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Informationen zum Thema:
Forum:
ADHS ADS Selbsthilfe
Beiträge im Thema:
3
Erster Beitrag:
vor 3 Monaten, 3 Wochen
Letzter Beitrag:
vor 3 Monaten, 1 Woche
Beteiligte Autoren:
Badenwürtenberg, Möppi14, Mama24

ADHS Verlauf

Startbeitrag von Mama24 am 23.09.2017 18:52

Hallo an alle,

meine Tochter ist vier Jahre alt. Sie ist ein Schreikind mit Verdacht auf ADHS.
Sie war von ihrer Geburt extrem anstrengend. Jetzt aber nach ihrem vierten Geburtstag empfinden wir ihr Verhalten als unerträglich. Sie schreit und protestiert wegen jeder Kleinigkeit, ist extrem frech geworden und hat andauernd Wutausbrüche. Alltägliche Tätigkeiten sind ein Drama. Das alles kennen wir von ihr sehr gut, aber jetzt ist extrem geworden und sie überschreitet alle Grenzen.
Sie hat z.B. noch vor paar Wochen keine Fremden angesprochen, sich oft auf Ansprache weggedreht, jetzt quatscht sie andere Menschen an, redet über alles und nichts und dazu so laut und mit solchem Ton, dass mir peinlich ist. Ich bin erschrocken über diese Änderung. Sie ist völlig respektlos geworden.
Ich habe Angst über sie Kontrolle zu verlieren. Sie macht alle Treffen, Ausflüge, gemeinsame Aktivitäten usw. kaputt. Es ist nur ein einziger Kampf.
Bei letztem Besuch von einem Mädchen in ihrem Alter, hatte sie so einen Wutausbruch, dass das andere Mädchen von Angst weinen musste. Wenn es so weiter geht, hat sie bald keine Spielfreunde mehr. Wenn andere Kinder spielen wollen, provoziert sie sie zum Quatsch machen und toben.

Wird das Verhalten mit dem Alter schwieriger? Ist das der typische Verlauf von ADS? Ich vermute, es verläuft individuell, aber vielleicht gibt es Gemeinsamkeiten? Verschlimmert sich oft das Verhalten mit vier Jahren?

Die zweite Frage ist, da sie im Kindergarten nicht spielt (nur träumt), zu Hause schreit und nicht spielt, leidet extrem unter ihrer Impulsivität, kann sie schon in dem Alter (vier Jahre) Medikamente bekommen?
Hat jemand Erfahrungen? Wir haben zwar ein Beratungsgespräch bei einer Ärztin (auf ADS-spezialisiert) gehabt, aber sie meinte sie würde so früh mit Medikamenten nicht anfangen, wegen Nebenwirkungen usw. Ich sehe aber wie wir alle extrem leiden und dass meine Tochter sich selbst auf dem Weg in der Entwicklung steht. Worauf soll man warten?

Ich wäre dankbar für Eure Rückmeldung.

Danke vorab.

Liebe Grüße

Mama24

Antworten:

Hallo Mama 24,

das kommt mir alles sehr bekannt vor :-)
Wir waren damals beim SPZ und haben Sie testen lassen. Einmal mit 4,5 Jahren und mit 5,5 Jahren. Wenn es im Kindergarten ebenfalls schwierig ist, kannst du vielleicht versuchen für Sie eine integrative Betreuung zu beantragen oder aber Frühförderung. Auch Ergotherapie ist hilfreich.
Mit Medikamenten würde ich auf jeden Fall warten, sie ist ja wirklich noch sehr klein.
Bei uns war es immer schubweise. Es gibt Zeiten, da ist alles ok und dann kommt mit geballter Ladung alles doppelt und dreifach zurück. Aber jedes Kind ist anders. Du brauchst viel Geduld und davon eine Menge.

LG

von Möppi14 - am 04.10.2017 18:40
Hallo Mama 24,
Bei uns fing es auch mit 4,5 Jahren an.
Mit dem 6 Geburtstag dachte ich ,das überlebe ich nicht .
Das es noch eine Steigerung gab könnte ich mir gar nicht vor stellen.
Die Einschulung wurde um ein Jahr verschoben.
Zwerg würde auf Medis eingestellt.
Ab der ersten Klasse war es schulisch ein auf und ab.
Privat würde es aber immer besser.
Und es wird von Jahr zu Jahr besser !
Es gibt Tage und Wochen warum auch immer wo es schlimm ist.
Aber dann wieder total super gut.
Wir haben von Anfang an hinter unserem Zwerg gestanden ,
Egal was war .
Natürlich haben wir unseren Alltag auf sie abgestimmt, aber uns war wichtig
das es läuft.
Lg

von Badenwürtenberg - am 09.10.2017 19:30
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