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ADHS ADS Selbsthilfe
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Himbeer26, Hope_29, Juni Mama, Dagmar D.

Junge, 6 Jahre (Verdacht auf ADHS)

Startbeitrag von Hope_29 am 20.06.2017 09:13

Hallo an alle.
Ich bin neu hier und fand im Internet eure Seite.
Es fällt mir schwer zu schreiben da schon so unheimlich viel passiert ist.
Ich weis nicht wo ich anfangen soll. Zurzeit ist bei uns "Ausnahmezustand" und mir geht's richtig dreckig. Ich weis einfach nicht mehr weiter.
Es geht um meinen 6 jährigen Sohn (fast schon 7).

Er kam mit 3 Jahren in den Kindergarten. War auffällig in seinem Verhalten. Er hatte eine Integrationskraft im Kindergarten und wir waren oft beim SPZ. Diagnose: Störung im Sozialverhalten, aufsässiges oppositionelles Verhalten. Mein Sohn ist ein Außenseiter und Einzelgänger.
Freunde hat er keine.

Mit 6 Jahren kam er in die Grundschule. Kaum dort ging es schon los.
Er piekste Kinder mit Stiften, spielte den Klassenclown, benutzte Schimpfwörter etc . . . . . Ich musste ihn ständig von der Schule abholen.
Wir waren bei vielen unterschiedlichen Ärzten. Uns wieder immer wieder gesagt: "Verdachtsdiagnose ADHS". Er wäre noch zu jung um es genau beurteilen zu können. Bei Gesprächen zwischen meinem Sohn und der Pschiaterin war mein Sohn immer lammfromm und ein Bilderbuchkind.
Er ist super zu nehmen in der 1:1 Situation. Aber in der Schule läuft alles ganz anderst. Wir waren beim SPZ, bei mehreren Psychiatern, in einer Kur,
in einer Ambulanz. Immer wieder das gleiche. "Verdachtsdiagnose ADHS".
Die Lehrer haben keine Geduld mehr mit meinem Sohn. Wollen ihn abschieben in eine Sonderschule alias Dummschule. Er ist ein cleverer kleiner Kerl. Er verkümmert in einer Sonderschule. Was soll da später mal aus ihm werden. Nichts. Die Kids bleiben auf der Strecke.

Ich versuche ihn so gut es geht zu beschreiben.
Er ist neugierig, weis viel, redet sehr sehr viel und er kappiert den Unterrichtsstoff. Er versteht Mathe und Deutsch. Er kann es.
Das sagt auch seine Lehrerin. Sein Problem ist sein Verhalten und nicht
sein Wissen. Er ist klug und clever und versteht Mathe, aber sein Verhalten
dulden die Lehrer nicht länger. Er muss die erste Klasse widerholen.
Wenn es nicht klappt muss er die Schule verlassen und auf eine Sonderschule.

Er rutscht im Unterricht auf dem Stuhl herum. Redet laut. Kratzt sich aus Nervosität am Arm und Hand blutig. Bei Sachunterricht hat er langeweile und spielt den Klassenclown. Bei Lesestunde oder Musikunterricht spielt er den Casper, lacht laut über die Tiergeräusche im `Lesebuch und hüpft herum. Er muss dann vor die Tür.

Sätze von der Tafel abschreiben funktionieren teilweise.
Er schreibt einen Satz und dann kramt er in seinem Schulranzen oder sortiert seine Buntstifte oder blättert in einem anderen Heft.
Die Lehrerin muss ihn ständig ermahnen und ihn wieder auf seine Arbeit
hinweisen. Wieder schreibt er nur ein paar Sätze und dann wieder
ist er abwesend, gedankenverloren, zerstreut. Wenn die anderen Kinder
fertig sind ist mein Sohn erst beim 2 Satz.

Genauso auch beim Sportunterricht. Er ist sehr sehr langsam. Sortiert alles genau. Betrachtet erst das t-shirt wo hinten und vorne ist. Legt es erst mal sorgfältig hin. In der Zwischenzeit sind die anderen Kids alle fertig.

Wenn man mit ihm redet ist er meistens schnell genervt und gefrustet.
Er kann wenig Kritik ertragen.

Wenn mein Sohn in der Schule etwas anstellt rede ich immer mit ihm (auf Augenhöhe). Er weicht meinem Blick immer wieder aus. Er sieht mich nicht an. Er verspricht mir immer "Ich mach es nicht mehr".
Aber am nächsten Tag passiert wieder etwas.
Wenn ich ihn nach dem "Warum" frage bekomme ich immer die gleiche Antwort "Ich weis es nicht" sagt er mir dann.

Oft macht er sich selber fertig und zieht sein Selbstbewusstsein nach unten.
Er redet über sich selbst schlecht. "Ich bin blöd" "Ich kann das nicht".
Immer und immer wieder versuche ich ihn zu ermutigen.
"Du schaffst das" "Gemeinsam packen wir das " "Du bist ein kluger Junge".
Aber es scheint bei ihm nicht wirklich an zu kommen. Er redet sich diesen "Mist" selber ein und sein Selbstwertgefühl wird noch schlechter.

Bei den Hausaufgaben ist es ähnlich. Er rutscht auf dem Stuhl herum.
Für ein normales Hausaufgaben Blatt braucht er fast 1 Stunde.
Immer wieder macht er andere Dinge und lässt sich durch alles ablenken.
Ich ermahne ihn immer und verweise auf seine Hausaufgaben. Beim 7 - 8 mal des "wieder ermahnes" fallen dann die Stifte zu Boden, das Heft fliegt hinterher und er wird wütend. Er schreit dann und schmimpft laut.
Immer wieder kehrende Konsequenzen mit der Auszeit in einem anderen Raum bewirken leider nichts.

Es ist schwer. Für mein Sohn und uns als Familie.
Ich weis einfach nicht mehr weiter.

Danke fürs lesen

Antworten:

Hallo Hope,

das klingt in der Tat sehr, sehr schwer.

Zum Einen erkenne ich bei deinen Beschreibungen viele AD(H)S Merkmale, die auf viele AD(H)S Kindern zutreffen:

*oppositionelles Trotzverhalten (50 bis 75% der AD(H)S Kinder sind betroffen, laut meinen Infos)
*Außenseiter, Einzelgänger, keine Freude
*neugierig
*redet sehr viel
*kann Arbeiten/Aufgaben nicht zu Ende bringen (Hausaufgaben z.B.)
*geringe Frustrationsschwelle
*kann Kritik nicht ertragen
*lernt aus Fehlern nicht (stellt immer wieder Dummheiten her, trotz vorherigen Ermahnungen)
*hyperaktiv (rutscht auf dem Stuhl herum, redet im Unterricht laut
* das Kind braucht für die Hausaufgaben wegen der fehlenden Aufmerksamkeit/Ausdauer sehr lang


Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum nur "Verdacht auf AD(H)S" von Fachleuten geäußert wird, denn allein anhand des Verhaltens ist ein ADHS sehr wahrscheinlich.

Daher meine Fragen: wurden Konzentrationstests durchgeführt? Ist das Ergebnis grenzwertig?

Habt ihr-Eltern- ADHS Fragebögen bekommen und ausgefüllt?

Ich weiß nicht, wo ihr wohnt, aber bei AD(H)S ist das mit Fachleuten ein bisschen wie "Lotto spielen". Manche Eltern haben großes Glück und finden gleich einen kompetenten und erfahrenen Facharzt, der die richtige Diagnose stellt und die Eltern bei der Therapie gut berät. Manche- wie ich- treffen beim SPZ auf ignoranten (ADHS wird im med. Studium nicht unterrichtet) Assistenzärzten mit keiner oder nur wenig Erfahrungen und/oder auf Kinderpsychiater oder Kinderpsychologen, die ADHS für eine "Modediagnose" und Ritalin für eine "Droge" halten.

Daher gebe ich gerne diesen Rat an Eltern von jungen Patienten weiter, die mir wahrscheinlich leidvolle Jahre erspart hätte: such dir eine Selbsthilfegruppe in der Nähe und fragt dort die Eltern, welche Erfahrungen sie mit ADHS Ärzten gemacht haben. Dann weißt du, welche Fachleute in deiner Nähe einen Besuch wert sind.

Erst als unser Sohn in der Kinderpsychiatrie mit 9 Jahren (2 Jahre nach der ADHS Diagnose) war (Grund waren Wutanfälle und Selbstmordgedanken nach unserer Trennung) und ich von der dortigen Kinderpsychologin hören musste, mein Kind habe kein ADS wegen der inzwischen normalen Ergebnissen im Konzentrationstest (dank erfolgreichem Konzentrationstraining mit 7-7,5 Jahren) und der guten Noten in der Schule (leider schreibt er seit der 7.Klasse 5er und 6er, will aber keine neuen Konzentrationstests durchführen lassen) habe ich eine Selbsthilfegruppe in der Nähe angerufen. Von der damaligen Leiterin erfuhr ich, dass ein guter erfahrener Kinderpsychiater gerade mal 3/4 Std Autofahrt von uns seine Praxis hatte, aber gerade nach München (1,5 Std von uns entfernt) umgezogen war. So vertraute ich 3 Jahre lang den falschen Leuten, obwohl mein Sohn in der Zeit von einem guten Arzt mit Erfahrung hätte behandelt werden können.

