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Informationen zum Thema:
Forum:
ADHS ADS Selbsthilfe
Beiträge im Thema:
2
Erster Beitrag:
vor 3 Wochen, 1 Tag
Letzter Beitrag:
vor 4 Tagen, 6 Stunden
Beteiligte Autoren:
Dagmar D., Jasi_7

Missverstanden und einsam

Startbeitrag von Jasi_7 am 31.01.2018 11:58

Hallo zusammen!

Ich heisse Jasmine und bin 19 Jahre alt. Seit meiner Geburt lebe ich mit ADHS und nehme seit der zweiten Klasse Medikamente. Ich war regelmässig bei Psychologen und Psychiatern.

Nun 10 Jahre später, kämpfe ich mich durch die harte Zeit meiner bevorstehenden Abschlussprüfung zur ausgebildeten Floristin. Ich bin oft gestresst, gereizt und müde und schaffe es dadurch abends kaum ruhig zu bleiben. Ich lebe noch bei meinen Eltern, zusammen mit meiner drei Jahre jüngeren Schwester. Ich raste wegen Kleinigkeiten sofort aus und verschwinde für den Rest des Abends in mein Zimmer. Wenn ich dann versuche mit meinen Eltern zu reden, kann ich all meine Gefühle, Gründe und au mein schlechtes Gewissen, nicht in Worte fassen... und es tut soo unglaublich weh zu merken, dass sie nichts verstehen oder nachvollziehen können, wenn ich es zu erklären versuche! Ich würde ALLES für meine drei Lieben tun, schaffe es aber nicht!

Wenn ich nach Hause komme wandelt sich die ganze, über den Tag angestaute, Energie in Wut um und ich kann mich noch so krampfhaft wehren aber es kommt IMMER zum Ausbruch! Ich kann einfach nicht mehr mitansehen, wie ich tagtäglich meine geliebtesten Menschen verletze oder traurig mache!

Wenn ihr das kennt, bitte schreibt mir eure Tricks und Erfahrungen! Ich fühle mich mit dem ganzen Berg alleine gelassen und missverstanden! Helft mir bitte!

Mit den besten Grüssen
Jasmine

Antworten:

Hallo Jasmine,

was du beschreibst ist ganz typisch für Mädchen und Frauen mit ADHS. Durch die Sozilisation haben sie gelernt im Außen brav zu sein. Da reißt man sich dann zusammen und geht kräftig über die eigenen Grenzen. Das Angestaute macht sich dann Luft, wenn man aus dieser Außensituation draußen ist.

Die Frage ist, ob deine Medikamente richtig eingestellt sind, wenn du dich tagsüber in dieser Weise zusammenreißen musst. Das wäre evtl. eine Stellschraube, die du mit dem Arzt besprechen kannst.

Dann könntest du dir eine Verhaltenstherapie suchen, wo du lernen kannst mit deiner Anspannung und deinen Impulsen beser umzugehen. Evtl. musst du am tag gar nicht so viel schlucken, wie du das im moment tust, dann wärst du abends nicht so aufgeladen vor innerer Anspannung.

Du könntest auch in eine Selbsthilfegruppe gehen und dich dort austauschen. Darüber zu sprechen in einem Kreis, in dem man verstanden wird, ist sehr hilfreich.

von Dagmar D. - am 18.02.2018 14:16
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