leider ist er auch extrem unordentlich und das weitet sich auf unsere ganze Wohnung aus. Ich komme kaum dagegen an. Ich war sehr krank und habe den Anschluss ans Ordnung halten verloren.

Wir haben eine sehr innige Bindung und deshalb belasten mich diese ständigen Streitereien so. Er ist ja ein sehr sensibler Mensch.

Liebe Grüße
Sylvia

von Buddhaine - am 13.02.2017 20:16
Hallo Sylvia,

Ausbildung klingt gut, da war ich bei meinen auch froh, dass sie einen Ausbildungsplatz hatten. Das ist ein großer Meilenstein.

Eine Depression hat häufig als Begleitung den sozialen Rückzug. Wenn er den ganzen Tag auf der Ausbildungsstelle ist und sich dort mit vielen Menschen arrangieren muss, dann kann es sein, dass er abends einfach keine Kraft mehr hat um auszugehen. Wenn er dennoch Freunde hat, ist das möglicherweise das maximale dessen was er im Moment in Bezug auf soziale Beziehungen leisten kann. Vielleicht wird es wieder mehr, wenn die Depression abklingt.

Wegen der Ordnung benötigt er allerdings Grenzen. Einige ADS'ler haben Messietendenzen. Da muss er allerdings lernen auf andere Rücksicht zu nehmen. Das heißt, sein Zimmer kann er so gestalten wie er möchte, da kann er auch selbst über den Ordnungsgrad bestimmen.
In den Bereichen, die jedoch allen zur Verfügung stehen, muss er sich danach richten, was alle möchten. Und falls er nicht in der Lage ist, das umzusetzen, dann nimm doch seine Sachen und lege sie in sein Zimmer. So ist der gemeinsame Teil der Wohnung aufgeräumt und ob er die Sachen in seinem Zimmer aufräumen will, ist seine Entscheidung.

Auf diese Weise könnt ihr viel Streit vermeiden. Du wirst ihn nicht verändern, er ist aus dem Alter heraus, in dem man ihn erziehen kann oder müsste. Er kann nur alleine Einsichten gewinnen. Da müssen wir Mütter uns zurückhalten, den gemeinsamen Raum so gestalten, dass wir uns wohl fühlen und den jungen Erwachsenen auch die Hoheit über ihrem Raum lassen.

Würde dein Sohn reifen, wenn er eine eigene Wohnung bewohnt?

von Dagmar D. - am 19.02.2017 14:04
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