Seitdem ist er im Internat und ich kann ihm nicht helfen (laut Kinderpsychologin waren meine Depressionen und unsere Ehestreite die Ursachen für das oppositionelle Trotzverhalten. Dabei schien diese Dame nicht zu wissen, dass 40% der Mütter von ADHS Kindern an Depressionen leiden und 50% der Eltern sich trennen. Wie durch Zufall leide ich nicht mehr an Depressionen und wir streiten uns nur noch sehr seltern- dann aber wegen unseres Sohnes!- seitdem unser Sohn im Internat ist!).

Daher kann ich dir nur raten: suche den richtigen ADHS Arzt! Eine Spezialisierung auf dieses Syndrom halte ich für unumgänglich, da ADHS nicht im Medizinstudium unterrichtet wird und Vorurteile wie "ADHS sei eine Modediagnose, Ritalin eine Droge" auch unter Ärzten und Psychologen leider weiterhin vorhanden sind.

Und hole dir moralische Unterstützung durch eine Selbsthilfegruppe! Gerade dieses Gefühl, nicht allein mit seinen Problemen zu stehen, ist Gold wert!!!!!

LG Himbeer

P.S. Dank des erfolgreichen Konzentrationstrainings konnte sich mein Sohn danach nachgewiesenermaßen (Konzentrationstests waren kurz nach dem Training deutlich besser, 1 Jahr später sogar unauffällig) und gefühlsmäßig deutlich besser konzentrieren. Während die Konzentrationsspanne vor dem Training bei max. 5 Min. lag (immer wieder ist er aufgestanden, hat aus dem Fenster geschaut, ich musste ihn immer wieder ermuntern, weiter zu machen, so dass 2 Stunden für das Abschreiben von 10 Wörtern keine Seltenheit war) lag sie danach bei ca. 30 Minuten. Die bessere Aufmerksamkeit ist der Lehrerin der 2.Klasse auch aufgefallen.

Daher halte ich dieses Training nach der Diagnose für SEHR sinnvoll.

Wenn das Kind aber unter einer starken Hyperaktivität wie bei deinem Sohn leidet, ist die medikamentöse Therapie mit Methylphenidat wahrscheinlich die Voraussetzung für ein erfolgreiches Konzentrationstraining.

Methylphenidat wirkt übrigens nachweislich am Besten gegen das oppositionelle Trotzverhalten (dazu fand ich vor Kurzem eine Studie). Es verbessert also gleichzeitig die Konzentration/Ausdauer (vorausgesetzt, das Präparat wirkt möglichst lange) und das Verhalten. Vermutlich weil das Kind sein Verhalten damit besser steuern/kontrollieren kann. MPH soll im prefrontalen Cortex, das für Konzentration, Planung/Organisation, Verhaltenskontrolle, Regulation der Emotionen zuständig ist, den Dopaminspiegel erhöhen und somit einem normalen Funktionnieren dieses Gehirnteils ermöglichen (also durch Stimulation, denn MPH ist ein Stimulanz und nicht ein "Beruhigungsmittel").)

Zum typischen ADHS Verhalten gehört übrigens auch das "Chaos" in den Heften, im Schulranzen, die starke Vergesslichkeit (das Kind vergisst Bücher und Hefte, vergisst, Hausaufgaben aufzuschreiben, vergisst Mützen, Brotzeitdosen, Flaschen, usw.). Darunter haben mein Sohn und seine Cousin sehr gelitten.

Ein Rat: auch wenn ihr endlich die Diagnose ADS bekommt und eine Therapie eingeleitet wird, rate ich euch, viel selber zum Thema zu lesen. Zum Einen, um besser zu verstehen, warum euer Sohn anders "tickt" als andere Kinder, zum Anderen, weil man damit besser mit dem Kind umgehen kann. Aufgrund des oppositionellen Trotzverhalten halte ich übrigens ein Elterntraining für sehr, sehr wichtig. Hier gibt es die Möglichkeit, die angemessenen Verhaltensweisen dank Ratgebern für Eltern zu erlernen. Man stellt mit ADS Kindern am Besten autoritären Erziehungsmethoden wie Ermahnen/Schimpfen/Anschreien/Schlagen komplett ab (was übrigens für alle Kinder gilt!!!), weil diese Verhaltensweisen das oppositionelle Trotzverhalten verschlimmern. Lob wirkt bei ADS Kindern besonders gut, es motiviert sogar laut einer Studie stärker als bei normalen Kindern. Darum soll man mit Lob viel arbeiten, also auch kleine Fortschritte loben, denn Lob verstärkt ja das erwünschte Verhalten. Man arbeitet also mit Verträgen und Punkteplänen und Belohnungen. Hat das Kind z.B. seine Hausaufgaben spätestens wie vorher vereinbart um 15 Uhr angefangen und sie fertig gemacht, dann gibt es ein Punkt im Punkteplan in der Zeile "Hausaufgaben" und ein Gummibärchen. Nach 7 Punkten gibt es ein Eis, nach 14 Punkten ein Kinobesuch, usw.

Wichtig ist, dass der Partner mitmacht, sich also engagiert, auch wenn er erst nach Hause kommt, als der Kampf mit den Hausaufgaben, usw, schon zu Ende ist (Väter kriegen auch oft nicht mit, was Lehrer über das Kind gesagt haben, weil die Mutter meist allein zu den Terminen fährt). Das hat bei uns leider auch nicht geklappt und zu dieser Eskalation mit Trennung, Kinderpsychiatrie und Erwachsenenpsychiatrie geführt. Eine Akzeptanz der Diagnose (wenn sie gestellt worden ist) und eine Mitarbeit der Eltern ist meiner leidvollen Erfahrung neben der Beratung durch einen erfahrenen und kompetenten Facharzt das A und O für eine erfolgreiche Therapie dieses Syndroms.

Sehr, sehr Schade finde ich die Ignoranz der Lehrer zu diesem Thema, denn das fehlende Verständnis für die Nöte der Eltern macht diesen das Leben noch schwerer, als es es ohnehin schon ist.

von Himbeer26 - am 20.06.2017 19:31
Buchtipps:

ADS - So stärken Sie Ihr Kind: Was Eltern wissen müssen und wie sie helfen können (HERDER spektrum)

[www.amazon.de]ärken-Eltern-wissen-spektrum/dp/3451050951/ref=pd_sim_14_7?_encoding=UTF8&psc=1&refRID=KQ7MPDZP3Q5AD7ZDEENK

Lernen mit ADS-Kindern: Ein Praxishandbuch für Eltern, Lehrer und Therapeuten Taschenbuch – 14. Oktober 2015

[www.amazon.de]


Folgende Bücher habe ich zwar nicht gelesen, aber sie scheinen mir aber lesenswert zu sein:

Erfolgreich lernen mit ADHS: Der praktische Ratgeber für Eltern

[www.amazon.de]

Ratgeber ADHS: Informationen für Betroffene, Eltern, Lehrer und Erzieher zu Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörungen (Ratgeber Kinder- und Jugendpsychotherapie)1. Juni 2007

[www.amazon.de]ätsstörungen-Jugendpsychotherapie/dp/3801721043/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1497988371&sr=1-1


Wackelpeter und Trotzkopf: Hilfen für Eltern bei ADHS-Symptomen, hyperkinetischem und oppositionellem Verhalten. Mit Online-Materialien Gebundene Ausgabe – 6. September 2011

[www.amazon.de]

Ich halte folgende Punkte für sehr wichtig:
*selbst "Experte" über ADHS werden. Also Bücher, Fachartikel lesen!
*sich mit anderen Eltern austauschen (Selbsthilfegruppe)
* den richtigen Facharzt aussuchen (kompetent, erfahren, verständnisvoll)

von Himbeer26 - am 20.06.2017 19:57
Hallo Himbeer26

Danke fürs schreiben.

Deswegen nur Verdachtsdiagnose da mein Sohn laut Ärzten für eine sichere Diagnose noch zu jung wäre. In den Gesprächen zwischen Arzt und meinem Sohn war er immer lammfromm und ein Bilderbuchkind.
In der 1:1 Situation ist er prima und ohne Probleme.
Aber die Probleme waren im Kindergarten und jetzt in der Schule.

Ein IQ-Test wurde gemacht. Grenzwertig.
Ja er konnte sich nicht lange genug konzentrieren wurde mir immer wieder gesagt.

Du schriebst:
Habt ihr-Eltern- ADHS Fragebögen bekommen und ausgefüllt?
-------------------------------------------------
Habe mir diese im Internet heruntergeladen und selber ausgedruckt.
Bei vielen Fragen musste ich heulen weil ich diese leider mit 3/stark ankreuzte. Ich hatte mir die Fragebögen selber ausgedruckt um selber die Situation einschätzen zu können. Ich hätte liebend gerne 0/wenig angekreuzt. Hätte mich dann aber selbst belogen.
Es ist immer noch schwer.


Wir wohnen in der Nähe von Höchst im Odenwald.
Wo finde ich dort eine Selbsthilfegruppe für Kinder ?

Wir waren oft beim SPZ. Kannst Du vergessen. Die verweisen auf einen Psychiater oder Klinik.


Wir waren in einer 3-Wochen Kur in Bad-Kreuznach (Viktoriastift).
Dort wurde das Thema ADHs angesprochen. Es hieß "Frau XXX ihr Sohn hat vermutlich ADHS. Wieder zuhause waren wir bei Vitos.
Kannst Du vergessen. Die wollten ihn einliefern in eine Klink.
Ich war dagegen. Lief von Arzt zu Arzt. Holte mir immer wieder neue Atteste, neue Berichte. Stress pur. Meine Nerven waren am Boden.
War bei 3 unterschiedlichen Kinderpsychiatern. Immer das gleiche.
Störung im Sozialverhalten, aggresives oppoitionelles Verhalten.
bla bla bla. Verdacht auf ADHS. Ich weis nicht mehr vohin noch.


Klinik bsw. Psychiatrie auf keinem Fall. Da kommt er nicht mehr raus.
Er soll auf der normalen Regelschule bleiben.

Er hat eine Schulbegleitung. Diese sagt auch er kann Mathe und Deutsch.
Er kann sich einfach nicht konzentrieren, leicht Ablenkbarkeit, erträgt keine Kritik, spielt den Klassenclown, kratzt sich am Arm wund etc . . . . . .
Ich habe schon zichhhhhhh Gespräche in der Schule gehabt.
Immer das gleiche. Ja - Frau XXX ihr Sohn kann Mathe und Deutsch aber
sein Verhalten können wir nicht länger hinnehmen und bla bla bla.
Ich musste ihn schon öfters von der Schule abholen weil die Lehrer nicht
mit ihm klar kamen. Mein Sohn hat fürchterlich geweint. Konnte die Welt nicht mehr verstehen. Er ist sehr senibel und weint schnell weil der Druck, die Belastung und Anforderungen zu viel werden. Nicht nur für meinen Sohn. Auch für mich. Ich heule nur noch. Weis nicht mehr weiter.
Er muss die erste Klasse widerholen. Er bleibt sitzen. Er kann den Unterrichtsstoff sagen die Lehrer und die Schulbegleitung. Aber aufgrund seines Verhaltens bleibt er "sitzen".

Ich habe mir schon vor längerer Zeit als mein Sohn damals noch ein Kindergartenkind war viele Bücher über ADHS gekauft. Darunter auch Wackelpeter und Trotzkopf. Auch Bücher über Cordula Neuhaus die sehr gut sein sollten. Ich habe jede Menge Bücher zum Thema. Habe aber immer nur wieder ein paar Seiten gelesen da es für mich zu "heftig" wurde.
Ich dachte immer wieder. Schreiben die über meinen Sohn. Kennen die mein Kind. Die Zusammenhänge, das Verhalten es war so unheimlich ähnlich. Beim lesen musste ich immer wieder heulen da ich meinen Sohn widererkannt habe.

Ich habe ihn doch so lieb. Warum ist mein Kind so. Ich versteh es nicht.
Immer wieder, jeden verdammten Tag Diskussionen mit meinem Sohn.
Immer wieder Anspannung. Immer wieder Stress. Jeden Tag.
Ich lauf nur noch ferngesteuert durch die Gegend. Bin traurig und weine viel.
Ich weis nicht was ich sonst noch machen soll. Wir waren schon bei sooooooooooooo vielen Ärzten, Kind-Kur, SPZ, Psychiaten etc . . . . . .
Selbst Homoöpadie haben ich probiert. Bringt auch nichts.

Danke fürs lesen.

von Hope_29 - am 21.06.2017 10:09
Hallo Hope,

Zitat
Hope_29
Deswegen nur Verdachtsdiagnose da mein Sohn laut Ärzten für eine sichere Diagnose noch zu jung wäre.


Blödsinn hoch drei (sorry). Mit 6-7 Jahren ist die von den aktuellen Leitlinien empfohlenen Diagnostik mit ADHS Fragebögen, Konzentrationstests und IQ Tests möglich. Mein Sohn wurde mit 7 Jahren getestet, sein gleichaltriger Schulkamerade ebenfalls.

Du bist offensichtlich an die falschen Ärzte ohne Kenntnisse über die ADHS Diagnostik geraten.

Zitat

In den Gesprächen zwischen Arzt und meinem Sohn war er immer lammfromm und ein Bilderbuchkind.
In der 1:1 Situation ist er prima und ohne Probleme.


In der ADHS Literatur steht oft, dass sich ADHS Kinder in dieser 1:1 Situation bilderbuchmäßig verhalten. Ein guter ADHS Arzt weiß es und schließt ADHS deswegen nicht aus! Entscheidend sind die ADHS Fragebögen UND die Konzentrationstests.

Zitat

Ein IQ-Test wurde gemacht. Grenzwertig.


Grenzwertig in welche Richtung? Hochbegabung?

Zitat

Ja er konnte sich nicht lange genug konzentrieren wurde mir immer wieder gesagt.


Wenn das kein ADS ist...

Zitat

Du schriebst:
Habt ihr-Eltern- ADHS Fragebögen bekommen und ausgefüllt?
-------------------------------------------------
Habe mir diese im Internet heruntergeladen und selber ausgedruckt.
Bei vielen Fragen musste ich heulen weil ich diese leider mit 3/stark ankreuzte. Ich hatte mir die Fragebögen selber ausgedruckt um selber die Situation einschätzen zu können. Ich hätte liebend gerne 0/wenig angekreuzt. Hätte mich dann aber selbst belogen.
Es ist immer noch schwer.


Hast du die ausgefüllten Fragebögen den Ärzten gezeigt?


Zitat

Wir wohnen in der Nähe von Höchst im Odenwald.
Wo finde ich dort eine Selbsthilfegruppe für Kinder ?


Schau mal auf der Seite des Vereins ADHS Deutschland e.V.:

[www.adhs-deutschland.de]

Die nächste SHG ist in Aschaffenburg. Die Leiterin kann dir bestimmt einen guten ADHS Arzt in der Nähe nennen. Vielleicht auch eine Schule mit Lehrern, die sich mit ADHS auskennen.

Dr. med. Astrid Neuy-Bartmann hat eine ADHS Praxis in Aschaffenburg:

[neuy-bartmann.de]

Ich würde dort einen Termin schnellmöglichst ausmachen, denn die Wartezeit ist vielleicht relativ lang (ich habe im SPZ 9 Monate auf den 1. Termin gewartet).

Wichtig ist, dass eine leitliniengerechte ADHS Diagnostik mit Fragebögen, Konzentrationstests und IQ Tests durchgeführt wird!

Zitat

Wir waren oft beim SPZ. Kannst Du vergessen. Die verweisen auf einen Psychiater oder Klinik.


Schade. Bei uns machen sie zumindest eine ordentliche ADHS Diagnostik mit Konzentrations-und IQ Tests (wobei die Hochbegabung erst beim 3.Test in einer auf ADHS spezialisierten Kinderarzt-Praxis zutage gekommen ist).


Zitat

Wir waren in einer 3-Wochen Kur in Bad-Kreuznach (Viktoriastift).
Dort wurde das Thema ADHs angesprochen. Es hieß "Frau XXX ihr Sohn hat vermutlich ADHS. Wieder zuhause waren wir bei Vitos.
Kannst Du vergessen. Die wollten ihn einliefern in eine Klink.
Ich war dagegen. Lief von Arzt zu Arzt. Holte mir immer wieder neue Atteste, neue Berichte. Stress pur. Meine Nerven waren am Boden.
War bei 3 unterschiedlichen Kinderpsychiatern. Immer das gleiche.
Störung im Sozialverhalten, aggresives oppoitionelles Verhalten.
bla bla bla. Verdacht auf ADHS. Ich weis nicht mehr vohin noch.


Das ist echt nicht zu fassen, dass keiner Konzentrationstests durchgeführt hat! Dabei leiden mindestens 50% der ADHS Kinder an oppositionellem Trotzverhalten!


Zitat

Klinik bsw. Psychiatrie auf keinem Fall. Da kommt er nicht mehr raus.


Jetzt würde ich mein Kind nicht mehr hinschicken! Denn dort wurden wir gleich wegen unserer Ehestreiten und meiner Depressionen (immer Folge der Ehestreite, die selber Folgen der Verhaltensstörungen unseres Sohnes war) in die "Psycho-Schublade" gesteckt!

Ich werde den Satz der Kinderpsychologin, "ADHS sei eine Modediagnose, Ritalin eine Droge mit schweren Nebenwirkungen ([stimmt nicht!!!] die sie niemals Kindern verordnen werde" mein Leben lang nicht vergessen! Die Kinderärztin im SPZ war fassungslos, als ich ihr das erzählte, sie durfte aber kein MPH mehr verschreiben (das wollte sie trotz der mittlerweile unauffälligen Konzentrationstests, weil MPH nachweislich gegen das oppositionelle Trotzverhalten wirkt), weil die kinderpsychiatrische Klinik die Diagnose ADS aberkannt hatte (das SPZ ist der Klinik hierarchisch unterlegen). Hätte ich mich von Anfang an einem erfahrenen, kompetenten ADHS Arzt zugewandt, wäre uns dieser Alptraum wahrscheinlich erspart geblieben...

Zitat

Er hat eine Schulbegleitung. Diese sagt auch er kann Mathe und Deutsch.
Er kann sich einfach nicht konzentrieren, leicht Ablenkbarkeit, erträgt keine Kritik, spielt den Klassenclown, kratzt sich am Arm wund etc . . . . . .


Das spricht für ADHS. Wenn du die Beiträge anderer Mütter von ADHS Kindern hier liest, wirst du die Ähnlichkeiten feststellen. Dein Kind ist auf jeden Fall alt genug für eine ADHS Diagnose, die sollte jetzt endlich erfolgen.


Zitat

Ich habe schon zichhhhhhh Gespräche in der Schule gehabt.
Immer das gleiche. Ja - Frau XXX ihr Sohn kann Mathe und Deutsch aber
sein Verhalten können wir nicht länger hinnehmen und bla bla bla.
Ich musste ihn schon öfters von der Schule abholen weil die Lehrer nicht
mit ihm klar kamen. Mein Sohn hat fürchterlich geweint. Konnte die Welt nicht mehr verstehen. Er ist sehr sensibel und weint schnell weil der Druck, die Belastung und Anforderungen zu viel werden. Nicht nur für meinen Sohn. Auch für mich. Ich heule nur noch. Weis nicht mehr weiter.


40% der Mütter von ADHS Kindern leiden irgendwann an Depression laut Studien. Bei dem Druck ist es kein Wunder. ADHSler sind in der Tat sehr sensibel und weinen leicht (so wie ich). Wichtig für dich, ist dass du mit diesem Druck nicht allein bleibst, sondern dir Unterstützung durch eine Elterngruppe holst. Wenn die Diagnose gestellt worden ist, kann dir die Gruppe auch weiter unterstützen, dir gute Ratschläge geben, usw. Hätte ich das damals nach der Diagnose gemacht, hätte ich MPH wahrscheinlich nie abgesetzt.



Zitat

Ich habe mir schon vor längerer Zeit als mein Sohn damals noch ein Kindergartenkind war viele Bücher über ADHS gekauft. Darunter auch Wackelpeter und Trotzkopf. Auch Bücher über Cordula Neuhaus die sehr gut sein sollten. Ich habe jede Menge Bücher zum Thema. Habe aber immer nur wieder ein paar Seiten gelesen da es für mich zu "heftig" wurde.
Ich dachte immer wieder. Schreiben die über meinen Sohn. Kennen die mein Kind. Die Zusammenhänge, das Verhalten es war so unheimlich ähnlich. Beim lesen musste ich immer wieder heulen da ich meinen Sohn widererkannt habe.


Dann lese sie jetzt zu Ende. Insbesondere das Elterntraining wäre jetzt sehr wichtig.

Zitat

Ich habe ihn doch so lieb. Warum ist mein Kind so. Ich versteh es nicht.
Immer wieder, jeden verdammten Tag Diskussionen mit meinem Sohn.
Immer wieder Anspannung. Immer wieder Stress. Jeden Tag.


Ich habe mir auch oft diese Frage gestellt. Eigentlich lange vor der Diagnose, ein paar Tage nach der Geburt, als mein Sohn (Schreibaby mit schlimmen Schlafstörungen-also sogenannten Regulationsstörungen- wie bei vielen ADHS Kindern) viel schrie und wenig schlief. Schon damals hörte mir weder der Kinderarzt noch meinen Mann zu, schon damals fühlte ich mich mit dem enormen Druck sehr einsam...

Daher wiederhole ich mich: bleib nicht allein mit diesen Sorgen, hole dir moralische Unterstützung.

Übrigens: ADHS ist zu 80-90% genetisch bedingt. In der Familie meines Mannes scheinen mehrere Mitglieder (mein Mann, seine Schwester, ihr Vater, unser Sohn und sein Cousin, die beiden die Diagnose mit 7 bzw 10 Jahren erhalten haben) betroffen zu sein (ich habe viele Symptome, wurde aber nie getestet). Die Verhaltensstörungen, die über 50% der ADHS Kinder betreffen, haben daher gar nichts mit der Erziehung zu tun.

Zitat

Ich lauf nur noch ferngesteuert durch die Gegend. Bin traurig und weine viel.
Ich weis nicht was ich sonst noch machen soll. Wir waren schon bei sooooooooooooo vielen Ärzten, Kind-Kur, SPZ, Psychiaten etc . . . . . .
Selbst Homoöpadie haben ich probiert. Bringt auch nichts.


Du warst bei den falschen Ärzten. Leider gibt es viel zu wenig guten Ärzte, die sich auf ADHS spezialisiert haben. Ich würde an deiner Stelle mit der Praxis in Aschaffenburg probieren. Wenn du magst, können wir gerne unsere Telefonnummer per PN tauschen und immer wieder miteinander reden. Das hilft ungemein, den Druck abzubauen. Aber mit hoher Wahrscheinlichkeit wirst du in der SHG von Aschaffenburg (ist ca 40 Min von dir entfernt, es lohnt sich!!!) nette Leute finden, die deinen Leidensweg verstehen werden, dich seelisch unterstützen werden, dir gute Tipps geben werden, usw.

Wichtig ist, dass du am Ball bleibst, nicht aufgibst, sondern wie ein kleiner "Soldat" weiter alles daran setzt, deinem Sohn zu helfen. Eine ADHS halte ich bei deinen Beschreibungen für sehr, sehr wahrscheinlich und die gute Nachricht ist: es gibt eine wirksame Therapie!

LG Himbeer

von Himbeer26 - am 21.06.2017 13:08
Telefonberatung:

[www.adhs-deutschland.de]

von Himbeer26 - am 21.06.2017 13:09
Hallo Hope,

Himbeer hat alles wichtige geschrieben. Die Diagnose kann offiziell ab 6 Jahre gestellt werden. Wenn sich jemand auf das Alter bezieht, dann kann oder will er keine Diagnose stellen. Evtl. mangelnde Erfahrung oder falsche Einstellung.

Himbeer hat dir ja schon eine SHG herausgesucht. Rufe dort an und lass dir Adressen von kompetenten Leuten geben. Mach Schluss damit deinen Sohn zu immer mehr Adressen zu schleppen, die sich alle nicht richtig auskennen. Das hilft euch nicht.

Jetzt sind ja bald Sommerferien, das entlastet erst mal. Lass deinen Sohn auf jeden Fall ins 2. Schuljahr versetzen. Eine Wiederholung des 1. Schuljahres geht nur mit dem Einverständnis der Eltern. Lasst euch da nicht unter Druck setzen.

In Zeiten von Inklusion ist die Drohung mit der Förderschule eine leere Drohung. Es gibt das gesetzlich verbriefte Recht eines Kindes in der wohnortnahen Grundschule beschult zu werden. Und zwar in allen Bundesländern.

Dass die Schule nicht mehr mitmacht, kann ich verstehen. Stelle dir mal vor, es wäre nicht dein Kind, sondern dein Kind wäre dasjenige, das ständig gestriezt würde. Da würdest du als Eltern auch Widerspruch einlegen. Und ein hyperaktives Kind macht jedes unterrichten unmöglich, nicht absichtlich, das wissen wir alle, aber es passiert. Darunter leidet der Lernerfolg der ganzen Klasse und auch das Lernklima. Stell dir vor, du hättest ein ruhiges aufgewecktes Kind, das gerne lernen würde, das aber nicht gut hinbekommt, weil es ständig abgelenkt würde.

Wir Eltern mit ADHS-Kindern fordern zu Recht Verständnis und Unterstützung ein. Aber es ist auch gut, wenn wir uns in die anderen Kinder und deren Eltern hineinversetzen, dann können wir auch mehr Verständis für sie haben. Und mit Verständnis auf Gegenseitigkeit habe ich die besten Erfahrungen gemacht.

Wenn du nicht berufstätig bist, kannst du der Schule anbieten, dass dein Sohn in den Wochen bis zu den Ferien nur von der 1. bis zur 4. Stunde unterrichtet wird. Dann wird ihm die 2. Pause erspart und weitere Stunden, in denen die Konzentration ohnehin nicht mehr da ist. Das würde deinen Sohn im Moment auch sehr entlasten.

Wenn du bei der SHG anrufst, lass dir auch gleich einen guten Therapeuten empfehlen. Denn Kinder mit einer oppositionellen Verhaltensstörung brauchen unbedingt eine Therapie um Alternativverhalten zu lernen. Das geht auch durch die Medikation nicht weg, die behandelt wirklich nur das originäre ADHS.

Und ein Elterntraining kann ich dir empfehlen, z.B. Triple P. Dort kann man als Eltern lernen mit diesen herausfordernden Situationen zu Hause anders umzugehen, das tut unserern Kindern und vor allem unserer Beziehung zu unseren Kindern auch sehr gut.

Dann drücke ich dir die Daumen, dass du evtl. noch in den Ferien einen Termin bei einem Fachmann bekommst.

von Dagmar D. - am 21.06.2017 17:35
Hallo an alle.

@Dagmar:
Ja verstehe ich vollkommen was Du schreibst. Die Eltern der anderen Kinder wollen auch mit uns nichts zu tun haben. Die Mama´s wollen nicht das mein Sohn sich nachmittags mit Ihnen trifft. Es finden keinerlei Verabredungen statt. Kein gemeinsames Treffen auf dem Spielplatz oder ähnliches. Er wird auf keinen Geburtstag eingeladen. Nichts.
Die haben uns abgeschrieben. Für die die anderen Eltern sind wir "Luft".
Die können nicht mal "Hallo" sagen, wenn man sich zufälligerweise beim Bäcker oder Metzger über den Weg läuft. Die haben keine Verständnis, keine Akzeptanz, Absolut nichts. Wenn wir zufälligerweise nachmittags auf
andere Kinder auf dem Spielplatz treffen dann kann mein Sohn ganz normal wie jedes andere Kind auch spielen. Er flippt nicht aus, schreit auch nicht herum. Er ist dann genauso wie jedes andere normale Kind auch.
Aber die Eltern schauen immer "skeptisch" obwohl absolut nichts passiert.
Der Zug ist abgefahren. Festgefahren Meinungen.
............. ist halt so. Die Menschen ändern sich nie.
Mittlerweile können mich die super Mamis mal xxxxxxx. Es tut mir nur für meinen Sohn Leid. Wie soll der Sozialverhalten erlernen wenn und die anderen Muttis wie Monster behandeln.



@Himbeer26
Danke für den Tip. Werde mal bei der Praxis Nevy Bartmann anrufen.
Habe mir noch einen weiteren Psychiater im Internet gesucht.
Stehe dort auf der Warteliste für einen Termin. Vielleicht komme ich da weiter. Ich bleibe auf jedem Fall dran. Für meinen Sohn.


Danke fürs lesen

von Hope_29 - am 21.06.2017 18:40
Hallo Himbeer26


Du schriebst:
Blödsinn hoch drei (sorry). Mit 6-7 Jahren ist die von den aktuellen Leitlinien empfohlenen Diagnostik mit ADHS Fragebögen, Konzentrationstests und IQ Tests möglich. Mein Sohn wurde mit 7 Jahren getestet, sein gleichaltriger Schulkamerade ebenfalls.
-----------------------------------------------
Sorry. Wurde mir so vom Psychiater gesagt.



Du schriebst:
In der ADHS Literatur steht oft, dass sich ADHS Kinder in dieser 1:1 Situation bilderbuchmäßig verhalten. Ein guter ADHS Arzt weiß es und schließt ADHS deswegen nicht aus! Entscheidend sind die ADHS Fragebögen UND die Konzentrationstests.
------------------------------------------------
Ja - genau das war der Grund. Er war in der 1:1 Situation lieb und brav.
Er hampelte nicht herum und war ganz normal. Aus diesem Grund sahen die Psychiater keinen Anlaß auf ADHS zu schließen. Wurde mir vom Psychiater so gesagt.





Du schriebst:
Grenzwertig in welche Richtung? Hochbegabung?
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Nein. An der Grenze zu normal Durchschnittlich.
Er konnte sich bei den Tests nicht lange genug konzentrieren.



Hast du die ausgefüllten Fragebögen den Ärzten gezeigt?


Du schriebst:
Die nächste SHG ist in Aschaffenburg. Die Leiterin kann dir bestimmt einen guten ADHS Arzt in der Nähe nennen. Vielleicht auch eine Schule mit Lehrern, die sich mit ADHS auskennen.
---------------------------------------
Ich rufe dort mal an. Danke für den Tip.




Du schriebst:
Wichtig ist, dass eine leitliniengerechte ADHS Diagnostik mit Fragebögen, Konzentrationstests und IQ Tests durchgeführt wird!
-------------------------------------------
sehe ich genauso. War anscheinend immer bei den falschen Kinder Psychiatern gewesen.





Danke fürs lesen

von Hope_29 - am 21.06.2017 18:57
Liebe Hope,

du warst offensichtlich bei den falschen Ärzten. Denn es ist grundlegend falsch, ADHS nur aufgrund des Verhaltens des Kindes in der Praxis in dieser 1:1 Situation auszuschließen.

Zu einer fachgerechten Diagnostik gehört auf jeden Fall Konzentrationstests (zusätzlich IQ Tests, denn auch Über-bzw. Unterforderungen können Verhaltensstörungen hervorrufen) und ADHS Fragebögen.

Ich vermute, in der Praxis von Aschaffenburg wird diese Diagnostik durchgeführt.

Aufgrund meiner leidvollen Erfahrung würde ich dir empfehlen, zuerst mal über deine emotionale Reaktion auf die Probleme zu schweigen (und falls es Spannungen in der Ehe gibt, diese ebenfalls) , denn leider wird man damit sehr schnell in die Psycho-Schublade gesteckt und die ADHS Problematik wird von manchen Fachleuten außer Acht gelassen. Wichtig ist, die Ruhe bei den Gesprächen zu bewahren, die Verhaltensweisen und Problematik des Kindes so objektiv wie möglich zu schildern.

Cordula Neuhaus empfiehlt übrigens auf ihrer Webseite, die Eltern und das Kind separat über die Probleme zu befragen. Der Grund dafür ist ganz simpel: wenn die Mutter vor dem Kind den Ärzten/Psychologen über die Verhaltensstörungen berichtet, ist das sehr schlecht für die schon angeschlagene Mutter/Kind-Beziehung und natürlich für das ebenfalls angeschlagene Selbstbewusstsein des Kindes. Bei Schilderungen der Probleme in Anwesenheit des Kindes kann bei ihm sehr schnell der Eindruck entstehen, "blamiert" zu werden, was ja das oppositionelle Verhalten logischerweise verstärken kann ("Wenn mich keiner lieb hat, dann mache ich nicht mit !" ).

Ich würde daher empfehlen, diesen Wunsch in der Praxis zu äußern, sprich Gespräche ohne Kind führen zu können, wo du in aller Ruhe über die Problematik berichten kannst und nichts Negatives über das Kind zu sagen, wenn das Kind da ist. In diesem Fall soll der Arzt vor Allem mit dem Kind reden.

Ich glaube, dass die einigermaßen "heile" Beziehung zwischen meinem Sohn und meinem Mann daher rührt, dass mein Mann diesen Fehler nie begangen hat (bis jetzt war er nur 2 Mal beim SPZ, wo er der Ärztin bzw. dem Psychologen erklärt hat, dass die Konflikte nur zwischen mir und meinem Sohn bestand, was komplett falsch war. Ich habe eines Tages einen lautstarken Streit zwischen den Beiden mit dem Handy aufgenommen, der das Gegenteil beweist). Ich dagegen habe mein Kind unzählige Male vor Ärzten/Psychologen "bloßgestellt", was unsere Beziehung sehr beeinträchtigt hat.


Die meisten Ärzte/Psychologen sind sich über diese Gefahr offensichtlich nicht bewusst.

Dabei ist es äußerst wichtig, dass das Kind sich eben nicht "bloßgestellt", "blamiert" fühlt, sondern im Gegenteil das Gefühl gewinnt, hier wird er respektiert und ihm wird geholfen.

Auch solltest du (bzw. der Vater des Kindes und natürlich alle Familienangehörigen) dich hüten, es anzuschreien und zu schlagen. Solche Verhaltensweisen verschlimmern nur noch die Verhaltensstörungen, vor Allem das oppositionelle Trotzverhalten.

Hast du die Geschichte von Honigbluete gelesen?

Bei ihrem Sohn bestand auch nur mit 6-7 Jahren den Verdacht auf ADHS. Mit 10 Jahren bekam er endlich die Diagnose und spricht seitdem sehr gut auf Ritalin Retard an. Lies mal, denn eine ADHS halte ich bei deinem Sohn wie geschrieben für sehr wahrscheinlich und solche Berichte machen ja den verzweifelten Müttern Mut, weiter zu kämpfen.

Mich würde es sehr freuen, wenn du uns am Laufenden hälst. Bitte, rufe in der SHG von Aschaffenburg an und mach einen Termin bei Dr. Neumann. Sie hat ein Buch über ADHS geschrieben, das klingt schon mal gut. Aber vielleicht gibt es in der SHG Eltern, deren Kinder bei ihr in Behandlung sind, und die gute Erfahrungen mit ihrer Praxis gemacht haben.

Kopf hoch und viel Glück!

LG Himbeer

von Himbeer26 - am 21.06.2017 20:11
Hallo Himbeer26


Du schriebst:
du warst offensichtlich bei den falschen Ärzten. Denn es ist grundlegend falsch, ADHS nur aufgrund des Verhaltens des Kindes in der Praxis in dieser 1:1 Situation auszuschließen.
---------------------------------------------------------------
Ja. Bisher war ich anscheinend immer bei den falschen Ärzten.





Du schriebst:
Ich vermute, in der Praxis von Aschaffenburg wird diese Diagnostik durchgeführt.
---------------------------------------------------------------
ich denke auch. Werde dort einen Termin vereinbaren.



Ja das mit der Psycho-Schublade kenne ich zu genau.
Da mein Sohn anderst ist, wandert man ganz schnell in eine Schublade, gerade bei den anderen Mütter.




Du schriebst:
Cordula Neuhaus empfiehlt übrigens auf ihrer Webseite, die Eltern und das Kind separat über die Probleme zu befragen.
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Ja ich weis. Schon fühlt sich das Kind diskriminiert und ungeliebt.




Du schriebst:
Auch solltest du (bzw. der Vater des Kindes und natürlich alle Familienangehörigen) dich hüten, es anzuschreien und zu schlagen. Solche Verhaltensweisen verschlimmern nur noch die Verhaltensstörungen, vor Allem das oppositionelle Trotzverhalten.
--------------------------------------------------
Wir schlagen nicht. Das ist ein No-go.
Allerdings schreie ich hin und wieder, obwohl ich weis das es falsch ist.





Du schriebst:
Hast du die Geschichte von Honigbluete gelesen?
--------------------------------------
Ja. Wir alle haben schon einen langen steinigen und holprigen Weg hinter uns. Emotional überqueren wir die höchsten Berge und die tiefsten Schluchten. Doch wir machen das alles aus Liebe zu unseren Kindern.





Du schriebst:
Mich würde es sehr freuen, wenn du uns am Laufenden hälst. Bitte, rufe in der SHG von Aschaffenburg an und mach einen Termin bei Dr. Neumann.
-----------------------------------------------------
Ja mache ich. Ich rufe die Tage an.
Muss gerade erst ein wenig "Luft" schnappen, die Gedanken sortieren und wieder "normal" werden. Aber ich werde auf jedem Fall dort anrufen und einen Termin bei D. Neumann machen. Stehe noch bei einem anderen Kinderpsychiater auf der Warteliste. Mal sehen.



Bis dahin.
Alles Gute

Danke für lesen

von Hope_29 - am 22.06.2017 10:25
Hallo liebe Hope,

Zitat
Hope_29
Ja das mit der Psycho-Schublade kenne ich zu genau.
Da mein Sohn anderst ist, wandert man ganz schnell in eine Schublade, gerade bei den anderen Mütter.


Diese Erfahrungen machen uns die Situation noch schlimmer. Wie leiden ja bereits wie "Hunde" wegen der Verhaltensstörungen unserer ADSlern und müssen noch dazu Vorwürfe/Vorurteile/Stigmatisierung ertragen. Daher ist die Erziehung dieser Kinder so schwer, darum werden so viele Mütter depressiv, darum gehen so viele Ehen kaputt

Zitat

Wir schlagen nicht. Das ist ein No-go.


Das ist sehr gut. Bleib standhaft dabei. 2-3 Mal ist mir die Hand leider ausgerutscht, das war ein Riesenfehler (wie gesagt auch beim Vater und der Schwägerin!).

Zitat

Allerdings schreie ich hin und wieder, obwohl ich weis das es falsch ist.


Vielleicht kann dir Folgendes helfen, wieder ruhig zu werden:
bei Zuspitzungen nicht weiter auf das Kind zureden, sondern den Raum verlassen, wenn möglich so gar ganz aus der Wohnung/dem Haus rausgehen (falls du einen Garten, eine Terrasse, einen Balkon hast). Tief durchatmen, evt. ein Beruhigungsmittel einnehmen (meine Hausärztin hatte mir deswegen eine kleine Packung Benzos verschrieben). Erst zum Kind zurückkehren, wenn du wirklich ganz ruhig bist.

Ich denke mittlerweile, am Besten ist erst am nächsten Tag über den Vorfall mit dem Kind zu sprechen, wenn Eltern und Kind ruhig sind. Denn unter dem Einfluss negativer Emotionen wie Wut erreicht man m.E. rein gar nichts.

Und noch einen Tipp aus der positiven Psychologie, den ich gerade gelesen habe. Schreibe abends vor dem Schlafen in einem kleinen Heft 3 Dinge, die gut gelaufen sind. z.B. Mein Sohn hat sich die Zähne ohne Meckern geputzt. Aber auch Sachen, die mit ihm nichts zu tun haben, z.B. heute war der Himmel so schön blau. Das hilft, unsere Gedanken auf die positiven Dinge zu richten und die Hoffnung zu behalten. Wir übersehen oft in diesem "täglichen Kampf"diese schönen Dinge.

Und sage deinem Sohn jedes Mal, wenn er sich richtig benommen hat. Das vergaß ich auch oft.

Hat dein Sohn Geschwister?

Zitat

Ja. Wir alle haben schon einen langen steinigen und holprigen Weg hinter uns. Emotional überqueren wir die höchsten Berge und die tiefsten Schluchten. Doch wir machen das alles aus Liebe zu unseren Kindern.


Schöner Satz! Schön wäre, wenn wir auf diesem Wege von kompetenten, verständnisvollen, erfahrenen Fachleuten begleitet wären und von liebevollen, verständnisvollen Angehörigen und Freunden! Ich muss sagen, ich hatte selber nur 2 Stützen, meine Mutter und meine besten Freundin, die immer ein offenes Ohr hatten, als ich ganz unten war und mich nie mit Vorurteilen, Vorwürfen wie meine Schwiegerfamilie überschüttet haben. Ohne diese beiden wunderbaren Frauen (und meine wunderbare Tochter!!!!!!) wäre es noch schlimmer gewesen...ich kann es wirklich schreiben, dieser Weg war die Hölle auf Erde!!!!!!


Zitat

Ja mache ich. Ich rufe die Tage an.
Muss gerade erst ein wenig "Luft" schnappen, die Gedanken sortieren und wieder "normal" werden. Aber ich werde auf jedem Fall dort anrufen und einen Termin bei D. Neumann machen. Stehe noch bei einem anderen Kinderpsychiater auf der Warteliste. Mal sehen.


Sehr schön. Frage trotzdem vorsichtshalber in der SHG von Aschaffenburg, was für Erfahrungen die Eltern mit diesem Kinderpsychiater gemacht haben. Ich wäre sehr vorsichtig.

Übrigens fand ich diese Dauerbeschäftigung mit ADHS richtig zermürbend. Es ist wichtig, sich auch mal Pausen zu gönnen, wo man eben an etwas Anderes denkt. Ich weiß nicht, ob du ein Hobby hast, Freundinnen, mit den du dich regelmäßig triffst, eine Familie, die hinter dir steht, aber wenn ja, dann nutzt diese Zeiten, um wieder Kraft zu tanken. Wir Müttern von ADHS Kindern vergessen vielleicht, dass wir auch ein Recht auf ein eigenes, sorgenfreies Leben haben. Und das tut sicher den Kindern gut, wenn ihre Mutter zufrieden ist.

Dir auch alles Gute!

LG Himbeer

von Himbeer26 - am 22.06.2017 13:27
Hallo Himbeer26




Du schriebst:
Vielleicht kann dir Folgendes helfen, wieder ruhig zu werden:
bei Zuspitzungen nicht weiter auf das Kind zureden, sondern den Raum verlassen, wenn möglich so gar ganz aus der Wohnung/dem Haus rausgehen
---------------------------------------------------
Ja, ich versteh was Du meinst.





Du schriebst:
Und noch einen Tipp aus der positiven Psychologie, den ich gerade gelesen habe. Schreibe abends vor dem Schlafen in einem kleinen Heft 3 Dinge, die gut gelaufen
---------------------------------------------------------------------
ich gebe mir Mühe. :-)




Abends wenn er im Bett liegt und ich seinen kleinen Bruder fertig gemacht habe komme ich noch mal zu ihm ans Bett. Streichle ihm über den Kopf und sage ihm wie lieb ich ihn habe. Wir reden noch mal über den Tag.
Was gut war, was schlecht war. Ich lobe ihn für das "gute" was er gemacht hat. Sage ihm aber auch das er XXX nicht mehr machen darf.
Er verspricht mir morgen lieb zu sein. Wir nehmen uns in den Arm, kuscheln noch ein wenig und dann schläft er bald ein.

........... doch die Gedanken kreisen immer wieder um dasselbe Thema.
"sitzen bleiben in der Grundschule"
Habe zum Thema "Schule" ein neues Thema angefangen.

von Hope_29 - am 28.06.2017 08:07
Hallo liebe Hope!

Zitat
Hope_29
Abends wenn er im Bett liegt und ich seinen kleinen Bruder fertig gemacht habe komme ich noch mal zu ihm ans Bett. Streichle ihm über den Kopf und sage ihm wie lieb ich ihn habe. Wir reden noch mal über den Tag.
Was gut war, was schlecht war. Ich lobe ihn für das "gute" was er gemacht hat. Sage ihm aber auch das er XXX nicht mehr machen darf.
Er verspricht mir morgen lieb zu sein. Wir nehmen uns in den Arm, kuscheln noch ein wenig und dann schläft er bald ein.


Machst du super!

Zitat

........... doch die Gedanken kreisen immer wieder um dasselbe Thema.
"sitzen bleiben in der Grundschule"
Habe zum Thema "Schule" ein neues Thema angefangen.


Ja, ich habe es gelesen.

Wichtig ist jetzt, dass er eine ordentliche Diagnostik mit ADHS Tests (sehr wichtig: Konzentrationstests + ADHS Fragebögen) bekommt.

Hast du einen Termin bei der Ärztin von Aschaffenburg?

Hast du die SHG von Aschaffenburg angerufen?

In deinem Beitrag über das Sitzenbleiben schreibst du ja mehrmals, dass er sich nicht konzentrieren kann, abgelenkt wird. Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum weder Lehrer noch Ärzte darauf kommen, dass eine Konzentrationsschwäche (bzw ein Aufmerksamkeitsdefizitssyndrom) die Ursache der Leistungsschwäche ist...

Wenn du magst, kannst du mich gerne anrufen. Damals, als ich mit dem Kopf in der S*** steckte, haben mir persönliche Gespräche mit betroffenen Müttern sehr gefehlt (so sehr mir dieses Forum geholfen hat, er ersetzt nicht den persönlichen Austausch).

Ich kann wirklich jeder Mutter nur raten, sich einer solchen SHG anzuschließen oder eine zu gründen. Ich hätte sicher einen guten ADHS Arzt gefunden, wenn ich das damals gemacht hätte und ich bin nach wie vor überzeugt, dass eine frühe Diagnose und eine ADHS Behandlung uns viel Leid erspart hätte.

Darf ich dich fragen, wie dein Mann die ganze Sache sieht? Streitet ihr wegen der Probleme in der Schule/zu Hause?

LG Himbeer

(Ich lasse dir gerne meine Telefonnummer per PN, falls du mit mir sprechen will).

PS. Bei uns ist vieles auch schief gelaufen, weil ich in wichtigen Momenten "die Nerven" verloren habe. z.B. kurz bevor zum SPZ fahren sollte, um das Ritalin Rezept abzuholen.

Ich wollte etwas am PC ausdrucken, das ich der Ärztin unbedingt zeigen wollte. Mein Sohn war am PC, wollte nicht weg, ich bin laut geworden, er hat mich geohrfeigt (das 1.Mal, er war 9) und ich habe, ohne auf die Konsequenzen meines Verhaltens zu denken (typisch für einen ADSler!), ihn geohrfeigt. Er war so aufgedreht, dass er einen Messer in der Küche geholt hat und mich damit gedroht hat (du kannst dich vorstellen, in welcher desaströsen emotionaler Lage wir beiden waren!).

Ich musste meinen Mann anrufen, weil das Kind nie mit mir ins Auto gestiegen wäre.

Dort hat sich die Ärztin geweigert, das Rezept auszustellen, weil sie durch die extreme Aggressivität des Kindes sehr verunsichert war. Stattdessen sollten wir es einem Kinderpsychiater vorstellen.

Dieser hat gleich beim 1.Termin ADS ausgeschlossen, weil die Konzentrationstests mittlerweile unauffällig waren (aber erst seit dem Konzentrationstraining mit 7-7,5 Jahren!!! Vorher war die Konzentrationsspanne so kurz, dass die testende Psychologin die Tests abbrechen musste, weil das Kind "nicht mehr konnte") und die Schulnoten gut waren. So sind wir in die "Psycho-Schublade" gelandet, bis unser hochbegabtes Kind zum "Underarchiever" in der 7.Klasse geworden ist. Die Kinderärztin hat dann neue Konzentrationstests empfohlen, weil die Beobachtungen der Lehrer auf eine Aufmerksamkeitsschwäche wieder hingedeutet haben, aber das Kind hat sich diesmal geweigert, die Tests durchzuführen.

Hätte ich damals (als er 9 war) nicht darauf gedrängt, den PC zu benutzen (es war kurz, bevor wir losfahren mussten) wäre er vielleicht mit mir ins SPZ gefahren, wo wir das Ritalin Rezept bekommen hätten. Dabei hätte er die Chance gehabt, sein Verhalten besser zu steuern, er wäre vielleicht in der 7.Klasse nicht zum Underarchiever geworden und Kinderpsychiatrie und Internat hätte uns vielleicht erspart gewesen.

Beim Kinderpsychiater (derjenige, den uns die SPZ Ärztin empfohlen hatte, als unser Sohn 9 war) habe ich mich auch total daneben benommen.

Ich war am Boden zerstört, völlig desorientiert, als mein Mann mir nach dem Termin im SPZ mitgeteilt hat, wir sollen zum Kinderpsychiater. Ich fühlte mich gedemütigt und ich ahnte, was kommen könnte, dass unser Sohn nämlich keine ADS Therapie mehr bekommen würde.

Und das machte mir sehr große Angst, weil ich damals schon wusste, welche Folgen eine nicht erkannte und therapierte ADS haben kann.

In der Nacht vor dem Termin habe ich kein Auge zugemacht, sondern mich mit meinem Mann gestritten.

Er dachte von Anfang an, das Kind habe kein ADS, sondern eine psychisch kranke Mutter (mittlerweile erkenne ich viele ADS Symptome bei mir. Ich lese gerade das Buch "Zwanghaft zerstreut", ich kann es dir nur wärmstens empfehlen!).

Ich dachte weiterhin, mein Kind habe ADS und dass wir die Verhaltensstörungen mit einer medikamentösen Therapie und einem Elterntraining in den Griff bekommen könnten.

Aber mein Mann wollte nichts davon wissen. Beim Kinderpsychiater habe ich mich leider wegen der sehr hohen Anspannung "mustergültig" verhalten: ich war total angespannt/unruhig, habe beim Erzählen geheult, somit war es für den Arzt klar "depressive Mutter + Ehestreite + normale Konzentrationstests + gute Schulnoten = kein ADS, sondern umweltbedingte Verhaltensstörungen".

Ich will damit sagen: es tut verdammt weh, aber du musst versuchen, möglichst ruhig und objektiv zu bleiben, egal ob du mit Lehrer oder Ärzten/Psychologen sprichst.

Versuche, vor den Terminen, mit dem Kind nicht zu streiten. Ist er an dem Tag besonders aufgeregt/aggressiv, dann bitte die Praxis um einen neuen Termin. Es wäre sicher viel anders gelaufen, wenn ich immer die Ruhe bewahrt hätte.

von Himbeer26 - am 28.06.2017 13:34
Hallo




Du schriebst:
Wichtig ist jetzt, dass er eine ordentliche Diagnostik mit ADHS Tests (sehr wichtig: Konzentrationstests + ADHS Fragebögen) bekommt.
---------------------------------------------------------------
Sehe ich genauso. Ich bin dran.





Du schriebst:
Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum weder Lehrer noch Ärzte darauf kommen, dass eine Konzentrationsschwäche (bzw ein Aufmerksamkeitsdefizitssyndrom) die Ursache der Leistungsschwäche ist...
------------------------------------------------------------------
Ich verstehe es auch nicht.




Du schriebst
Wenn du magst, kannst du mich gerne anrufen. Damals, als ich mit dem Kopf in der S*** steckte, haben mir persönliche Gespräche mit betroffenen Müttern sehr gefehlt (so sehr mir dieses Forum geholfen hat, er ersetzt nicht den persönlichen Austausch).
---------------------------------------------------------
Danke. Das ist lieb. Bin noch nicht soweit.





Du schriebst:
Darf ich dich fragen, wie dein Mann die ganze Sache sieht? Streitet ihr wegen der Probleme in der Schule/zu Hause?
--------------------------------------------------------
ich streite mit ihm. Er ist eher der lockerer Mensch.
Er sagt halt. Finde Dich damit ab das er sitzen bleibt. Je mehr ich versuche die Lehrer/Direktor umzulenken je mehr Stress gibt es.





Du schriebst:
Er dachte von Anfang an, das Kind habe kein ADS, sondern eine psychisch kranke Mutter (mittlerweile erkenne ich viele ADS Symptome bei mir. Ich lese gerade das Buch "Zwanghaft zerstreut", ich kann es dir nur wärmstens empfehlen!).
---------------------------------------------------------------------
Ja, das kenne ich auch. Die Psychologen bei denen wir schon waren denken das gleiche auch von mir. Wir waren schon bei so vielen Anlaufstellen.
Das glaubt kein Mensch. Ich muss nicht viel sagen. Die ersten Minuten sind entscheidend. "Ihnen geht es nicht gut?" höre ich immer wieder.
Den die sehen das es mir schlecht geht. Im Gespräch versuche ich krampfhaft "glücklich und fröhlich" auszusehen. Was leider nur bedingt funktioniert. Im weiteren Gespräch allerdings werden die Emotionen einfach zu stark und dann heule ich dann. Im nachhinein, wenn wir wieder auf dem Heimweg sind könnte ich mir selber in den A..... beißen. Da ich mich nicht genug im Griff hatte und das ich am Schluss doch geheult hatte.
Ja - und so ist das halt. Schnell wird man als überforderte, depressive und unfähige Mutter eingestuft.



LG
Hope_29

von Hope_29 - am 30.06.2017 08:03
Hallo Hope,

Zitat
Hope_29
Du schriebst:
Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum weder Lehrer noch Ärzte darauf kommen, dass eine Konzentrationsschwäche (bzw ein Aufmerksamkeitsdefizitssyndrom) die Ursache der Leistungsschwäche ist...
------------------------------------------------------------------
Ich verstehe es auch nicht.


Liegt wohl an der mangelnden Ausbildung!


Zitat

Du schriebst
Wenn du magst, kannst du mich gerne anrufen. Damals, als ich mit dem Kopf in der S*** steckte, haben mir persönliche Gespräche mit betroffenen Müttern sehr gefehlt (so sehr mir dieses Forum geholfen hat, er ersetzt nicht den persönlichen Austausch).
---------------------------------------------------------
Danke. Das ist lieb. Bin noch nicht soweit.


An deiner Stelle würde ich diesen Schritt bei der nächsten SHG tun.Ich bin sicher, das würde dir sehr gut tun.

Wie gesagt, im SPZ hatte ich nie das Gefühl, wirklich ernst genommen zu werden-ich fühlte mich wie eine "Nummer", wie die Leiterin einer SHG es so treffend formulierte-nur mit betroffenen Eltern hatte ich das Gefühl, auf der gleichen Wellenlänge zu sein und spürte Verständnis für meine Probleme. Ich bedauere bis jetzt, mich damals (kurz nach der Diagnose) nicht der nächsten SHG angeschlossen zu haben. Sie war etwas weg (3/4 Std Autofahrt), aber es hätte mir sicher geholfen, den richtigen ADHS Arzt zu finden und die Behandlung mit MPH durchzuziehen.

Auch wenn es dir Überwindung kostet, kann ich dir nur ermutigen, diesen Schritt zu gehen, aus deiner Isolation raus zu kommen und nicht allein zu kämpfen.

Zitat

Du schriebst:
Darf ich dich fragen, wie dein Mann die ganze Sache sieht? Streitet ihr wegen der Probleme in der Schule/zu Hause?
--------------------------------------------------------
ich streite mit ihm. Er ist eher der lockerer Mensch.
Er sagt halt. Finde Dich damit ab das er sitzen bleibt.


So ist auch mein Mann. Er hat die ADS Diagnose nie akzeptiert und akzeptiert sie nach wie vor nicht , obwohl unser Sohn weiterhin viele ADS Symptome hat.

Aber wie kann er das erkennen, er hat keinen einzigen Artikel zum Thema gelesen, geschweige denn ein Buch.

Seine Schwester-m.E. auch selbst betroffen, wie mein Mann Legasthenikerin-hat die Diagnose ihres Sohnes auch nie akzeptiert, obwohl bei ihm auch viel für ADS spricht. Die Beiden und mein Sohn sind solche Sturrköpfe, das ist echt der Wahnsinn!

Heute hatte ich einen Streit mit Sohn und Mann. Unser Sohn sagt uns nie, wenn er in der Mappe Schulaufgaben hat, die wir unterschreiben müssen (bei Noten unter 4 ist es Pflicht). Also schaue ich jetzt jedes WE rein und habe wieder einen 5er (Informatik) entdeckt.

Die letzten Wochen waren es insgesamt 4 5er (Mathe, Chemie, Physik). Aber wiederum wollen weder mein Sohn noch mein Mann von ADS hören, lieber steckt man den Kopf in den Sand, als die Chance zu ergreifen, eine Hilfe zu bekommen.

In der 7.Klasse sagte mir übrigens mein Mann, das sei normal in dieser Klasse schlechte Noten zu bekommen, er interessiere sich halt mehr für seine Mitschüler, Sport, weniger für die Schule. Das wird schon...der Zustand hält allerdings jetzt seit 3 Jahren.

In der 7.Klasse wollte die Kinderärztin, dass er wieder Konzentrationstests durchführt, weil die Beobachtungen der Lehrer wieder auf ADS hindeuteten (dieses Jahr auch), aber das Kind blieb stur und weigerte die Tests.

Er sagte, er sei halt faul, man könne nichts machen. Er sei "nicht bescheuert", er werde "nicht eine Pille nehmen, nur um bessere Noten zu bekommen". Ich soll "das Maul halten", die "Klappe halten". Jedes Mal wird er laut, schaltet auf Stur...

Ich werde nächste Woche seine Klassenlehrerin anrufen und sie darüber informieren, dass ich mich angesichts dieser Sturheit machtlos fühle und nichts mehr unternehmen werde, um meinem Sohn zu helfen.

Er und seinen Vater (der kein einziges Mal die Hausaufgaben betreut hat, weder vor dem Konzentrationstraining noch danach) wollen nicht mal anerkennen, welche Fortschritte unser Sohn dank des Konzentrationstrainings gemacht hat. Denn der eine kann sich an der katastrophalen HA Situation nicht erinnern, der andere war nie dabei.

Ich werde mein Leben lang bereuen, dass ich damals die HA Betreuung vor dem Training, ohne und mit 10 mg Ritalin und nach dem Training nicht gefilmt habe.

Unter 10 mg Ritalin war das Kind wie ausgewechselt: brav, lieb, entspannt, zugänglich, hat seine HA in 30 Minuten zügig ohne Hilfe erledigt und gleich nachdem ich ihn dazu aufgefordert habe, ich konnte meinen Augen nicht trauen...das alles hat leider niemand beobachtet und keiner glaubt mir im Nachhinein... Jetzt würde ich mir eine Mikrokamera kaufen und alles heimlich filmen (ernst!!!!!).


Zitat

Je mehr ich versuche die Lehrer/Direktor umzulenken je mehr Stress gibt es.


Ja, das ist bei mir momentan mit dem Internat auch so. Ich habe aufgegeben, bringt einfach rein gar nichts!

Zitat

Du schriebst:
Er dachte von Anfang an, das Kind habe kein ADS, sondern eine psychisch kranke Mutter (mittlerweile erkenne ich viele ADS Symptome bei mir. Ich lese gerade das Buch "Zwanghaft zerstreut", ich kann es dir nur wärmstens empfehlen!).
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Ja, das kenne ich auch. Die Psychologen bei denen wir schon waren denken das gleiche auch von mir. Wir waren schon bei so vielen Anlaufstellen.
Das glaubt kein Mensch. Ich muss nicht viel sagen. Die ersten Minuten sind entscheidend. "Ihnen geht es nicht gut?" höre ich immer wieder.
Den die sehen das es mir schlecht geht. Im Gespräch versuche ich krampfhaft "glücklich und fröhlich" auszusehen. Was leider nur bedingt funktioniert. Im weiteren Gespräch allerdings werden die Emotionen einfach zu stark und dann heule ich dann. Im Nachhinein, wenn wir wieder auf dem Heimweg sind könnte ich mir selber in den A..... beißen. Da ich mich nicht genug im Griff hatte und das ich am Schluss doch geheult hatte.
Ja - und so ist das halt. Schnell wird man als überforderte, depressive und unfähige Mutter eingestuft.


Das war bei mir beim 1.Kinderpsychiater (Angestellter der kinderpsychiatrischen Krankenhauses) und auch bei der Kinderpsychologin so. Ich war vollkommen durcheinander.

Im SPZ dagegen war ich relativ ruhig, weil wir die Diagnose relativ schnell nach dem 1.Termin bekommen haben und sowohl Arzt als Psychologen wussten, was ADS Familien durchmachen. Deswegen hat niemand dort versucht, mich als psychisch krank ab zu stempeln.

Die depressiven Tiefs kamen sowieso danach, als mein Mann die Diagnose ablehnte, sich geweigert hatte, am Elterntraining teilzunehmen und am Schlimmste ging es mir, als die KIÄ im SPZ uns empfahl, unseren Sohn einem Kinderpsychiater vorzustellen, der uns gleich beim 1. Gespräch in die Psycho-Schublade geschoben hatte, weil die letzten Konzentrationstests unauffällig waren und die Noten gut waren.

Der Tiefpunkt habe ich dann erreicht, als mein Sohn in der Kinderpsychiatrie war und die Kinderpsychologin mir am Tel sagte, ADS sei eine Modediagnose, Ritaline eine gefährliche Droge, mein Kind sei wegen meiner depressiven Tiefs und unserer Ehestreite verhaltensauffällig (er war von der 1. Stunde auffällig, lange bevor wir anfingen, uns zu streiten), er soll ins Internat.

Hätte mein Mann von Anfang an die Diagnose akzeptiert, an der Behandlung mitgearbeitet, hätte uns von Anfang ein guter ADHS Arzt beraten, unseren Sohn behandelt, wäre uns mit hoher Wahrscheinlichkeit Psychiatrie für mich, Kinderpsychiatrie und Internat für unseren Sohn und Ehestreite mit Trennung erspart geblieben.

Leider bin ich mit einem Sturkopf verheiratet und wir hatten mit den Ärzten im SPZ und in der stationären Kinderpsychiatrie viel Pech...so dass viel schief gelaufen ist.

Das Schlimmste ist, dass mein Mann und mein Sohn bis jetzt nicht einsehen, dass mein Sohn ohne Konzentrationstraining vielleicht nicht mal die Grundschule trotz Hochbegabung geschafft hätte und vielleicht wie sein Cousin in die Mittelschule gelandet hätte.Es ist zum Haarhaufen...

Hätte mir jemand damals gesagt, deine Bemühungen werden umsonst sein, hätte ich vielleicht das Kind gleich in der 1.Klasse ins Internat geschickt, um meine Ruhe zu haben und mich gleich vom Vater getrennt. Dann hätte ich mit meiner wunderbaren, pflegeleichten Tochter ein "schönes Leben" gehabt, ohne Dauerkampf mit Kind, Lehrer, Verwandten, usw.

Hätte ich nicht ein ADS Kind gehabt, hätte ich es vermutlich nicht für möglich gehalten, was in ADS Familien alles ablaufen kann.Vermutlich glauben viele Erzieher, Lehrer, Ärzte deswegen nicht aus dem Grund, dass die Verhaltensauffälligkeiten der Kinder nicht von einer mangelnden Erziehung herkommen. Man kann es schlicht und einfach nicht begreifen, wenn man das selbst nicht erlebt hat!

Die Leidtragenden sind vor Allem die Mütter, die 90-99% der Erziehung tragen (mein Mann schaut nicht mal im Schulranzen, ob Schulaufgaben zum Unterschreiben drin sind, vor 2 Wochen fand ich eine Deutsche Aufgabe von März 2017!!!!!!) und die Kinder. Die Armen leiden jahrelang wie Hunde...

Am Schlimmsten für mich ist dieses Gefühl, meinem Kind nicht helfen zu können und dass diese Krankheit ein Keil zwischen mir und meinem Mann, mir und meinem Kind geschoben hat. Dabei bin ich nach wie vor zu 100% überzeugt, dass die Diagnose des SPZ gestimmt hat und dass eine Behandlung mit MPH unserem Sohn helfen würde, Schule und später Studium zu meistern.

Aber heute habe ich eingesehen, dass weitere Gespräche darüber mit den Beiden vermutlich nichts bringen werden. Sollen die Lehrer und die Beiden weiter glauben, das Kind sei einfach nur "stinkfaul". Im Grunde denke ich, dass es bei manchen Menschen nichts nützt und immer mehr denke ich, dass es vielleicht besser ist, wenn das Leben meinem Sohn Lektionen erteilt. Muss er jetzt sitzenbleiben, dann wird er sitzenbleiben. Schafft er die 10.K nicht, dann muss er halt wie sein Vater eine Lehre machen.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft. Glaube mir, ich weiß, was du gerade durchmachst!

von Himbeer26 - am 02.07.2017 18:08
Großartig! Sehr komplexe und fundierte Antwort! Danke, deine Antwort hat auch mir (2 Jungs in der Diagnostik mit Verdacht auf ADHS) geholfen und ich hoffe der Fragestellerin auch!

von Juni Mama - am 17.09.2017 07:07
Großartig! Sehr komplexe und fundierte Antwort! Das hat auch mir (2 Jungs in der Diagnostik mit Verdacht auf ADHS) weiter geholfen und ich hoffe der Fragestellerin auch! Klasse! Danke!

(Sorry - ich blick das hier noch nicht so richtig, deshalb hab ich die Antwort versehentlich 2x geschickt. :-) )

von Juni Mama - am 17.09.2017 07:11
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